Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werden abgeschafft

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Hahle
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Hahle »

Sir Richfield hat geschrieben:
Hahle hat geschrieben:Die Möglichkeit für Mods Geld verlangen zu können, fand ich jetzt gar nicht so schlecht. So lange der ursprüngliche Spieleentwickler großzügig beteiligt wird.
Ich wiederhole mich da gerne: Der ursprüngliche Entwickler bekommt nix. Nie. in keiner denkbaren Konstellation. Sämtliche in diese Richtung gehenden, zwangsläufig nur moralisch bedingte, Argumente gehen ins Leere.
Jojo, hab deinen Einwand dazu gestern schon gelesen.
Aber das ist ja eher eine Grundsatzfrage: "Welcher Gewinnanteil steht den einzelnen Mitarbeitern zu?"
Der Mitarbeiter sagt selbstverständlich er müsste eigentlich mehr verdienen und auf der anderen Seite sagt das Unternehmen: Nein, wir haben ja den ganzen Aufwand für Planung, Verwaltung, Finanzierung (zukünftiger Projekte) und ein viel größeres Risiko (Unternehmenspleite) ... und man hat die Markenrechte, die ja auch nicht auf Bäumen wachsen, oft über Jahrzehnte aufgebaut wurden.
... Du siehst, die Medaille hat zwei Seiten.
Sir Richfield hat geschrieben:
Hahle hat geschrieben:Aber wenn Valve sich da gleich 25% vom Kuchen schnappen will, dann war die Kritik absolut gerechtfertigt.
Wieso? Valve hat doch hier "Arbeit": Platform aufstellen, Server mieten, Bandbreite, Designer, Coder....
Erzähle mir doch mal in wenigen, unaufgeregten Worten, welche "Leistung" jemand bei diesem Projekt im Hause Bethesda erbracht hat.
Nur steht der Aufwand schlicht nicht im Verhältnis zum Gewinn. Die zusätzlichen Funktionen für die Steam-Plattform waren doch bereits fertiggestellt. Die zukünftigen Folgekosten also minimal. Und 25% für Server-Miete und Bandbreite scheinen mir sehr hoch zu sein.
Ist natürlich letztlich von den tatsächlichen Einnahmen abhängig. Ich würde da aber spätestens langfristig mind. mit mehreren tausend Dollar pro Tag rechnen, selbst noch bei 5%.
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MrLetiso
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von MrLetiso »

Im Übrigen: von Valve's Anteil gehen nochmal 5% an einen Workshop-Provider (z.B. Nexus), wenn der Verkäufer das wünscht.
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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

Grmpfant hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Jeder Skyrim-Mod ist bares Geld.
Das ist doch etwas arg konstruiert, Kajetan. Mods sind NICHT bares Geld für den Hersteller. Im Gegenteil: es sind Kosten.
Also, DAS halte ich doch jetzt für etwas arg konstruiert :)
Man könnte mit viel Mühe noch den Zusammenhang konstruieren, dass die Modbarkeit eines Spiels evtl. Leute zum Kauf animiert, die es sonst nicht gekauft hätten. Das wäre ein Geldvorteil für den Hersteller.
Da muss man nix mit Mühe konstruieren. Siehe nur ArmA und DayZ als prominentestes Beispiel der letzten Zeit.
Nirgendwo sonst gewinnt der Hersteller auch nur einen Cent an Modbarkeit. Im Gegenteil - Du hast extra Pflegeaufwand, um die bisweilen kreativ um Deine Strukturen drumrum implementierten Mods lauffähig zu halten.
Bullshit. Diese Überlegungen führst Du im Idelafall nur EINMAL aus. Nämlich im Vorfeld der Entwicklung, wenn Du die Datenstruktur definierst. Dass davon Modder profitieren, keine Frage. Aber in erster Linie wird das gemacht, um sich selber das Leben leicht zu machen. Nachträglich wird da in der Regel nichts mehr gemacht. Der Entwickler hat nur dann nachträglichen Pflegeaufwand, wenn er seine krude Dateistruktur ändern will (wozu ihn niemand zwingt, weil Modder eben drumrum modden udn fluchen und kotzen, den Dev aber nicht zwingen können) oder wenn er explizit seine Tools und Engine lizensiert. Was eigentlich nur bei Engine-Lizensierern wie Epic und Co. der Fall ist, aber nicht nicht Feld-, Wald- und Wiesen-Publishern, die nur Spiele verkaufen wollen.
Der Bedarf für evtl. Download-Erweiterungen sinkt. Und ein paar Leute bleiben länger am Vorgänger hängen und senken somit den Absatz des Nachfolgers.
Das ist eine Frage des gewählten Geschäftsmodelles und löst sich selber auf einfache Weise, wenn man Spiele in sehr kurzer Abfolge veröffentlicht. Siehe all die CoD oder FIFA. Dieses Geschäftsmodell kann auf Mods verzichten. Es gibt meines Wissens auch nur sehr, sehr wenige Mods für spätere CoD- und FIFA-Serienvertreter.
Ich halte die Eigenleistung der Modder aber für bezahlungswürdig, wenn sie das wollen.
Ja, bestreitet doch kaum jemand, oder?
Und ich halte auf jeden Fall die Leistungen des Herstellers (hier: Bethesda) für bezahlungswürdig.
Darüber kann man geteilter Meinung sein. Denn der Modder bezahlt doch den Entwickler/Publisher für die von Dir beschriebene Arbeit. Er KAUFT SICH DAS SPIEL!!!
Da zu argumentieren, dass der Spieleentwickler ja gar keine eigene Leistung mehr erbracht hätte und deswegen auch keinen Anteil bekommen sollte, ist sowas von lächerlich absurd, dass ich hier widersprechen musste.
Dann widersprich. Gerne. Schliesslich ist das hier ein Diskussionforum :)
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saxxon.de
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von saxxon.de »

Hahle hat geschrieben: Nur steht der Aufwand schlicht nicht im Verhältnis zum Gewinn. Die zusätzlichen Funktionen für die Steam-Plattform waren doch bereits fertiggestellt. Die zukünftigen Folgekosten also minimal. Und 25% für Server-Miete und Bandbreite scheinen mir sehr hoch zu sein.
Ist natürlich letztlich von den tatsächlichen Einnahmen abhängig. Ich würde da aber spätestens langfristig mind. mit mehreren tausend Dollar pro Tag rechnen, selbst noch bei 5%.
Man darf auch nicht vergessen, dass Steam eine große Userbasis mit weltweit zig Millionen Usern bereitstellt. Das verursacht Valve zwar keine Kosten (tut es zwar in Form von Traffic, etc., aber du weißt wie ich das meine), aber es dürfte nicht unüblich sein, sich dafür bezahlen zu lassen, eine so breite öffentliche Präsentation zu bieten. Ein Superbowl-Werbespot z.B. ist ja auch extrateuer weil er besonders viele Leute erreicht. Ich könnte mir vorstellen, dass sowas mit unter "Folgekosten", wenn auch sehr abstrakt, fällt. Ob man das gut oder schlecht findet sei mal dahingestellt, aber Sinn machen würde es schon, in diesem Kontext.
Zuletzt geändert von saxxon.de am 28.04.2015 12:59, insgesamt 2-mal geändert.
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Hahle hat geschrieben:Jojo, hab deinen Einwand dazu gestern schon gelesen.
Aber das ist ja eher eine Grundsatzfrage: "Welcher Gewinnanteil steht den einzelnen Mitarbeitern zu?"
Ja, aber eine, die nicht geführt wird, vom Kunden nicht, weil es ihm egal sein kann und vom Publisher nicht, weil das Thema für ihn bereits durch ist.
Die tatsächlichen Entwickler von Skyrim sind vor X Jahren für ihre Arbeit laut Vertrag bezahlt worden.
Diese Entwickler haben jetzt auch überhaupt nichts mit den Mods zu tun.
... Du siehst, die Medaille hat zwei Seiten.
Sogar drei. ;)
Mein Einwand bleibt allerdings bestehen. ;)
Nur steht der Aufwand schlicht nicht im Verhältnis zum Gewinn.
Ja, aber im Gegensatz zum Hause Bethesda existiert hier ein Aufwand.

Die Sache mit den Markenrechten habe ich gelesen, keine Sorge.
Das ist in der Tat sowas wie ein Argument.
Nur: Kann jemand nachweisen, dass Bethesda irgendwas in dieser Richtung getan hat? EULA geändert, offiziell das OK für das Verwenden von irgendwelchen Assets gegeben?
Sprich, irgendwas konkretes als über die bisher bereits existierende Duldung von Mods hinaus?
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saxxon.de
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von saxxon.de »

Wo ich gerade sehe, dass Benjamin hier mitliest: Das wäre doch mal ein Thema der Woche wert ;)
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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

saxxon.de hat geschrieben:Man darf auch nicht vergessen, dass Steam eine große Userbasis mit weltweit zig Millionen Usern bereitstellt. Das verursacht Valve zwar keine Kosten (tut es zwar, aber du weißt wie ich das meine), aber es dürfte nicht unüblich sein, sich dafür bezahlen zu lassen, eine so breite öffentliche Präsentation zu bieten. Ein Superbowl-Werbespot z.B. ist ja auch extrateuer weil er besonders viele Leute erreicht. Ich könnte mir vorstellen, dass sowas mit unter "Folgekosten", wenn auch sehr abstrakt, fällt. Ob man das gut oder schlecht findet sei mal dahingestellt, aber Sinn machen würde es schon.
Richtig. Denn Valve hat diese große Userbasis ja nicht einfach so aus dem hohlen Bauch heraus bekommen, sondern sich durch jahrelange Arbeit mit entsprechenden Investitionen "erarbeitet". Und im Gegensatz zu all den Fantastilliarden Usern, die kostenlose Web-Dienste wie Facebook und Co. gerne zur Bewertung anführen, sind das alles tatsächlich zahlende Kunden und keine bloßen "Kostenlos-Schmarotzer" :) Sogar all die Anmeldungen für F2P-Spiele bringen Geld, denn ich glaube nicht, dass ein F2P-Anbieter Valve nichts zahlen muss, dass er auf Steam gelistet wird, denn schliesslich werden die Spieldaten oft genug über die Steam-Infrastruktur verteilt.
Zuletzt geändert von Kajetan am 28.04.2015 13:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grmpfant
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Grmpfant »

Kajetan hat geschrieben:Bullshit. Diese Überlegungen führst Du im Idelafall nur EINMAL aus. Nämlich im Vorfeld der Entwicklung, wenn Du die Datenstruktur definierst. Dass davon Modder profitieren, keine Frage. Aber in erster Linie wird das gemacht, um sich selber das Leben leicht zu machen. Nachträglich wird da in der Regel nichts mehr gemacht. Der Entwickler hat nur dann nachträglichen Pflegeaufwand, wenn er seine krude Dateistruktur ändern will (wozu ihn niemand zwingt, weil Modder eben drumrum modden udn fluchen und kotzen, den Dev aber nicht zwingen können) oder wenn er explizit seine Tools und Engine lizensiert. Was eigentlich nur bei Engine-Lizensierern wie Epic und Co. der Fall ist, aber nicht nicht Feld-, Wald- und Wiesen-Publishern, die nur Spiele verkaufen wollen.
Das ist etwas einfach betrachtet. Die ganze Spiellogik, die Datenstrukturen, all das, was der Modder benutzt, benutzen auch die Entwickler selbst. Und die sind nicht in Stein gemeißelt. Im Gegenteil: die verändern sich konstant, und das bisweilen noch viel zu lange und viel zu knapp vor Release. Mods sind einfach eine weitere Verpflichtung, die Dir als Entwickler das Patchen von Bugs nachher schwerer macht. Zusätzlich zu solchen Kleinigkeiten wie "Mach die Savegames des Spielers nicht kaputt".

Aber ich stimme Dir zumindest in einem zu: wenn das Mod nach dem Patch nicht mehr geht, schreien nur wenige nach dem Hersteller. Wenn das Mod permanente Daten im Spielstand hinterlässt und dann der ganze Spielstand nicht mehr lesbar ist, gibt es schon wieder ganz anderes Geschrei. Das ist ne hochkomplexe Sache, bei der ich mir wünschen würde, dass Du da nicht mehr so einfach mit "Ach was" drüberbügelst. Genau *das* ist der große Hirnkrampf, den man hat, wenn es bereits Käufer des eigenen Spiels gibt. Mit Mods wird das Ganze einfach nochmal ein Stück komplizierter.
Kajetan hat geschrieben:Darüber kann man geteilter Meinung sein. Denn der Modder bezahlt doch den Entwickler/Publisher für die von Dir beschriebene Arbeit. Er KAUFT SICH DAS SPIEL!!!
Das ist aber nur ein Gewinn, wenn er das Spiel sonst NICHT gekauft hätte. Und das ist der Punkt, bei dem ich widerspreche: ja, Modder und Mod-Nutzer sind Käufer. Aber ein Gewinn sind sie nur, wenn sie ohne Mods NICHT gekauft hätten.

ARMA und DayZ sind bemerkenswerte Beispiele, wo das geklappt hat. Skyrim? Nun, zumindest Bethesda selbst behauptet, es wären Millionen an Mehrkosten gewesen. Ich glaube ihnen das.


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Sir Richfield hat geschrieben:Lächerlich absurd ist eher mit welcher Vehemenz du hier Entwickler mit Publisher verwechselst.
Wer ist denn Entwickler von Skyrim, und wer Publisher? Bethesda und - huch - Bethesda.
An der Lebenswirklichkeit, dass der Entwickler genau EIN MAL für seine Leistung an Spiel X bezahlt wird*, kommt du einfach nicht vorbei.
Willst Du *mir* gerade erzählen, wie mein Arbeitsalltag aussieht?

Was der Publisher und der Entwickler untereinander ausmachen, ist deren Verantwortung. Für den Endkunden, und damit auch für den Modder, der die ihm zur Verfügung gestellten Daten benutzt, ist das egal - er nutzt eine fremde Leistung. Die jetzt kleinzureden, weil der Lizenzgeber nicht mehr genau der Leistungserbringer ist, ist doch eine recht dünne Argumentation.

MrLetiso, vielleicht verstehen wir Grmpfant einfach nur falsch und er ist überzeugter Adobe Abonnent und freut sich schon auf ein Windos 10 Abo.
Die komischen Unterstellungen lassen wir mal, nich? Und ja, ich bin der Meinung, dass ich entweder die Bedingungen des Herstellers akzeptiere ODER sein Produkt nicht nutze. XOR, nicht OR. Der Abo-Kram gefällt mir nicht sonderlich, aber das ist nur eine persönliche Meinung. Man kann ja ganz simpel ausrechnen, nach welcher Zeitspanne sich Kauf und Miete aufheben.

Den Rest Deines Textes habe ich mal entfernt. Du scheinst das Thema recht persönlich zu nehmen.
Captain Obvious
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Captain Obvious »

Hafas hat geschrieben:
Captain Obvious hat geschrieben:[...] steht, 8% aller Skyrim Spieler haben mal ne Mod benutzt. War auch überrascht, hätte so mit 15-20% gerechnet.
Die Frage ist, wie Bethesda auf die 8% kommt.
Antwort: Man nimmt die beliebteste Mod aus dem Workshop, schaut wieviele Abonnenten das Spiel hat (800.000) und teilt es durch die Anzahl der Verkäufe (~10.000.000) et voila man kommt auf 8%.
Dabei wird gekonnt ignoriert, dass die meisten ihre Mods nicht vom Workshop beziehen, sondern in der Regel vom Nexus.
Skyrim hatte 8,5Mio verkaufte Einheiten vor dem Free Weekend, deine Rechnung kommt nicht hin.
Hafas
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Hafas »

saxxon.de hat geschrieben:
Hafas hat geschrieben:
Captain Obvious hat geschrieben:[...] steht, 8% aller Skyrim Spieler haben mal ne Mod benutzt. War auch überrascht, hätte so mit 15-20% gerechnet.
Die Frage ist, wie Bethesda auf die 8% kommt.
Antwort: Man nimmt die beliebteste Mod aus dem Workshop, schaut wieviele Abonnenten das Spiel hat (800.000) und teilt es durch die Anzahl der Verkäufe (~10.000.000) et voila man kommt auf 8%.
Dabei wird gekonnt ignoriert, dass die meisten ihre Mods nicht vom Workshop beziehen, sondern in der Regel vom Nexus.
Ist das eine Vermutung oder gibt's dazu auch eine Quelle?
Die 8% ist Vermutung, aber die Zahlen passen wie die Faust auf's Auge.
Dass Nexus beliebter ist, als der Workshop ist Fakt. Dazu muss man sich nur die Aufrufe der beliebtesten Mods anschauen: knapp 1.400.000 im Workshop und 2.600.000 im Nexus, dabei ist Pure Waters bei weitem nicht die beliebteste Mod im Nexus.
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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

Grmpfant hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Darüber kann man geteilter Meinung sein. Denn der Modder bezahlt doch den Entwickler/Publisher für die von Dir beschriebene Arbeit. Er KAUFT SICH DAS SPIEL!!!
Das ist aber nur ein Gewinn, wenn er das Spiel sonst NICHT gekauft hätte. Und das ist der Punkt, bei dem ich widerspreche: ja, Modder und Mod-Nutzer sind Käufer. Aber ein Gewinn sind sie nur, wenn sie ohne Mods NICHT gekauft hätten.

ARMA und DayZ sind bemerkenswerte Beispiele, wo das geklappt hat. Skyrim? Nun, zumindest Bethesda selbst behauptet, es wären Millionen an Mehrkosten gewesen. Ich glaube ihnen das.
Wenn Du Bethesda hier mit dieser Aussage glaubst, dann sei es so. Darauf kann ich nur wenig anderes sagen.
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kirghiz »

saxxon.de hat geschrieben:Wo ich gerade sehe, dass Benjamin hier mitliest: Das wäre doch mal ein Thema der Woche wert ;)
Bitte nicht. Im Prinzip läuft es hier sowieso immer auf das Selbe hinaus, wie in vielen Diskussionen hier (Konzerne sind böse, Kapitalismus ist böse), wobei der Ton sogar noch halbwegs zivilisiert ist, im Gegensatz zu den Steam Foren. Dafür haben die teilweise dazwischen auch mal tatsächlich interessantere Standpunkte, zb ob man grundsätzlich für Mods Geld verlangen darf, erinnerte mich an eine Diskussion von Künstlern ob "echte" Kunst was kosten darf.
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Grmpfant hat geschrieben:Wer ist denn Entwickler von Skyrim, und wer Publisher? Bethesda und - huch - Bethesda.
Ich sehe, du willst nicht verstehen.
An der Lebenswirklichkeit, dass der Entwickler genau EIN MAL für seine Leistung an Spiel X bezahlt wird*, kommt du einfach nicht vorbei.
Willst Du *mir* gerade erzählen, wie mein Arbeitsalltag aussieht?
Ich fürchte schon. Ich kann dir aber auch sagen, wie mein Arbeitsalltag als Contentersteller aussieht.
Hinweis: Ähnlich.
Die jetzt kleinzureden, weil der Lizenzgeber nicht mehr genau der Leistungserbringer ist, ist doch eine recht dünne Argumentation.
Das sehe ich anders, denn ich dachte, alle sind sich einig, dass man für LEISTUNG bezahlt werden soll.

Weshalb ich auch permanent die bisher unbeantwortete Frage stelle, für welche aktuell erbrachte Leistung Bethesda als Publisher (weil die Programmierer, Asset Ersteller, blablablahattenwirschon ja nix mehr bekommen werden) prozentual an zukünftigen Einnahmen der Modder beteiligt werden soll.
Mein anderer Argument, dass Bethesda nicht mal in rechtlichen Dingen irgendeinen Finger krumm gemacht hat, hat ja auch noch niemand widerlegt.
Stattdessen wird permanent versucht, die "Der Entwickler verdient ja auch was" Karte zu ziehen.
Tut er ja auch. Was kostet Skyrim im Moment so? Das verdient der Entwickler für seine Arbeit an Skyrim.
Den Rest Deines Textes habe ich mal entfernt. Du scheinst das Thema recht persönlich zu nehmen.
Scheinbar, ja. ;)
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Kirghiz hat geschrieben:Dafür haben die teilweise dazwischen auch mal tatsächlich interessantere Standpunkte, zb ob man grundsätzlich für Mods Geld verlangen darf, erinnerte mich an eine Diskussion von Künstlern ob "echte" Kunst was kosten darf.
Also zum einen ist das nicht wirklich in dem Kontext interessant, weil gesellschaftlich unbestritten.
"Echte" Kunst ist als Begriff schon absurd, jede Diskussion darüber ist verschwendet.

Interessant ist die Frage, ob ein Modder Geld für seine Arbeit verlangen darf, eigentlich nur für Anwälte.
Denn wenn du ein Geld nehmen möchtest, bist du sofort im kommerziellen (oder geschäftlichen, habe gerade vergessen, was bei Deutschen Gerichten die höhere Hürde ist) Bereich und somit in einem lustigen Minenfeld.

Sprich: Die Gesellschaft ist sich eigentlich einig, dass man für eigene Leistung bezahlt werden möchten darf, die aktuelle Gesetzeslage ist sich ebenso einig, dass man es als Modder tunlichst lassen sollte.
Kirghiz
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kirghiz »

Sir Richfield hat geschrieben:
Interessant ist die Frage, ob ein Modder Geld für seine Arbeit verlangen darf, eigentlich nur für Anwälte.
Denn wenn du ein Geld nehmen möchtest, bist du sofort im kommerziellen (oder geschäftlichen, habe gerade vergessen, was bei Deutschen Gerichten die höhere Hürde ist) Bereich und somit in einem lustigen Minenfeld.

Sprich: Die Gesellschaft ist sich eigentlich einig, dass man für eigene Leistung bezahlt werden möchten darf, die aktuelle Gesetzeslage ist sich ebenso einig, dass man es als Modder tunlichst lassen sollte.
Ich fands schon interessant, vor allem weil die Frage von einem, nach seinen Angaben, recht bekannten WC3 Modder aufgeworfen wurde. Wenn sich die Gesellschaft einig ist, warum gibt es Menschen die in diesem Punkt widesprechen? Naja, wenn wir mal diesen philosophischen Blödsinn auch weglassen ist deine Frage auch nicht so interessant für diejenigen die nicht in Deutschland leben.