Wir reden hier vom Jahre 1982 - da war der Gedanke, "möglichst viel Geld" mit Spielen für Heimcomputer zu verdienen, noch sehr utopisches Wunschdenken.Temeter hat geschrieben: EA ist gezielt mit dem Gedanken gegründet worden, möglichst viel Geld zu verdienen, weniger, um gute Spiele zu machen. Schließlich sind sie dann auch mit dem aufkaufen und ausbluten lassen von Entwicklern richtig berüchtigt geworden.
Zudem gehörte EA damals zu den besten und beliebtesten Firmen, für die man arbeiten konnte. Natürlich war EA auch ein Unternehmen und damit naturgemäß dazu bestimmt, Gewinn zu generieren. Aber die Implikation "Geld > Alles" lässt sich im Zusammenhang mit dem frühen EA nur schwerlich belegen. :wink:
Was war denn da, mal abgesehen von dem "Warhammer ohne Warhammer"-Gedönse? Oder meinst Du das? Das würd' ich auch nicht wirklich als "fragwürdig" bezeichnen.Temeter hat geschrieben:Blizzard hatte ebenfalls seine Momente, z.B. ist die Entstehungsgeschichte von Starcraft ziemlich fragwürdig, was man lediglich besser hinter geschlossenen Türen hielt.
Und hätte Wilson das nun in sein Statement einbauen sollen? Wäre doch echt kontraproduktiv, auch nur im Gerinsten auf die Wareznutzer einzugehen.Enthroned hat geschrieben:Musste irgendwie schmunzeln als ich den Artikel gelesen habe, denn im Grunde beklauen viele PC Spieler EA schon seit langem durch die Einkäufe von Keys oder gecrackter Software/Spiele.
Alles eine Frage der moralischen Integrität. Dir kann offensichtlich niemand verbieten, EA-Spiele zu kaufen und/oder zu spielen. Kritisieren kann das jedoch wiederum jeder. Tun ja auch viele mit allen möglichen Dingen. Die CoD-Herde, iPhone-"Konsumopfer", EA-Fanboys, was auch immer gerade aktuell ist.Enthroned hat geschrieben:Wieviele Spiele werden heute vorverurteilt, nur weil ein entsprechendes Label draufsteht. Für mich muss ein Spiel Spaß machen und wenn es das tut, dann ist alles in Ordnung. Wenn ich anschließend der Meinung bin weiteres Geld für mehr Spaß zu investieren, dann ist das allein meine Sache und niemand hat das Recht deshalb mit dem Finger auf mich zu zeigen. Habe ich kein Spaß am Spiel, dann war es halt ein Fehlkauf. Dennoch werde ich deshalb nicht aufhören Spielen offen gegenüber zu stehen und zukünftig wieder zugreifen.
Kannst Du nichts gegen machen. Also stehst Du da entweder drüber und bist Dir in Deiner Entscheidung sicher genug, um die Kritik missachten zu können oder es trifft vielleicht irgendwo einen Nerv bei Dir - dann wäre es u.U. angebracht, noch einmal über das eigene Konsumverhalten zu reflektieren.
Diese stur-liberale "Das ist meine Sache"-Denke birgt jedenfalls die Gefahr, sich niemals in irgendeiner Verantwortung zu wähnen..etwas, was einfach mal nicht den Tatsachen entspricht. Aber das nur anbei.
Im Übrigen: Ich vorverurteile in der Tat alles von EA, bis ich eines Besseren belehrt werde. Ich nenne das einfach nur "Vorsicht". Ich hab' meistens nichts gegen die Spiele an sich, sondern vielmehr gegen das, wofür sie stehen; woher sie kommen; was ich damit finanziell unterstütze. Würden sich mehr Menschen auf dieser Welt in mehr Belangen diese Fragen stellen, wäre die Welt vermutlich ein besserer Ort.
