Obscura_Nox hat geschrieben:bwort hat geschrieben:Intressant Steam auf die glorreichen Zeiten von hl zu reduzieren. Wenn es Steam nicht geben würde, gäbe es nur noch 3_4 große publisher die uns jedes Jahr mit einem Aufguss beglücken. Ok, eventuell ist das ja was gewollt ist bei den Kommentaren hier.
Wenn es Steam nicht gebe, gäbe es eine Sorge weniger für Gamer. Valve ist genau so ein dreckiger Verein wie EA und Konsorten, nur dass sie dank der Summer und Wintersales ungeschoren davon kommen.
Ich bin seit 2004 bei Steam und habe in 11 Jahren nicht eine einzige negative Erfahrung gemacht. Nie. Der Service lief ganz am Anfang ein bisschen holprig, was sich schnell geändert hat. Ich war zufriedener Steam-Kunde noch bevor es die Sales überhaupt gab. Ich nutze den Store, ich nutze die Freundesliste, den integrierten Voicechat, das Family-Sharing. Ich muss nicht mehr seitenlang irgendwelche Patches suchen (wer prä-Steam mal versucht hat ein Vanilla Unreal Tournament auf den neusten Stand zu bringen, weiß was ich meine..), muss mich nicht mehr ärgern dass CDs/DVDs von alten Spielen kaputt sind (Baldur's Gate 2 z.b., auf CD gekauft kann ich nicht mehr installieren, weil CD3 an Altersschwäche gestorben ist) und ich muss nicht mehr irgendwelche Discs jonglieren wenn ich ein Spiel wieder installieren will, sondern starte einen Download und dank 120Mbit geht das mal eben in ein paar Minuten. Wenn ich grade nicht am Internet hänge, nutze ich eben den Offline-Mode. Und wenn ich länger als einen Monat offline bin und mich neu verifizieren soll, mach ich das schnell und bequem über's Smartphone. Ich muss mich auch nicht mehr damit rumärgern dass jedes Spiel mit seinem eigenen Kopierschutz daherkommt. Von StarForce bis SecuROM und wie sie alle hießen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie man bei jedem 5. Spielerelease gelesen hat, dass der Kopierschutz bei einigen Nutzern dazu führt, dass sie das Spiel nicht spielen können, oder wie StarForce sich im System eingenistet hat und auch gleich mal mit verhindert, dass andere Programme genutzt wurden, weil es sie nicht kannte.
Und wenn mal was schiefgeht? Ein Freund von mir wurde neulich gehacked. Irgendein Russe (übrigens hatte der einen Freund auf die F-List geladen, der G2A.com im Namen hatte - von wegen seriöser Key Reseller) hat den Account übernommen, sein Inventar aus CSGO und DotA2 leer geräumt und sich einen VAC-Ban bei CS eingefangen (apropos: Kein Schrott wie Punkbuster & Co. mehr dank Steam!). Eine Woche hat's gedauert, da war der Account wieder da, mit allen Items und aufgehobenem Ban.
Und wenn Valve mal Pleite geht? Möglich. Aber dann ist es immernoch früh genug, sich darum Gedanken zu machen. Momentan sieht es so aus als würde das in meiner Lebensspanne nicht mehr passieren. Bei über 40 Mio. Nutzern weltweit und praktisch ohne Konkurrenz wird das noch eine Weile dauern. Und dann dürfte es auch nicht schwer sein, Patches nachzuschieben die die Pflicht für Steam entfernen. In der Regel reicht dafür eine modifizierte Steam.dll - so arbeiten auch die ganzen Crackergruppen, die Steam-Titel ohne Steam lauffähig machen.
Das da oben, das sind die Gründe, warum ich Steam nutze - weil ich in 11 Jahren nie negative Erfahrungen gemacht hab und der Service mir das Leben bequemer gemacht hat. Das ist der große Unterschied zu EA und Konsorten. Und nicht die Sales.
Aber es gibt eben Leute wie dich und einige andere hier, die aus Prinzip dagegen sind, und das ist natürlich legitim. Haltlos, aber legitim.
Aber kannst ja mal berichten, wieviel Spaß Guild Wars 2 macht, wenn sie die Server irgendwann vom Netz genommen haben. Für Pillars gilt das Selbe (bezogen auf GoG natürlich), sofern du das nicht als Retail gekauft hast. Oder geht's nur um die DRM-Freiheit, damit man das Spiel besser an seine Freunde weitergeben kann?