Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
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Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Die kontroverse Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. erreicht auch die deutsche Politik. So brachte die Partei der Freien Wähler in Bayern am gestrigen Mittwoch einen "Dringlichkeitsantrag" in den Landtag ein. Das Anliegen der Partei war keineswegs das pauschale Verbot solcher Praktiken oder generell von Mikrotransaktionen in Computer- und Videospielen, sondern vielmehr eine Verbesserung des ...
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- 4lpak4
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- SethSteiner
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Tja, hätte es EA bei Kosmetik belassen wäre wohl nie was passiert aber man konnte ja den Hals nicht voll kriegen.
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-=Ramirez=-
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
So reitet EA die ganze Branche in die Sch..... . Traurig bin ich darüber bestimmt nicht. Die Gierhälse konnten sich ja nicht beherrschen und das haben die jetzt davon.SethSteiner hat geschrieben: ↑30.11.2017 23:27 Tja, hätte es EA bei Kosmetik belassen wäre wohl nie was passiert aber man konnte ja den Hals nicht voll kriegen.
Mal sehen mit welchen Mitteln die dieses Gesetz umgehen werden. Wenn man statt der Lootboxen jetzt die Items direkt kaufen könnte wäre es ja kein Glücksspiel mehr. Sowas in der Art wird wohl kommen.
In China hat Blizzard das Problem in Hearthstone ja geschickt umgangen.
Die haben einfach den Arkanstaub (Craftingmaterial für neue Karten, das man beim entzaubern doppelter oder nicht benötigter Karten erhält) kaufbar gemacht.
Anstatt also ein Kartenpack zu kaufen kauft man nun einfach für den selben Preis jetzt einen Arkanstaub und bekommt ein Kartenpack geschenkt. Ist kein Glücksspiel mehr weil man ja weis was man für sein Geld bekommt und der eigentlichte Glücksspielanteil ist dann im "Geschenk". Praktisch keine Änderung zu vorher, umgeht aber die Gesetze. So wird es in Europa dann wohl auch kommen.
- Mafuba
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
EA rettet gerade die gamze Branche.
Danke EA!
Danke EA!
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Black Stone
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Naja, noch haben wir kein Gesetzt, sondern nur einen Prüfauftrag blablabla. Jetzt beginnt erstmal die Lobby-Arbeit, ein mögliches Gesetz zu verhindern oder im Sinne der Industrie zu frisieren und ihm zumindest Schärfe zu nehmen. Bin Mal gespannt, wie gut die Gaming-Industrie hier aufgestellt ist und welche Kollateralschäden (TGC, Panini,...) angerichtet werden.
Ich denke, hier handelt es sich um einen offensichtlichen Umgehungstatbestand, den selbst der blindeste Richter sehr schnell kippen würde.-=Ramirez=- hat geschrieben: ↑01.12.2017 00:55
In China hat Blizzard das Problem in Hearthstone ja geschickt umgangen.
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yopparai
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Schade, dass sie Stoiber nach Brüssel abgeschoben haben. Ich hätt so gern seinen Beitrag dazu gehört 
- Onekles
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Jo, dauert noch ein paar Monate, dann gibt's den großen Knall und der ganze Spuk ist erstmal vorbei. Allerdings ist das kein Grund, zu feiern oder sich sicher zu fühlen. Spätestens nächstes Jahr denken die Majors sich den nächsten Bullshit aus, den sie uns schleichend unterjubeln wollen. Bin schon gespannt, was die sich einfallen lassen. =P
- DonDonat
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
So ist dass, wenn Spiele-Firmen von rein Gewinn-Orientierten Investoren geleitet werden :wink:SethSteiner hat geschrieben: ↑30.11.2017 23:27 Tja, hätte es EA bei Kosmetik belassen wäre wohl nie was passiert aber man konnte ja den Hals nicht voll kriegen.
Da ist die Vision eben nicht ein gutes Spiel zu machen, sondern Gewinn, Gewinn und noch mals Gewinn.
Wenn es dem Gewinn zuträglich wäre, würde man bei EA jede Großmutter jedes Angestellten verkaufen und dass mit Freude...
PS: das neue UFC Spiel ist auch von EA voll in den Sand gesetzt worden, Pay2Win in einem Prügelspiel...
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MajinXES
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Black Stone hat geschrieben: ↑01.12.2017 07:08 Bin Mal gespannt, wie gut die Gaming-Industrie hier aufgestellt ist und welche Kollateralschäden (TGC, Panini,...) angerichtet werden.
DAS!!!
Ich weiß ja nicht, ob viele das bei ihrem "ich möchte, dass die Spiele wieder so sind wie in den 80ern" (ja, das war jetzt fies angreifend, aber übertreibung veranschulicht ja bekanntlich), das nicht sehen wollen, weil sie "den großen bösen Gameherstellern, die nur noch Geld scheffeln wollen, obwohl sich die Entwicklung von spielen nicht immer durch die Verkäufe decken lässt" das nicht sehen wollen oder in ihrer blinden Wut nicht sehen...
Das könnte ein Rattenschwanz werden, der mehr kaputt macht, als er heilt. Zumal ich stark davon ausgehe, dass wenn Lootboxen verboten werden, das Problem nicht verschwindet. Dann wird der dort zu bekommende Content eben direkt kaufbar werden. So hat man zwar den Faktor "ich muss hoffen, dass ich das bekomme, was ich möchte" weggenommen, aber nicht das Problem, weswegen die meisten rumheulen: Einmal zahlen, alles bekommen... (das wird es nicht mehr geben)
Lange rede kurzer Sinn, wir reden hier ja nicht nur von:
- Panini ---> Stickeralben/Sammelkarten (na, wer sammelt denn auch als Erwachsener noch fröhlich die lieben Bildchen zur WM? Kannst du fröhlich knicken dann in Zukunft)
- Tradincardgames (Magic, Yu-gi-Oh!, Pokemon, Hearthstone (bei den games scheint es übrigens mit den Boostern Ok zu sein xD), etc.
- Wundertüten
- Sammelfiguren, die in Blindverpackungen kommen (“Cute but Deadly” von Blizzard, Funko Mystery Minis, ... ach, jede es gibt genug davon, ihr wisst was ich meine: My Little Pony, Minions
- Sammelpins
- Grundsätzlich alles, was in Blindverpackungen kommt und wo man eine gewisse Chance auf mehrere versch. Produkte hat.
- Die Spielzeugautomaten, wo man Geld reinwirft, dreht und irgendein Spielzeug bekommt.
- Jeder Mystery-Verkauf, wo man z.B. nicht weiß welches T-Shirt Design man bekommt (qwertee)
- Und wenn man ganz weit geht, dann könnte man überlegen, ob die beliebten "Loot-Boxen" (Auch degusta etc.) nicht genau das selbe Prinzip wie Loot-Boxen in Spielen sind, nur in Reallife! (Komisch, dass sie deswegen wohl so heißen
)
Wie als Gimmick? Naja... die ganzen Ferrero Sammelbildchen in den Hanuta, Kinderriegel etc. verpackungen oder damals die Gimicks in den Cerealien-Schachteln dürften nicht als GLückspiel gelten, weil man ja ansich das andere Produkt kauft. Entsprechend wird man dann bei EA einen Tag mehr XP/leuchtende Umrandung des Charakters etc. kaufen und bekommt als Goodie eine Lootbox dazu (und wenn das dann nur für bestimme Events und zeitlich begrenzt als Bonus). Die Industrie wird sich da was einfallen lassen...
Es ist gegen Windmühlen kämpfen, wo wir nur verlieren werden.
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Selbst wenn, denen wird schon ein Methode einfallen mit der man neue Gesetze zu dem Thema relativ einfach umgehen kann und die man nicht so einfach kippen kann.Black Stone hat geschrieben: ↑01.12.2017 07:08Ich denke, hier handelt es sich um einen offensichtlichen Umgehungstatbestand, den selbst der blindeste Richter sehr schnell kippen würde.-=Ramirez=- hat geschrieben: ↑01.12.2017 00:55
In China hat Blizzard das Problem in Hearthstone ja geschickt umgangen.
In dieser Hinsicht sind die Hersteller alle sehr findig.
- SethSteiner
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Es ist eine Frage, wie die Gesetze geschrieben werden, sollten sie denn kommen. Einfach nur Zufallsprinzip kann und darf natürlich nicht verboten werden, das muss man schon speziell formulieren und überhaupt, wenn schon dann erst mal nur soweit wie nötig scheint also Jugendfreigabe hochsetzen. Wobei ich schon fragen möchte, ob das denn so schlimm wäre, wenn man auch mal die TCGs etwas kritischer betrachtet. Ich fand es damals nie sonderlich geil als Kind, dass das so reiner Zufall war was ich kriege, vor allem weil die TCGs ja auch kompetetiv sind.
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Black Stone
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Da sind wir (leider) zu 100% einer Meinung-=Ramirez=- hat geschrieben: ↑01.12.2017 10:11Selbst wenn, denen wird schon ein Methode einfallen mit der man neue Gesetze zu dem Thema relativ einfach umgehen kann und die man nicht so einfach kippen kann.Black Stone hat geschrieben: ↑01.12.2017 07:08Ich denke, hier handelt es sich um einen offensichtlichen Umgehungstatbestand, den selbst der blindeste Richter sehr schnell kippen würde.-=Ramirez=- hat geschrieben: ↑01.12.2017 00:55
In China hat Blizzard das Problem in Hearthstone ja geschickt umgangen.
In dieser Hinsicht sind die Hersteller alle sehr findig.
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MajinXES
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
War natürlich überdramatisiert, auch wenn ich bei "digitalen problemen und die Reichweite" unsere Gesetzesgeber nicht immer blind vertraue
Ich wollte damit nur klar machen, dass es eben so enden kann - zumal meine Beispiele oben (außer die Ferrero Sache unten) alle eigentlich nicht mit dem Kauf einer anderen Waren einhergehen, wo man das "Mystery-Produkt" nur dazu bekommt. Gerade weil viele das große Ganze nicht sehen, oder eben doch und schon immer etwas gegen Ü-Eier (aka Spaß, Spannung UND Schokolade
Das die TCG-Geschichte und auch die Paninisammelalbum schon immer etwas war, was oft mehr Frust als Spaß bereitete, ist ein anderes Blatt. Aber da hatte ich dann für mich entschieden, dass es mir den Frust nicht wert ist. (Ja, ich habe immer noch ein Panini-Sammelbilder Album von den Turtles, wo mir verdammt noch eins nur ein einziges Bild fehlt! ^^)
Das aber nun Kinder da aggressiv werden und klauen... das hat nun einmal immer etwas mit wertvollen Gegenständen zutun... das ist nicht zwingend auf Sammelkarten oder Bilder beschränkt. Wenn sicherlich auch sehr durch den Charkter begünstigt.
Und nur um es einmal klar zu stellen: Für mich sind die Sachen definitiv Glückspiel, immerhin gibt es eine Chance etwas zu bekommen... oder eben nicht. Und ich bin auch klar dafür Kinder bzw. Jugendliche vor diesem Suchtfaktor zu schützen (z.B. durch Anhebung der USK-Einstufung, Warnhinweise und Abgabe von Fördergeldern in Suchtberatungen), aber ich bezweifle eben, dass die komplette Abschaffung und Verteufelung dieser neuen Art der Spielefinanzierung der richtige Weg ist und mehr Schaden kann, als es nutzt. (Und das von jemanden, der damals nicht eingesehen hat, warum er monatlich 13 Euro zahlen muss um ein Spiel, wie WoW, spielen zu können, für das er bereits den Vollpreis bezahlt hat xD)
Immerhin gibt es auch wirklich Leute, denen es so Spaß macht und es als Hobby sehen und da siucherlich auch bedacht mit umgehen können.
Und man sagt ja auch immer so schön: Die Macht liegt immer noch bei uns Spielern.
Wenn wir die Funktionen nicht nutzen würden oder die Spiele nicht kaufen, dann müssen sich die Hersteller überlegen, was nicht passt. Solange aber alles immer doof gekauft wird, haben EA und Co. keinen Grund anhand der guten Zahlen ein Umdenken anzustoßen und auf die negativen Rufe zu hören. Im Gegenteil, sie sehen ja schwarz auf weiß, dass ihr weg der "richtige" war und das Geschreie nur von einigen wenigen kommt. (aka alles gleich bei Battlefield und Call of Duty und alles scheiße? Wird trotzdem gekauft!
MajinXES
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Re: Debatte um Beutekisten, Lootboxen und Co. im bayerischen Landtag: Anträge von CSU, SPD und den Freien Wählern
Ich hätte wirklich NICHTS dagegen, wenn die Analog-Entsprechungen zu Lootboxen auch den Bach runtergehen oder entsprechend reguliert werden würden. Weil Panini und Co. die gleichen Psychotricks verwenden und ebenfalls auf Wale aus sind, die sich hier ohne Ende ausnehmen lassen.
Weil das Grundprinzip dahinter "Kundenverarschung" und "Maximalausbeutung" ist, gleichgültig ob digital oder analog.
Bekannte von mir haben jetzt das Problem, dass ihr Sohnemann in der Grundschule Magic-Sammelkartenblut geleckt hat und nicht verstehen möchte, dass er nicht alle Decks gekauft bekommt, weil doch sein Freund von dessen Eltern alle Decks gekauft bekommt. Sie wären froh, wenn diese Drecksfirmen endlich damit aufhören müssen kleine Kinder als Konsumvieh heranzuziehen und zu mißbrauchen.
