The Council - Test

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4P|BOT2
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The Council - Test

Beitrag von 4P|BOT2 » 11.12.2018 11:01

Im März hatten Big Bad Wolf (Entwickler) und Focus Home Interactive (Publisher) die erste Episode des erzählerisch überaus kreativen Adventures The Council für PC, PS4 und One veröffentlicht. Mittlerweile ist die fünfte und letzte Episode des Spiels erschienen, das euch für knapp 30 Euro als Ermittler in das späte 18. Jahrhundert versetzt. Zwischen historischer Prominenz, Intrigen und Geheimorden ...

Hier geht es zum gesamten Bericht: The Council - Test

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Todesglubsch
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Re: The Council - Test

Beitrag von Todesglubsch » 11.12.2018 11:23

Mir hat das Spiel eigentlich recht gut gefallen, leider hat die Story in den späteren Kapiteln gestrauchelt und ist komplett zerfallen.

Hinzu kommen:
Die wenigen Schauplätze.
Die (nicht vorhandene) Mimik und die Fuchtelgestik.
Die sich im fortschreitenden Spiel häufenden Clippingfehler.
Die sich häufenden Fehler in den dt. Untertiteln und der engl. Sprachausgabe.
Das total unbefriedigende Ende, egal welches man erreicht.
Die Logikfehler in den Gesprächen wo Dinge erwähnt werden, die bei mir garnicht geschehen sind.

Ich bereue den kauf nicht und finde das RPG-System richtig erfrischend. Aber das offensichtlich mangelnde Budget und der Wechsel der Entwickler ist merkbar, je weiter man kommt. Schon alleine wegen der technischen Patzer kann ich diese Wertung überhaupt nicht unterschreiben.

Bonus: Da redet der eine in einem Dialog Deutsch und ich versteh kein Wort. Nächstes mal die engl. Sprachausgabe bitte in England pder den US aufnehmen und nicht in Frankreich. Dann stimmt's zwar auch nicht, ich kann's aber wenigstens verstehen.
Zuletzt geändert von Todesglubsch am 11.12.2018 12:50, insgesamt 1-mal geändert.

Rocco Siffredi
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Re: The Council - Test

Beitrag von Rocco Siffredi » 11.12.2018 12:40

Super Test. Richtige kniffelige Adventures gibt es leider wenige, daher freue ich mich über Reviews wie diesen. Danke auch an Todesglubsch für seinen Eindruck. Werde es mir mal gönnen.

Kolelaser
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Re: The Council - Test

Beitrag von Kolelaser » 11.12.2018 12:51

Todesglubsch hat geschrieben:
11.12.2018 11:23
Mir hat das Spiel eigentlich recht gut gefallen, leider hat die Story in den späteren Kapiteln gestrauchelt und ist komplett zerfallen.

Hinzu kommen:
Die wenigen Schauplätze.
Die (nicht vorhandene) Mimik und die Fuchtelgestik.
Die sich im fortschreitenden Spiel häufenden Clippingfehler.
Die sich häufenden Fehler in den dt. Untertiteln und der engl. Sprachausgabe.
Das total unbefriedigende Ende, egal welches man erreicht.
Die Logikfehler in den Gesprächen wo Dinge erwähnt werden, die bei mir garnicht geschehen sind.

Ich bereue den kauf nicht und finde das RPG-System richtig erfrischend. Aber das offensichtlich mangelnde Budget und der Wechsel der Entwickler ist merkbar, je weiter man kommt. Schon alleine wegen der technischen Patzer kann ich diese Wertung überhaupt nicht unterschreiben.

Bonus: Da redet der eine in einem Dialog Deutsch und ich versteh kein Wort. Nächstes mal die engl. Sprachausgabe bitte in England pder den US aufnehmen und nicht in Frankreich. Dann stimmt's zwar auch nicht, ich kann's aber wenigstens verstehen.
Hatte das Spiel nach dem Test schon im Einkaufswagen da es momentan auch im Sale ist aber nach dieser Einschätzung nein Danke. Das ist mir dann keine 17€ wert... Vielleicht mal kostenlos mit ps+

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AkaSuzaku
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Re: The Council - Test

Beitrag von AkaSuzaku » 11.12.2018 12:58

Todesglubsch hat geschrieben:
11.12.2018 11:23
Hinzu kommen:
Die wenigen Schauplätze.
Die (nicht vorhandene) Mimik und die Fuchtelgestik.
[...]
Das total unbefriedigende Ende, egal welches man erreicht.
Die Logikfehler in den Gesprächen wo Dinge erwähnt werden, die bei mir garnicht geschehen sind.
Schade, das sind Unzulänglichkeiten, die ich einem Story-fokussierten Spiel nur schwer verzeihen kann. Allerdings scheint da jemand aus der Telltale-Pleite gelernt zu haben. Ein "Rollenspiel-Flair" war nämlich bisher nicht unbedingt etwas, was man mit Adventures in Verbindung gebracht hat.

/edit: Du machst Focus Home gerade das gute Weihnachtsgeschäft zunichte. Hast mit deinem Post schon mindestens zwei Käufer abgeschreckt. :lol:

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Todesglubsch
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Re: The Council - Test

Beitrag von Todesglubsch » 11.12.2018 13:16

AkaSuzaku hat geschrieben:
11.12.2018 12:58
/edit: Du machst Focus Home gerade das gute Weihnachtsgeschäft zunichte. Hast mit deinem Post schon mindestens zwei Käufer abgeschreckt. :lol:
Korrektur: Focus Home und Big Ben! :D

Aber um noch schnell was positives nachzutragen:
Die meisten Rätsel fand ich eigentlich recht angenehm, wenn auch zwei Rätsel mir zu bibellastig waren. Es ist also schon mehr "Spiel", als jetzt ein Telltale-Adventure.

Oh und negativ:
Keine Schnellreise. Man latscht ständig die gleichen, irgendwann leeren Flure entlang, meist nicht einmal auf der Suche nach etwas.
Außerdem konnte ich keine Dialoge überspringen. Zweimal ist das Spiel bei mir abgesemmelt und ich durfte dann alles noch einmal anhören - und das kann sich ziehen. (Dialoge zu überspringen ist mittlerweile möglich, leider nur in einem neuen Spiel und nicht in einem bereits laufenden Durchgang)

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Usul
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Re: The Council - Test

Beitrag von Usul » 11.12.2018 14:02

Todesglubsch hat geschrieben:
11.12.2018 11:23
Bonus: Da redet der eine in einem Dialog Deutsch und ich versteh kein Wort. Nächstes mal die engl. Sprachausgabe bitte in England pder den US aufnehmen und nicht in Frankreich. Dann stimmt's zwar auch nicht, ich kann's aber wenigstens verstehen.
Und du bist dir sicher, daß die Aufnahmen in Frankreich entstanden sind? Und etwa von Franzosen gemacht wurden?

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Re: The Council - Test

Beitrag von 4P|T@xtchef » 11.12.2018 14:10

Bei aller Liebe zur Dekonstruktion: Hier muss ich doch nochmal für The Council plädieren. Diesen Nachtest hab ich mir extra aufgespart, weil Big Bad Wolf ein Lob gebührt. Die kreative Leistung der Entwickler besteht ja darin, dass sie dieses Genre nicht nur auf kommunikativer Ebene bereichern, sondern dass sie das 3D-Adventure erfolgreich mit der Charakterentwicklung sowie Fähigkeitenproben aus Rollenspielen kreuzen - man fühlt sich wie in einem historischen Maskenball-Thriller. In einem kleineren Rahmen und mit anderem Fokus hat das z.B. Hero U gemacht. Wenn man The Council spielt erlebt man also, bei aller berechtigten Kritik an Technik oder anderen Dingen, etwas bisher nicht Erspieltes. Es ist eine Art historische Novelle, ein psychologisches Theaterstück, von dem ich mir zumindest mehr wünschen würde.
Jörg Luibl
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Todesglubsch
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Re: The Council - Test

Beitrag von Todesglubsch » 11.12.2018 14:37

Usul hat geschrieben:
11.12.2018 14:02

Und du bist dir sicher, daß die Aufnahmen in Frankreich entstanden sind? Und etwa von Franzosen gemacht wurden?
Wo sie entstanden ist kann ich nicht sagen. Aber der Hauptcharakter wird von nem französischen Schauspieler gesprochen. Und das merkt man IMO auch. Nicht an seinen englischen Texten, die finde ich in Ordnung (wobei man sich bei Steam über seine Leistung beschwert). Aber wenn er mal was französisches aussprechen muss, verfällt er in einen nuschelnden Singsang den ich nur von französischen Native-Speakern kenne.

Der Deutsche, also von Wöllner, hat auch keinen deutschen Akzent den man aus US / UK-Produktionen gewohnt wäre. Dass sein Name, je nach Sprecher, mal Wollner, mal Wöllner ausgesprochen wird, lässt auf ne schlampige Regie schließen.
Aber ich bin hier ehrlich gesagt nur so kritisch, weil ich es erfrischend finde, dass mal eine englische Synchro Patzer hat.

Oh und wenn ich schon dabei bin:
Louis sagt mehrmals "Shit" und an einer Stelle glaub ich sogar 'fuck'. Da hat doch der englische Übersetzer gepennt, das wirkt irgendwie fehl am Platze. Die Untertitel machten daraus übrigens ein "Verdammt", was IMO passender ist. Dafür schaffen es die Untertitel in einem Dialogstrang einen gleichzeitig als "Monsieur" und "Sir" anzusprechen, während man gedutzt wird.
4P|T@xtchef hat geschrieben:
11.12.2018 14:10
Die kreative Leistung der Entwickler besteht ja darin, dass sie dieses Genre nicht nur auf kommunikativer Ebene bereichern, sondern dass sie das 3D-Adventure erfolgreich mit der Charakterentwicklung sowie Fähigkeitenproben aus Rollenspielen kreuzen
Ja und ich würde es begrüßen, wenn sie darauf aufbauen und einen weiteren Titel mit einem roteren Faden und mehr Budget angehen würden (was vermutlich nicht passieren wird).
man fühlt sich wie in einem historischen Maskenball-Thriller
...bis die Story in Kapitel 4 aufgelöst wird.
Spoiler
Show
Wie ist die Person gestorben? Dämonen!
Wieso hat der d... Dämonen!
Und wieso ist das je... Dämonen.
Ah und w... DÄMONEN!
Ich hab hier wirklich gehofft, dass "Mutter" einfach nur einen Dachschaden hatte und alles nur eine politische Intrigeist. Aber nö, a wizard did it, bzw. a demon.
Wenn ich jetzt das Steam-Forum als Basis nehme (keine gute Basis, ich weiß), so sind die meisten zwar überrascht wie viele Endoptionen es gibt, aber keinem hat die Storyentwicklung gefallen, bzw. es würde einen merklichen Qualitätssprung zwischen den anfänglichen vermutlich noch von Cyanide geplanten Kapiteln und den späteren Bad Wolf-Kapiteln geben.
Wahrscheinlich ist, dass sich das Spiel nicht wie gehofft verkauft hat und, aus Budgetgründen, viel aus späteren Kapiteln weggestrichen / umgeschrieben werden musste.

dr.schwengel
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Re: The Council - Test

Beitrag von dr.schwengel » 11.12.2018 15:11

hui das klingt so als würde es extrem meinen nerv treffen, wird ausgecheckt!

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Re: The Council - Test

Beitrag von Jogy2001 » 11.12.2018 15:27

Zur Zeit für 17 Euro im Store. Gekauft.

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Re: The Council - Test

Beitrag von fanboyauf3uhr » 11.12.2018 15:29

Hört sich ja gar nicht schlecht an. Hatte damals Teil 1 gekauft und nach ner Stunde sind mir die Füße eingeschlafen. Vielleicht schau ich nochmal rein. Für sowas muss man ja auch irgendwie in der Stimmung sein.

dr.schwengel
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Re: The Council - Test

Beitrag von dr.schwengel » 11.12.2018 15:57

bei mir wird bei steam 30 euro angezeigt? was erlauben?

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Hokurn
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Re: The Council - Test

Beitrag von Hokurn » 11.12.2018 16:22

Todesglubsch hat geschrieben:
11.12.2018 11:23
Das total unbefriedigende Ende, egal welches man erreicht.
Sorry aber das ist ein wenig endgültig formuliert. Ich war mit der Story soweit zufrieden, weil sie zwischen Folge 2 und 3 dahinzuplätschern drohte.
Dazu hat mich mein Ende letztendlich fürs Spielen entschädigt.

Ich habe mir die anderen nicht angesehen, aber das finde ich ein wenig zu klar formuliert.

Dazu hatte ich jetzt auch keine dicken Clippingfehler, die mich gestört haben.
Die Schauplätze waren ok für mich. Ich hätte da nicht wie in so manch anderen Spielen noch nen Settingwechsel gebraucht um mal ne andere Farbe zu sehen.
Krasse Logikfehler sind mir auch net direkt entgegen gekommen. ;)

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Todesglubsch
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Re: The Council - Test

Beitrag von Todesglubsch » 11.12.2018 16:34

dr.schwengel hat geschrieben:
11.12.2018 15:57
bei mir wird bei steam 30 euro angezeigt? was erlauben?
Der 18€-Sale läuft im PSN. Steam kostet es aktuell mal wieder Vollpreis.
Hokurn hat geschrieben:
11.12.2018 16:22
Sorry aber das ist ein wenig endgültig formuliert. Ich war mit der Story soweit zufrieden, weil sie zwischen Folge 2 und 3 dahinzuplätschern drohte.
Ich hänge mich auch garnicht so sehr an die Storywendung. Die ist, letzten Endes, Geschmackssache. Nur die Enden waren eben alle "husch, husch". Wie du schon geschrieben hast: Der Spannungsbogen hängt etwas. Am Anfang kommt es nicht in Fahrt und später ... naja fährt es etwas schneller. Kein Spannungsbogen, eher Spannungshügel mit Vollbremsung.
Dazu hatte ich jetzt auch keine dicken Clippingfehler, die mich gestört haben.
Das stimmt. Keine Clippingfehler die stören. Aber Clippingfehler die den Produktionswert schmälern. Wenn Louis Socken in einer Zwischensequenz durch seinen Schuh clippen, dann sagt mir das, dass sich der Entwickler seine eigenen Zwischensequenzen nicht angeschaut hat oder kein Geld oder keine Muse da war um das zu fixen. Gleiches gilt für Diener, deren Hals durch ihren Kragen clippt. Das sind keine spielzerstörenden Bugs, es sind Kleinigkeit die sich Häufen.

Da stehen sich die Charaktere in den Gesprächen gegenüber, starren an die gegenüberliegenden Wänden, fuchteln mit ihren Armen rum und dann clippt auch noch irgendwas durch, das ist dann schon leider schwach.
Krasse Logikfehler sind mir auch net direkt entgegen gekommen. ;)
Konkret:
Spoiler
Show
Man hat behauptet Adams wäre "verschwunden", obwohl sie bei mir definitiv ziemlich ermordet war.
Man hat auch so getan, als hätte ich mit Emily / Emma gepimpert, obwohl ich beide abgewiesen habe.
(Mal ganz davon abgesehen, dass in dieser Zeit das Schlafen mit seiner Halbschwester kein so großes Problem war wie heute.
Oh da fällt mir was ein: Eine Sache, die zweimal im Spiel vorkam und einem total die Spannung vermiest.
Ich versuche das mal so zu umschreiben, damit das kein Spoiler ist:
Jeder Charakter im Spiel hat ja Schwächen und Immunitäten. Setzt man eine Fähigkeit ein, gegen die der Gesprächspartner immun ist, bekommt man angezeigt, dass man seine Immunität erkannt hat und wird dafür bestraft. Soweit sogut. Es gibt zwei Stellen im Spiel wo sich ein Charakter (A) für einen anderen (B) ausgibt, ohne, dass der Spieler das weiß oder gar zu diesem Zeitpunkt wissen kann. Setzt man nun in diesem Gespräch mit dem angeblichen B die Immunität für Charakter A ein, spoilert einem das Spiel ganz nonchalant: "Charakter A: Immunität erkannt". - Und schon weiß man, dass da was nicht stimmt.

Ich will da garnicht so sehr drauf rumreiten. Immerhin IST das Spiel einzigartig von seiner Machart. Ich will nur sagen, dass man hier kein sauber poliertes Werk wie z.B. von Quantic Dream erwarten draf - und auch Telltale zumindest in Sachen Animation und Abwechslung besser ist (bzw. war). Meine Enttäuschung über die Story kann ich ausklammern, wie geschrieben, ist Geschmackssache, aber ich könnte dem Spiele wegen dieser ganzen kleinen Patzer keine 80er-Wertung geben. Eine niedrige 70 halte ich für angemessener. Es ist letzten Endes eben noch ein Spiel - und das kann ich nicht nur wegen einem unverbrauchten Setting und der Gameplayidee loben.

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