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Nintendo: Investoren fordern Handyspiele

Verfasst: 12.08.2011 12:40
von 4P|BOT2
Super Mario auf dem iPhone? Zelda auf einem Android-Handy? Rasen auf dem iPad mit Mario Kart? Genau dieses Szenario soll Wirklichkeit werden, wenn es nach dem Willen einiger Investoren geht, die vor allem die schleppenden Verkäufe des 3DS als Anlass zum Aufstand nehmen. Wie Nintendo: Investoren fordern Handyspiele

ohje

Verfasst: 12.08.2011 12:40
von Warslon
Nintendo, lass euch bitte nicht zum Shareholder - Value - Konzept hinreißen. Das bedeutet den Tod für jede Firma!

Re: ohje

Verfasst: 12.08.2011 12:44
von Boesor
Warslon hat geschrieben:Nintendo, lass euch bitte nicht zum Shareholder - Value - Konzept hinreißen. Das bedeutet den Tod für jede Firma!
Wie immer wenn ein komplexer Sachverhalt auf einen populistischen Satz reduziert wird kommt nur eines raus:
Blödsinn³

Re: ohje

Verfasst: 12.08.2011 12:48
von Warslon
Boesor hat geschrieben:
Warslon hat geschrieben:Nintendo, lass euch bitte nicht zum Shareholder - Value - Konzept hinreißen. Das bedeutet den Tod für jede Firma!
Wie immer wenn ein komplexer Sachverhalt auf einen populistischen Satz reduziert wird kommt nur eines raus:
Blödsinn³
Was ist daran populistisch? Das ist ein feststehender Begriff in der Ökonomie.

Re: ohje

Verfasst: 12.08.2011 12:51
von Boesor
Warslon hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:
Warslon hat geschrieben:Nintendo, lass euch bitte nicht zum Shareholder - Value - Konzept hinreißen. Das bedeutet den Tod für jede Firma!
Wie immer wenn ein komplexer Sachverhalt auf einen populistischen Satz reduziert wird kommt nur eines raus:
Blödsinn³
Was ist daran populistisch? Das ist ein feststehender Begriff in der Ökonomie.
Das Shareholder Value den Tod einer Firma bedeutet? Vermutlich ein feststehender Begriff in der BWL von Nordkorea, aber sonst...

Verfasst: 12.08.2011 12:54
von Wigggenz
Ich hoffe nicht, dass sie das machen.

Re: ohje

Verfasst: 12.08.2011 12:56
von Warslon
Boesor hat geschrieben:
Warslon hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben: Wie immer wenn ein komplexer Sachverhalt auf einen populistischen Satz reduziert wird kommt nur eines raus:
Blödsinn³
Was ist daran populistisch? Das ist ein feststehender Begriff in der Ökonomie.
Das Shareholder Value den Tod einer Firma bedeutet? Vermutlich ein feststehender Begriff in der BWL von Nordkorea, aber sonst...
Wenn man sich den Begriff erstmal veranschaulicht, merkt man, dass die reine Konzentration auf Investoren einfach ungesund für eine Firma ist!
Daraus resultiert eine reine Gewinnmaximierung, ohne sich auf die Umwelt zu konzentrieren.

Die Abnehmer werden sich von Nintendo distanzieren, wenn sie sich darauf einlassen.

Dieses Konzept wird einfach von allen Seiten kritisiert, siehe Welge, Al - Laham, Strategisches Management Ausgabe 5.

Re: ohje

Verfasst: 12.08.2011 12:58
von Armoran
Investoren: Nintendo sollte auf dem Smartphone Markt tätig werden, endlich Shooter produzieren, ein MMOG machen, Bezahlabos für alles anbieten und alle ihre Spiele mit DLC durchziehen... Und warum sagen sie das ? Weil sie RECHT haben, schließlich zeigen die Zahlen und Statistiken das dort eben das Geld liegt.

Aber genau DAS ist auch gleichermaßen das Problem, Investoren sind nichts anderes als Zahlenschieber die vom praktischen Markt größtenteils keinerlei Ahnung haben... nur weil es auf der einen Seite funktioniert bedeutet es nicht das man genauso einfach einsteigen kann, aber das wird gerne mal ignoriert.

Re: ohje

Verfasst: 12.08.2011 12:59
von Boesor
Warslon hat geschrieben:
Wenn man sich den Begriff erstmal veranschaulicht, merkt man, dass die reine Konzentration auf Investoren einfach ungesund für eine Firma ist!
Daraus resultiert eine reine Gewinnmaximierung, ohne sich auf die Umwelt zu konzentrieren.

Die Abnehmer werden sich von Nintendo distanzieren, wenn sie sich darauf einlassen.

Dieses Konzept wird einfach von allen Seiten kritisiert, siehe Welge, Al - Laham, Strategisches Management Ausgabe 5.
es bezeichnet ja nicht die reine Konzentration auf Investoren, sondern stellt den Unternehmenswert und dessen Steigerung in den Vordergrund. davon können auch andere Interessengruppen in Unternehmen profitieren.
Wie so gut wie jede Theorie ist auch diese ein wenig komplexer als du es hier darstellst.

Verfasst: 12.08.2011 13:22
von Soraldor
Sollen sich bloß nicht an die Kette des Investorenmobs anbinden und durch die Manege führen lassen. Die sollen schön bei ihrer Sache bleiben - zuviel Mitsprache von Seiten der Investoren hat schon so manches Unternehmen ruiniert (JoWood, mal als hässliches Beispiel)

Verfasst: 12.08.2011 13:30
von Ilumi
Am 5. Juli gab Nintendo ein Statement zu dem Thema ab. Demnach besteht die Strategie des Unternehmens weiterhin darin, eigene Software für eigene Plattformen zu entwickeln. "Daran hat sich nichts geändert und wird sich nichts ändern", stellen die Mannen um Saturo Iwata klar.
Danke.

Investoren, die wahrscheinlich noch nie ein Videospiel aus der Nähe gesehen haben, sollten keinen Traditionsbetrieb durch Spekulationen für kurzfristigen Profit kaputt machen. Das Prinzip "Raussaugen so viel geht, fallen lassen und dann zum nächsten übergehen" kann ich schon nicht mehr hören.
Dass diese ganzen Marktbeobachter und Finanzexperten selten richtig liegen und keinen Weitblick haben, haben die letzten paar Wirtschaftsjahre gezeigt. In deren Welt gibt es unendliches Wachstum und Finanzblasen die nie platzen. Man soll in Immobilien anlegen, weil die absolut sicher sind und einen Kredit in Schweizer Franken laufen lassen. Das war damals der vernünftige Umgang mit Finanzen, alles abgesegnet durch studierte BWL-Spackos und Börsenexperten; heute ist es das schlechteste, was man machen konnte.
Weist man bei dem System auf logische Fehler hin, wird man belächelt mit den Worten "Aber, aber ... dafür muss man studiert haben. *tätschel* *tätschel*"
Meine Erfahrung, musste ich los werden. :evil:

Re: ohje

Verfasst: 12.08.2011 13:32
von Grallible Tint
Boesor hat geschrieben:
Warslon hat geschrieben:
Wenn man sich den Begriff erstmal veranschaulicht, merkt man, dass die reine Konzentration auf Investoren einfach ungesund für eine Firma ist!
Daraus resultiert eine reine Gewinnmaximierung, ohne sich auf die Umwelt zu konzentrieren.

Die Abnehmer werden sich von Nintendo distanzieren, wenn sie sich darauf einlassen.

Dieses Konzept wird einfach von allen Seiten kritisiert, siehe Welge, Al - Laham, Strategisches Management Ausgabe 5.
es bezeichnet ja nicht die reine Konzentration auf Investoren, sondern stellt den Unternehmenswert und dessen Steigerung in den Vordergrund. davon können auch andere Interessengruppen in Unternehmen profitieren.
Wie so gut wie jede Theorie ist auch diese ein wenig komplexer als du es hier darstellst.
Sind mit Shareholdern nicht tatsächlich Anteilshaber gemeint? Ich dachte mit Interessensgruppen über die Shareholder hinweg spräche man von Stakeholdern oder so.

Ich könnte mich aber natürlich irren, und das obwohl ich sogar eine Vorlesung von oben genanntem Al Laham gehört hab. Oder bei seinem Assistenten? Naja, zumindest sein Lehrstuhl. :) Aber wie man sieht, ist nichts hängen geblieben. :)

Verfasst: 12.08.2011 13:34
von Green-Link84
Solange Satoru Iwata CEO ist wird es DAS nicht geben.

Dies würde zudem das Ende von Nintendo Hardware bedeuten, denn wer möchte denn eine Nintendo-Konsole kaufen, wenn er diese Spiele auch auf seinem CrApple-iDing oder Android-System spielen kann. ... ... ... ... Nur sehr wenige, sodass die Hardware-Entwicklung/Produktion zu teuer wäre.

Nintendo DARF nicht das gleiche Schicksal wie SEGA ereilen!

Re: ohje

Verfasst: 12.08.2011 13:41
von Boesor
Grallible Tint hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:
Warslon hat geschrieben:
Wenn man sich den Begriff erstmal veranschaulicht, merkt man, dass die reine Konzentration auf Investoren einfach ungesund für eine Firma ist!
Daraus resultiert eine reine Gewinnmaximierung, ohne sich auf die Umwelt zu konzentrieren.

Die Abnehmer werden sich von Nintendo distanzieren, wenn sie sich darauf einlassen.

Dieses Konzept wird einfach von allen Seiten kritisiert, siehe Welge, Al - Laham, Strategisches Management Ausgabe 5.
es bezeichnet ja nicht die reine Konzentration auf Investoren, sondern stellt den Unternehmenswert und dessen Steigerung in den Vordergrund. davon können auch andere Interessengruppen in Unternehmen profitieren.
Wie so gut wie jede Theorie ist auch diese ein wenig komplexer als du es hier darstellst.
Sind mit Shareholdern nicht tatsächlich Anteilshaber gemeint? Ich dachte mit Interessensgruppen über die Shareholder hinweg spräche man von Stakeholdern oder so.

Ich könnte mich aber natürlich irren, und das obwohl ich sogar eine Vorlesung von oben genanntem Al Laham gehört hab. Oder bei seinem Assistenten? Naja, zumindest sein Lehrstuhl. :) Aber wie man sieht, ist nichts hängen geblieben. :)
Ist schon alles richtig hängen geblieben.

Verfasst: 12.08.2011 13:43
von MaxDetroit
Ich zitiere mich ungern selber, aber das hier:
MaxDetroit hat geschrieben:Nächster Punkt ist das man mit iPhone und co mittlerweile auch mobil auf einem sehr guten Niveau spielen kann. Und die Spiele sind dort auch meilenweit billiger und bieten dafür teils sehr lange Spielspass.

3D Effekt schön und gut, ich glaube Handhelds verlieren allgemein an Bedeutung, auch die PSP Vita wird kein Verkaufsschlager. All-in-one Geräte sind einfach kompakter für unterwegs, auch für's spielen. Ich meine, wer nimmt heutzutage noch extra eine Digital-Camera mit, wenn er nicht professionell fotografiert? Wer nimmt noch einen extra MP3 Player mit? News, Wetterbericht - auch alles auf dem Handy. Und das ist ein Trend (All-in-one) den man schon vor Jahren vorausgesagt hat, der sich aber mittlerweile in der heutigen Zeit erst voll und ganz zu bewahrheiten scheint.
... habe ich gestern zum 3DS in einem Thread weiter unten geschrieben. die Investoren scheinen wohl meiner Meinung zu sein. :wink:

MattWii hat geschrieben:Solange Satoru Iwata CEO ist wird es DAS nicht geben.
Dies würde zudem das Ende von Nintendo Hardware bedeuten, denn wer möchte denn eine Nintendo-Konsole kaufen, wenn er diese Spiele auch auf seinem CrApple-iDing oder Android-System spielen kann. ... ... ... ... Nur sehr wenige, sodass die Hardware-Entwicklung/Produktion zu teuer wäre.
Nintendo DARF nicht das gleiche Schicksal wie SEGA ereilen!
Und warum DARF das nicht passieren? Nur weil man keine Konsole und Hardware mehr bringt heißt das noch lange nicht das man am Ende ist (siehe: http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=88123 , http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=97593). Sega scheint es sehr gut zu gehen. Und hat mit Platinum Games dazu noch ein sehr gutes und kreatives Entwicklerstudio unter Vertrag, ich finde es gar nicht schlimm das keine Sega Konsolen mehr gibt, die Sega Spiele sind dafür um so besser. Also: Mario und Zelda auf dem Handy? Warum nicht!?