Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

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4P|BOT2
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Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von 4P|BOT2 »

GamesIndustry hat sich während der E3 mit Warren Spector unterhalten, dem Erdenker von Thief, Deus Ex sowie aktuell Micky Epic. Dabei spricht er unter anderem über die Zukunft der Spielewelt und zeigt sich begeistert darüber, dass in der heutigen Zeit Projekte wie Minecraft, Braid oder SpyParty machbar sind. Er beschreibt außerdem, wie schwierig es sei, Figuren eines Videospiels zu entwerfen: Währ...

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schniko
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Beitrag von schniko »

Da spricht mir jemand aus der Seele. Wunderschön und teffend formuliert. Vielen Dank, Mr. Spector.
Rixas
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Beitrag von Rixas »

In meinen Augen befriedigen wir einfach pubertäre Bedürfnisse und nennen das 'erwachsen'. Es wird Zeit, dass das aufhört.
Er hat wohl auch Dragon Age 2 gespielt :D
Nein aber er hat schon Recht die übertrieben Darstellung wie Blutfontänen wo es eigentlich gar keine gibt usw halte ich auch für dämlich und schaden mehr als sie nutzen.
PogopuschelX
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Beitrag von PogopuschelX »

Ganz unrecht hat er ja nicht. Spiele wie z.B. Postal finde ich auch überflüssig. Allerdings war mir nicht bekannt, dass Gewaltvolle Spiele als erwachsen gelten. Zumindest in Deutschalnd habe ich nicht das Gefühl, dass es so ist. Eher im Gegenteil.
nawarI
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Beitrag von nawarI »

sex sells.
Aber die Spieleindustrie hat nciht als einziges dieses "Problem".
Man schaue sich mal 'Spartacus Blood and Sands' an: übertrieben viel Blut in Zeitlupe und wenn die Serie mal nicht brutal ist: Brüste wo man nur hinschaut. Beinahe kann ich eine Gruppe Jugendlicher auf der Couch sitzen sehen, gradeso alt genug, um Bier kaufen zu können, und erregt aufgrölen, wenn mal wieder eine dieser "erwachsenen" Szenen kommt.

Ich hab nichts gegen solche Szenen, wenn sie als Stilmittel eingesetzt werden - wenn die Gewalt als wirklich dreckig und verstörend rüberkommt, um beispielsweise das Grauen des Krieges darzustellen. Aber viele Unterhaltungsmedien sind nur brutal und pervers, damit sie brutal und pervers sind.

Wirklich besser finde ich es aber auch nicht, wenn Gewalt zu sehr verharmlost wird. Ich liebe Uncharted als Spiel, das ich literarisch nicht erst nehmen muss, aber habt ihr mal gezählt wie viele Gegner der Schatzsucher Drake allein auf Borneo erschießt?

Arkham City kann man hier wirklich positiv hervorheben (Arkham Asylum natürlich auch): Teils machen beide Spiele einen wirklich fiesen, derben Eindruck. Aber sterben tut in beiden Spielen kaum jemand - ein paar Wärter gehören (unter anderem) zu den weniger glücklichen, aber deren Tod ist mir innerhalb der Spielewelt als unnötig und grausam erschienen, wodurch das Spiel für mich stark an Wert gewonnen hat.
PogopuschelX hat geschrieben:[...]war mir nicht bekannt, dass Gewaltvolle Spiele als erwachsen gelten. [...]
Die Fehlinterpretation vieler ist: es ist nichts für Kinder, also bin ich erwachsen, wenn ich es kaufen/gucken/sehen/konsumieren darf.
Zuletzt geändert von nawarI am 14.06.2012 19:10, insgesamt 4-mal geändert.
Rixas
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Beitrag von Rixas »

PogopuschelX hat geschrieben: Allerdings war mir nicht bekannt, dass Gewaltvolle Spiele als erwachsen gelten.
Ist doch schon!
Oft hört man "wir wollen ein erwachsenes Spiel machen" Am Ende wird meist nur der Gewaltgrad hoch geschraubt und der Rest bleibt auf dem Niveau den auch ein 5 jähriger versteht!
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mw2010
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Beitrag von mw2010 »

Endlich sagt mal einer aus der Industrie, was ich schon eine ganz Zeit kopfschüttelnd wahrnehme. Zum Glück sehen, das wohl viele Gamet auch so.
Wahrscheinlich werde ich Tomb Raider und Dishonored spielen, aber auf Grund der Präsentationen, bin ich doch etwas skeptisch, ob es nicht einfach durch Gewalt aufgebohrt ist. Mal sehen. Vielleicht passt es ja auch in den Kontext der Geschichte
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mr archer
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von mr archer »

Wenn er meint, dass man endlich mal damit aufhören sollte, das Befriedigen pubertärer Gelüste in der Branche ("Blut" und "Titten") als "erwachsen" zu bezeichnen, bin ich komplett bei ihm. Wenn er allerdings sagen wollte, man solle im Videospiel aufhören, pubertäre Gelüste zu befriedigen, muss ich widersprechen. Das hat neben tatsächlich auf "erwachsenes Unterhalten" ausgerichteten Titeln auch seine Daseinsberechtigung. Und wieso da beispielsweise ein Hitman 5 jetzt bedenklicher sein soll als ein Hitman 1 kann ich nicht so recht nachvollziehen. Weil es "realistischer" aussieht? Mir ist da ein bisschen zuviel Gejammer dabei. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich die "Gewalt"spirale im Genre weitergedreht hat - nur weil die Grafik besser geworden ist.

By the way: meine Kills als JC Denton haben mich anno 2000 nicht wirklich betroffen gemacht. Obwohl ich ihn immer eher als Schleicher gespielt habe. Da macht sich Spector ein Stück weit auch selbst was vor.
Kószdy kozow swoju brodu chwali.
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Meine Texte und Fotos http://brotlos.weebly.com

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Temeter 
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Temeter  »

Der Mann hat sowas von Recht. Einfach nur Gewalt um zu schocken bringt einfach nichts. Sachen wie Kill-Cams sind of einfach entweder nach ein par minuten abgenutzt oder stören sogar den Spielfluss. Früher hat man Gewalt ja noch wenigstens mit einem Augenzwinkern inszeniert - und das passte sogar zu einem Unreal Tournament, wo die Spieler wie Flummibälle durch die Gegend hüpften. Oder ein Wolfenstein, dass sowieso nur provokativ wie zynisch ist, aber selbst da sind wieder einige Szenen einfach unnnötig.

Das letzte mal als Gewalt ein wenig geschockt hat war in FEAR: Nach dem Ende eines Gefechts, als die letzten Granten explodiert sind und sich langsam der Rauch legte, sah ich ein Sturmgewehr auf einem Brandfleck. Gut denk ich mir, meine Munition ist sowieso knapp und nähere mich der Waffe. Nur als ich mich der Waffe durch den Rauch näherte, habe ich gemerkt dass das kein Gewehr war. Sondern ein abgetrennter Arm in einer Blutlache, vom Körper keine Spur. Hat schon ein mulmiges Gefühl ausgelöst. Mehr als jeder Soldat, dem ich mit Pistolen Ober- und Unterkörper voneinander getrennt habe (->Blutmod).

Und mal am Rande, bei Extra Credits hat man sich genau mit dem Thema mal ein wenig auseinandegesetzt.
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Chibiterasu
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Chibiterasu »

Sicher jetzt nicht die bahnbrechende Neuigkeit die Warren Spector hier formuliert aber er gibt ziemlich genau meine Meinung wieder.

Gewalt in einem gewissen logischen Kontext, ok.
Aber diese überstylte Überinszenierung von Enthauptungen, Abschlachten, Butfontänen finde ich einfach nur öde und ich bekomm Brechreiz wenn ich so scheiße wie Metal Gear Rising sehe, dass mich mit dem Blut irgendwie nur primitiv schocken will.


Bei Deus Ex habe ich fast immer den unauffälligen Weg gewählt, deswegen kam ich da nur in sehr wenig moralisch fragwürdige Situationen. Weiß aber nicht, ob ich da groß was empfunden hätte.

Aber wieder ein Grund mehr warum ich Thief so liebe. Ein Spiel in einer düsteren, gewalttätigen Welt mit einem Gameplay bei dem man jedoch kein einziges Lebewesen töten muss.
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superboss
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von superboss »

seh ich genauso. Diese ganzen aufdringliche Blut und Todesszenen brauch ich auch nicht.
Ist ja eh nur ein Verkaufsargument. Von daher dürfen diese Spiele gerne alle geschnitten werden, wenn man das nicht optional einstellen kann.
momentan spiele ich....
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Scorcher24_
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Scorcher24_ »

Ein Shooter soll "brutal" sein, ja. Ein Rollenspiel darf das auch sein.
Aber, es ist ein Unterschied zwischen brutal und sinnlosem Gore und Blutfontänen die den Niagarafällen Konkurrenz machen. Bestes Beispiel natürlich Dragon Age oder Call of Duty.
Ich würde mir in Videospielen auch mehr "Implied Gore" wünschen, vor allem in Cutscenes.
Wie in Mouth of Madness von John Carpenter als Beispiel. Dass das schwer umzusetzen ist, ist mir bewusst, aber ich denke da wäre einiges machbar.
Oder Gewalt die nicht direkt dargestellt wird, die man nur passiv mitbekommt.

Ich fand es aber durchaus erwachsen wie der Witcher mit Sexualität in seinen Spielen umgegangen ist.
Sex soll ein Thema sein in Spielen, aber nicht so dass es nur der audiovisuellen Befriedigung dient.
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Wulgaru
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Wulgaru »

Ich empfinde es eigentlich eher umgekehrt. Gewalt in relativ abstrakten Kontexten ist doch viel leichter zu akzeptieren.

Wirklich perfide wird übertriebene Gewalt in pseudorealistischen Kontexten (bzw. ernsthaften Kontexten). Obwohl genau Dragon Age und Call of Duty bzw. Militaryshooter für mich in genau diese Kategorie fallen.
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onewinged_angel
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von onewinged_angel »

Ich mach jetzt mal unbeliebt und gebe offen zu, dass ich Killcams klasse finde, sofern sie nicht den Spielfluss stören (in der Kürze liegt hier die Würze).
Allerdings brauch ich das auch nicht in jedem Spiel. Imo ist die Auswahl an nicht blutrünstigen Spielen imo ebenso groß wenn nicht größer als die der Gorefeste. Von daher hört sich das für mich etwas zu sehr nach Gejammer an, bei aller Liebe für Deus Ex.

PS: Die Gleichsetzung von "gewalttätig" und "erwachsen", die heuer allzuoft stattfindet, ist natürlich Mumpitz. Das heißt nicht, dass ich mich nicht auch mal an Infantilem erfreuen kann :twisted:
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Deuterium
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Deuterium »

Übermäßige Gewalt abschaffen, hein? Es nervt zwar ab und zu, dass versucht wird, Gewalt mit Erwachseneninhalten gleichzusetzen, andererseits halte ich Gewalt für ein gutes Stilmittel und zwar in 2 Richtungen. Zum einen als Gewalt mit abschreckendem Ausmaß (kalt und nicht verherrlichend dargestellt) und zum Anderen als humoristischer Effekt. Eben pubertäres rumgesplatter, wie in dem ein oder anderen Actionfilm (Machete z.B.). Man sollte es nur nicht als erwachsen bezeichnen. Nein, dass ist es nicht.
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