Im englischen Guildford haben sich einige ehemalige Entwickler von Media Molecule (LittleBigPlanet), Lionhead (Fable) und Criterion (Burnout) zusammengetan und Ambient Studios gegründet.Mit Death Inc. hat das kleine Studio heute sein Debütprojekt angekündigt. In dem hilft der Spieler dem Sensenmann Grim T. Livingstone bei seinem Versuch, das Geschäft mit dem Tod zu professionalisieren - es geht um...
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Death Inc.: Seelensammlerei aus England
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Marobod
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Kommentar
Klingt witzig. Scheint ein neuer Trend zu werden was? Jetzt mal eben die lieben Buerger auf irgendwelchen Katastrophen heimsuchen , und nun auh noch das Spiel 
Es klingt als wuerde dort auch eine gute Portion schwarzen Humors beigefuegt sein.
Druecken wir den Leuten mal die Daumen
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Jimbei
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Re: Death Inc.: Seelensammlerei aus England
Also, nichts gegen Newcomer und kleinere kreative Projekte, aber ehrlich gesagt finde ich das ziemlich makaber und auch geschmacklos. :-/ Wenn ich das richtig verstehe, so jedenfalls vermittelt es der Text und die Konzeptbilder, dann muss man die Leute mit einer Krankheit anstecken. Das erinnert mich unweigerlich an ein nicht sonderlich positives Zitat einer bekannten Persönlichkeit...
- Worrelix
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Re: Death Inc.: Seelensammlerei aus England
"Makaber" ist erstmal nichts schlechtes.Jimbei hat geschrieben:... finde ich das ziemlich makaber und auch geschmacklos. :-/ Wenn ich das richtig verstehe, so jedenfalls vermittelt es der Text und die Konzeptbilder, dann muss man die Leute mit einer Krankheit anstecken...
Gibt ja auch zB die NichtLustig Figur "Tod", der dort in vielen Cartoons vorkommt: http://static.nichtlustig.de/toondb/080929.html#restore
Und zu "Leute mit einer Krankheit anstecken" ... wie oft hast du in Videospielen bisher:
- Giftpfeile verschossen
- Leute mit Feuerbällen beim lebendigen Leib verbrannt
- mit Explosionen gleich mehrere Gegner getötet (wobei die es noch besser gehabt haben dürften als die, die "nur" halb zerfetzt am Rande der Explosion zwar überlebt haben, aber langsam verblutet sind)
- Hunde und sonstige Tiere auf Leute gehetzt (mit dem Vorsatz, diese zu töten)
- mit Messern, Macheten, Schwertern, Laserwaffen etc Gegner aufgeschlitzt, brutal getötet oder verstümmelt
- Feinde in einen Hinterhalt gelockt und ein Massaker angerichtet
- als irgendein Monster im King Kong Format einfach mal eine Handvoll Gegner gegessen oder durch die Gegend geworfen
- in irgendeinem Szenario mit Aliens Gegner durch Einpflanzen von Nachwuchs zum Zerplatzen gebracht? (zB Starcraft)
- Völkermord begangen
- Vulkanausbrüche, Überschwemmungen etc verursacht
- Personen gefoltert, um Information X herauszubekommen
...
Wenn du von dem und ähnlichem in deiner spielerischen Karriere auch nur eine Sache mehr als einmal gemacht hast, steht es dir eigentlich nicht zu, dich über "mit einer Krankheit anstecken" aufzuregen.
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Jimbei
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Re: Death Inc.: Seelensammlerei aus England
Nicht falsch verstehen, ich möchte hier nicht als Moralapostel rüberkommen. Die meisten der von dir aufgelisteten Szenarios treten in Spielen meistens auf, wenn man auf irgend einer Mission unterwegs ist und die Gegner einen selbst töten wollen. Die Möglichkeit, dass Gegner langsam verbluten habe ich auch nicht sonderlich oft gesehen (das einzige Beispiel, was mir jetzt in den Sinn kommt, wäre Ninja Gaiden 3, wobei ich mir da auch nicht sicher bin), auch das Ansetzen von Hunden nicht (ich will gar nicht anzweifeln, dass es das gibt) und auch kein Foltern von Gegnern.
Völkermord und Naturkatastrophen betreffen höchstwahrscheinlich die Götterspiele, von welchen ich noch nie eines gespielt habe.
Die Sache bei all den Beispielen ist aber die, dass es stets überzeichnet ist (allen voran Bulletstorm, wo die Gegner quasi gesichtslos sind) und/oder "gerechtfertigt" erscheint, wenn man auf ein höheres (erstrebenswertes) Ziel hinarbeitet (Rettung der Menschheit, Rettung von Familienmitgliedern, Abwehren von Feinden, ...), so dass man sich schlussendlich auf das Gameplay konzentrieren kann. Und in Götterspielen, so vermute ich es, ist es deine persönliche Entscheidung, was man mit den Menschen/dem eigenen Volk anstellt.
Was mich hier stört, ist, dass man, jedenfalls ist es bisher so ersichtlich, normale Dorfbewohner als eine höhere Entität abmurksen muss - egal wie ich's drehe und wende, der Tod erscheint mir allmächtig gegenüber Sterblichen. Es behagt mir lediglich nicht, in meinen Augen (momentan augenscheinlich) wehrlose töten zu müssen (auch wenn es vielleicht Hindernisse geben wird, aber schlussendlich kann das ja den Tod auf Dauer nicht aufhalten) - das scheint ja das einzige Spielziel zu sein.
Kann aber natürlich jeder anders sehen, ich will hier auch keinerlei moralische Debatte führen. Das passt hier vielleicht nicht so rein, aber ich finde bspw. sowas wie "DefCon" weitaus interessanter, weil man sich in gewisser Weise mit dem Schrecken befassen muss, den man da eigentlich anrichtet. Auch fand ich die Szene in God of War 3 ziemlich eindringlich, wo man mit Poseidon abgerechnet hatte.
Und der von dir verlinkte Comic ist ja auch eher "überzeichnet" (finde gerade kein passenderes Wort dafür). ( ^^ )"
Durchaus, kann mich an die Zyklopen in God of War 3 erinnern, mit denen man wüten konnte.- als irgendein Monster im King Kong Format einfach mal eine Handvoll Gegner gegessen oder durch die Gegend geworfen
Völkermord und Naturkatastrophen betreffen höchstwahrscheinlich die Götterspiele, von welchen ich noch nie eines gespielt habe.
Die Sache bei all den Beispielen ist aber die, dass es stets überzeichnet ist (allen voran Bulletstorm, wo die Gegner quasi gesichtslos sind) und/oder "gerechtfertigt" erscheint, wenn man auf ein höheres (erstrebenswertes) Ziel hinarbeitet (Rettung der Menschheit, Rettung von Familienmitgliedern, Abwehren von Feinden, ...), so dass man sich schlussendlich auf das Gameplay konzentrieren kann. Und in Götterspielen, so vermute ich es, ist es deine persönliche Entscheidung, was man mit den Menschen/dem eigenen Volk anstellt.
Was mich hier stört, ist, dass man, jedenfalls ist es bisher so ersichtlich, normale Dorfbewohner als eine höhere Entität abmurksen muss - egal wie ich's drehe und wende, der Tod erscheint mir allmächtig gegenüber Sterblichen. Es behagt mir lediglich nicht, in meinen Augen (momentan augenscheinlich) wehrlose töten zu müssen (auch wenn es vielleicht Hindernisse geben wird, aber schlussendlich kann das ja den Tod auf Dauer nicht aufhalten) - das scheint ja das einzige Spielziel zu sein.
Kann aber natürlich jeder anders sehen, ich will hier auch keinerlei moralische Debatte führen. Das passt hier vielleicht nicht so rein, aber ich finde bspw. sowas wie "DefCon" weitaus interessanter, weil man sich in gewisser Weise mit dem Schrecken befassen muss, den man da eigentlich anrichtet. Auch fand ich die Szene in God of War 3 ziemlich eindringlich, wo man mit Poseidon abgerechnet hatte.
Und der von dir verlinkte Comic ist ja auch eher "überzeichnet" (finde gerade kein passenderes Wort dafür). ( ^^ )"
- Worrelix
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Re: Death Inc.: Seelensammlerei aus England
Hier ist es auch mal interessant zu schauen, wie denn so eine Mission begründet und was genau deren Ziel ist.Jimbei hat geschrieben:Die meisten der von dir aufgelisteten Szenarios treten in Spielen meistens auf, wenn man auf irgend einer Mission unterwegs ist und die Gegner einen selbst töten wollen.
Wenn man in das Hauptquartier der Gegner einmarschiert, ist es ja wohl klar, daß diese sich zur Wehr setzen (wo man natürlich auch wieder fragen könnte, ob "abknallen" denn die richtige Antwort ist)
Manchmal sind Missionstexte ja einfach mit einem "weil die da sind, wo wir hin möchten" begründet. In einem konkreten Fall in WoW auch schon mal mit einem "Bringt sie um, die sind auf unserem Land. Nun ja, früher war es deren Land, aber das tut nichts zur Sache." (Quest im Hyjal)
Auch wenn es nicht explizit dargestellt wird, ist es eine logische Folge eines Explosionsangriffes. Da gibt's nicht nur Tote und springlebendige Opfer, sondern eben auch jede Menge Abstufungen dazwischen.Die Möglichkeit, dass Gegner langsam verbluten habe ich auch nicht sonderlich oft gesehen ...
Zumal man je nach Szenerie (Abwurf aus einem Flugzeug) auch gar nicht schauen kann, was am Wirkungsort der Explosion übrigbleibt.
Nimm dir ein beliebiges RPG, in dem es eine Klasse mit Begleit Tier gibt (oder gar Begleit Tiere für alle [Torchlight]).... auch das Ansetzen von Hunden nicht ...
Ein WoW Quest:... kein Foltern von Gegnern.
Foltert den Folterer
Hochexekutor Zürner in Gallgrimm möchte, dass Ihr Folterer LeCraft 5 Mal mit dem Brandeisen bearbeitet und die Informationen aus ihm herausquetscht. Anschließend sollt Ihr ihn töten.
Bei Naturkatastrophen sind wir sicherlich bei Göttersimulationen (Populous, Black & White, From Dust, ...) aber Völkermord gibt es doch in zig Spiel Genres ("Alle Zerg vernichten", Orks gegen Elfen, irgendwelche amerika-patriotischen Kriegsspiele, in denen man als Auftrag kriegt, sämtliche Gegnereinheiten auszulöschen etc).Völkermord und Naturkatastrophen betreffen höchstwahrscheinlich die Götterspiele, ...
Dann kann man das ohne konkrete Story Informationen über Death Inc. ebenfalls nicht sagen.Die Sache bei all den Beispielen ist aber die, dass es stets überzeichnet ist ... und/oder "gerechtfertigt" erscheint, wenn man auf ein höheres (erstrebenswertes) Ziel hinarbeitet (Rettung der Menschheit, Rettung von Familienmitgliedern, Abwehren von Feinden, ...), ...
Möglicherweise droht sich die Menschheit via Überbevölkerung selbst auszurotten (mehr Menschen als Nahrung - irgendwann alle Nahrung aufgegessen ...), so daß man mittels Pest die Gefahr der Überbevölkerung eindämmt.
Nicht unbedingt. Vielleicht hält ja ein gegnerischer Stamm die Kontrolle über das einzige Trinkwasser in der Gegend und ist für Diplomatie nicht gerade aufgeschlossen ...Und in Götterspielen, so vermute ich es, ist es deine persönliche Entscheidung, was man mit den Menschen/dem eigenen Volk anstellt.
Das hat mir in Prototype auch nicht geschmeckt, in dem die normale Bevölkerung zwischen den Fronten nur zum Healthpack- und Verkleidungslieferant degradiert wurde.Es behagt mir lediglich nicht, in meinen Augen (momentan augenscheinlich) wehrlose töten zu müssen ...
Man sollte sich natürlich irgendwann mal die Zeit nehmen, zu reflektieren, was denn der Charakter in dem Spiel eigentlich macht - und aus welcher Motivation heraus - aber letztendlich ist und bleibt es nur ein Spiel, in dem man zwar Sachen macht, die in der Realität grausame Verbrechen wären, aber in Wahrheit sind es nur Pixel.
Und es ist allemal besser, nur im Spiel mal den bösen Max raushängen zu lassen, als in der Realität.
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Jimbei
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Re: Death Inc.: Seelensammlerei aus England
Ganz ehrlich, ich hätte eine tiefergehende Diskussion nicht wirklich erwartet. Du zählst zwar viele Beispiele auf, die aber trotzdem nur dann und nur im Kopf entstehen, wenn man weiter denkt - genau dargestelltes Foltern, qualvolles langsames Sterben der Feinde, die Art und Weise wie man einen Hund auf jemanden ansetzt, usw. Für mich wird sowas alles andere als realistisch dargestellt (wenn überhaupt) und die meisten dieser Spiele spielt man wegen des Gameplays und/oder wegen der großen Story.
Bei Gears of War habe ich mir nichts gedacht, wenn ich mit einer Granate o.ä. mehrere Locust in den Tod riss, schließlich sind sie einfach nur Feinde - ob sie da langsam sterben könnten oder nicht war für mich irrelevant, da der Schwerpunkt des Spiels ganz woanders lag. Als ich Guild Wars gespielt habe, habe ich mir nicht sonderlich Gedanken gemacht, als mein Melandrus Pirscher (Panther-ähnlicher Tiergefährte) mit angegriffen hat. Bei dem Beispiel bzgl. Götterspielen, wo ein gegnerischer Stamm die Trinkwasserquelle kontrolliert: Da wäre es quasi gerechtfertigt, gegen den Stamm vorzugehen, da man das Überleben des eigenen ja sichern muss - man würde also aus Notwendigkeit handeln.
Die WoW-Quest hört sich durchaus interessant an, aber vielleicht ist es ja gerechtfertigt - ich habe keine Ahnung, aber wer weiß, was der Folterer denn vorher getan hat und ob es wirklich nötig war was er getan hat. Dies regt aber bereits zum Nachdenken an und könnte einen in eine moralische Zwickmühle stecken (ich habe wirklich keine Ahnung über WoW und wie die Quests sich dort spielen und entwickeln, also... ^^").
Was ich sagen will: Alles, was du geschildert hast, klingt nach wie vor irgendwo begründet/"gerechtfertigt" oder regt zumindest explizit zum Nachdenken an (auch wenn ich zu Prototype nichts weiter sagen kann, das Spiel kam mir damals ziemlich plump vor, was ich davon sah). Natürlich kann ich noch nichts zur Story von Death Inc. sagen, aber ich hatte auch bereits im ersten Post impliziert, dass es momentan so auf mich wirkt - und es wirkt nun mal geschmacklos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Dörfler gegen den Tod höchstselbst in irgend einer Form wirklich wehren können, der Tod kann bei sowas nur gewinnen. Und auch das Szenario mit der Überbevölkerung fände ich makaber - aber das ist nur meine Meinung, andere finden ja auch Bulletstorm unmöglich (welches ich aber durchaus mag).
Bei Gears of War habe ich mir nichts gedacht, wenn ich mit einer Granate o.ä. mehrere Locust in den Tod riss, schließlich sind sie einfach nur Feinde - ob sie da langsam sterben könnten oder nicht war für mich irrelevant, da der Schwerpunkt des Spiels ganz woanders lag. Als ich Guild Wars gespielt habe, habe ich mir nicht sonderlich Gedanken gemacht, als mein Melandrus Pirscher (Panther-ähnlicher Tiergefährte) mit angegriffen hat. Bei dem Beispiel bzgl. Götterspielen, wo ein gegnerischer Stamm die Trinkwasserquelle kontrolliert: Da wäre es quasi gerechtfertigt, gegen den Stamm vorzugehen, da man das Überleben des eigenen ja sichern muss - man würde also aus Notwendigkeit handeln.
Die WoW-Quest hört sich durchaus interessant an, aber vielleicht ist es ja gerechtfertigt - ich habe keine Ahnung, aber wer weiß, was der Folterer denn vorher getan hat und ob es wirklich nötig war was er getan hat. Dies regt aber bereits zum Nachdenken an und könnte einen in eine moralische Zwickmühle stecken (ich habe wirklich keine Ahnung über WoW und wie die Quests sich dort spielen und entwickeln, also... ^^").
Was ich sagen will: Alles, was du geschildert hast, klingt nach wie vor irgendwo begründet/"gerechtfertigt" oder regt zumindest explizit zum Nachdenken an (auch wenn ich zu Prototype nichts weiter sagen kann, das Spiel kam mir damals ziemlich plump vor, was ich davon sah). Natürlich kann ich noch nichts zur Story von Death Inc. sagen, aber ich hatte auch bereits im ersten Post impliziert, dass es momentan so auf mich wirkt - und es wirkt nun mal geschmacklos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Dörfler gegen den Tod höchstselbst in irgend einer Form wirklich wehren können, der Tod kann bei sowas nur gewinnen. Und auch das Szenario mit der Überbevölkerung fände ich makaber - aber das ist nur meine Meinung, andere finden ja auch Bulletstorm unmöglich (welches ich aber durchaus mag).
