Metal King Slime hat geschrieben:
Welche Alternative hat mal als Abgehängter denn? Die Wähler von Trump und der AFD setzen sehr wohl ein Zeichen, und zwar das wenn keine Politik für sie gemacht wird, es halt wiederlich wird, und das sollte man hier in Deutschland aus der Wahl in den USA lernen. Macht mal wieder Politik für den Arbeiter, gebt doch mal den Leiharbeitern mehr Rechte die auch durchsetzbar sind, und dabei gucke ich in die Richtung der sogenannten Sozialdemokraten. Die Idioten sind halt nicht nur die Wähler dieser Parteien, sondern auch die Politiker die sich um diese Menschen einen feuchten Kehricht scheren.
Es wird ja oft Merkel für den Aufstieg der AFD verantwortlich gemacht. Was aber nicht stimmt. Wenn man sich anschaut, was AFD-Wähler bewegt und dass AFD-Wähler mit großer Mehrheit ganz genau wissen, dass diese Partei natürlich auch nur aus einem Haufen von Totalversagern besteht, die nichts reissen werden ... da spielt viel, sehr viel über Jahre angestauter Frust mit rein. Für den als Posterboy unser Ex-Kanzler Schröder und seine SPD-Mitstreiter stehen. Und zwar nicht, weil ich prinzipiell keine roten Socken mag, sondern weil Schröder mit der Agenda2010 alles an sozialdemokratischen Werten aufgegeben hat und es niemanden mehr gab, der Globalisierung auch für Arbeiter und Angestellte gestaltet hat. Die SPD ist seit damals keine Alternative zur CDU mehr, sie wird vollkommen zu Recht als Teil des ganzen undurchschaubaren Breis wahrgenommen.
Und deswegen wird auch Herr Scholz nichts reissen, solange er diesen Teil der SPD-Geschichte nicht endlich klar und deutlich beerdigt und die SPD wieder zur "Partei des kleinen Mannes" macht, endlich mit der Links-Partei zusammenarbeitet, anstatt dass wir die Auswahl zwischen vier verschiedenen Parteien für Besserverdienende haben.
Wie kann man die AFD marginalisieren? In dem man die Früchte der Globalisierung allen zur Verfügung stellt und nicht nur einigen wenigen.
Und so allgemein: Ich finde es gut, dass es die AFD gibt. Nicht, weil ich ihr thematisch zustimme, sondern weil sie zeigt, dass unsere Demokratie funktioniert. Es findet politische Willensbildung statt, Frust wird im Rahmen der politischen Strukturen abgebildet, anstatt dass man sich vollkommen vom System abwendet. Schaut man sich die Wahlbeteiligung bei US-Wahlen an ... das ist dort schon lange keine Demokratie mehr. Nicht nur, weil sich Republikaner und Demokraten effektiv nicht viel geben, sondern weil es auf Grund des Wahlsystemes eigentlich total sinnlos ist etwas anderes als die zu wählen, die eh ständig an der Regierung sind.