Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

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4P|BOT2
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Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von 4P|BOT2 » 08.01.2018 16:40

In den Augen der Hi-Rez-Studios steht der E-Sport gerade am Übergang zu deutlich mehr Professionalität: Vor allem die Entwicklung von Ligen sowie die Einführung von Spieler-Mindestgehältern seien Gründe für die Veränderung, so COO Todd Harris an einem runden Tisch der Hi-Rez Expo 2018 (via pcgamesn.com):"Im Laufe des vergangenen Jahres gab es in dieser Industrie generell eine Bewegung hin zu mehr ...

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ronny_83
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von ronny_83 » 08.01.2018 16:51

War überrascht, neulich auf ProSieben oder ProSieben Maxx tatsächlich ne Übertragung von eSports zu Counterstrike zu sehen. Konnte das aber nicht lange angucken. Dieses nervöse Rumgezappel und Hin- und Hergespringe in der Egoperspektive war mir als Zuschauer zu anstrengend. Für mich ist zumindest Counterstrike als eSport-Übertragung nicht unterhaltungsfähig. Da bekommt man doch selbst Zuckungen, wenn man sich das länger antut.

Mir würde bis jetzt auch kaum ein Spiel einfallen, bei dem ich tatsächlich Spaß hätte, bei einer Übertragung zuzuschauen. Vielleicht macht ja mal wer Destruction Derby zu nem eSport-Event :D

Duugu
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von Duugu » 08.01.2018 17:06

ronny_83 hat geschrieben:
08.01.2018 16:51
War überrascht, neulich auf ProSieben oder ProSieben Maxx tatsächlich ne Übertragung von eSports zu Counterstrike zu sehen. Konnte das aber nicht lange angucken. Dieses nervöse Rumgezappel und Hin- und Hergespringe in der Egoperspektive war mir als Zuschauer zu anstrengend. Für mich ist zumindest Counterstrike als eSport-Übertragung nicht unterhaltungsfähig. Da bekommt man doch selbst Zuckungen, wenn man sich das länger antut.

Mir würde bis jetzt auch kaum ein Spiel einfallen, bei dem ich tatsächlich Spaß hätte, bei einer Übertragung zuzuschauen. Vielleicht macht ja mal wer Destruction Derby zu nem eSport-Event :D
Genau das ist auch mein Empfinden. Obwohl ich mich wirklich dafür interessiere. Dazu kommt das immer gleiche strunzdumme und klischeehafte Auftreten der Kommentatoren. Und obendrei ist das ganze Genre auch noch "überprofessionalisiert" als üble Kommerz-Werbeshow aufgezogen, die eigentlich nur auf die möglichst gewinnbringende Vermarktung der Spieler abzielt - alles Andere ist zweitrangig. Das zusammen macht Esport vermutlich für die meisten Menschen genauso unattraktiv wie für mich.

Daher glaube ich auch nicht, dass das Genre in nächster Zeit eine breitere Abdeckung erfahren wird - jedenfalls nicht außerhalb von bestimmen asiatischen Ländern, in denen die Menschen sowas als "normal" gewohnt sind.

Abgesehen davon glaube ich auch nicht, dass Esport professioneller wird, nur, weil es mal einmal ein halbes Jahr ohne Riesenskandal absolviert. ;)

[e] Das hat ein bischen was von American Football. Ein interessantes Spiel. Aber mit deutschen Kommentatoren und permanenten (Werbe)unterbrechungen kann man sich das einfach nicht angucken ohne mit dem Kopf auf den Tisch zu schlagen.

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Jondoan
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von Jondoan » 08.01.2018 17:44

Esports sind für mich halt genauso unterhaltsam wie klassische Sportübertragungen ... 22 Männer die gegen nen Ball kicken? Gähn. Ein Haufen Typen die im Kreis fahren? Ultragähn. Das einzige, was ich mir ab und an angucken konnte waren Kampfsportarten. Aber schon beim Gedanken daran, jemandem beim professionellen Tekken Zocken zuzugucken wird mir langweilig.

Aber für diejenigen, die Spaß dran haben, freut es mich natürlich.
Haha, now wasn't that a toot'n a holla, haha!

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AkaSuzaku
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von AkaSuzaku » 08.01.2018 18:16

Das Hi-Rez das so sieht ist klar. Ihre F2P-Modelle basieren doch darauf möglichst schnell eine große Spielerbasis aufzubauen, um dann die durchkommerzialisierten Turniere zu promoten.
Wenn man die Leute erst mal am Haken hat, weil sie sowohl die Turniere verfolgen, als auch selbst spielen, dann fällt es auch leichter unverschämte P2W-Praktiken einzubauen ohne, dass allzu viele Leute abspringen.

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BigEl_nobody
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von BigEl_nobody » 08.01.2018 18:18

Jondoan hat geschrieben:
08.01.2018 17:44
Esports sind für mich halt genauso unterhaltsam wie klassische Sportübertragungen ... 22 Männer die gegen nen Ball kicken? Gähn. Ein Haufen Typen die im Kreis fahren? Ultragähn. Das einzige, was ich mir ab und an angucken konnte waren Kampfsportarten. Aber schon beim Gedanken daran, jemandem beim professionellen Tekken Zocken zuzugucken wird mir langweilig.

Aber für diejenigen, die Spaß dran haben, freut es mich natürlich.
Ob man Spaß an solchen Übertragungen hat hängt ja auch vom persönlichen Interesse und Involvierung ab. Während ich mehrere Jahre selber regelmäßig Hobbyfußball gespielt habe, hat mich auch die Bundesliga interessiert, die ich regelmäßig geguckt habe.
Als ich dann aufgehört habe, hat mich auch der Profifußball kein bisschen mehr gejuckt.
Bei esport ist das sicher nicht anders, Beispiel Tekken. Wenn du es selber spielst und nachvollziehen kannst was die Profispieler da eigentlich am Controller machen, welche Feinheiten und Nuancen in individuellen Spielstilen steckt etc. dann ist das ganze auch interessanter und spannender zu verfolgen als wenn man ohne Hintergrundwissen einfach nur den oberflächlichen Schauwert hat.
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[WiiU] - Super Smash 4U; Bayonetta 1&2; Tekken TT2
[3DS] - LoZ: Majoras Mask 3D; Luigis Mansion 2; Pokemon Alpha Saphir

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manu!
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von manu! » 08.01.2018 18:21

Die Kommentatoren sind bar jeder Professionalität.Das sind meist Youtube Spackos.Rumgezappel und hin und her springen wundert mich ein wenig,waren das Profiteams?Zu beachten ist da auch der Unterschied zwischen verteidigen und eben Angriff.In der Defensive sollte da wenig gesprungen werden.Ich kann mir sowas aber auch nicht lange angucken,ich spiele lieber.Bei CS am Besten direkt im CS den Stream gucken und Kommentator wegschalten.Fraglich auch ob das Game richtig rüberkommt auf nem 60 Hertz TV.Habs so noch nicht gesehen.

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Fox81
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von Fox81 » 08.01.2018 18:41

Ich glaub ich bin zu alt für den Scheiß! ;)
Spiele zur Zeit/ zuletzt:
PS 4: Red Dead 2
XBONE: Witcher 2
Switch: Octopath Traveler
PC: -

Mortimer8701
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von Mortimer8701 » 08.01.2018 19:56

Duugu hat geschrieben:
08.01.2018 17:06
Genau das ist auch mein Empfinden. Obwohl ich mich wirklich dafür interessiere. Dazu kommt das immer gleiche strunzdumme und klischeehafte Auftreten der Kommentatoren. Und obendrei ist das ganze Genre auch noch "überprofessionalisiert" als üble Kommerz-Werbeshow aufgezogen, die eigentlich nur auf die möglichst gewinnbringende Vermarktung der Spieler abzielt - alles Andere ist zweitrangig. Das zusammen macht Esport vermutlich für die meisten Menschen genauso unattraktiv wie für mich.
(...)
[e] Das hat ein bischen was von American Football. Ein interessantes Spiel. Aber mit deutschen Kommentatoren und permanenten (Werbe)unterbrechungen kann man sich das einfach nicht angucken ohne mit dem Kopf auf den Tisch zu schlagen.
Ich tue das jetzt nicht oft, aber als Nicht-Dota-Spieler schaue ich mir auf Twitch sehr gerne das eine oder andere Profi-Spiel an. Die englischsprachigen Caster sind gut, die Regie hält einen gut auf Stand und man kann den Spielfluss wirklich nachverfolgen, weil ein Spiel (vergleiche ich mit einem Satz beim Tennis) mindestens zwanzig Minuten dauert. Diese Aspekte machen es den CS-Übertragungen bei P7Maxx wohl deutlich überlegen. Außerdem ist die Präzision von Profis, ob solo oder im Zusammenspiel im Team, manchmal einfach nur beeindruckend.

Andererseits spiele ich gerne Rennsims und kann mir trotzdem nicht wirklich vorstellen, dass das Erfolg haben könnte. Die Typen mit den echten Autos unter den Backen produzieren da die deutlich eindrucksvollere Action.

Buumpa
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von Buumpa » 08.01.2018 20:16

Ich finde es auch verkehrt, wie sich eSports entwickelt hat.
Ich war damals auch einer derer, der alles dafür tun, und akzeptieren, wollte, damit eSports "groß" wird und mehr Akzeptanz in der Gesellschaft bekommt.

Heute sehne ich mich den alten Amateurzeiten zurück. Wo alle Spieler noch greifbar waren. Wo einfach alles noch Herz und Geschichte hatte, weil eben nicht das Geld im Vordergrund stand.

Ich will die Nische zurück! :)

cHL
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von cHL » 09.01.2018 10:32

oh gott. jetzt gibts bei esports auch schon die traditionalisten ;)

ronny_83
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von ronny_83 » 09.01.2018 10:36

Mortimer8701 hat geschrieben:
08.01.2018 19:56
Andererseits spiele ich gerne Rennsims und kann mir trotzdem nicht wirklich vorstellen, dass das Erfolg haben könnte. Die Typen mit den echten Autos unter den Backen produzieren da die deutlich eindrucksvollere Action.
Bin auch Motorsport-Fan. Aber irgendwelche Rennsim-Übertragungen würde ich mir nicht anschauen. Einfach weil gegenüber echtem Motorsport die Rennspiele und Rennsims viel zu steril und undetailliert sind. Gegenüber echtem Rennspiel fehlt es an allen Ecken und Enden an Feinheiten, die den Sport eben ausmachen. Da wären die virtuellen Pendants einfach nur langweilig. Eher könnte ich mir da irgendwas arcadiges wie Burnout oder so vorstellen, wo man als Zuschauer auch kurzweilig unterhalten wird.

Für ordentlichen Unterhaltungswert fehlt es fast jedem Spiel aber an einem externen Regiemodus, der es erlaubt, das Spielgeschehen für den Zuschauer aus dritter Sicht einzufangen und zu koordinieren. Ich finde nichts schlimmer, als jegliches Geschehen nur aus Spielersicht zu betrachten und mich dann mit den merkwürdigen Steuerungs- und Bewegungseigeneheiten der Spieler arrangieren zu müssen (Stichwort Gezappel).

DitDit
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Re: Hi-Rez Studios: E-Sports lässt seine Wildwest-Zeit langsam hinter sich und gewinnt an Professionalität

Beitrag von DitDit » 09.01.2018 11:32

ronny_83 hat geschrieben:
09.01.2018 10:36
Mortimer8701 hat geschrieben:
08.01.2018 19:56
Andererseits spiele ich gerne Rennsims und kann mir trotzdem nicht wirklich vorstellen, dass das Erfolg haben könnte. Die Typen mit den echten Autos unter den Backen produzieren da die deutlich eindrucksvollere Action.
Bin auch Motorsport-Fan. Aber irgendwelche Rennsim-Übertragungen würde ich mir nicht anschauen. Einfach weil gegenüber echtem Motorsport die Rennspiele und Rennsims viel zu steril und undetailliert sind. Gegenüber echtem Rennspiel fehlt es an allen Ecken und Enden an Feinheiten, die den Sport eben ausmachen. Da wären die virtuellen Pendants einfach nur langweilig. Eher könnte ich mir da irgendwas arcadiges wie Burnout oder so vorstellen, wo man als Zuschauer auch kurzweilig unterhalten wird.

Für ordentlichen Unterhaltungswert fehlt es fast jedem Spiel aber an einem externen Regiemodus, der es erlaubt, das Spielgeschehen für den Zuschauer aus dritter Sicht einzufangen und zu koordinieren. Ich finde nichts schlimmer, als jegliches Geschehen nur aus Spielersicht zu betrachten und mich dann mit den merkwürdigen Steuerungs- und Bewegungseigeneheiten der Spieler arrangieren zu müssen (Stichwort Gezappel).
Die meisten der großen Esport Titel wie League of Legends, Starcraft, und auch wie in dem Beispiel genannte Counter Strike haben einen Regiemodus.

Das ändert aber nichts an dem "Gezappel".Diese Spiele sind schnelle, hektische Spiele in denen viel in sehr kurzen Zeitabständen passiert. Es gibt viele und schnelle Sprünge in den Orten und in den Perspektiven weil man sonst das wichtigste verpassen würde.

Das ist natürlich nicht was für jedermann und ganz im Gegensatz zu Sportarten wie Fussball muss man es selber schon gespielt oder sich intensiv damit auseinandergesetzt haben, sonst versteht man nur Bahnhof und kommt überhaupt nicht mit was da an buntem Blitzgewitter auf dem Bildschirm abgeht.

Ich denke aber das ESport seine Nische schon gefunden hat. Es wird nicht an die Beliebtheit eines Fussballs herankommen was die Zuschauerzahlen angeht, aber Sportarten wie Curling oder Dart werden auch übertragen und haben ihre Fans. Für mich macht es da auch keinen Unterschied ob da jetzt ein Curlingstein über das Eis rutscht, jemand Pfeile in eine Dartscheibe schmeißt oder jemand eine Rennsim fährt. Wenn ich selber kein Fan von all diesem bin, dann ist für mich alles davon zum wegpennen.

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