Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

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Wulgaru
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Wulgaru »

Sindri hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Du scheinst ja anzuerkennen das es möglich ist über Bücher (was auch Medien sind) wie die Bibel und die Tora Werte vermittelt zu bekommen. Ich verstehe nicht ganz warum du darauf bestehst das andere Medien seien es Bücher, Zeitungen, Filme, Serien oder Spiele diese Fähigkeit nicht besitzen. Wodurch unterscheiden sie sich von den von dir genannten religiösen Texten?
Sie dürfen diese Fähigkeit nicht besitzen. Jeder Mensch der ihnen diese Macht zuspricht begiebt sich auf einen gefährlichen Pfad. Denn Medien können vom Staat oder von der Industrie manipuliert werden.
Religiöse Texte sind in einer Zeit enstanden in denen man den Menschen Werte vermitteln musste. Später hat man diese Werte nach belieben geändert um die Menschen besser manipulieren zu können.

Nun, hier haben wir dann doch plötzlich einen ganz anderen Sachverhalt. Das es möglicherweise schlecht ist das sie diese Fähigkeiten besitzen, bedeutet nicht das sie es nicht tun. Und wie gesagt, wenn du siehst das es religiöse Texte in der Vergangenheit haben, bedeutet das rein logisch gedacht das es auch heutzutage Medien gibt die diese Fähigkeit besitzen.

Natürlich werden wir von Medien beeinflusst und zwar von allem was wir jemals konsumiert haben. Das geschieht nicht mit dem Fingerschnips sondern schleichend und vieles was man konsumiert ist auch unwichtig oder wird wieder vergessen. Aber genauso wie du als Kind Sachen von deinen Eltern lernst, unbewusst und bewusst, funktioniert das eben auch mit den Medien.
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Dominius
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Geeeeeeeeeeeeeeez

Beitrag von Dominius »

Sindri hat geschrieben: Einfach falsch sagen reicht nicht. Bring mir Argumente. Jetzt muss ich Soziologie studiert haben um sowas elementares zu wissen? lächerlich...
[...] Weder Medien noch Bücher vermitteln dir Werte. Die einzigen Bücher, die dir Werte vermitteln nennen sich Bibel, Koran, Tora etc.
Du kannst nicht einfach irgendwelche pseudowissenschaftliche, pseudo-soziologischen Behauptungen aufstellen und dann deine Meinung (mehr ist es ja nicht) als "Elementarwissen" verkaufen, das funktioniert so nicht.

Ich habe Soziologie nicht studiert, aber selbstverständlich sind Medien Sozialisationsinstanzen und können auch Werte vermitteln, das ist sowas wie Soziologie-Grundkurs. Und ja, das lässt sich ohne Soziologiestudium nicht tiefer analysieren. (Zugegebenermaßen hatte ich ein paar soziologische Seminare.)
Sindri hat geschrieben:Der Faschismus hat per se nichts mit Rassismus zu tun aber egal. Sie können wunderbar zusammen funktionieren aber der Faschismus ist primär die ideologisierung der Bevölkerung.
[...] Weil ideologisch geführter Kampf gegen andere Meinungen und politische Ansichten. Es wurden keine Juden verfolgt, sondern anders denkende.

Es gibt nicht viele Faschismustheorien. Es gibt nur eine Definition und das ist die, die ich dir gerade erklärt habe. Wenn man nicht mal davon eine Ahnung hat, na dann gute Nacht...
Lol. Nein, es gibt unterschiedliche Faschismustheorien und unterschiedliche Defintionen. Versuch bitte nicht mir als Politikwissenschaftler (muha, Autoritätsargument) zu erklären, welche Faschismusdefinitionen es gibt.

"Ideologisierung" der Bevölkerung ist viel zu vage und zu allgemein, um als Wesensmerkmal faschistischer Systeme zu gelten.

P.S.: Ich mag mich ja gerne auf Diskussionen einlassen. Aber zu versuchen, mich auf meinen Fachgebieten zu belehren, ist tendenziell immer eine schlechte Idee. Zumal ich durchaus in der Lage bin, in diesen Gebieten mangelndes Wissen zu erkennen.
Plor
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Plor »

Unc13Fu hat geschrieben:
Plor hat geschrieben: "DIe linksextremen Spinner von der Antifa, die gegen die Rechten demonstrieren, sind genau so schlimm wie die rechtsextremen Spinner, die Asylunterkünfte anzünden"-Bullshit.
Die wildgewordenen Antifanten, die Polizeiwagen mit Insassen anzünden, Polizisten mit Steinen etc. attackieren usw. (siehe z.B. Ausschreitungen bei EZB Eröffnung in Frankfurt) sind genauso schlimm!!
NEIN, sind sie nicht. Man kann gerne über amoralisches Verhalten der Antifa diskutieren, insbesondere, wenn es um Gewalt gegen Polizisten geht. Aber abgesehen davon: Brennende Autos, Widerstand gegen die Staatsgewalt und anarchistische Theorien sind etwas vollkommen anderes als brennende bewohnte (!) Asylunterkünfte, Gewalt gegen Menschen nur wegen ihrer Herkunft und ein ideologisches Gedankengebäude, das die Gleichwertigkeit aller Menschen nicht anerkennt und damit Ausgrenzung, Unterdrückung und Gewalt bereits als weltanschaulichen Kern besitzt.
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Unc13Fu
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Unc13Fu »

Plor hat geschrieben:, Gewalt gegen Menschen nur wegen ihrer Herkunft und ein ideologisches Gedankengebäude, das die Gleichwertigkeit aller Menschen nicht anerkennt und damit Ausgrenzung, Unterdrückung und Gewalt bereits als weltanschaulichen Kern besitzt.
Du entlarvst dich selber. Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer Herkunft ist nicht mehr oder weniger schlimm als Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer (legitimen) Berufswahl.
Im übrigen ist es für das Opfer relativ irrelevant, ob es attackiert wird weil mir seine Hautfarbe nicht gefällt, oder weil mir seine Uniform nicht gefällt.
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mr archer
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von mr archer »

Sindri hat geschrieben: Wenn aber Medien anfangen uns Werte zu vermitteln haben wir ein gesellschaftliches Problem.
Pardon - aber das ist schlicht und ergreifend Schwachsinn.

War auch wieder nicht eloquent, ich weiß.
billy coen 80
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von billy coen 80 »

Plor hat geschrieben: Manchmal ist eben die vermeintliche Mitte nicht unbedingt die vernünftige Position zwischen zwei Extremen und manchmal gibt es einfach eine Seite, die so bescheuert ist, dass die, die sich mit aller Kraft gegen diese Seite stellen, eher im recht sind als die vermeintlich so rationale Mitte.
Und so schafft man es, sich permanent für jegliche weitere Diskussion zu disqualifizieren...

Würdest du nicht, deine verquere Ideologie wie ein Brett vorm Kopf vor dir hertragend, durchs Leben gehen, wäre dir die Crux an diesem geistigen Dünnschiss, den auch schon ein anderer User hier vom Stapel ließ, während er auch über so Dinge wie "gesellschaftliche Konditionierung" redete (bei welchen Gruppierungen hat man das bloß schon mal gehört???), bekannt.

Wer, außer deinen ebenso stark indoktrinierten Gesinnungsgenossen sagt dir denn, dass deine Seite die richtige und gute ist? Und die sind gewiss die schlechtestmöglichen Berater. Ob du es glaubst oder nicht, deine Gegenseite nimmt das alles nämlich genauso wahr, nur eben mit verändertem Vorzeichen.

Nur weil einen Neonazis ankotzen, muss man sich nicht auf die Seite von Linksextremen stellen, die letztlich doch nur mit den gleichen Steinen nach allem schmeißen, was ihnen nicht in den Kram passt.

Du bist leider dermaßen von einer Ideologie vereinnahmt, dass es völlig müßig ist, noch weiter mit dir zu kommunizieren. Mit dir über dieses Thema zu reden, ist genauso sinnvoll, als würde man sich mit einem Rechtsradikalen über Zuwanderungspolitik unterhalten. Selbst in dem hier teilzitierten Beitrag hast du nichts als Grütze hervorbringen können, garniert mit gewohnter Eindimensionalität.

Du hast hier unter anderem Scipione nahegelegt, mal den eigenen Standpunkt zu hinterfragen, dabei gehörst du hier zweifellos zu den Leuten, denen man mal eine ordentliche Portion Selbstreflexion nur dringendst ans Herz legen muss. Auch wenn ich mir der diesbezüglichen Aussichtslosigkeit im Klaren bin, denn du klingst hier einfach nur noch wie ein Ideologiezombie, der sich mehr schlecht als recht in Demagogie versucht.

Schade drum; einfach schade... :cry:
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mr archer
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von mr archer »

Ui, das ist eine heiße Kontroverse. Mal ein nicht wenig kontroverser Artikel hierzu:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/chaot ... 82378.html

Ich tendiere mit Blick auf Berlin-Friedrichshain dazu, hier zuzustimmen. Hätte es die Antifa hier in den 1990ern nicht gegeben, hätten hier die Faschos den Fuß in die Tür bekommen, wie bis weit in die 2000er im benachbarten Lichtenberg. Mit der Folge, dass es dort neben Faschos nix anderes mehr gab in den Kneipen.

Man kann über die Antifa viel schimpfen - aber das sie Stadtteile zu rassistischen No-go-Areas macht, kann man nun wirklich nicht behaupten. Das passiert nur in Gegenden, wo Faschos die Oberhand gewinnen. Die Zahl der Städte, in denen sich keiner den Typen entgegengestellt hat und wo in Folge dessen heute gar nix Buntes mehr existiert, ist leider Legion.

Edit: Und das bleibt mein einziger Beitrag hierzu. Das ist nämlich inzwischen nun wirklich o.t.
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Sindri
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Re: Geeeeeeeeeeeeeeez

Beitrag von Sindri »

Dominius hat geschrieben: Du kannst nicht einfach irgendwelche pseudowissenschaftliche, pseudo-soziologischen Behauptungen aufstellen und dann deine Meinung (mehr ist es ja nicht) als "Elementarwissen" verkaufen, das funktioniert so nicht.

Ich habe Soziologie nicht studiert, aber selbstverständlich sind Medien Sozialisationsinstanzen und können auch Werte vermitteln, das ist sowas wie Soziologie-Grundkurs. Und ja, das lässt sich ohne Soziologiestudium nicht tiefer analysieren. (Zugegebenermaßen hatte ich ein paar soziologische Seminare.)
Achso man muss ersmal 1-2 Soziologie Seminare besuchen und erkennen, daß wir ein riesen Problem in unserer Gesellschaft habe, weil es in Spielen sexistisch dargestellte Charaktere gibt. Sehr witzig.
Dominius hat geschrieben: Lol. Nein, es gibt unterschiedliche Faschismustheorien und unterschiedliche Defintionen. Versuch bitte nicht mir als Politikwissenschaftler (muha, Autoritätsargument) zu erklären, welche Faschismusdefinitionen es gibt.
Was bist du denn jetzt? Soziologie-Student, Politikwissenschaftler? Faschismus ist eine ideologische Diktatur.
Dominius hat geschrieben: "Ideologisierung" der Bevölkerung ist viel zu vage und zu allgemein, um als Wesensmerkmal faschistischer Systeme zu gelten.
Äh, doch? Faschistische Diktaturen haben ihre Blütezeit während des Kalten Krieges gehabt und der war ein rein ideologisch geführter Kampf zwischen Kommunismus(Ideologie) und Kapitalismus(während des Kalten Krieges ideologisiert).
Dominius hat geschrieben: P.S.: Ich mag mich ja gerne auf Diskussionen einlassen. Aber zu versuchen, mich auf meinen Fachgebieten zu belehren, ist tendenziell immer eine schlechte Idee. Zumal ich durchaus in der Lage bin, in diesen Gebieten mangelndes Wissen zu erkennen.
Deine Fachgebiete? Haha, komisch im Internet hat jeder ein Fachgebiet, ist Spieleprogrammierer, Fussball-Trainer. Danke aber das reicht mir mit dir. :lol: *meinfachgebiet* *soziologiestudent* *politikwissenschaftler* :mrgreen:

zu geil :lol:

mr archer hat geschrieben:Pardon - aber das ist schlicht und ergreifend Schwachsinn.

War auch wieder nicht eloquent, ich weiß.
Meine Meinung. Muss du nicht verstehen.
CritsJumper
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von CritsJumper »

Sindri hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Du scheinst ja anzuerkennen das es möglich ist über Bücher (was auch Medien sind) wie die Bibel und die Tora Werte vermittelt zu bekommen. Ich verstehe nicht ganz warum du darauf bestehst das andere Medien seien es Bücher, Zeitungen, Filme, Serien oder Spiele diese Fähigkeit nicht besitzen. Wodurch unterscheiden sie sich von den von dir genannten religiösen Texten?
Sie dürfen diese Fähigkeit nicht besitzen. Jeder Mensch der ihnen diese Macht zuspricht begiebt sich auf einen gefährlichen Pfad. Denn Medien können vom Staat oder von der Industrie manipuliert werden.
Religiöse Texte sind in einer Zeit enstanden in denen man den Menschen Werte vermitteln musste. Später hat man diese Werte nach belieben geändert um die Menschen besser manipulieren zu können.
Ich empfehle dir: Marshall McLuhan "Das Medium ist die Botschaft"

Wahrscheinlich befürchtest du das richtige aber... man kann diese Fähigkeit einem Medium, ganz egal welchem. Nicht abspreche. Denn es existiert alles nur im Auge des Betrachters. Auch heute werden "Werte nach belieben geändert.." ganz offensichtlich, weil man es braucht, weil es neu interpretiert wird mit neuen Erkenntnissen, aber auch weil der Betrachter, der Mensch, seine Position oder Perspektive veränderte.
Kya
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Kya »

Plor hat geschrieben:
Unc13Fu hat geschrieben:
Plor hat geschrieben: "DIe linksextremen Spinner von der Antifa, die gegen die Rechten demonstrieren, sind genau so schlimm wie die rechtsextremen Spinner, die Asylunterkünfte anzünden"-Bullshit.
Die wildgewordenen Antifanten, die Polizeiwagen mit Insassen anzünden, Polizisten mit Steinen etc. attackieren usw. (siehe z.B. Ausschreitungen bei EZB Eröffnung in Frankfurt) sind genauso schlimm!!
NEIN, sind sie nicht. Man kann gerne über amoralisches Verhalten der Antifa diskutieren, insbesondere, wenn es um Gewalt gegen Polizisten geht. Aber abgesehen davon: Brennende Autos, Widerstand gegen die Staatsgewalt und anarchistische Theorien sind etwas vollkommen anderes als brennende bewohnte (!) Asylunterkünfte, Gewalt gegen Menschen nur wegen ihrer Herkunft und ein ideologisches Gedankengebäude, das die Gleichwertigkeit aller Menschen nicht anerkennt und damit Ausgrenzung, Unterdrückung und Gewalt bereits als weltanschaulichen Kern besitzt.
Das ist beides einfach nur scheiße - ob im brennenden Haus oder brennenden Auto.
Deine schwarz-weiß Denke ist echt nicht mehr schön.
Komm mal aus Deinem gedanklichen Elfenbeinturm raus.
Plor
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Plor »

Letzter Beitrag zu dem Off-Topic-Thema (bin btw. weder bei einer Antifa-Gruppe, noch würde ich mich dem linksextrem Spektrum zurechnen):

Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen linksextremistischen und rechtsextremen Gewalttaten:
- Zum einen werden weitaus mehr politisch motvierte Tötungen von rechtsextremer als von linksextremer Seite verübt.
- Zum Zweiten unterscheiden sich die Kontexte politisch motivierter Gewalt von rechts und links ganz erheblich. Während linksextrem motivierte Gewalt primär im Kontext von Demonstrationen stattfindet, meistens aus der Masse heraus, findet rechtsextreme Gewalt viel öfter direkt personenbezogen statt, in einem zivilen Kontext. Die wahrscheinlichkeit außerhalb eines Demo-Zusammenhangs Opfer einer rechtsextrem motivierten Gewalttat zu werden ist deutlich höher als Opfer einer linksextrem motivierten Gewalttat.
- Ferner werden in Statistiken zu linksextrem motivierten Gewalttaten auch Delikte gegen Objekte (Autos, Läden etc.) gezählt, bei denen kein Personenschaden zu erwarten ist.
Noch mal: Das soll keine Legitimation linksextremer Gewalt sein. Gewalt gegen Personen ist immer scheiße, egal aus welchem Spektrum, egal aus welcher Motivation: Rechtsextreme Gewalt ist aber in Deutschland derzeit weitaus direkter, out of context, personenbezogener... und daher für die Menschen eine weitaus größere, realere und alltäglichere Bedrohung.

Unabhängig von dem Gewaltaspekt, ist natürlich auch der weltanschauliche relevant:
- In linksextremen Theorien - die in Deutschland bedeutend sind - gibt es nur sehr wenige, die direkte Gewaltlegitimation vermitteln (Aber ja, natürlich gibt es die), während sich das rechtsextreme Weltbild bereits im Ansatz menschenverachtende Züge trägt (Sozialdarwinismus, Rassismus, etc...). Das ist ein ganz bedeutender, qualitativer Unterschied. Die Schriften eines Adolf Hitlers oder Alfred Rosenbergs sind nunmal aufwiegelnder als die Schriften eines Marx oder gar die Schriften eines Lenins. Gewaltlegitimation findet man dort permanent. Da hilft auch der Verweis auf Stalin nichts (der nur noch in einem sehr kleinen, obskuren linken Kreis affirmativ rezipiert wird). Die beiden weltanschaulichen Gebäude Linksextremismus und Rechtsextremismus unterscheiden sich in bestimmten Feldern so massiv, dass eine Gleichsetzung schnell zur Relativierung der menschenverachtenden Momente rechtsextremer Ideologie wird. Und das sage ich, obwohl ich (im Gegensatz zu vielen linksextremen Kreisen) der Totalitarismustheorie so manches abgewinnen kann. Ja, sowohl Rechts- als auch Linksextremismus haben im Ansatz schon einen Zug zum ideologisch Totalitären, zum holistischen, finalistischen Weltbild und damit auch zur autoritären Politik. Aber es besteht sehr wohl ein Unterschied, wenn der kleinste gemeinsame Nenner auf der einen Seite "Sozialismus" und auf der anderen Seite "Sozialdarwinismus" ist.

PS.: Wie gesagt, in diesem Beispiel geht es um die Extremismen. Konservatismus, Demokratischer Sozialismus oder Liberalismus sind noch mal andere Erscheinungen.
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Dominius
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Re: Geeeeeeeeeeeeeeez

Beitrag von Dominius »

Sindri hat geschrieben: Achso man muss ersmal 1-2 Soziologie Seminare besuchen und erkennen, daß wir ein riesen Problem in unserer Gesellschaft habe, weil es in Spielen sexistisch dargestellte Charaktere gibt. Sehr witzig.
Nein. Aber Soziologie hilft, gesellschaftliche Vorgänge zu verstehen. Wenn du allerdings keinerlei soziologisches Wissen hast, solltest du dich mit deinen pseudo-soziologischen Aussagen zurückhalten. Mehr habe ich dir nicht nahegelegt.

Kleiner Tipp: Lies doch einfach mal den Wiki-Artikel zu "Sozialisation".
Sindri hat geschrieben:Äh, doch? Faschistische Diktaturen haben ihre Blütezeit während des Kalten Krieges gehabt und der war ein rein ideologisch geführter Kampf zwischen Kommunismus(Ideologie) und Kapitalismus(während des Kalten Krieges ideologisiert).
Das ist an so vielen Stellen falsch, dass ich nicht weiß, wo ich da anfangen soll. Aber ich weiß, wo du anfangen könntest: Beim Wiki-Artikel über "Faschismus".

P.S.: Die Sowjetunion war keine faschistische Diktatur.
Sindri hat geschrieben:Deine Fachgebiete? Haha, komisch im Internet hat jeder ein Fachgebiet, ist Spieleprogrammierer, Fussball-Trainer. Danke aber das reicht mir mit dir. :lol: *meinfachgebiet* *soziologiestudent* *politikwissenschaftler* :mrgreen:

zu geil :lol:
Ich habe weder von Fußball noch von Programmieren Ahnung, aber wenn du das Niveau gerne so weit runterziehst: Ich könnte dir ja meine MA-Arbeit schicken, aber ich fürchte, du würdest sie nicht verstehen. (So wie die meisten nicht, aber das ist ein anderes Problem.)

Achja, deine Aussagen sind ein massives Beispiel für den Dunning-Kruger-Effekt, der auf Wikipedia auch ganz passend beschrieben ist.
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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Plor hat geschrieben: . Die Schriften eines Adolf Hitlers oder Alfred Rosenbergs sind nunmal aufwiegelnder als die Schriften eines Marx oder gar die Schriften eines Lenins. Gewaltlegitimation findet man dort permanent. Da hilft auch der Verweis auf Stalin nichts (der nur noch in einem sehr kleinen, obskuren linken Kreis affirmativ rezipiert wird). Die beiden weltanschaulichen Gebäude Linksextremismus und Rechtsextremismus unterscheiden sich in bestimmten Feldern so massiv, dass eine Gleichsetzung schnell zur Relativierung der menschenverachtenden Momente rechtsextremer Ideologie wird.
Und solche Sätze im Angesicht von gut und gerne 100 Millionen Toten durch den Kommunismus und Sozialismus. Wenn das nicht menschenverachtend war, dann weiss ich auch nicht weiter. Insbesondere wenn man sich vor Augen führt das Lenin im Rahmen der Oktoberrevolution das Konzentrationslagersystem gegen " zwielichtige Elemente “ einführte.

Aber halt ich ahne was gleich kommen wird: Das war ist/ ja alles gar keine richtiger " Kommunismus ", nur missverstanden und der richtige wurde halt noch nicht ausprobiert.

Nein danke und Neonazis die bestimmte Stadtteile Ausländerfrei haben wollen teilen das selbe Gedankengut wie Antifa Anhänger die gegen " Gentrifizierung " sind und Fahrzeuge anzünden um ihren Stadtteil " rein " zu halten.
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Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Sharkie »

Sindri hat geschrieben: Man kann auch in Krisengebieten den Frauen beistehen, indem man ihre Probleme und Nöte mehr in den Vordergrund stellt. Wieso gibt es für sowas keine Kickstarter Kampagne? Und wenn es doch eine gibt, warum hat sie nicht den gleichen oder am besten höheren Stellenwert als Gleichberechtigung in Computerspielen?
Dass es die von Dir herbeigesehnte Kickstarter-Kampagne nicht gibt, ist doch nicht Sarkeesians Schuld. Und was kann Sarkeesian dafür, dass sowas, falls es das doch gäbe, bestimmt weniger Unterstützer fände (und nebenbei, wie begründest Du eigentlich diese spekulative Voraussage?), als ihre eigene Kampagne?
Sindri hat geschrieben: Ich kann sie einfach nicht ernst nehmen. Sie sieht Sexismus in Spielen und zieht dann Rückschlüsse auf die Gesellschaft. Frauen auf der ganzen Welt haben ganz andere Probleme und da sehe ich tatsächlich Handlungsbedarf. Sowas gehört in den Fokus und nicht dämliche Spiele, die keinerlei Einfluss auf die Gesellsschaft haben.
Wenn Du Handlungsbedarf siehst, dann handel doch. Nochmal: Deiner eigenen Argumentation folgend, müsstest Du eigentlich erstmal selbst aktiv werden - und dies wohlgemerkt an den richtig harten Brennpunkten der Welt, nicht etwa in einem Forum für "dämliche Spiele" - bevor Du jemand anderen in diesem Bereich legitimerweise kritisieren darfst.
Sindri hat geschrieben:
Sharkie hat geschrieben: Oder auch "Die ganze Frauenunterdrückung hat doch in der Religion ihr Wurzeln, erstmal muss Säkularisierung her". Man kann jederzeit ein Problem durch den Vergleich mit einem (verwandten oder nicht verwandten) größeren Problem marginalisieren. Bis man dann irgendwann vor einem so großen Problem steht, das realistisch betrachtet nicht mehr lösbar ist.
Haha geil, jetzt ist Gleichberechtigung schon eine Utopie? Die Sklave von früher habe wahrscheinlich auch gedacht, daß Sklaverei immer existieren wird aber nach viele Kämpfen und Veränderungen in den Gesellschaften haben wir diese Unart mitterlweile echt gut in den Griff gekriegt, als Menschen.
Vergleiche sind gut. Vergleiche können den Unsinn von wichtigen Problemen trennen.
An dieser Stelle missverstehst Du mich gründlich. Meine Aussage war, dass die Behebung gesellschaftlicher Missstände erst dadurch zur unerreichbaren Utopie wird, dass man sie zu solch gigantischen wie undifferenzierten Problemkomplexen aufbläst und dabei obendrein die Diskussion weniger akuter Aspekte der Thematik als First-World-Problems diskreditiert. Jetzt klarer?

Außerdem sind die von Dir ins Spiel gebrachten Themenkomplexe "Lage der Frau im Nahen Osten bzw. Indien" in Sachen Ausprägung, Problemgeschichte und -genese soetwas von grundverschieden von den durch Sarkeesian beackerten Sujets westlicher feministischer Kulturkritik (vom kleinsten gemeinsamen Nenner, dass es irgendwie um Frauenrollen geht, einmal abgesehen, aber diese Gemeinsamkeit ist nun wirklich banal), dass mir der Vergleich - mit Verlaub - leicht obszön erscheint.

Sindri hat geschrieben:
Sharkie hat geschrieben: Davon abgesehen sollte man sich vielleicht einmal daran erinnern, dass die allermeisten Menschen so ziemlich gar nichts zur Verbesserung der Welt beitragen.
Habe ich das behauptet? Woher weisst du, daß ich nicht wenisgtens in meinem Umfeld etwas dazu beitrage?
Auch hier missverstehst Du mich. Die Aussage "Die meisten Menschen tun gar nichts" ist keine Unterstellung in Richtung Sindri, sondern eine Unterstellung in Richtung der meisten Menschen. Dennoch: Deiner eigenen Argumentation folgend, müsstest Du jetzt hier theoretisch die Hosen runterlassen und uns allen schön glaubwürdig erläutern, was Du denn so zu Verbesserung der "Lage der Frau in Indien" beiträgst, um Deinem Anliegen und Deiner Argumetation Legitimität zu verschaffen.

Aber halt, bitte tu's nicht, weil ich sowas niemals verlangen würde - wäre nämlich arg kindisch.
Sharkie hat geschrieben: Ich habe kein Geld für eine Video-Serie gesammelt und stelle danach auch keine hanebüchene Aussagen in den Raum, die behauptet, daß Computerspiele die Männers schlecht erzieht oder prägt.
Das was AS macht ist Heuchelei. :wink:
In die Diskussion um Deine Infragestellung der prägenden Aspekte von Medien will ich mich jetzt nicht auch noch einmischen, die letzten Seiten haben eindrucksvoll gezeigt, dass es da verdammt schwierig wird, diesbezüglich überhaupt eine tragbare Diskussionsbasis zu finden. Einzige Anmerkung: "Medien prägen" bedeutet weder "Medien machen dich eventuell zum Amokläufer", noch "Medien machen Dich zum Sexisten" - zwischen jenen Aussagen gibt ja nun schon noch ein par mögliche Grauschattierungen, oder etwa nicht?
Zuletzt geändert von Sharkie am 04.09.2015 22:32, insgesamt 1-mal geändert.
Plor
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Plor »

Imperator Palpatine hat geschrieben:
Plor hat geschrieben: . Die Schriften eines Adolf Hitlers oder Alfred Rosenbergs sind nunmal aufwiegelnder als die Schriften eines Marx oder gar die Schriften eines Lenins. Gewaltlegitimation findet man dort permanent. Da hilft auch der Verweis auf Stalin nichts (der nur noch in einem sehr kleinen, obskuren linken Kreis affirmativ rezipiert wird). Die beiden weltanschaulichen Gebäude Linksextremismus und Rechtsextremismus unterscheiden sich in bestimmten Feldern so massiv, dass eine Gleichsetzung schnell zur Relativierung der menschenverachtenden Momente rechtsextremer Ideologie wird.
Und solche Sätze im Angesicht von gut und gerne 100 Millionen Toten durch den Kommunismus und Sozialismus. Wenn das nicht menschenverachtend war, dann weiss ich auch nicht weiter. Insbesondere wenn man sich vor Augen führt das Lenin im Rahmen der Oktoberrevolution das Konzentrationslagersystem gegen " zwielichtige Elemente “ einführte.

Aber halt ich ahne was gleich kommen wird: Das war ist/ ja alles gar keine richtiger " Kommunismus ", nur missverstanden und der richtige wurde halt noch nicht ausprobiert.

Nein danke und Neonazis die bestimmte Stadtteile Ausländerfrei haben wollen teilen das selbe Gedankengut wie Antifa Anhänger die gegen " Gentrifizierung " sind und Fahrzeuge anzünden um ihren Stadtteil " rein " zu halten.
Dummfug. Natürlich war Stalin Kommunismus. Und natürlich war Stalin scheiße. Was denkst du warum ich den Zug zum Totalitären erwähnt habe? Und zur autoritären Politik? Dass mein Beitrag so lang war und verschiedene Aspekte angesprochen hat, hatte schon einen Grund, und der war bestimmt nicht, dass du selektiv zitierst, in dem Versuch mir aus dem Geschriebenen einen Strick zu drehen.