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Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler sind Säcke"
Verfasst: 24.06.2013 13:49
von 4P|BOT2
Bei einer Podiumsdiskussion auf der "Rezzed 2013" beklagte sich Mark Morris von Introversion (Darwinia und Defcon) ziemlich deutlich über unzureichendes Interesse und fehlende Risikobereitschaft bei Publishern und Einzelhändlern, wenn es um ungewöhnliche Spiele gehen würde. Laut seinen Worten war es nahezu unmöglich, ein Spiel wie Darwinia in die Regale der Einzelhändler zu bekommen, schließlich s...
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Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler sind Säcke"
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 13:49
von Scorcher24_
Das Geschäftsmodell von Prison Architect ist genauso fragwürdig wie das von Planetary Annihilation.
Der Alpha Access kostet nämlich mehr als das finale Produkt. Ich finde sowas mehr als dreist, die User als Alpha Tester zu mißbrauchen und dann auch noch mehr Geld zu verlangen als es am Ende kostet.
Und der Bullshit wird auch noch verteidigt von den Spielern, das ist schlimmste.
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 13:58
von Smul
"Introversion arbeitet derweil an Prison Architect und setzt auf ein ähnliches Finanzierungsmodell mit Alpha-Zugang wie Minecraft. Mark Morris erklärt, dass dieses Projekt schon jetzt der profitabelste Titel des Entwicklers sei (110.756 verkaufte Exemplare und 3.588.525 Dollar). Auch die direkte Feedback-Möglichkeit der Spieler hält er für hervorragend." - worüber beschwert er sich dann? Ist doch für ihn der sicherste Weg, seine Spiele direkt an seine Kunden zu bringen. Mal ganz davon abgesehen, dass er auf diese Weise auch deutlich mehr Geld bekommt, als wenn noch ein mitverdienender Mittelsmann beteiligt wäre.
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 14:37
von LordFjord
Willkommen im Kapitalismus.
Der tut jetzt ganz überrascht als obs gerade "neu" wäre. Aber letztendlich ist es zu erwarten. Die Investoren denken eh nur an max $$$ in min Zeit/Risiko und Discounter werden ein Teufel tun um ein Indie Game massiv zu bewerben, da das Risiko zu hoch ist, auf den Packungen sitzenzubleiben.
Also nix verwunderliches.
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 15:06
von Kajetan
Scorcher24 hat geschrieben:Der Alpha Access kostet nämlich mehr als das finale Produkt. Ich finde sowas mehr als dreist, die User als Alpha Tester zu mißbrauchen und dann auch noch mehr Geld zu verlangen als es am Ende kostet. Und der Bullshit wird auch noch verteidigt von den Spielern, das ist schlimmste.
Es wird ganz offen, klipp und klar und deutlich kommuniziert für WAS die Leute hier Geld ausgeben. Es wird niemand über den Tisch gezogen, niemand wird verarscht. Alles ist transparent und eindeutig.
Das Gegenteil davon ist z.B. "The War Z" gewesen, wo die Leute dachten, sie erstehen ein fertiges Produkt, weil das Spiel als fertiges Produkt mit diesen und jenen Features beworben wurde und bekommen haben sie neben zwar beworbenen, aber nicht vorhandenen Features ein unfertiges Stück Dreck von Spiel inklusive einem Arsch von Entwickler, die die hohe Kunst der Kundenbeschimpfung pflegt.
Der Unterschied ist klar, oder?
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 15:08
von Obstdieb
Viel lieber hätte ich es ja, wenn ihr von dem hier berichtet hättet.
http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... Lb30OFld-s
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 15:14
von vicoSun
Warum entschärtft ihr Zitate? Sind wir hier im Kindergarten?
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 16:49
von LordFjord
Es wird ganz offen, klipp und klar und deutlich kommuniziert für WAS die Leute hier Geld ausgeben. Es wird niemand über den Tisch gezogen, niemand wird verarscht. Alles ist transparent und eindeutig.
Schon, aber ein bissl unverschämt isses trotzdem. Musste da echt zweimal hinschaun ob die das wirklich ernst meinen.
Unabhängig davon freu ich mich auf PA
Back ontopic:
irgendwie jammert der gute Herr da auf hohem Niveau. Einerseit sagen dass ihr Geschäftsmodell gut aufgeht und andererseits beklagen dass die halt eben NICHT die Idee und Erfolg eines Minecrafts haben.
Es gibts halt nur recht selten einen der den grossen Reibach mit einfachsten Mitteln schafft.
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 16:55
von Kajetan
Srogg hat geschrieben:Schon, aber ein bissl unverschämt isses trotzdem. Musste da echt zweimal hinschaun ob die das wirklich ernst meinen. Unabhängig davon freu ich mich auf PA
Als ich die 89 Ocken auf Steam gesehen habe, war meine erste Reaktion natürlich auch WTF! So isses ja net. Aber schon nach dem Studium der ersten paar Sätze war klar, um was es hier letztendlich geht. Zumal Valve solche Beta-Angebote fett und deutlich kennzeichnet, damit jeder auch nur halbwegs intelligente Kunde begreift, für was er hier Geld ausgibt.
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 17:07
von CandyBlock
Kajetan hat geschrieben:Srogg hat geschrieben:Schon, aber ein bissl unverschämt isses trotzdem. Musste da echt zweimal hinschaun ob die das wirklich ernst meinen. Unabhängig davon freu ich mich auf PA
Als ich die 89 Ocken auf Steam gesehen habe, war meine erste Reaktion natürlich auch WTF! So isses ja net. Aber schon nach dem Studium der ersten paar Sätze war klar, um was es hier letztendlich geht. Zumal Valve solche Beta-Angebote fett und deutlich kennzeichnet, damit jeder auch nur halbwegs intelligente Kunde begreift, für was er hier Geld ausgibt.
Das kostet auf Steam doch nur 25 Euro?
http://store.steampowered.com/app/23345 ... 1_7_15__13
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 17:14
von Scorcher24_
Kajetan hat geschrieben:Scorcher24 hat geschrieben:Der Alpha Access kostet nämlich mehr als das finale Produkt. Ich finde sowas mehr als dreist, die User als Alpha Tester zu mißbrauchen und dann auch noch mehr Geld zu verlangen als es am Ende kostet. Und der Bullshit wird auch noch verteidigt von den Spielern, das ist schlimmste.
Es wird ganz offen, klipp und klar und deutlich kommuniziert für WAS die Leute hier Geld ausgeben. Es wird niemand über den Tisch gezogen, niemand wird verarscht. Alles ist transparent und eindeutig.
Das Gegenteil davon ist z.B. "The War Z" gewesen, wo die Leute dachten, sie erstehen ein fertiges Produkt, weil das Spiel als fertiges Produkt mit diesen und jenen Features beworben wurde und bekommen haben sie neben zwar beworbenen, aber nicht vorhandenen Features ein unfertiges Stück Dreck von Spiel inklusive einem Arsch von Entwickler, die die hohe Kunst der Kundenbeschimpfung pflegt.
Der Unterschied ist klar, oder?
Es geht hier um Ethik.
Es ist einfach nicht ethisch, dass wenn man ein Haufen Geld spart mit den Leuten die das Game während der Entwicklung kaufen, auch noch das Produkt teurer zu verkaufen.
Das ist einfach nicht richtig, sorry.
http://store.steampowered.com/app/23325 ... 1_7_15__13
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 17:23
von greenelve
Selbst wenn sie klar sagen was man bezahlt, es damit kein Betrug ist wie War Z, ist es verdammt happig Tester so auszunehmen. Es ist schon unverschämt. :/
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 18:02
von SethSteiner
Wieso ist das Zitat entschärft? Wir sind hier doch nicht im unterbelichteten Bible Belt.
Edit: Mal abgesehen davon, ist ein Sack etwa weniger vulgär als ein Schwanz? Die gehen doch nahtlos ineinander über. Was kommt als nächstes Arschbacke für Arschloch? Zensur ist sowas von peinlich ey, werdet erwachsen und seid nicht solche Schwänze.
Die Art von Minecraft fand ich eigentlich ganz gut, je näher das Produkt der Fertigstellung war, desto teurer wurde es. Aber das hier? Das ist unverschämt, stimme ich zu.
Re: Spielkultur: Introversion: "Publisher und Einzelhändler
Verfasst: 24.06.2013 19:20
von Wizz
Was für eine "Indie-Revolution" hat bitte im Einzelhandel stattgefunden?
Also bei uns stehen da immernoch genauso viele oder wenige Titel in den Ladentheken wie vor 10 Jahren.
Klar ist es ärgerlich wenn einem die Leute keine Chance einräumen wollen, obwohl man selbst 100% von seinem Produkt überzeugt ist. Aber da geht es jedem Quereinsteiger in allen Bereichen gleich, darüber zu jammern ist albern, engstirnig und reißerisch meiner Meinung nach.
Aber es ist ja Mode den bösen Publishern die Schuld für grundsätzlich alles in die Schuhe zu schieben.
Kommentar
Verfasst: 24.06.2013 19:21
von Easy Lee
Natürliche Selektion. Wenn jemand mit einem Produkt ankommt, das schon vor 20 Jahren keiner mehr gebraucht hätte, braucht er sich nicht wundern, wenn er vom Handel ignoriert wird.