Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfalt
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Zooler
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Das ist doch Quatsch. Ein Spiel ist ein Spiel. Was kein Spiel ist, ist etwas anderes. Ein AC3 wird immer ein Spiel bleiben. Oberbegriff ist hier Software. Und der erfasst bereits andere Formen, die dem Buch gleichwertig sein können.
Da brauchen wir keine neue Diskussion. Spiele werden nie dem Buch gleichwertig sein, egal welchen Inhalt sie haben. Andere Formen der Software, die multimediale Szenen enthalten, können das schon. Man braucht hier keine neuen Begriffe zu schöpfen.
Es besteht keine Notwendigkeit dafür, den Begriff Spiel neu zu definieren, weil es für die von Dir genannte virtuelle Interaktion bereits einen Begriff gibt: Software oder Programm.
Da brauchen wir keine neue Diskussion. Spiele werden nie dem Buch gleichwertig sein, egal welchen Inhalt sie haben. Andere Formen der Software, die multimediale Szenen enthalten, können das schon. Man braucht hier keine neuen Begriffe zu schöpfen.
Es besteht keine Notwendigkeit dafür, den Begriff Spiel neu zu definieren, weil es für die von Dir genannte virtuelle Interaktion bereits einen Begriff gibt: Software oder Programm.
- Tyrone Slothrop
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Klassischerweise lebt der Plot des Dramas ja vom erschrecken-an-sich-selbst (Katharsis). Was für ein Spaß. Multiple Perspektiven sollen doch in GTA V implementiert worden sein, oder? By the way: Warum sollte Django Unchained nicht auch ein gutes Spiel abgeben?
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Zooler
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Katharsis ist nicht das Erschrecken, sondern die Läuterung des eigenen Ichs anhand des Mitfühlens und der Selbstprojektion.
Django unchained gibt sicher ein gutes Spiel ab, aber wie wäre es denn Maischberger, the story of anvil, bowling for columbine, 7 Tage 7 Köpfe, Samstag nacht, das literarische Quartett. Als Spiel tauglich? Ja, wenn man ein Spielziel einführt aber als 1:1 Port vom Fernsehen....eben nicht.
Django unchained gibt sicher ein gutes Spiel ab, aber wie wäre es denn Maischberger, the story of anvil, bowling for columbine, 7 Tage 7 Köpfe, Samstag nacht, das literarische Quartett. Als Spiel tauglich? Ja, wenn man ein Spielziel einführt aber als 1:1 Port vom Fernsehen....eben nicht.
- Obelus
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Wenn dem so wäre, gäbe es hier im Forum (und auch überall sonst im Netz) nicht andauernd die Debatten um "Spiele" wie Dear Esther, Journey, Heavy Rain etc. Dann würde nicht ständig herumgeweint, was nun ein Spiel sei und was nicht. Und die Begriffe Software oder Programm sind ganz einfach nur grundsätzliche übergeordnete Termina für alles, was am Rechner nicht Hardware ist. Spiele sind sowohl Software, als auch Programme. Aber nicht jedes Programm ist ein Spiel und nicht jede Software ein Programm.Zooler hat geschrieben:...
Desweiteren enthalten von mir genannte Beispiele sowohl Inhalte spielerischer Art, als auch grenzüberschreitende Anteile, die mit dem Rahmen des Spiels bereits nicht mehr präzise abgesteckt sind, die sowohl Spiel, als auch Narration, Film, Kunst oder einfach nur Erfahrung jenseitig von Spielmechaniken und Gameplay beinhalten. Und darum geht es mir. Deine vereinfachende Auffassung greift nicht, wenn es darum geht, solche Spiele richtig zu erfassen. Sie sind halt mehr als nur Spiel.
- Tyrone Slothrop
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Sehe da keinen Widerspruch zu meiner Aussage. Ich bezieh mich übrigens auf den Altphilologen Prof. Dr. W. O. Schadewaldt. Der hat das so formuliert.Zooler hat geschrieben:Katharsis ist nicht das Erschrecken, sondern die Läuterung des eigenen Ichs anhand des Mitfühlens und der Selbstprojektion.
Abgesehen davon hat hier niemand einer 1:1 Umsetzung von Django Unchained das Wort geredet. Das Spiel muss seine eigenen Mittel ausschöpfen.
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Zooler
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Und wenn sie mehr sind als nur ein Spiel, sind sie kein Spiel mehr.
Laut verschiedener anerkannter Quellen (unter anderem Lexika) wird Software nicht nur als Gegenstück zur Hardware benutzt, sondern auf "Computerogramme" eingegrenzt. Natürlich gibt es auch den dokumentarischen Film bzw. das narrative Sachbuch. Die spielerische Lernsoftware ist halt kein Spiel im engeren Sinne mehr, niemand käme auf die Idee es so zu beschreiben. Und dieses Spiel ist nicht mit einem Buch vergleichbar.
Dear Esther ist kein Spiel, Heavy Rain schon. Die Differenzierung ist im Prinzip ganz einfach. Beschäftige ich mich mit etwas unter kompetetiven Gegebenheiten hauptsächlich deshalb, um damit ein vorgegebenes Ziel zu erreichen und ist die Möglichkeit des Scheiterns gegeben (Achtung: Spass ist nicht in die Definition miteinbezogen), ist es ein Spiel.
Beschäftige ich mich mit etwas, ohne unbedingt ein vorgegebenes Ziel erreichen zu müssen oder zu wollen ist es kein Spiel. Im Rahmen der zweiten Definition ist es irrelevant, ob spielerische Elemente enthalten sind.
Spiele sind sowohl Software, als auch Programme. Aber nicht jedes Programm ist ein Spiel und nicht jede Software ein Programm. hast du gesagt. Richtig. Nicht jedes Buch ist ein Abenteuerbuch oder ein Comic- Deshalb ist der Gegenbegriff von Buch in der EDV auch nicht Spiel. Aus diesem Grund wird ein "Spiel" einem Buch nicht gleichwert sein. Der übergeordnete Begriff kann das aber, weil er mehr umfasst als die Gattung "Spiel".
Laut verschiedener anerkannter Quellen (unter anderem Lexika) wird Software nicht nur als Gegenstück zur Hardware benutzt, sondern auf "Computerogramme" eingegrenzt. Natürlich gibt es auch den dokumentarischen Film bzw. das narrative Sachbuch. Die spielerische Lernsoftware ist halt kein Spiel im engeren Sinne mehr, niemand käme auf die Idee es so zu beschreiben. Und dieses Spiel ist nicht mit einem Buch vergleichbar.
Dear Esther ist kein Spiel, Heavy Rain schon. Die Differenzierung ist im Prinzip ganz einfach. Beschäftige ich mich mit etwas unter kompetetiven Gegebenheiten hauptsächlich deshalb, um damit ein vorgegebenes Ziel zu erreichen und ist die Möglichkeit des Scheiterns gegeben (Achtung: Spass ist nicht in die Definition miteinbezogen), ist es ein Spiel.
Beschäftige ich mich mit etwas, ohne unbedingt ein vorgegebenes Ziel erreichen zu müssen oder zu wollen ist es kein Spiel. Im Rahmen der zweiten Definition ist es irrelevant, ob spielerische Elemente enthalten sind.
Spiele sind sowohl Software, als auch Programme. Aber nicht jedes Programm ist ein Spiel und nicht jede Software ein Programm. hast du gesagt. Richtig. Nicht jedes Buch ist ein Abenteuerbuch oder ein Comic- Deshalb ist der Gegenbegriff von Buch in der EDV auch nicht Spiel. Aus diesem Grund wird ein "Spiel" einem Buch nicht gleichwert sein. Der übergeordnete Begriff kann das aber, weil er mehr umfasst als die Gattung "Spiel".
- brent
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Überarbeite die Definition, statt eine neue zu suchen. Sonst kannst du "Buch" auch gleich überarbeiten, das ist schließlich ein Informations- und kein Unterhaltungsmedium, "Fernsehen", das ist ein Unterhaltungs- und kein Werbemedium etc pp.Zooler hat geschrieben:Und wenn sie mehr sind als nur ein Spiel, sind sie kein Spiel mehr.
Viel Spaß.
- Tyrone Slothrop
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Das Spielziel wäre hier durchzukommen und seine Liebste am Ende in die Arme schließen zu dürfen. Deine Aneinanderreihung impliziert eine gewisse Geringschätzung von QT. Da haben sich die FAZ, SZ etc. jüngst noch ganz anders geäußert.Zooler hat geschrieben:Django unchained gibt sicher ein gutes Spiel ab, aber wie wäre es denn Maischberger, the story of anvil, bowling for columbine, 7 Tage 7 Köpfe, Samstag nacht, das literarische Quartett. Als Spiel tauglich? Ja, wenn man ein Spielziel einführt aber als 1:1 Port vom Fernsehen....eben nicht.
Wenn du mal kurz deine Lexika beiseite stellen wolltest: wie einfach ist die Läuterung denn zu haben?- Teiresias, Neo ... . Jedenfalls beschreibt dieses geläutert sein zumindest einen postpubertären Zustand.
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Zooler
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Wozu?
Ein Buch bleibt ein Buch, egal ob Abenteuer, Sachbuch etc. Nicht der Fernseher ist das Medium, sondern die Sendung, egal ob Film, Diskussion oder Show.
Nicht das Spiel ist das Medium, sondern die Software, egal ob Spiel, interaktiver Film, oder sonstwas.
Ein Buch bleibt ein Buch, egal ob Abenteuer, Sachbuch etc. Nicht der Fernseher ist das Medium, sondern die Sendung, egal ob Film, Diskussion oder Show.
Nicht das Spiel ist das Medium, sondern die Software, egal ob Spiel, interaktiver Film, oder sonstwas.
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Zooler
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
QT? Katharsis im Sinne antiker Tragödie oder a la Aristotheles...heutzutage nicht so einfach. Läuterung ist nicht abhängig vom Alter, in der Tat habe ich das Gefühl, dass Kinder dazu mehr in der Lage sind.Tyrone Slothrop hat geschrieben:Das Spielziel wäre hier durchzukommen und seine Liebste am Ende in die Arme schließen zu dürfen. Deine Aneinanderreihung impliziert eine gewisse Geringschätzung von QT. Da haben sich die FAZ, SZ etc. jüngst noch ganz anders geäußert.Zooler hat geschrieben:Django unchained gibt sicher ein gutes Spiel ab, aber wie wäre es denn Maischberger, the story of anvil, bowling for columbine, 7 Tage 7 Köpfe, Samstag nacht, das literarische Quartett. Als Spiel tauglich? Ja, wenn man ein Spielziel einführt aber als 1:1 Port vom Fernsehen....eben nicht.
Wenn du mal kurz deine Lexika beiseite stellen wolltest: wie einfach ist die Läuterung denn zu haben?- Teiresias, Neo ... . Jedenfalls beschreibt dieses geläutert sein zumindest einen postpubertären Zustand.
- Tyrone Slothrop
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
QT: Quentin Tarantino, der Regisseur von Django Unchained.
Er setzt Gewalt nicht aus Spaß an der Freud ein, wie seine Kritiker richtig bemerken.
Er setzt Gewalt nicht aus Spaß an der Freud ein, wie seine Kritiker richtig bemerken.
- Obelus
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Du missverstehst meine Argumente oder du willst nicht verstehen. Dieses penetrante beharren darauf, dass es "Spiel" sein MUß ist das Problem. Nicht, was ein Spiel ist, oder was keines ist. Was ist daran nicht zu verstehen?Zooler hat geschrieben:Und wenn sie mehr sind als nur ein Spiel, sind sie kein Spiel mehr.
Laut verschiedener anerkannter Quellen (unter anderem Lexika) wird Software nicht nur als Gegenstück zur Hardware benutzt, sondern auf "Computerogramme" eingegrenzt. Natürlich gibt es auch den dokumentarischen Film bzw. das narrative Sachbuch. Die spielerische Lernsoftware ist halt kein Spiel im engeren Sinne mehr, niemand käme auf die Idee es so zu beschreiben. Und dieses Spiel ist nicht mit einem Buch vergleichbar.
Dear Esther ist kein Spiel, Heavy Rain schon. Die Differenzierung ist im Prinzip ganz einfach. Beschäftige ich mich mit etwas unter kompetetiven Gegebenheiten hauptsächlich deshalb, um damit ein vorgegebenes Ziel zu erreichen und ist die Möglichkeit des Scheiterns gegeben (Achtung: Spass ist nicht in die Definition miteinbezogen), ist es ein Spiel.
Beschäftige ich mich mit etwas, ohne unbedingt ein vorgegebenes Ziel erreichen zu müssen oder zu wollen ist es kein Spiel. Im Rahmen der zweiten Definition ist es irrelevant, ob spielerische Elemente enthalten sind.
Spiele sind sowohl Software, als auch Programme. Aber nicht jedes Programm ist ein Spiel und nicht jede Software ein Programm. hast du gesagt. Richtig. Nicht jedes Buch ist ein Abenteuerbuch oder ein Comic- Deshalb ist der Gegenbegriff von Buch in der EDV auch nicht Spiel. Aus diesem Grund wird ein "Spiel" einem Buch nicht gleichwert sein. Der übergeordnete Begriff kann das aber, weil er mehr umfasst als die Gattung "Spiel".
Ich sage, für die Zukunft wird der Begriff einfach nicht mehr ausreichen. Und das begründe ich dadurch, in dem ich Programme nenne, die den Rahmen des Konzepts Spiel bereits sprengen, aber dennoch innerhalb dieses Rahmens geboren sind. Doch der Kern und Ursprung dieser Programme kommt immer noch vom Spiel, weshalb es einfacher wäre, den Namen an die neue Realität anzupassen. Denn wenn man einfach auf der Definition „Spiel“ beharrt und der Entwicklung nicht Tribut zollt, grenzt man alles aus, was zu weit vom Kern weg ist, wie etwa Dear Esther, was du ja nicht als Spiel siehst, das es ohne Spiele aber niemals gegeben hätte, und das mit einigen anderen zusammen das Potenzial hat, das „Spiel“ weit über das hinaus wachsen zu lassen, was der Terminus Spiel definiert.
Und in die Zukunft gedacht wird es immer mehr solcher Bastarde geben, die zwar noch mit einem Bein in der Spiele-Ecke stehen, aber mit den restlichen Gliedmaßen bereits zu den Sternen greifen und ein fettes Stück vom Kuchen der gesellschaftlichen Anerkennung abbeißen, während sie zur gleichen zeit allen ignoranten Kleingeistern in den Allerwetresten treten :wink: (nicht persönlich an dich gerichtet).
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SickMotion
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Tja, der Mann hat recht.
Ein Videospiel kann genauso ein Erlebnis sein wie ein gutes Buch, sogar besser als das, da es auch visuelle und akustische Informationen übermitteln kann. Ein Videospiel vereint Film, Buch und Musik, aber wird von der Gesellschaft nicht als gleichwertig anerkannt. Natürlich liegt das auch an den Entwicklern, aber der Begriff "Spiel" ist auch schon ein Problem.
Ich für meinen Teil stimme dem Mann zu und hoffe auch, das Videospiele in Zukunft von der Gesellschaft als gleichwertiges Medium zum Buch etc. anerkannt werden, die richtigen Titel vorrausgesetzt.
Ein Videospiel kann genauso ein Erlebnis sein wie ein gutes Buch, sogar besser als das, da es auch visuelle und akustische Informationen übermitteln kann. Ein Videospiel vereint Film, Buch und Musik, aber wird von der Gesellschaft nicht als gleichwertig anerkannt. Natürlich liegt das auch an den Entwicklern, aber der Begriff "Spiel" ist auch schon ein Problem.
Ich für meinen Teil stimme dem Mann zu und hoffe auch, das Videospiele in Zukunft von der Gesellschaft als gleichwertiges Medium zum Buch etc. anerkannt werden, die richtigen Titel vorrausgesetzt.
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AlastorD
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Wenn dem so wäre, würde das Buch seit erscheinen des Films ein Nischendasein fristen.SickMotion hat geschrieben:Tja, der Mann hat recht.
Ein Videospiel kann genauso ein Erlebnis sein wie ein gutes Buch, sogar besser als das, da es auch visuelle und akustische Informationen übermitteln kann. Ein Videospiel vereint Film, Buch und Musik, aber wird von der Gesellschaft nicht als gleichwertig anerkannt. Natürlich liegt das auch an den Entwicklern, aber der Begriff "Spiel" ist auch schon ein Problem.
Ich für meinen Teil stimme dem Mann zu und hoffe auch, das Videospiele in Zukunft von der Gesellschaft als gleichwertiges Medium zum Buch etc. anerkannt werden, die richtigen Titel vorrausgesetzt.
Nein, das Buch ist immer noch die Nummer eins wenn es ums erzählen gilt.
Das Spiel vereint nicht Film, Buch und Musik, sondern bedient sich lediglich daraus. Daran ist nichts verwerflich, wenn man es aber übertreibt verliert es höchstens seinen Eigenwert.
- Tyrone Slothrop
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Ulysses oder Zettel's Traum haben das geschriebene Wort durch das bzw. in dem sich der Künstler abbilden kann. Filme, z. Bsp. 2001 Odyssee, das gesprochene Wort, das bewegte Bild und Musik. Das Video-Spiel als narrative InteraktionssimulationFuchsmädchen hat geschrieben:Ich hoffe seit langer Zeit auf etwas, das es in Punkto Intelligenz, Vielschichtigkeit und Ideenreichtum tatsächlich mit anspruchsvoller Literatur aufnehmen könnte.
Ein Ulysses oder Infinite Jest unter den Spielen, gern auch etwas mit der trägen, dunklen Posie eines Independent People.
Sicherlich gibt es einige Spiele, gerade aus dem Indiebereich, die durchaus clever sind und zum Nachdenken anzuregen wissen, aber verglichen mit dem, zu dem mein Buchgeschmack tendiert, wirken auch diese Titel noch ziemlich tollpatschig.
Skyrim hat mich dazu veranlasst nach langer, langer Zeit wieder mal eine Nacht im Gras liegend die Sterne anzuschauen um verdammt noch mal nach ihnen zu greifen. Die Raum-Zeit Simulation in Skyrim, in der man sich frei und ziellos bewegen kann, hat schon was.
Warten wir also auf GTA V.
Zuletzt geändert von Tyrone Slothrop am 17.01.2013 22:59, insgesamt 1-mal geändert.
