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Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spielekritik
Verfasst: 11.07.2013 09:18
von 4P|BOT2
In seiner aktuellen Kolumne auf GamesIndustry spricht Warren Spector (Deus Ex, Micky Epic) über die Art und Weise, mit der über Spiele gesprochen wird und hebt vor allem einen Missstand hervor: Es gebe zu wenige allgemeine Medien, die sich mit Videospielen befassen. "Die Qualität des Spielejournalismus erinnert mich an die Amateur-Fanzines der Science Fiction, Comics und Filme, bevor die Massenmed...
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Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spielekritik
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 09:23
von Kumbao
Na, um sich wirklich daran zu erinnern wie der Filmjournalismus war, bevor Film zum Mainstream wurde, duerfte der gute Herr doch ein paar Tage zu jung sein.
Generell hat er aber recht. Spiele werden zwar vermehrt von "normalen" Medien aufgegriffen, aber fristen immer noch ein Nischendasein.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 09:35
von Isterio
Wie bitte was? Ehhhhh, ich wäre schon froh, wenn man Spiele nicht dauernd als Politikum missbrauchen und als Sündenbock bei Amokläufen darstellen würde. Aber ich verstehe nicht ganz, was er mir da sagen will. Ich dachte, es gibt schon genug Leute, die über Spiele schreiben und die kommen doch aus verschiedenen Schichten.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 09:37
von Dermer
Keine Spieler. Keine Professoren. Keine Spielemacher. Normale Leute."
Nur dann werden wir den Respekt erhalten, den wir in meinen Augen verdienen.
Schlimm. Echt schlimm. Wieviel dumme Aussagen diese Branche doch hervorbringt.
Als ob das Bedürfnis nach Bestätigung durch Fremder nicht schon erbärmlich genug sei. Nein, er beleidigt natürlich auch noch die Menschen, deren Respekt er schon längst verdient hat. Großes Kino.
Videospieler sind aber auch so abnormal.
Und dass er nicht schon längst der Hollywood-Star ist der er verdient hat zu sein, liegt natürlich nicht an ihm, sondern am Journalismus.
Manchmal könnt man echt meinen, dass Videospiele den Menschen verblöden.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 09:45
von Kumbao
Dermer:
Deine Interpretation seiner Aussage setzt schon eine gewisse Boshaftigkeit voraus. Er sagt doch nur, dass Videospiele immer noch ein Nischendasein in der internationalen Presse fristen. Und das stimmt, obwohl der Erfolg und das Interesse da waeren. Nur sind die Medien halt konservativ, und so lang da noch alte Saecke in den Redaktionen sitzen, fuer die Videospiele "Kinderkram" sind, wird da nix draus.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 09:46
von 4P|Benjamin
Dermer hat geschrieben:Keine Spieler. Keine Professoren. Keine Spielemacher. Normale Leute."
Nur dann werden wir den Respekt erhalten, den wir in meinen Augen verdienen.
Schlimm. Echt schlimm. Wieviel dumme Aussagen diese Branche doch hervorbringt.
Als ob das Bedürfnis nach Bestätigung durch Fremder nicht schon erbärmlich genug sei. Nein, er beleidigt natürlich auch noch die Menschen, deren Respekt er schon längst verdient hat.
Tststs. Er zählt doch nur auf, welche Art Journalist er vermisst.

Du hast zwei Zitate, die nichts miteinander zu tun haben, zu einem zusammengestellt.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 09:59
von Dermer
@Benjamin
Die Zitate sind nicht vermischt. Hab nur den Absatz vergessen.
Trotzdem habe ich absolut kein Verständnis dafür, dass jemand wie Warren Spector, der genug Anhänger hat, so einen Stuss von sich gibt.
Warum interessieren ihn überhaupt die großen Medienvertreter? Macht er wirklich nur Spiele um soviel Geld und Ruhm wie möglich abzusahnen. Es sollte ihm und jedem anderen Videospieler egal sein was die BILD über ihn denkt.
Ich muss mich nicht über Videospiele profilieren und der "Respekt" von Menschen die ich nicht kenne und die keine Ahnung von mir, noch der Materie haben, ist mir unwichtig.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 10:09
von Kumbao
Dermer: Lesekompetenz ist nicht Deine Staerke, oder? Der hat doch gar nix davon gesagt. Was fuer einen Stuss Du hier von Dir gibst...
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 10:11
von wunderhund
Ich sehe das ähnlich wie Dermer.
Wieso sollte die Bild oder FAZ was über Videospiele schreiben? Deren Leser sind wahrscheinlich nur zu einem Bruchteil Gamer. Und wie (und vor allem warum) man komplexere Spiele auf Nicht-Gamer-Niveau runterbrechen sollte, ist mir schleierhaft.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 10:15
von Kumbao
Hier wird wirklich auf Teufel komm raus versucht dem Spector was schlechtes in den Mund zu reden. Meine Guete, der redet doch nicht von der BILD. In der finden Computerspiele doch schon laengst statt. Er redet von "normalen" Tageszeitungen, etc.
Das Problem dabei ist nicht, dass Spector in den Rang eines Koenigs erhoben werden will, sondern zumindest den Status als Hofnarr ablegen will. Denn gesellschaftlich stehen Computerspiele immer noch als Kinderkram da, und das wird sich erst aendern, wenn Videospiele auch als Kunst verstanden werden. Darum geht es ihm, nicht darum das er seinen Arsch vergoldet sehen will.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 10:17
von Mitaru
als ein Mittel, einem Über-Zwanzigjährigem oder einer Über-Dreißigjährigen Geld aus der Tasche zu ziehen
Aber genau das sind sie doch. So gut wie alle Spiele der letzten Jahre, die 50 €+ gekostet haben, waren absoluter spielerischer Blödsinn. Die heutigen Perlen sind doch meist die Indiespiele, die alle nicht mehr als 30 € kosten und für den Preis stundenlang mehr Spaß bieten als Vollpreistitel.
Solange die Industrie weiter auf Grafikblender und DLC-Wahn besteht brauchen wir auch keine neue Art der Spielekritik. Zumal diese "normalen" Menschen doch eh fast alles fressen was nur annähernd groß auf Plakaten und im TV beworben wird. Wo ist also das Problem`?
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 10:21
von Usul
Dermer hat geschrieben:@Benjamin
Die Zitate sind nicht vermischt. Hab nur den Absatz vergessen.
Bitte erst mal Lesen und Zitieren lernen... dann erst kann du dem üblichen Reflex folgen und das, was ein langjähriger Veteran der Spielebranche sagt, in der Luft zerreißen.
@hackgolem:
Ich weiß ja nicht, wie genau du den größeren Tageszeitungen bzw. ihren Online-Ablegern folgst, aber offensichtlich ist dir nicht aufgefallen, daß bereits jetzt schon öfter mal Themen aufgegriffen werden, die man auf den ersten Blick nicht erwarten würde. Ja, auch Spiele. Insofern zieht das Argument überhaupt nicht.
Des weiteren ist das genau der Punkt, den Spector anspricht: Er beschreibt nicht den Ist-Zustand, sondern das, was er gerne hätte - nämlich daß wir in eine Situation kommen, in der die "Bild oder FAZ was über Videospiele schreiben" können, ohne daß man einwerfen könnte, daß sie damit kaum Leser erreichen.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 10:22
von Kumbao
Miteshu hat geschrieben:Aber genau das sind sie doch. So gut wie alle Spiele der letzten Jahre, die 50 €+ gekostet haben, waren absoluter spielerischer Blödsinn. Die heutigen Perlen sind doch meist die Indiespiele, die alle nicht mehr als 30 € kosten und für den Preis stundenlang mehr Spaß bieten als Vollpreistitel.
Solange die Industrie weiter auf Grafikblender und DLC-Wahn besteht brauchen wir auch keine neue Art der Spielekritik. Zumal diese "normalen" Menschen doch eh fast alles fressen was nur annähernd groß auf Plakaten und im TV beworben wird. Wo ist also das Problem`?
Du hast mit dem ersten Absatz natuerlich recht. Aber mit diesem Problem stehen Videospiele ja nicht allein da. Auch Filme oder Musik werden groesstenteils fuer eben diese Gruppe produziert (zumindest im Mainstream). Das Problem liegt in der gesellschaftlichen Rezpetion des ganzen Mediums. Setz den Luibl mal bei einer Gala an einen Tisch mit etablierten Film- und Musikjournalisten. Da werden einige die Nase ruempfen, obwohl sie handwerklich ein und denselben Job ausfuehren.
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 10:26
von Kajetan
Miteshu hat geschrieben:Solange die Industrie weiter auf Grafikblender und DLC-Wahn besteht brauchen wir auch keine neue Art der Spielekritik. Zumal diese "normalen" Menschen doch eh fast alles fressen was nur annähernd groß auf Plakaten und im TV beworben wird. Wo ist also das Problem`?
Du merkst schon, dass sich dadurch nichts, aber auch gar nichts ändert? Wenn "Spielekritik" nichts weiter als die ausgelagerte Marketingabteilung der Publisher ist, wenn die übliche Blitzblendvorgauckelpackung wieder euphorisch bejubelt wird, damit die Masse entsprechend angeheizt wird ...
Manchmal bin ich wirklich geneigt gewissen Vorurteilen gegenüber "Gamern" zu zustimmen. Mangelnde Lesekompetenz hier, fatalistisches "Ist doch eh alles egal" dort. Weia!
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Verfasst: 11.07.2013 10:29
von Kajetan
Usul hat geschrieben:@hackgolem:
Ich weiß ja nicht, wie genau du den größeren Tageszeitungen bzw. ihren Online-Ablegern folgst, aber offensichtlich ist dir nicht aufgefallen, daß bereits jetzt schon öfter mal Themen aufgegriffen werden, die man auf den ersten Blick nicht erwarten würde. Ja, auch Spiele. Insofern zieht das Argument überhaupt nicht.
Jopp. Man kann zum Beispiel in der Süddeutschen (ja, genau die) seit mehr als einem Jahr immer wieder richtig gute Artikel über Videospiele finden, die von Leuten mit entsprechendem Knowhow geschrieben wurden. Ausreisser gibt es hier natürlich auch, wenn in den üblichen Bildstrecken Agentur-Material mit dummen Unterschriften zu Klick-Generatoren zusammengefrickelt werden, aber es bessert sich allmählich.