BIGTEATIME hat geschrieben:...
Das kann ich nur unterschreiben!
Ich habe gestern eine interessante Diskussion mit einem Bekannten von mir geführt, über Apple und dessen Produkte...
Er hat sich gleich als Apple-Hasser Positioniert, worauf ich ihn nach seinen Gründen befragt habe.
Schlussendlich sind zwei Gründe herausgekommen, die ihn "stören"
1.) Mac OS kann man nicht auf einem nicht Apple Rechner installieren.
2.) Apple Rechner sind zu teuer.
Alles andere, was er als Grund vorgeschoben hatte, war entweder falsch (man könne auf einem Mac Book z.B. nicht die Festplatte wechseln oder man dürfe auf einem Mac nur Apple-Signierte Software ausführen) oder objektiv gesehen kein Alleinstellungsmerkmal, wie z.B. jährliche Produktzüklen (bei vielen Hardwareherstellern, wie Dell, Acer und Asus sind diese z.T. noch kürzer).
Anhand der herausgefunden Gründe, lässt sich auch deutlich erkennen, dass das Konzept von Apple einfach nicht richtig verstanden wurde.
Apple hat es sich zum Ziel gesetzt dem Endkunden ein möglichst Rundes und optimales Erlebnis zu bieten. Um dieses Erlebnis garantieren zu können beschränkt Apple ihr System auf die eigene Hardware, weil Apple sonst die Optimale Funktionalität nicht garantieren könnte, da egal aus welchem Grund ein Fehler im System passiert (wie z.B. bei Treibern von Drittherstellern oft der Fall), der Kunde den Nachteil hat, da er
a.) Nicht weiß woher der Fehler kommt (ohne genaue Kenntnisse zu haben)
b.) Für ihn in erster Linie der Systemhersteller schuld ist, egal was eigentlich geschehen war
c.) Apple kann dem Kunden nicht helfen, da es keinen Zugriff auf die Treiber von Drittherstellern hat
d.) Durch Fehler, von fahrlässigen Drittherstellern hervorgerufen, leidet die Kundenzufriedenheit stark
Um dies zu vermeiden, erlaubt Apple die Verwendung von Mac OS nur auf ihren eigenen Rechnern.
Dies ist auch der Grund warum Apple die strengen Kontrollen im App-Store eingeführt hat, um den Kunden vor Fehlerhafter / Schädlicher Software zu schützen (die Gewinnbeteiligung, ist natürlich ebenfalls ein Grund

). Durch den App-Store als Zentrale und einzige Bezugsquelle versucht Apple es auch dem Kunden so einfach wie nur möglich zu machen sich Software zu Beziehen. Davon Profitiert auch der Softwarehersteller, weil
a.) Der Kunde es recht einfach Software beziehen kann
b.) Durch Rezensionen die Hemmschwelle für den Kauf gesenkt wird
c.) Die Vertriebskosten und Werbekosten von Apple übernommen werden
d.) Man eine gute Entwicklungsumgebung, bei geringen Kosten, erhält
Darum ist das geschlossene System für den Kunden, wie auch für den Softwarehersteller nicht unbedingt ein Nachteil, sondern eher ein Vorteil, weil beide Seiten weniger Aufwand leisten müssen um eine Leistung zu beziehen, bzw. zu erstellen.
Der Kunde hat nur dann ein Nachteil von einem geschlossenen System, wenn er unbedingt Leistungen beziehen möchte, die von Apple nicht zugelassen sind oder gegen das Urheberrecht verstoßen. Für die Mehrheit der Kunden dürfte der Funktionsumfang des iOS völlig ausreichen, sodass sie Grenzen nicht bemerken, jedoch aber den Vorteil gegenüber einem offenen System, wie z.B. Linux / Android stärker wahrnehmen. Dies wird durch das exellente Zusammenspiel zwischen Hard und Software verstärkt (es gibt z.B. keine „Hänger“ oder „Ruckler“).
Wenn man also Argumente gegen diese Politik bringt, sollte man überlegen, ob der zusätzliche Nutzen aus einem offen System es wert ist auf den Komfort eines geschlossen Systems zu verzichten. Auch muss man bedenken, dass ein offenes System durch die Vielzahl an verschiedener Hardware nicht gewährleisten kann, dass die gewünschte Software (die z.T. mit hohem Suchaufwand erst gefunden werden muss) auch auf dem entsprechenden Gerät funktioniert. Daher ist der Entwicklungsaufwand, sollte ein möglichst breites Spektrum an Hardware unterstützt werden, entsprechend hoch. Dies ist unteranderem auch der Grund warum Apple einen deutlich höheren Softwaresupport von Drittherstellern erfährt als Andorid.
Zudem darf man bei der Preisgestaltung eines Android-Handys nicht vergessen, dass den Großteil der Entwicklungskosten von Google getragen werden und der Hardwarehersteller somit, aufgrund der nicht vorhandenen Lizenzkosten, seine Gerät, mit einer dem iPhone ähnlichen Hardware, zum günstigeren Preis anbieten kann.
Auch die Aussage Apple Hardware sei zu teuer seien konnte so nicht belegt werden, weil es kein vergleichbares Konkurrenzprodukt z.B. zu einem Mac Book Pro gibt.
Zumindest konnte mein Bekannter konnte nichts vergleichbares zu einem Mac Book Pro 13“ aus mid 2010 finden.
Wer es selber suchen möchte hier die Anforderungen:
Core 2 Duo 2,4 Ghz; 4GB DDR3; 500GB; WebCam; Micro; Sehr gutes LED Display; 10h Akkulaufzeit (laut Datenblatt); Ambientlightsensor (für automatische Helligkeitseinstellung); Tastaturbeleichtung; Gewicht -> max.2,4 Kg; 13 Zoll; Sehr leise; Zuverlässig; hochwertig verarbeitet; HDMI, DVI und VGA Ausgang; Multitouch Trackpad; Kein Plastik als Gehäuse; Akku muss nach 1000 Ladezüklen noch 80% der Leistung bieten können (Laut Datenblatt)
Preis: 1050 €
Viel Spaß beim suchen
Ich persönlich bin der Meinung, dass Apple im Moment exellente Produkte zu einem vertretbaren Preis produziert (auch wenn das Problem mit der Antenne bei dem iPhone 4 nicht akzeptabel ist, obwohl man diesen Fehler recht leicht durch den Wechsel von 3G auf Edge umgehen kann). Darum bin ich auch ein stolzer Besitzer eines Mac Book Pro und eines iPhone 4.
Wenn jemand der Meinung ist, dass Apples Produkte seine Anforderungen nicht erfüllen, ist dies verständlich und absolut vertretbar, schließlich hat jeder Mensch eigene Wünsche und Vorstellungen.
Jedoch sich dann hinzustellen und zu sagen, dass man Apple hasse und, dass die Käufer von apples Produkten geistig benachteiligt seien ist inakzeptabel und spricht von einer sehr beschränkten Sichtweise. Wenn man zudem der Meinung ist, dass „böse“ oder „schlecht“ sei man dieses Unternehmen meiden sollte oder gar „hassen“, dann erwarte ich rationale und sachlich richtige (d.h. die Eigenschaften der Firmenpolitik und der Produkte sollten schon richtig beschrieben werden) Argumente, die diese Haltung belegen.
Bisher konnte mir kein Apple „Hasser“ solche Argumente entgegenbringen. Zudem spricht die hohe Zufriedenheit, bei apples Produkten für deren Firmenpolitik, statt dagegen.
Außerdem ist der Support von Apple ebenfalls sehr Kundenfreundlich und schnell, einen so guten Support habe ich persönlich noch nie erlebt.
Alles in allem bleibt es jedem überlassen welche Hardware er von welchem Hersteller bezieht, eine Spaltung in Schwarz / Weiß ist überflüssig und schadet nur, sowohl den Streitpartnern, als auch Unbeteiligten (durch Voruhrteile z.B.).
PS: Zur Info über meine Person:
Ich habe sowohl mit Linux (ubuntu, opensuse, fedora), wie auch Windows (95-7) und jetzt auch Mac OS benutzt. Von diesen drei Systemen sagt mir privat Mac OS am besten zu, da es „einfach funktioniert“ ohne hohen administrativen Aufwand. Windows setzte ich hingegen inzwischen ausschließlich zum PC-Spiele spielen (ich habe einen recht guten Gaming-PC). Linux ist für mich privat nahezu unbrauchbar, weil sowohl Windows als Mac OS die von mir gestellten Anforderungen besser / angenehmer erfüllen.
Auf der Arbeit muss ich Windows einsetzen, da dieses System perfekt auf die Unternehmenswelt zugeschnitten ist und als (angehender) IT-Consultant man einfach damit umgehen können muss
Mac OS z.B. würde ich (zumindest im jetzigen Zustand) nicht in Unternehmen einsetzen, da es einfach die grundliegenden Anforderungen nicht erfüllt (siehe Einbindung in Windows AD mit Gruppenrichtlinien).
Und Linux ist prädestiniert für Server.