Kajetan hat geschrieben:Sid6581 hat geschrieben:Das Problem sind aber auch die Medien, die diese Teile der Bewegung immer wieder ans Licht zerren, da diese immer wieder ob ihrer Absurdität für einen Klick gut sind.
Korrekt. Über was wird eher berichtet? Frauen, die den Rauswurf aller Männer aus den Vorständen der Top50-Konzerne fordern oder Frauen, die in mühseliger, höchst unspektakulärer Kleinarbeit versuchen mehr Frauen bei gleichem (!) Lohn in die Chefetagen zu bringen?
Grundsätzlich hast du Recht, gibst hier aber ein schlechtes Beispiel. Gerade bei diesem Thema sind unsere Medien nicht darauf aus, die Anliegen durch das Hervorkramen der groteskesten Aussagen verkaufs- bzw. klickfördernd zu korrumpieren. Da wird eigentlich viel eher unreflektiert wohlwollend in dasselbe Horn getutet. Was auch sehr wirksam ist, wie man sieht. Immerhin greifst du in deinem Kommentar ja mal eben den Mythos von der gläsernen Decke und den von zahlreichen Wirtschaftsforschern bereits weitgehend widerlegten, auf Diskriminierung basierenden Gender Wage Gap wie feststehende Fakten auf. Von Dingen wie #KillAllMen (ein Hashtag der binnen weniger Tage zehntausende von Tweets sammelte) liest man in den großen Medien eigentlich selten mal was wirklich auffälliges.
Was PETA hier (zum wiederholten Male) veranstaltet, ist schon traurig. Die haben sicher so viele Punkte, wo sie auf dem richtigen Weg sind, aber leider gleiten sie immer wieder in totalen Fanatismus ab; typische Folgen von Filterblasenaktivismus. Das bringt ihnen zwar PR, aber wenn man politisch was erreichen will, ist auch eine gewisse Glaubwürdigkeit und Akzeptanz wichtig. Beides wird mit derlei Aufmerksamkeitsgeheische geradezu pulverisiert.
