Temeter hat geschrieben:
Die Sache ist halt, du unterstützt immer noch Steam, welches nahezu ein Monopol besitzt.
Ich nutze auch Gog, das mich nicht mit irgendwelchem Platformzeug gängelt.
Was soll ich sonst nutzen, ausser Steam? Es gibt keine Konkurrenz die mich anspricht. Origin, Uplay und Co, sind aktuell reine DRM-Platformen, die obendrein auch nur hauseigene Spiele anbieten. Damit kann ich schlicht rein gar nichts anfangen. Die nerven in diesem Zustand nur. Mag sein, dass Steam auch mal so war und auch erst groß werden musste.
Aber JETZT ist Steam nunmal schon groß, da hats neue halbgare Konkurrenz eben schwer. Da muss man dann halt vom Start weg mehr leisten können.
Wenn ich jetzt nen kleinen Onlinestore aufmache, der nur Gartenzubehör anbietet, dann bestellen viele Leute trotzdem weiter bei Amazon, auch wenn mein Store preislich mithalten kann, oder sogar ein paar Euro günstiger wäre, weil sie das was mein Store anbietet dort auch kriegen (oder nicht unbedingt brauchen), vorallem, weil sie da völlig Gartenzubehörfremde Artikel auch gleich mitbestellen können.
Da hat Amazon auch das Quasimonopol, aber die tausend anderen kleinen Stores, können halt nicht mithalten und/oder lohnen sich für mich schlicht nicht.
Temeter hat geschrieben:
Natürlich wollen Konkurrenten etwas von dem Geld und der Kontrolle ab, da führt schlichtweg kein Weg herum.
Das ist mir schon klar, dass die ihre Kohle abhaben wollen. Nur der Markt sieht halt etwas anders aus. Wer meine Kohle haben will, der muss mir schon einen Mehrwert bieten. Mit nur-DRM und nur hauseigenen Spielen, ohne sonstige Leistungen bin ich da weit von einem Mehrwert entfernt.
Und auch will ich die soziale Komponente nicht auf mehrere Dienste aufsplitten.
Whatsapp ist toll. Warum? Weils fast alle nutzen! Threema ist scheiße. Warum? Weils kaum jemand nutzt, obwohl es technisch besser wäre (oder zumindest mal war).
Die PC-Platformen sind noch schlimmer, die bieten mir nicht nur keinen Mehrwert, sondern die verursachen bei mir noch zusätzlichen "Aufwand", weil ich mich um mehrere Platformen kümmern muss.
Bringt halt alles nichts, und so bricht man auch kein Monopol auf und kriegt letztendlich auch nur Krümel ab, statt ein ganzes Stück.
Genaugenommen, wenn man da ein Monopol verhindern wollen würde, dann müsste man das staatlich (oder besser weltumfassend) regulieren, also wirtschaftlich neutral. So wie Telefon/Internet. Wenn es da keine staatliche Regulierung nach der Privatiserung gegeben hätte, wüsstest du jetzt auch nicht, ob du bei einem Anruf bei deinem Nachbarn gar nichts zahlst, oder ob du 5€/min zahlst, weil der vielleicht schlicht nur einen anderen Anbieter hat, oder du könntest ihn gar nicht anrufen, weil er einen anderen Anbieter hat.
Klar gibt es viele Anbieter und alle wollen ein maximalgroßes Stück abhaben, das geht aber genau dagegen, was die Kunden haben wollen. Der logische Menschenverstand spricht halt leider genau dagegen, sowas auf mehrere Anbieter zu splitten, ich will das alles in einem haben, wie beim Telefon, da muss ich mich auch nicht drum kümmern, wen ich anrufe, wo der vielleicht wohnt, oder gar noch wissen, welchen Anbieter der hat. Da muss ich maximal unterscheiden können, ob das Festnetz oder Mobilfunk ist.