Hahaha, mr archer! Kommentar des Monats für mich, besser kann man es nicht beschreiben - großartig!mr archer hat geschrieben:Serious stuff. Musik zum Hören in der Küche beim Auskochen der Schädel, die man nachts auf seinen Streifzügen durch die Stadt von dem ganzen Rest befreit hat, der noch unten an ihnen dran baumelte.
Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
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- Wurmjunge
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Schliesse mich anWurmjunge hat geschrieben:Hahaha, mr archer! Kommentar des Monats für mich, besser kann man es nicht beschreiben - großartig!mr archer hat geschrieben:Serious stuff. Musik zum Hören in der Küche beim Auskochen der Schädel, die man nachts auf seinen Streifzügen durch die Stadt von dem ganzen Rest befreit hat, der noch unten an ihnen dran baumelte.
- an_druid
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Findest du wirklich, dass es auf meinem Text zutrifft? Das war weder zum Trollen gedacht noch mich selbst in irgend einer Form über zu ordnen. Du nimmst das schon ziemlich ernst oder? Also wenn ich es anderst formuliert hätte, würde ich auch sagen " es war so gut, dass es in den Geschichtsunterricht gehört", ein Spruch eben!Temeter hat geschrieben:..an_druid hat geschrieben:Ich finde das sollte man in Schulen als Lernpflichtprogramm einführen, damit die nächste Generation überhaupt realisiert was eigentlich einen Shooter ausmachen sollte. Ich werde für einen Augenblick verträumt, wenn ich daran denken muss, dass man früher so manch Spiele mit glänzenden Augen völlig selbstlos und gierig empfing.
..
Ich finde den Kontrast nur interessant, wie im Forum oft insbesondere Jugendliche spöttisch belächelt werden, die locker die nötige Fantasie für solche Spiele aufbringen können, während die eigenen frühen Spieleerfahrungen mit geradezu religiöser Überzeugung übernommen werden, als würde man nicht einmal die Idee von Nostalgie auch nur anerkennen. Mit der eigentlichen Qualität der Spiele hat das wenig zu tun.
Bei allem Respekt aber jetzt ist mal wirklich gut, den spätestens jetzt solltet ihr euch ganz dringend an die eigene Nase fassen. Diese Selbstdarstellung ist eine ganz schön überspannte Unterstellung.Temeter hat geschrieben:Most indeedlyKajetan hat geschrieben:Hat es auch nicht. Man merkt das schon bei Kindern, wo sich erfahrene und altersweise 7-jährige herablassend über die "Babies" äussern, die gerade erst frisch in den Kindergarten gekommen sind. Sprich, ich bin besser als Du, weil meine Eltern eine Nacht früher gepoppt haben als Deine!!!Temeter hat geschrieben:Mit der eigentlichen Qualität der Spiele hat das wenig zu tun.
Ich wollt ein wenig flaxen und schon kriege ich sowas reingepumpt "Hallo" gehts eigentlich noch??
Nur weil ich indirekt sage, dass einige Qualitäten nicht mehr übernommen wurden, binn ich so was wie ein Nasehoch?? was zum ??..
Zuletzt geändert von an_druid am 13.12.2013 02:00, insgesamt 1-mal geändert.
- Skippofiler22
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Herzlichen Glückwunsch zum Spiel, das man jetzt frei, wenn man 18 Jahre alt ist, sich gegen ein paar Kröten im Internet herunterladen kann. Vorher konnte man das nur kaufen, wenn man hinter dem Verkäufer hergegangen ist und er es aus dem Lager geholt hat. Gott sei dank, hat unsere "Merkel-GmbH" noch so was wie ein "Herz für Spieler".
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Was meinst du, warum ich einen Smiley hinter meine erste Aussage gepackt habe? Natürlich war das nicht ganz ernst gemeint, ich komme ja nicht für einen Flamewar in den Thread. :wink:an_druid hat geschrieben:Findest du wirklich, dass es auf meinem Text zutrifft? Das war weder zum Trollen gedacht noch mich selbst in irgend einer Form über zu ordnen. Du nimmst das schon ziemlich ernst oder? Also wenn ich es anderst formuliert hätte, würde ich auch sagen " es war so gut, dass es in den Geschichtsunterricht gehört", ein Spruch eben!
Bei der zweiten Aussage habe ich von der Allgemeinheit gesprochen, wegen der mir unter anderem dein Kommentar ein witzig vorkam. Doom wird gerne mal zu einem monumentalen Meisterwerk hochstilisiert, obwohl es im Kern einfach nur ein simpler Shooter ist (und war), in dem die durchschnittliche intellektuelle Höchstleistung darin besteht, Farbkodierte Karten zu durchschauen.
- mr archer
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Also da möchte ich doch mal dezent einen Widerspruch anmelden. Doom ist sehr wohl ein zeitloses Meisterwerk. Warum? Weil dieser Titel wie nur sehr wenige andere seines Genres eine perfekte Balance erzielt, die man noch heute sofort spürt. Deswegen ist es auch ganz egal, dass Doom grafisch heute steinzeitlich wirkt. Spielerisch ist dieser Titel nicht tot zu bekommen, weil er das, was er möchte, zur Perfektion getrieben hat. Die Intellektualität dieses Spieles liegt in seiner perfekten Abstimmung von Leveldesign, Gegnerplatzierung und -stärke und sich damit verbindenden steigenden Schwierigkeitsgrad. Bis heute merkt man an jeder Ecke, wie viel Zeit die id-Leute damals darauf verwendet haben, hier alles mit großer Präzision aufeinander abzustimmen. Wie in einem extrem guten Jahrgang eines lang zurück liegenden Sommers. Man kann noch Jahrzehnte später eine Flasche aus dem Keller holen. Wenn man sie entkorkt, ist es, als wären nur Augenblicke seit damals verflogen.Temeter hat geschrieben:Doom wird gerne mal zu einem monumentalen Meisterwerk hochstilisiert, obwohl es im Kern einfach nur ein simpler Shooter ist (und war), in dem die durchschnittliche intellektuelle Höchstleistung darin besteht, Farbkodierte Karten zu durchschauen.
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maho76
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
nicht zu vergessen das es DER shooter ist, der erste (echte) seiner art, und seitdem alles was danach kam von diesem abstammt. damit ist der Lobgesang durchaus berechtigt, zumal es gerademal eine Handvoll Nachfolger geschafft haben an das pacing & spieldesignniveau heranzukommen. heutige "shooter" sind davon meilenweit weg und erinnern eher an "Moorhuhn meets Dragons lair".
- Kajetan
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Neinmaho76 hat geschrieben:nicht zu vergessen das es DER shooter ist, der erste (echte) seiner art ...
Davor gab es bereits (ebenfalls von id) Wolfenstein 3D und Catacomb Abyss 3D, die alle bereits die zentralen Gameplay-Elemente enthielten. Und davor gab es noch Hovertank und Midimaze. Doom ist nicht erste (echte) Shooter.
Doom ist nur der einflußreichste Shooter aller Zeiten, weil er in seiner Perfektion diesem Genre zum Durchbruch verholfen hat. Vor Doom gab es halt so komische Shareware-Ballerspiele. Nach Doom war die Spielewelt eine andere.
- Temeter
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Aber nur, wenn man den Wein bereits damals gekostet hat :wink:mr archer hat geschrieben:Wenn man sie entkorkt, ist es, als wären nur Augenblicke seit damals verflogen.
Genau darum geht es doch, um Perspektive. Momentan sitze ich sogar an Brutal Doom, weil es immer noch eine Menge Shooterelemente bietet, die man mittlerweile vernachlässigt. Da es sich ganz auf deine Fähigkeiten und Aufmerksamkeit verlässt, ist das Ding sogar einfacher als so manches zufallbasiertes Spiel - Battlefield 4 Netcode lässt grüßen
Heute sehe ich darin einen grundsoliden Shooter - was für sich schon eindrucksvoll ist, wenn man das Alter des Spiels beachtet. Extrem simpel und ohne nennenswerte Schwächen. Vielleicht ein Meilenstein, ganz sicher zeitlos, aber bei einem Meisterwerk würde ich schon etwas mehr erwarten. Mir fehlt das Gefühl, etwas großartiges zu spielen.
- mr archer
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Wie gesagt, ich bin da anderer Meinung. Doom ist wie ein romanischer Dom. Es passt nicht mehr in die Zeit. Aber wenn man es betritt, versteht man instinktiv, was die Leute damals bei seinem Anblick begeistert hat.Temeter hat geschrieben:Aber nur, wenn man den Wein bereits damals gekostet hat :wink:mr archer hat geschrieben:Wenn man sie entkorkt, ist es, als wären nur Augenblicke seit damals verflogen.
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Das soll nicht arrogant klingen, aber kannst du das überhaupt beurteilen? Ich vermute doch mal, dass du Doom ebenfalls zu seiner Zeit gespielt hast, oder? Es ist eine ganz andere Frage, was man aus rein aktueller Perspektive in dem Spiel erkennt. Man kann vielleicht verstehen, warum das Spiel für die damalige Spielerschaft beeindruckend war, und die handwerkliche und technische Leistung im Kontext respektieren. Ein Meisterwerk muss allerdings für sich eine zeitlose Meisterleistung repräsentieren, nicht nur unter bestimmten Umständen. Bis jetzt ist da noch kein Spiel auch nur nahe gekommen, dass ich bis jetzt gespielt hätte.mr archer hat geschrieben:Wie gesagt, ich bin da anderer Meinung. Doom ist wie ein romanischer Dom. Es passt nicht mehr in die Zeit. Aber wenn man es betritt, versteht man instinktiv, was die Leute damals bei seinem Anblick begeistert hat.
- Kajetan
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Du redest hier nicht von einem Meisterwerk, sondern von Deinem ganz persönlichen, perfekten Spiel. Zwei Paar Schuhe!Temeter hat geschrieben:Ein Meisterwerk muss allerdings für sich eine zeitlose Meisterleistung repräsentieren, nicht nur unter bestimmten Umständen. Bis jetzt ist da noch kein Spiel auch nur nahe gekommen, dass ich bis jetzt gespielt hätte.
Ich halte z.B. den Mailänder Dom für DEN Ausdruck großbürgerlichen schlechten Gewissen schlechthin, wo die Mailänder Kaufleute dachten, sie können sich mit viel Geld von ihren Sünden freikaufen. Aber wenn man drinnen steht und diese unglaublichen Glasarbeiten betrachtet, kann man nur von einem künstlerischen und handwerklichen Meisterwerk sprechen. Der Dom als solcher, das Gebäude an sich, ist soooo beeindruckend nicht. Es sind nur die Glasarbeiten, die es rausreissen. Was aus dem Mailänder Dom nicht den perfekten Dom, aber ein Meisterwerk macht.
- mr archer
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Well, bei Doom bin ich Zeitgenosse, das stimmt. Allerdings habe ich mehr als genug Klassiker der 90er, die damals aus unterschiedlichen Gründen an mir vorbei gegangen sind, erst in letzter Zeit GOG sei Dank nachgeholt. Und auch da bin ich durchaus in der Lage, bei ausreichender Qualität quasi im Nachhinein in ergebene Duldungsstarre zu verfallen - eben weil ich mich offensichtlich einem Genre-Meisterwerk gegenüber sehe. Außerdem habe ich in den letzten zwanzig Jahren derartig viele FPS gespielt, dass ich mir da in aller Bescheidenheit doch ein Urteil zutraue. Und ja, Doom 1 kommt da noch immer locker in die Top 3.Temeter hat geschrieben:Das soll nicht arrogant klingen, aber kannst du das überhaupt beurteilen? Ich vermute doch mal, dass du Doom ebenfalls zu seiner Zeit gespielt hast, oder? Es ist eine ganz andere Frage, was man aus rein aktueller Perspektive in dem Spiel erkennt. Man kann vielleicht verstehen, warum das Spiel für die damalige Spielerschaft beeindruckend war, und die handwerkliche und technische Leistung im Kontext respektieren. Ein Meisterwerk muss allerdings für sich eine zeitlose Meisterleistung repräsentieren, nicht nur unter bestimmten Umständen. Bis jetzt ist da noch kein Spiel auch nur nahe gekommen, dass ich bis jetzt gespielt hätte.mr archer hat geschrieben:Wie gesagt, ich bin da anderer Meinung. Doom ist wie ein romanischer Dom. Es passt nicht mehr in die Zeit. Aber wenn man es betritt, versteht man instinktiv, was die Leute damals bei seinem Anblick begeistert hat.
Hier im Regal neben mir stehen ein paar Bände aus dem Spirit-Archiv von Will Eisner. Da bin ich wahrlich auch kein Zeitgenosse. Aber trotzdem ehrfürchtig.
- Temeter
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Nein, schließlich geht es nicht um Perfektion, was eine völlig absurde Forderung in Sachen Kunst wäre.Kajetan hat geschrieben:Du redest hier nicht von einem Meisterwerk, sondern von Deinem ganz persönlichen, perfekten Spiel. Zwei Paar Schuhe!
Doom ist in erster Linie ein Fun-Shooter. Es soll Spaß machen, das Spiel versucht sich nicht einmal an einem größeren Anspruch. Allerdings ist es auch in Sachen Spaß kein lebensveränderndes Erlebnis, sondern wird von späteren Spielen sowohl in Sachen Shootermechanik, Rätseln, und Leveldesign übertrumpft.
Jep, aber die Glasarbeiten sind nach 500 Jahren immer noch eindrucksvoll - wobei davon leider nur ein Fenster die Zeit überdauert hat. Während Doom nach 20 Jahren aktuell lediglich ein gutes (oder sogar sehr gutes?) Spiel wäre, selbst wenn man technische Defizite ignoriert.Ich halte z.B. den Mailänder Dom für DEN Ausdruck großbürgerlichen schlechten Gewissen schlechthin, wo die Mailänder Kaufleute dachten, sie können sich mit viel Geld von ihren Sünden freikaufen. Aber wenn man drinnen steht und diese unglaublichen Glasarbeiten betrachtet, kann man nur von einem künstlerischen und handwerklichen Meisterwerk sprechen. Der Dom als solcher, das Gebäude an sich, ist soooo beeindruckend nicht. Es sind nur die Glasarbeiten, die es rausreissen. Was aus dem Mailänder Dom nicht den perfekten Dom, aber ein Meisterwerk macht.
Ich denke genau da ist der Knackpunkt, bei dem wir verschiedener Meinung sind. Diese Top 3 der Shooter - würde es dich stören die mitzuteilen, ich suche immer nach guten Shooternmr archer hat geschrieben:Außerdem habe ich in den letzten zwanzig Jahren derartig viele FPS gespielt, dass ich mir da in aller Bescheidenheit doch ein Urteil zutraue. Und ja, Doom 1 kommt da noch immer locker in die Top 3.
- mr archer
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Re: Doom: Feiert heute seinen 20. Geburtstag
Meine persönliche Top 3:Temeter hat geschrieben:Ich denke genau da ist der Knackpunkt, bei dem wir verschiedener Meinung sind. Diese Top 3 der Shooter - würde es dich stören die mitzuteilen, ich suche immer nach guten Shootern :D - müssten, da wir zeitliche Maßstäbe ignorieren, allesamt Meisterwerke sein, um mit Doom mitzuhalten. Oder was meinst du dazu?mr archer hat geschrieben:Außerdem habe ich in den letzten zwanzig Jahren derartig viele FPS gespielt, dass ich mir da in aller Bescheidenheit doch ein Urteil zutraue. Und ja, Doom 1 kommt da noch immer locker in die Top 3.
No one lives forever 1
Doom 1
Painkiller
Wobei Platz 3 bei mir nicht ganz fix ist. Wenn man eine Top 5 draus machte, wären da für mich noch F.E.A.R. 1 sowie S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl zu nennen, zwischen denen die Platzvergabe etwas changiert.
Trotzdem kann man sich unter Genrefreunden sicherlich darauf einigen, das unabhängig von der Reihenfolge alle genannten fünf Titel Meilensteine des Genres und Meisterwerke sind.
