Die Sims 3: Der Gold-Status

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DdCno1
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Beitrag von DdCno1 »

Ich entschuldige mich in aller Form für meinen blöden ersten Beitrag zu dem Thema und begründe meine Abneigung zu dem Spiel etwas ausführlicher:

In Computerspielen will ich Spannung und Abenteuer erleben. Ich will kleine und große Sachen kaputtmachen oder Großes erschaffen. Ich will unbekannte Welten entdecken, Rennen fahren, Flugzeuge und Raumschiffe fliegen, Rätsel lösen, Reiche gründen und untergehen lassen, oder wenigstens mein Gehirn fordern. Ich mag nahezu alle Genres, spiele alte wie neue Spiele, schere mich nicht um die Präsentation, Bugs, die Naturgesetze, Logik und Vernunft.

Ich will etwas erleben, was mir sonst nur Bücher und Filme vermitteln können, nur eben nicht interaktiv. Nichts von dem Genannten gibt es in den Sims-Spielen. Es ist schlicht eine überzeichnete Abbildung unseres Alltags in einer amerikanischen Ideal-Kleinstadt.

Ich brauche soetwas nicht. Der Alltag beschäftigt mich schon genug, wenn ich den PC ausschalte. Ich will am PC etwas anderes erleben, Dinge, die ich im echten Leben wohl nie erfahren werde. Die Sims sind schlicht zu gewöhnlich, auch wenn es mal Aliens, brennende Küchen und ein paar schräge Situationen gibt. Ich gehöre zu denen, die diese ganzen Sitcoms mit den kitschigen Idealfamilien nicht mögen.

Ich habe bis jetzt alle Sims-Spiele für jeweils ungefähr 5 Stunden ausprobiert (teils mehrmals, bei Sims 2 zähle ich drei Versuche in großen Zeitabständen), habe Häuser gebaut (der beste Teil), Familien gegründet und verzweifelt darauf gewartet, dass der Funke überspringt. Das ist nicht passiert. Ich war jedes Mal gelangweilt. Aufstehen, duschen, frühstücken, arbeiten, soziale Interaktion, schlafen, aufstehen, usw.

Ja, die Grafik war immer super, mit tollen Animationen, vielen Details. Auch der Sound gefiel mit vielen Ohrwürmern. Die Szenarien waren schön schräg, die Städte hübsch Doch warum hat niemand gemerkt, wie primitiv das Spiel in vielerlei Hinsicht ist? Man nehme nur die soziale Interaktion: Man schenke zehnmal einen Blumenstrauß und schon hat man die Frau fürs Leben. Was soll das? Ich habe nichts gegen Überzeichnung, aber das ist schlicht doof. Oder die Arbeit: Man wandert fast automatisch die Karriereleiter nach oben, so als ob die Entwickler noch nie etwas von der Einkommenspyramide gehört haben, oder wie viele Chefentwickler gibt es bei denen?

Ich gönne anderen den Spaß mit dem Spiel, beneide sie fast darum, weil ich sonst eigentlich mit jedem Spiel Spaß haben kann. Dieses Spiel bringt Leute (Frauen) zum PC-Spielen, die sonst nie ein Spiel anfassen würden. Das ist schön und begrüßenswert. Aber wie oft habe ich schon in den Spieleabteilungen von Kaufhäusern Menschen davor bewahrt, ein Addon zu kaufen, obwohl sie das Hauptspiel nicht haben? Ich kenne Leute, die nur die Sims auf dem PC als Spiel installiert haben und nie auch nur im Traum darauf kommen würden, ein anderes Spiel anzufassen. Das ist fast so schlimm wie bei WoW. Solchen Leuten muss geholfen werden!

Es wird wahrscheinlich wieder genauso beim dritten Teil der Serie laufen. Ich werde das Spiel ausprobieren und wahrscheinlich die selbe Erfahrung machen, wie bei den Vorgängern. Nur meine Schwester wird wohl wieder für Stunden in diesem Paralleluniversum versinken. Sind Verhalten und Vorlieben eigentlich genetisch bedingt? Warum mögen Frauen dieses Spiel viel mehr als Männer? Liegt das am Puppenhaus-Faktor? An den süüüßen Babies, kitschigen Romanzen (Herzchenkuss!!!) und Idealfamilien im Spiel? An subtiler Mund-zu-Mund-Propaganda? Ist die Antwort auf diese Fragen 42? Ich weiß es nicht.
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TabiToast
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Beitrag von TabiToast »

ich denke es liegt echt daran das man sein "perfektes leben" spielen kann.
ich selber weiß auch nicht was ich an dem spiel soooo toll finde, aber sitze ich einmal dran vergesse ich die zeit!
aber dieser suchtfaktor der hinter dem spiel ist, gibt es ja nicht nur bei sims sondern in jedem genre.