4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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M_Coaster
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von M_Coaster »

Tja und da bist wohl die Außnahme. Viele interessiert nur die Zahl. Bei einer 7 ist das für viele heute Müll. Dieses Spiel mit einer 7 kann bei Eurogamer, weil das System FLEXIBEL und OFFEN ist, eine Empfehlung bekommen. Eine Empfehlung ist eine Bewertung, ganz klar, das ist aber auch schon das neue Kurzfazit am Anfang des Textes. Am Ende ist ein Text auch nur eine Bewertung aus X Wörtern. Aber Wörter sind flexibler als eine Zahl. Und auch darum geht es. Ob nun 71%, 83% oder 86%, was ist das bitte für ein Nonsens. Das ist abslouter Humbug. Und da ist das Eurogamer System interessanter, fairer und regt sogar zum lesen an ;)
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johndoe1525641
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von johndoe1525641 »

mr archer hat geschrieben:Ich finde es gut, dass Eurogamer hier einen neuen Akzent setzt, denn auf Macht zu verzichten, verlangt einiges an Größe. Das 100ter System gehört auf den Müllhaufen der Journalismus-Geschichte. Und, nebenbei - dieses Hundertersystem, lieber Jörg, das haben sich nicht die Publisher oder Marketingabteilungen ausgedacht. Und auch nicht Metacritic. Diese gleichzeitig schreckliche und schöne, ambivalente Keule - die hat der Videospieljournalismus ganz von allein ausgeschissen. Die Geister, die ich rief.
Stimmt. Früher hat man noch Grafik, Sound, Latenz, Steuerung, Waffenvielfalt und Prozessorauslastung und allgemeinen Hype gemittelt, und so kam man mit der Prozentrechnung halt irgendwo an. Ich kaufe schon lange keine Fernsehzeitschriften mehr, aber wie die "TV Spielfilm" drei Sternchen zu vergeben hatte, das erschien mir als Bewertungssystem völlig ausreichend. "Eins: Schund, es sei denn für Freaks. Zwei: Familienkompatibel. Drei: Vielleicht gut." So haben die im Milchstraßen-Verlag früher gewertet, und ich fühlte mich ausreichend informiert.
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adventureFAN
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von adventureFAN »

Hervorragend = Ein Must-Have-Titel den man gespielt haben MUSS wenn man das Genre mag.
Empfehlung = Ein Titel den man spielen kann wenn man das Genre mag. Es kann (!) viele Schwächen geben, aber die Stärken überwiegen.
Grauzone = Special-Interests-Titel bei denen man sich über den Test erst informieren sollte, bevor man zugreift.
Finger weg = Finger weg!

Man schaut auf keine Zahl mehr die einen beeinflusst, man ist nicht mehr bei diesem Metacritic-Scheiß dabei... nur ein reiner, (im Optimalfall) gut geschriebener Test.

Man kann natürlich bei seiner willkürlichen oder auch berechnenden %-Wertung bleiben um zu überleben, aber dann sollte man sich auch nicht beschweren wie ach so schlimm die Mühlen der Wirtschaft in die Spielebranche eingegriffen haben. GERADE wenn man bei Metacritic mitspielt.
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johndoe1525641
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von johndoe1525641 »

mr archer hat geschrieben:
nexttothemoon hat geschrieben:Vielleicht war es ja auch genau das, was der Rezensent ausdrücken wollte: "Nicht mehr ganz so gut wie der Vorgänger. Der Nachfolger war technisch besser, aber konnte nicht mehr so überraschen. Also kein Award, aber ganz knapp davor."

Wäre doch immerhin denkbar ...
Jetzt hat er während ich meine Antwort getippt habe, den Thread geschlossen.
Ging mir auch so. :)

Natürlich hat Jörg in einem Punkt recht: Ein Tester kann in seiner Vita niemals konsistent sein. Da geht es doch bei mir schon mit den "Indiana Jones"-Filmen los. Am Montag finde ich die absolut genial, am Dienstag denke ich mir: Was ist denn das jetzt schon wieder für ein Spielberg-Müll. Vieles, vielleicht sogar alles, was wir tun, ist extrem von unserer Stimmung abhängig, die täglich wechseln kann.

Das ist aber doch erst recht ein Argument gegen das 100er-System.
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mr archer
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von mr archer »

Ich verstehe ja, dass man da in Zwängen steckt, aus denen ein Ausbrechen schwer ist. Wirklich. Aber ich muss eben auch sagen, dass es mir als sich in seinem Tun ernst nehmenden Kulturjournalisten peinlich und ehrabschneidend wäre, für eine Branche texten zu müssen, bei der es Usus ist, unter Kritiken von in der Branche gestandenen Leuten 100ter Skalen wie in Autotestmagazinen zu pappen. Denn diese Skalen beeinflussen doch auch die Art und Weise meines Schreibens, des Textaufbaus, der Argumentation. Ich währe doch jedem in der Branche dankbar, der endlich zaghafte Schritte unternimmt, sich davon mal zu lösen.
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D3ADend
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von D3ADend »

Also ich finde die Eurogamer Wertungssystem (auch ohne zahl ist es ja ne wie im Video gesagt 4 Stufige Wertungssystem) eigentlich ganz gut, die alternative bei 4Players die Wertung ganz abzuschalten ist leider keine Alternative, so fehlt der schnelle Blick ob sich es lohnt sich den ganzen test durchzulesen. Ob ein Spiel nun 71 oder 75 % hat spielt dann meist auch keine Rolle mehr, das Spiel gilt dann als " ok bis gut" dafür brauch ich keine Prozente, bei Eurogamer würde es einfach kein Sympol geben sondern nur Text, dann weiß man ja bescheid das es okay ist mit mehr oder weniger vielen schwächen also ein Durchschnitts Spiel. In Sachen Grafik, Sound usw braucht man gar keine Wertung mehr, entweder ist die Grafik gut , angemessen oder Schrott, wozu brauch ich da ne blöde Wertung (in andere Spielemagazine). Man sollte sich vielleicht mal überlegen das System oder ein ähnliches System zu übernehmen weil "Stempel" habt Ihr ja schon in grunde mit Ausgezeichnet, Sehr gut, gut, befriedigend usw.

Was bei MMORPG´s und co angeht, zu warten bis die Server laufen und div, Patchtes zu warten ist auch nicht das wahre, die Test sollen ein helfen zu entscheiden, soll ich es für den Vollpreis kaufen oder nicht, wenn kein test dann weiß ich auch nicht bescheid und muss mich bei der Konkurrenz bedienen, also ein "Vorabtest" evlt noch ohne Wertung muss es geben.
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mr archer
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von mr archer »

adventureFAN hat geschrieben:Hervorragend = Ein Must-Have-Titel den man gespielt haben MUSS wenn man das Genre mag.
Empfehlung = Ein Titel den man spielen kann wenn man das Genre mag. Es kann (!) viele Schwächen geben, aber die Stärken überwiegen.
Grauzone = Special-Interests-Titel bei denen man sich über den Test erst informieren sollte, bevor man zugreift.
Finger weg = Finger weg!
Eben. Man stelle sich mal vor, man würde im alltäglichen Kontext auf die Frage, wie einem denn jetzt Film X gefallen hat, mit "84" antworten. Das macht doch auch in Videospielforen niemand. Letztlich sind die Kategorien doch eigentlich schnell gefunden:

Herausragend, Gut, Geschmacksache, Mist. Von mir aus noch eine Sonderkategorie: Trash/für spezielle Leute/entzieht sich herkömmlichen qualitativen Maßstäben

Damit lässt sich jedes denkbare Kulturgut völlig ausreichend zusammenfassend beschreiben. Und für die Feinheiten gibt es dann eben die weiterführenden Einschätzungen.
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Jörg Luibl
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von Jörg Luibl »

Ich kann eure Perspektive als Spieler und Leser nachvollziehen. Ich kann niemandem "genau" eine 88 erklären. Aber wenn wir hier über Spiele sprechen, lange vor der 88, dann geht es erst um Ernüchterung oder Begeisterung oder Langeweile, die sich dann einem "Ich mag dich" oder "Ich bin ernüchtert" annähert, dem eine Schulnote wie "gut" oder "ausreichend" entspricht und erst dann geht es ans Numerische...all das beeinflusst - zumindest bei uns - übrigens nicht den eigentlichen Text: Es gibt kein Baukastensystem Grafik, Gameplay, Sound, sondern eine je nach Tester und Genre andere Struktur.

Aber zurück zur Wertung: Ihr dürft die Perspektive eines klassischen Mainstream-Magazins wie 4Players nicht vergessen, das kein etabliertes Feuilleton und kein staatlich finanzierter Kulturkanal ist, wenn es darum geht, die Wertung wirklich abzuschaffen - und zwar konsequent, also ohne Stufen, nur den Text und Argumente wirken lassen. Es geht dabei NICHT alleine um das Wirtschaftliche, das sollte der Talk eigentlich aufzuzeigen:

1) Ohne Wertung weniger Leser
2) Ohne Wertung weniger Relevanz
3) Ohne Wertung weniger kritisches Korrektiv in einer Branche, die die positive Verstärkung forciert

Ich bedaure sehr, dass wir keine 4/10, 5/10 oder 6/10 mehr auf den ersten (!) Blick von EG.net finden werden, die in der Branche, bei Entwicklern, Herstellern und Kollegen, auch umgehend als Stoppzeichen diskutiert wurden. Das was EG.net jetzt als Stoppzeichen behält, ist der verbuggte Vollschrott am Ende der Nahrungskette, der keinen spielepolitisch interessiert. Von Interesse und Brisanz ist meist all das, was im Vorfeld künstlich groß gemacht wird und dann im Mittelfeld landet. Und all das wird jetzt nicht mehr sofort ins Auge springen. Euch kann das als Leser komplett egal sein, aber bedenkt, dass gerade die vom Gleichschritt abweichenden Magazine in dieser Branche auch hinter den Kulissen positiven Einfluss auf zukünftiges Spieldesign ausüben können, wenn sie Trends kritisierten. Nein, ich bilde mir nicht ein, dass 4Players ein The Last Guardian irgendwie mit auf den Weg bringen kann - kommt ja auch schon im Juni. Oder Juli. Schließlich ist Reus auch geblieben.

Ich weiß aber von Entwicklern, dass sie gerade die abweichenden Tests als Grundlage für das nächste Spiel lesen, ja sogar übersetzen lassen. Weil Spielekritiken nicht als komplette Texte, sondern als Listen mit allerhöchstens Fazit gesammelt und von der PR an den Publisher und das Studio weitergeleitet werden. Das geht so weit, dass wir nach einem vermeintlichen "Verriss" von Leuten aus dem Team gelobt werden, die diese oder jene Entscheiung ähnlich kontrovers gesehen haben. Gestern hatten wir übrigens einen Entwickler hier, der den Schritt von EG.net auch nicht ganz nachvollziehen konnte, weil sie sich ein wenig "entwaffnen".

Nicht falsch verstehen: Kritik passiert natürlich auf reiner Textebene! Auch EG.net kann mit seinem System sehr wohl kritisieren. Und zwar so, dass jeder reife Leser das versteht. Und dass es für die persönliche Kauf-Entscheidung vollkommen ausreicht. Aber es wird keinem mehr wirklich weh tun in einer Branche, die den weltweiten Schnitt so pervers mächtig gemacht hat, dass er über persönliche Gehälter und zukünftige Spiele mit entscheidet. Wenn sich ein Magazin symbolisch (!) eher auf die Verstärkung des Positiven konzentriert, was legitim ist, dann wird es zwangsläufig auch weniger anecken, weil es aus dem negativen Raster fällt. Und dann wird es deutlich weniger Probleme mit Werbepartnern aus der Spielewelt haben. Die Vermarktung der Webseite ist so viel einfacher.

Vielleicht würde ich gar nicht so viel diskutieren, wenn IGN die Wertung abgeschafft hätte. Aber wenn gerade EG.net als kritisches Magazin ausschert und andere folgen, dann kann der Schnitt, der nicht alleine, aber auch über zukünftige Spiele-Entwicklungen entscheidet, so aussehen:

10,10,10,9,10,9,10,9,10,10,9.

Ich hätte als Leser, Spieler und Kritiker lieber so einen:

10, 10, 3, 9, 8, 10, 10, 6,10, 4.
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M_Coaster
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von M_Coaster »

Und ich hätte gerne:

x x x x x x x x ;)

Dein Text ist ja ähnlich dem Video Jörg und ich kann diesen Standpunkt zumindest verstehen. Nur Eurogamer ist jetzt ja nicht das einzige Magazin das diese Wertung abschafft, stell Dir vor - ja ich weiß schwer - es wäre der Anfang einer Welle. Das hört sich jetzt naiv an, aber dieser Satz von Dir, der bereitet doch eigentlich jedem mit etwas Idealismus Schmerzen:
die den weltweiten Schnitt so pervers mächtig gemacht hat, dass er über persönliche Gehälter und zukünftige Spiele mit entscheidet.
Da macht ihr mit. Ihr füttert das System welches ihr eigentlich nicht mögt. Ich verstehe den Grund der "Abwertung" oder für die Relevanz des Test als Standing zu den Publishern/Entwicklern. Aber sccön ist das nicht!Und rein hypothetisch, wenn viele kritische Magazine aus dem System aussteigen, dann steht bei Metacritic nur noch 10,10,10. Ich weiß nicht ob das dann noch eine Aussagekraft hat.

Am Ende ist es so, ändert man nichts, bleibt alles gleich. Dann darf man sich über das System auch nicht beklagen.
Zuletzt geändert von M_Coaster am 13.02.2015 17:21, insgesamt 1-mal geändert.
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mr archer
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von mr archer »

4P|T@xtchef hat geschrieben:
Vielleicht würde ich gar nicht so viel diskutieren, wenn IGN die Wertung abgeschafft hätte. Aber wenn gerade EG.net als kritisches Magazin ausschert und andere folgen, dann kann der Schnitt, der nicht alleine, aber auch über zukünftige Spiele-Entwicklungen entscheidet, so aussehen:

10,10,10,9,10,9,10,9,10,10,9.

Ich hätte als Leser, Spieler und Kritiker lieber so einen:

10, 10, 3, 9, 8, 10, 10, 6,10, 4.
Ich versteh schon den Ansatz. Mit den Wölfen heulen, dabei aber eine andere Tonlage treffen. Ich will das auch gar nicht kritisieren. Ich kann nur von mir sagen, dass ich mir auf Dauer vom Weg, den Eurogames jetzt einschlägt, eine bessere Videospielkritik erhoffe. Ohne damit sagen zu wollen, dass ich euren Journalismus und eure kritische Arbeit für schlecht erachte. Immerhin bleibt wider besseren Wissens der Addblocker aus. Aber ich sehe nicht, dass im Rahmen des alten Wertungstabellen-Ansatzes in Zukunft mehr zu erwarten ist, als der derzeitige Status quo.
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von johndoe1679083 »

Meiner Ansicht nach ist Einordnung des jeweiligen Spieles im Vergleich zu anderen Vertretern, auch wenn dies in großen Teilen subjektiv bzw. fast schon willkürlich geschieht, die Essenz der Arbeit der Spielemagazine. Die Wertung spiegelt irgendwie den Eindruck des Testers wieder. Dies wird durch Leser und andere Magazine aufgegriffen und diskutiert. Die Wertung macht erst den Test für andere "fassbar" und besser "verwertbar". Ohne sie würden viele Magazine nicht überleben und auch Eurogamer wird es schwer haben.

Das wichtigste ist dabei eine Skala zu finden, die zwar differenziert genug aber gleichzeitig nicht ausufernd ist. Eine Skala von 1 bis 10 ist einfach zu klein und man muss oft Spiele, die man nicht auf gleicher Stufe sieht, mit der gleichen Note versehen. Bei einer 100% Skala wiederum ist die Differnzierung so groß, dass man gar nicht mehr für sich begründen kann, warum das Spiel diesen Wert und nicht einen um 2% höheren erreichen sollte.

Was viel besser ist, ist eine Skala von 4 bis 40, wie sie bei Famitsu praktiziert wird. Nicht zu klein, nicht zu groß. Auch eine Skala von 1 bis 30 wäre differenziert genug, um (subjektive) Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Schade, dass man hier nicht in diese Richtung denkt, zumal man feststellt, dass Eurogamer den falschen weg geht aber auch die 100% zu viel sind...
Zuletzt geändert von johndoe1679083 am 13.02.2015 17:26, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe1525641
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von johndoe1525641 »

4P|T@xtchef hat geschrieben:Ich kann eure Perspektive als Spieler und Leser nachvollziehen. Ich kann niemandem "genau" eine 88 erklären.
Warum schreibst Du dann 88?
ich hätte als Leser, Spieler und Kritiker lieber so einen
10, 10, 3, 9, 8, 10, 10, 6,10, 4.
War das jetzt eine Fibonacci-Reihe?
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adventureFAN
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von adventureFAN »

mr archer hat geschrieben: Herausragend, Gut, Geschmacksache, Mist. Von mir aus noch eine Sonderkategorie: Trash/für spezielle Leute/entzieht sich herkömmlichen qualitativen Maßstäben.

Damit lässt sich jedes denkbare Kulturgut völlig ausreichend zusammenfassend beschreiben. Und für die Feinheiten gibt es dann eben die weiterführenden Einschätzungen.
Genau darum bin ich ein großer Fan des neuen Systems von EG.
Gerade weil es so nah an der Wirklichkeit einer Bewertung ist.
Zuletzt geändert von adventureFAN am 13.02.2015 17:28, insgesamt 1-mal geändert.
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johndoe1525641
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von johndoe1525641 »

Infiniteo hat geschrieben: Das wichtigste ist dabei eine Skala zu finden, die differnziert genug aber nicht ausufernd Vergleichbarkeit erlaubt.
Das haben Gymnasiallehrer dann auch so gesehen und sich auf eine Skala von 0 bis 15 geeinigt. Es gab auch noch eine 16, die hieß "summa cum laude". Ich hatte einmal eine 15 in Englisch, auf die ich wirklich stolz war, mein Sitznachbarschüler hat nur 14en und 15en abgeräumt, der ist heute tatsächlich mal -- als Deutscher! -- Englischprofessor für English Studies in Oxford und macht da die halbe Welt verrückt.

Also gut, dann 1 bis 16. Aber warum 1 bis 100?
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Jörg Luibl
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Re: 4Players-Talk: Brauchen Spieletests eine Wertungszahl?

Beitrag von Jörg Luibl »

@Mr Archer: Die Wolfsmetapher trifft es sehr gut.

Und wir machen uns ja weiter Gedanken. Ich will gar nicht ausschließen, dass wir auch unser "System" nochmal anpassen. In kleinen Schritten könnte man die Zahl optional machen oder weglassen, so dass nur noch die Schulnote da ist etc. Aber wir bräuchten neben zwei Arten der Empfehlung auch mindestens zwei der Warnung. :wink:
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