Mögliche Gründe für die Einstellung von Guitar Hero

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Moggle
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Beitrag von Moggle »

Ich finde es sehr schade, dass die Serie nicht weiter fortgesetzt wird. Hab sehr gerne mit meiner Gitarre den Feierabendrocker gemimt... ;-)
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Wurmjunge
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Beitrag von Wurmjunge »

karaokefreak! hat geschrieben:
Wurmjunge hat geschrieben: Ein Interresse für Videospiele an sich schien mir in diesem "Milieu" aber immer die deutliche Ausnahme zu sein. Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen, muß aber zugeben, daß ich ehrlich überrascht wäre, sollten Musik-Videospiele bei "fortgeschrittenen" Instrumental-Artisten tatsächlich so beliebt sein.
Wo nimmst du denn die annahme her? Weiß nicht mehr mehr genau, aber entweder der Bassist oder der Rhythmusgitarrist von Bad Religion ist bekannt dafür, ein meister in "Blades of Steel" auf dem NES zu sein und lässt sich noch heute Konsolen in den Tourbus installieren. Durch ihn hat BR drei Songs zu Rock Band zugesteuert.

Wöchentlich erscheinen zwischen 40 und 50 Songs im "Rock Band Network". Die werden alle FREIWILLIG und Selbsttätig von Musikern und Studios reingestellt. Da geht es natürlich auch um Kohle, aber das klingt nicht gerade nach Ablehnung des Spielprinzips. DIe musik deiner Band könnte da übrigens auch stehen...

Die jährliche "Warped Tour" wird im Backstage-Bereich von Harmonix ausgestattet (zumindest wars in den letzten drei Jahren so), sprich da spielen Bands, die eben auf der Bühne standen, hinten zur Entspannung Rock Band... naja, nicht alle, gibt auch genug Leute, die damit nix anfangen können. Nichts desto Trotz ein bekannter wie beliebter Backstage-Act.

Ist also nicht so schwarz weiss, wie dur vorher angenommen hast.
Wobei der aktuelle Schub ja von der Pro-Gitarre von Rock Band 3kommt, da sie sich mit sechs Saiten wie eine ganz normale E-Gitarre spielt.
Siehe hier:http://www.thomann.de/de/fender_squier_ ... roller.htm

Soviel zum Thema es gäbe nix neues und es wäre immer dasselbe... Harmonix hat letzten Oktober das Genre komkplett aufn Kopf gestellt, aber die wenigsten haben davon etwas mitbekommen. Wobei - das 2 Oktaven-Keyboard verkauft sich sogar weit besser als die Gitarre (die man übrigens nach Tabulatur spielt)

Hab meine Strat für das Spiel auch vor n paar Tagen bei Thomann bestellt *grins* .
Hmm, nun ja meine Annahme kam daher, daß ich selbst eben einige Profimusiker persönlich kenne, die durchweg mit Computerspielen einfach mal gar nix am Hut haben, zugegebenermaßen sind die aber alle älteren Semesters, so ab 40 aufwärts, und entsprechen wahrscheinlich allein damit schon gar nicht mehr der Zielgruppe für Musikspiele.


BadReligion ist allerdings ein interressantes Stichwort, denn zufälligerweise hatte ich selbst die Gelegenheit (zusammen mit meinem Vater), 1993 oder 94 nach einem Konzert in Leipzig, zusammen mit dem Sänger und dem Gitarristen in dem von dir erwähnten Tourbus zu sitzen und einem Gespräch zwischen den Beiden und meinem Vater zu lauschen. Auf das Vorhandensein von Spielkonsolen habe ich damals nicht geachtet, aber was mir damals auffiel, abgesehen vom ausgesprochen sympathischen Auftreten der Beiden, und mich irgendwie auch ein bißchen enttäuscht hat, war die extreme Professionalität, welche die Herren Punkrocker an den Tag legten.

Du sagst es selbst, es geht auch ums Geld. Es gibt bestimmt kaum eine bessere Art der Werbung um Plattenverkäufe anzukurbeln als mit einem gut gemachten Musikspiel. Was meine eigene Musik betrifft - meine BadReligion-Platten hat jetzt alle mein Bruder, ich habs mehr so mit Jazz-Krams, unmöglich DAMIT Geld zu verdienen 8) .


Ich denke jedenfalls, und das leite ich von meinen ganz persönlichen Erfahrungen ab, daß man sehr leicht unterschätzt, was eigentlich dazugehört, irgendein "Handwerk" zu erlernen und einen permanenten Lernprozess bis hin zum Weltklasseniveau aufrechtzuerhalten.

Ich kanns mir einfach nicht vorstellen, daß ein PabloPicasso sich beim Malen nach Zahlen entspannt.

Beim Profifußballer kann ich es noch am ehesten glauben, daß er in seiner knapp bemessenen Freizeit auch mal sein virtuelles Ego über den Platz rennen läßt, für so einen hochkonzentrierten FormelEins-Fahrer aber dürfte es schon schwieriger werden, beim Autorennspiel so richtig abzuschalten. Ich sag ja nicht daß die keinen Spaß dran hätten, aber ich denke, je höher der Einsatz ist den man für eine Sache aufbringt, umso kleiner wird der Teil an Zeit den man noch für andere Dinge übrig hat.

Und häufig scheinen die Leute ja zur Entspannung Dinge zu tun, die in irgendeiner Weise in Kontrast zu ihrer beruflichen Tätigkeit stehen. So schien es mir zumindest bisher zu sein.

Es ist aber auf keinen Fall so, daß ich Musikspiele grundsätzlich ablehne, im Gegenteil sehe ich ein enormes Potenzial für die "Musikerziehung", als Hilfsmittel für den Praktischen Unterricht könnten Spiele die auf die Beherrschung eines realen Instruments hinzielen, den veralteten Lehrmethoden an den Konservatorien so richtig eins in den verknöcherten Allerwertesten geben. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.
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karaokefreak!
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Beitrag von karaokefreak! »

Wurmjunge hat geschrieben:


Du sagst es selbst, es geht auch ums Geld. Es gibt bestimmt kaum eine bessere Art der Werbung um Plattenverkäufe anzukurbeln als mit einem gut gemachten Musikspiel. Was meine eigene Musik betrifft - meine BadReligion-Platten hat jetzt alle mein Bruder, ich habs mehr so mit Jazz-Krams, unmöglich DAMIT Geld zu verdienen 8) .


Ich denke jedenfalls, und das leite ich von meinen ganz persönlichen Erfahrungen ab, daß man sehr leicht unterschätzt, was eigentlich dazugehört, irgendein "Handwerk" zu erlernen und einen permanenten Lernprozess bis hin zum Weltklasseniveau aufrechtzuerhalten.

Ich kanns mir einfach nicht vorstellen, daß ein PabloPicasso sich beim Malen nach Zahlen entspannt.

Beim Profifußballer kann ich es noch am ehesten glauben, daß er in seiner knapp bemessenen Freizeit auch mal sein virtuelles Ego über den Platz rennen läßt, für so einen hochkonzentrierten FormelEins-Fahrer aber dürfte es schon schwieriger werden, beim Autorennspiel so richtig abzuschalten. Ich sag ja nicht daß die keinen Spaß dran hätten, aber ich denke, je höher der Einsatz ist den man für eine Sache aufbringt, umso kleiner wird der Teil an Zeit den man noch für andere Dinge übrig hat.

Und häufig scheinen die Leute ja zur Entspannung Dinge zu tun, die in irgendeiner Weise in Kontrast zu ihrer beruflichen Tätigkeit stehen. So schien es mir zumindest bisher zu sein.

Es ist aber auf keinen Fall so, daß ich Musikspiele grundsätzlich ablehne, im Gegenteil sehe ich ein enormes Potenzial für die "Musikerziehung", als Hilfsmittel für den Praktischen Unterricht könnten Spiele die auf die Beherrschung eines realen Instruments hinzielen, den veralteten Lehrmethoden an den Konservatorien so richtig eins in den verknöcherten Allerwertesten geben. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.
Keine Angst, bei mir rennst du damit offene Türen ein. Sowohl was das "Handwerk auf Weltniveau" angeht, als auch dein Vergleich mit Picasso.

Dennoch darfst du nicht von Dir auf andere schließen. Wie ich schon sagte, es ist halt nicht schwarz weiß, sprich ich kann mir selbst nicht vorstellen, dass irgendein profimusiker sich so sehr in ein Musikspiel vertieft, dass er Profi-Niveau erreicht. Das sit aber auch nicht nötig, weil es auch den "normalo" Käufern oft nur um eine entspannende Beschäftigung geht.

Rush hat zum Beispiel mal Promo für Rock band gemacht (über ein Video) und da sah man den (mittlerweile doch stark gealterten) Jungs an, dass sie es keinesfalls ausführlich genossen haben, sondern eher mit der Spielmechanik "kämpften" , weil sie die vereinfachten Noten nicht nachvollziehen konnten.

Im Kontrast dazu steht allerdings der Backstage Bereich der Warped Tour, in dem sich Musiker durchaus den Spaß geben. Dave Mustaine von megaDeth hat einen Song nur für GH 6 geschrieben - wobei ich das für Blödsinn und musikalische Onanie halte, einen Song mit möglichst vielen Noten zu schreiben, nur damit Musik-Gamer viele Knpfchen drücken können - du siehst, selbst ich ziehe eine Grenze zwischen "sinnvoll" und "Blödsinn" in diesem Bereich. Und einigen Profi-Musikern dürfte es ähnlich gehen.

Dazu sollte man auch beachten, dass es eben unterschiedliche Musikspiele gibt. Guitar Hero war mehr Spiel als Musik, Rock Band ist mehr Musik als Spiel - das sieht man auch an der Unterstützung durch einige Bands wie z.B. The Who, die sogar für Rock band ihre verschollenen Masters zusammengesucht haben - aus Überzeugung.

Zudem erkennen auch einige Musiker den pädagogischen Wert solcher Spiele. Musikpädagoge Carl Orff hätte sich über solche Spiele gefreut, weil sie genau seiner Auffassung entsprachen (Thema notenloses Musizieren, Emotionskanalisierung über Musik usw.).

Wie gesagt, es ist halt nicht alles schwarz weiß und auch Musiker haben unterschiedliche Ansätze, an Musik und / oder Videospiele heranzutreten.
Gerade Rock band 3 halte ich persönlich für sehr fortschrittlich. Es ist das erste Musikspiel, mit dem man tatsächlich etwas handfestes lernen kann - ein musikalischer Wolf im Schafspelz eines harmlosen Videospiels, der einem Musiktheorie und Praxis an der echten E-Gitarre spielerisch einbrennt und mit so lächerlichen Sachen wie Highscores motiviert. Dabei solltest du vielleicht auch beachten, dass nicht jeder Musiker den Anspruch hat, Top-Niveau zu erreichen. Für manche genügt auch einfach nur der Spaß am Musizieren.

Wie bei mir. Ich kenne Jazz-Regeln durch Musiktheorie, kann dir also auf dem Papier zerlegen, wie wo wann dritte Umkehrungen , Blue notes und freie Pentatonik ihren Platz haben. Aber es wäre mir viel zu anstrengend, das praktisch "in Echtzeit" umzusetzen. Ich hör gern BeBop und Hardbop, aber ich glaube ich wäre nie in der Lage, sowas zu spielen. Jazz ist mir abseits der Theorie meist zu hoch. ....nuja, immerhin bekomm ich "The A-Train" super gesungen, inklusive improvisiertem Schluss a la Fitzgerald, wenn auch garantiert nicht auf gleichem Niveau. Für mich ist wichtiger, Musik zu fühlen. Und da seh ich halt einige Parallelen bei Musikspielen, was auch der Grund ist, warum ich sie genieße - sie vermitteln das Gefühl der Musik .. ich sag ja, Orff hätte sich gefreut *grins*

also nix für ungut. Musiker ist nicht gleich Musiker und nicht jeder lehnt etwas ab, weil er den professionelleren "echten" Teil beherrscht.
Nebenbei: Die Drums bei solchen Spielen kommen sehr nah an reale Drums heran (siehe zum beispiel Rock band 3 - da darf man seine ganz normalen E-Drums per MIDI-Adapter anschließen). Das neue Keyboard von Rock band 3 nutzt zwar keine Notenschrift, aber authentische Notenzuweisung, und die neue E-Gitarre ist schlichtweg eine echte E-Gitarre. Der Schritt zum eigenen Musizieren ist da nicht weit, und wenns nur 3-Akkord-Schrammelpunk ist.

Die 5-Knopf Gitarre habe ich dank dieser Entwicklung seit nicht ganz einem Jahr in der Ecke stehen lassen. Die reizt mich kein Stück mehr und war schon immer nur ein Placebo. Aber auch dieses Genre entwickelt sich weiter.

Schau dir mal dieses Video ab Zeitindex 2:57 an und achte auf die keyboardspur ganz rechts - wer das spielen kann, hat definitiv Talent

http://www.youtube.com/watch?v=sNBEaBhUfZw
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Wurmjunge
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Beitrag von Wurmjunge »

@karaokefreak!

interressantes Video, ich muß ehrlich zugeben, daß sich tatsächlich meine grundsätzliche Einstellung diesem Genre gegenüber deutlich geändert hat, danke dir für den inspirierenden Gedankenaustausch :winkhi:
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karaokefreak!
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Beitrag von karaokefreak! »

Freut mich! :!:
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ruffygx
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Beitrag von ruffygx »

tadL hat geschrieben:Ehm EA hat mehr Teile rausgebracht. Du vergisst auch noch eins. BF war einfach so scheisse das sie es erstmal auf Eis gelegt haben und mit einer Neuauflage Medal of Honor CoD angreifen wollten. Das sie damit natürlich hart gefloppt sind und MoH kaput gemacht haben geht irgendwie wieder komplett unter...nebenbei kann man somit MoH zum Versuch CoD zu schlagen hinzuzählen. Also müsste man noch mindestens einen MoH Teil dazu zählen...

Nebenbei hasst du unter anderem:
The Road to Rome
Secret Weapons of WW
vergessen. Womit wir bei 10:10 wären. Wenn du schon bei CoD Addons zu einem Teil mitzählst dann doch bitte auch bei BF. Hinzu kommt dann die Verarsche Battlefield 1942 World War II Anthology. Also bitte wenn du schon aufzählst dann alles und richtig. Nebenbei ist deine Zählung somit einfach falsch. Falls du ein EA Fanboy ist muss ich dich ernsthaft fragen "wieso?" sie sind kein stück besser als Activision. Beide Firmen haben eigentlich nur ein Studio das Qualität liefert und beide Fangen mit "B" an. Die Verschwörungstheorien können von mir aus beginnen. Illuminatis?

Zum Thema:
Mal ernsthaft, GuitarHero und Co sind doch einfach daran gescheitert weil es immer das selbe wahr. Neue Titel bringen nicht neuen Content irgendwie. Hätte man das ganze über einen Onlinestore direkt gemacht bzw ein Plugin eingeführt das man eigene Titel einbinden kann BZW es geschafft hätte das die Musikindustrie ihre Presswerke so modifizieren das sie CD´s mit dem Label "GuitarHero" usw kompatibel auzustatten hätte man eher einen Mehrwert für sich und vor allem für das Genre geschaffen. So hätte man zwar das Problem gehabt das man keine Hardware / neue Spiele rausbringen könnte aber würde durch Lizensen Geld einnehmen. Das Spiel hat es halt zur WCG geschafft, das muss man sich erstmal geben. Spieler aus der ganzen Welt reisen an um gegeneinander darin anzutreten. Nur hat man es dann falsch umgesetzt.
EA-FANBOY??? Hör auf mich zu beleidigen. Ein paar kleine Fehler bei der Aufzählung können jedem passieren. WENN dann bin ich NINTENDO-FANBOY, da hat EA mit den schlechten Portierungen so oder so verkackt.
Gut, dass ich jetzt eine Wii UND eine PS3 habe^^