Al Lowe: "Spiele sind unreifer geworden"

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ico
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Beitrag von ico »

Hunk hat geschrieben: Was ist mit Gordon Freeman?
Für mich war er damals der erste Protagonist in einem FPS mit dem ich mich identifizieren konnte.
Eben auch, weil er nicht gesprochen hat.
Wobei du ihm wahrscheinlich nicht als profillos bezeichnen würdest.
Oder?
sahel35 hat geschrieben:das mit den profillosen helden unterschreibe ich! ich finde es grauenhaft einen stummen idioten zu steuern. das machte meiner meinung nach die FF-Reihe so groß: der Held zeigt emotionen, Hass, Trauer, Liebe,etc.. Sowas fesselt ungemein mehr als ein stummer nichtssager der ab und zu mal ne antwort auswählen kann, aber dennoch nichts sagt.
Wie man sieht gehen die Meinungen auseinander. Es gibt Leute die mögen das nicht (Isaac Clarke, Vaan etc.) wenn der Character nix sagt und "profillos" ist, andere mögen genau dass, weil sie die Vorstellung aufbauen können selbst als Hauptprotagonist zu agieren, als einen Charakter zu spielen, der mit einem selbst überhaupt nichts gemein hat.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

@Crewmate

Ich weiß echt nicht wie du mich jetzt verstanden hast, ich sagte das es eine Nische für kreative Projekte gibt und deswegen Leute wie Ico oder Ancel Chancen bekommen, dann kommst du mit Clover und Platinium? :wink:
Ich glaube wir sind der gleichen Meinung und da hast mich da falsch verstanden.

@Topic

Ich wurde auf der erste Seite etwas beharkt, ich offenbar nicht deutlich genug betont habe, dass ich nicht der Meinung bin das früher alles besser war und nach dem SNES nichts mehr gekommen ist.
Alles was ich gesagt habe, ist dass die aktuelle Generation bis dato einfach eine Enttäuschung ist, wenn man sie mit den bisherigen 3D (Betonung 3D) Konsolen vergleicht.
Damit meine ich alle Konsolen, auch die Wii weil ich mir auch von der Wii persönlich mehr versprochen habe, eben die Revolution des Videospiels, was es meiner Meinung nach einfach mal wieder braucht.
Natürlich habe ich auch jetzt noch Spaß an den neuen Games, aber sie bieten nichts wirklich neues mehr.
Eternal Sonata, Braid, LBP oder De Blob mögen zwar schön sein oder anders aussehen aber es sind trotzdem alte Konzepte.
In den letzten Generationen haben zum Beispiel die Genres Ego-Shooter oder Survival Horror ständig neue Ansätze hervorgebracht.
Davon kann ich bis dato (und wieder Betonung darauf, es kann besser werden) nichts sehen.
Wer anderer Meinung ist , soll anderer Meinung sein, aber ich glaube mein Standpunkt ist tragbar.
Zuletzt geändert von Wulgaru am 16.04.2009 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
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ico
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Beitrag von ico »

Kajetan hat geschrieben:Ich persönlich mag bei Shootern und Action-Spielen nur rumballern. Ich brauche da keine ausgefeilten Charaktere oder komplexe Handlungsbögen oder Leveldesigner, die mich mit einengenden Skriptereignissen nerven, weil diese Leveldesigner in Wirklichkeit verhinderte Filmregisseure sind und immer noch nicht kapiert haben, dass bestimmte Sequenzen zwar auf der Leinwand gut aussehen, sie in einer aktiven Umgebung nur höchst begrenzt einsetzbar sind. Ich brauche hier nur ein interessantes Setting. Bei RPGs oder Adventures hingegen kann ich nicht genug an Story, Background, guten Dialogen und überzeugenden Charakteren bekommen, da es hier hauptsächlich darum geht eine Geschichte zu erzählen.
Meiner Meinung nach ist da ein argumentativer Fehler drin. Leveldesigner designen das Setting (nach Storyboard) und sie haben nicht die Aufgabe sich selbst Sequenzen auszudenken. Das machen Konzepter.

Ein Leveldesigner hat meiner Meinung nach die Aufgabe die Dinge die ihm vorgegeben sind zu entwerfen und zu realisieren. Wenn ich also durch ein schönes Setting verzaubert bin, dann war es der Storyboardzeichner und der Leveldesigner.
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8492nd
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Beitrag von 8492nd »

Shooter müssen keine tiefe, philosophische Story haben. Aber sie sollte spannend sein, damit man auch im Spiel weiter kommen will!
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Hunk
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Beitrag von Hunk »

Crewmate hat geschrieben:Hand aufs Herz, ich habe Half Life nie wirklich gespielt. Ich war zwar schon dabei, als ein Kollege von mir es gezockt hat und ich hab auch das Ende von HL2 gesehen aber Freeman hat wie ich das sehe auch nicht wirklich Ecken und Kanten. 4P selbst hat "wenig Storysubstanz" und einen "schweigsamen Helden" im Tets beklagt.
Ah, okay.
Mir hat an Freeman gefallen, dass er zunächst unbeholfen in die Situation stolperte.
Und eben kein Soldat, Söldner oder sonstiger muskelbepackter Alienschlächter war.
Dadurch wirkte es einfach authentischer.
Jack Carver in Far Cry war mir sympatisch, er hat seinen Auftraggeber sarkastisch kommentiert mit der einen Frau geflirtet. Das brachte schon etwas abwechslung. Abgesehen davon war die Geschichte in FC Trash pur, aber nett präsentiert.
Carver war wie ein typischer 80er-Actionheld konzipiert.
Konnte aber bereits allein durch die Tatsache, dass er ein rotes Hawaiihemd trug punkten.
Trotzdem wirkte er mir zu klischeehaft.

Ich würde mir eben mehr experimentelle Charaktere wünschen, wie Jackie (The Darkness) oder Garrett (Dark Project).
Auch wenn es an wohl Blasphemie grenzt letzteres als Shooter zu bezeichnen. ;)
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Issac und Gordon...
Tja, Gordon ist für mich der bessere Stumme:

A) Ich BIN Gordon und glotz dem nicht nur auf den Rücken.
B) Das Design von HL passt einfach - Du bekommst die Story nicht in your Face sondern musst sie Dir selber zusammen raten (jedenfalls in Teil 1 - ab 2 fangen die Anderen an Monologe zu führen, das stört ab und an) - auch damit bist Du Gordon Freeman, denn der Spieler und die Figur haben das gleiche Problem: WAS geht hier ab?
C) Listen sind doof.

Dadurch dass Gordon und der Spieler beide recht planlos sind und auch recht wenige Leute mit denen reden funktioniert die Identifikation. Ich kann mich bei GoW nicht mit den Protagonisten identifizieren, weil ich nicht so aussehe und ... nicht mal im Ansatz so aussehe. Die Jungs haben eine feste Persönlichkeit und feddisch. Friss oder stirb.

Und Alyx ist einfach ... nett... Einfach nur eine nette Frau die... wie alle Frauen uns ganz nett finden, aber man kommt irgendwie nicht zusammen... Entweder ist da ein G-Man oder eine Alien Invasion oder ein explodierender Reaktor, everyday stuff halt.

Isaac... Isaac muss ich die ganze Zeit sehen also kann ich schon mal nicht er selber sein - ich hab zwar gerne einen neben mir stehen, aber hinter mir stehe ich nicht. Isaac reagiert auf seine Umgebung entweder gar nicht - oder anders als ich. Isaac erschrickt vor nix. Er macht stoisch einfach das, was ich von ihm will - obschon um ihn heraum literally die Hölle los ist. Wie soll ich mich mit dem Holzklotz identifizieren?
Isaac sucht seine Frau - ja doll. Welche Beziehung habe ich denn als Spieler mit der Tussi, von der ich NICHTS weiß? Und die ist auch noch wichtig, da sie eine Motivation für den Charakter darstellt. Ja, aber warum soll ich einer Frau nachlaufen, von der ich nicht mal Schatten sehe und ab spätestens der Hälfte des Spieles den "Twist" kommen sehe?
Zu Alyx kann ich als Spieler eine Beziehung aufbauen - sie wird mir vorgestellt und ich erlebe Dinge mit ihr. Dadurch lerne ich ihre Stärken und Schwächen kennen...

Und dann quatscht jeder mit Isaac. Jeder... und jeder gibt ihn Anweisungen! Keine Bitte nach Hilfe wie bei Half Life. Und was für welche. "Geh doch bitte mal durch die Monsterhorden, während ich hier bequem in dem abgeschotteten Bereich ein paar Knöpfe drücke." "Oh, gehst Du bitte NOCH mal..." (Bitte ist hier mit "Gefälligst Du dämlicher Schweißbrennerschwenker" zu übersetzen). Die einzige Reaktion, die ich an seiner Stelle hätte wäre hinzuschmeissen, den Leuten sagen, was sie mich können und mich mit einer der Waffen, die ich habe erschossen...

Es gibt sicher wissenschaftlichere Aussagen, warum Half Life funktioniert und Dead Space nicht - aber das sind so meine Gründe.
Und darum sage ich, dass in den existierenden Genres noch genug Potential steckt, das einfach nicht genutzt wird. Warum ist HL der einzige Shooter, der einen bewegt? (Abgesehen vom grenzgenialen Portal)
sychobob
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Beitrag von sychobob »

Was Kajetan auf Seite zwei geschrieben hat kann ich einfach nur unterschreiben. Ein super Kommentar.

Ich glaube auch, dass Spiele an Qualität, Tiefgang und Anspruch verloren haben, in der großen Masse zumindest. Unsere Welt ist schnelllebiger geworden, die Zeit sich mit einem Spiel auseinander zu setzen, wollen nur noch wenige aufbringen. Spiele sollen heute den schnellen unkomplizierten Spass bringen und ich denke das tun sie auch sehr gut. Perlen gibt es nach wie vor, man muss sie nur suchen und eines muss man der aktuellen Konsolengeneration auch zusprechen, nämlich dass sie eine Plattform für Indieproduktionen schafft wie sie es vorher nicht gegeben hat. Die Popularität eines World of Goo oder Braid wäre so vor dieser Konsolengeneration nicht denkbar gewesen.

Bei den großen Titeln sehe ich aber wirklich große Rückschritte. Wie ein Bioshock als innovativ bezeichnet werden kann ist mir völlig schleierhaft. Wenn man ein Deus Ex oder ein System Shock nimmt, ist Bioshock einfach nur eine große Enttäuschung und vor allem ein riesiger Schritt rückwärts. Als großer Fan der beiden Spiele warte ich nachwievor auf einen würdigen Nachfolger und begreife nicht, wie unfähig oder unwillig die Spieleindustrie ist den nächsten Schritt zu tun.

Noch eine Anmerkung zur Wii: Der Controller ist in meinen Augen die Innovation der letzten Jahre schlechthin und wäre eigentlich fähig die Spiele zu revolutionieren. Leider mangelt es den Entwicklern an Mut und Vorstellungskraft um das Potential auszuschöpfen. Spiele haben sich weiterentwickelt, aber die Eingabegeräte sind weitestgehend stehts dieselben geblieben, es wird einfach Zeit, dass sich hier etwas tut.
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revolver0celot.
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Na und?

Beitrag von revolver0celot. »

KleinerMrDerb hat geschrieben:Recht hat der MANN.

Die Komplexität und der Ideenreichtum der Spiele nimmt immer mehr ab.

Das Problem ist jedoch, dass die Spieler es sogar mit freuden annehmen.
Du darfst nicht verallgemeinern. Meistens sind es Spieler, die noch wenig Ahnung haben und die großen Klassiker aus der Vergangenheit (sagen wir mal die SNES - PS1/N64-Ära) nicht miterlebt haben und somit nicht wissen (können) was wirklich gut oder schlecht ist. Die Spielen halt noch nicht so lange wie wir, was solls :roll: :wink:
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crewmate
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Beitrag von crewmate »

@Kajetan:
Ich sollte mich outen.
Ich bin Adventurer, mit Baphomets Fluch, Monkey island, Grim Fandango, Beneath a steel sky, Full Throutle und Sam&Max groß geworden. Tim Schafer und Ron Gilbert sind meine Götter.
Deswegen auch meine Fixierung auf Geschichte, Hintergrunde und vor allem Messages in Spielen.
Dicht gefolgt vom Survival Horror, Action Adventures, westRPGs und Rennspielen.

Ich würde mir nur den ein oder anderen Shooter wünschen, der mein Bedürfnis befriedigt. Das komplette genre umzustellen ist zu viel verlangt und das will ich auch gar nicht.
Mir geht es um Vielfalt. Wobei wir wieder beim Haubttopic wären.
Ach, einen Abstecher leiste ich mir noch.

Dead Space, Issac. Damned, da triffst du den Nagel auf den Kopf. Der Survival Horror lebt von starken, markanten Charakteren we James Sunderland(SH), Jennifer Cornelli(Clock Tower) oder die Roivas(EternalD). Issac hat der Atmosphäre von DS geschadet. Durch seine Teilnahmslosigkeit. Das ist mein Hauptproblem mit profillosen Spielfiguren. Bei einem Shooter ist das verkraftbar und dem Gameplay dienlich, aber in jedem(!) anderen Genre eine Farce!
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Wir kriegen die Spiele, die wir verdienen. Wir kriegen die Spiele, die wir kaufen, deshalb bringt es nichts, die Publisher oder Entwickler zu beschimpfen, denn sobald die auch nur einen halbwegs innovativen Ansatz auf den Markt bringen, kann man sich darauf verlassen, dass er in den Regalen wie Blei liegen bleiben wird, währen die NFS und CoDs dieser Welt wie dämlich gekauft werden.

Was die Storys von Spielen angeht: Ich bin froh, wenn Spiele nicht allzu storyintensiv sind, denn dann kommt meistens solcher Bockmist wie RE4 oder Fahrenheit bei rum, der dann auch noch von Presse und Spielern für seine Handlung gefeiert wird, obwohl selbst ein Hohlbeinroman sich dagegen wie ein Nobelpreisbuch ausmacht. Hier ist auch keine Änderung in Sicht.
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

Das Problem ist, dass "wir" die Spiele bekommen, die die Masse kauft. Um einen Vergleich zu ziehen: Wenn ich am Mittelmeer am Strand lieg bekomm ich ein BILD Boulevardblatt angeboten. Nicht weil ich's möchte oder jemals gekauft hätte, sondern einfach, weil's andere kaufen ;) Wenn ich Glück hab find ich irgendwo eine FAZ oder SZ und damit kann ich dann auch zufrieden sein.
Im Gaming Bereich ist's nicht viel anders - außer, dass ich ab und zu einfach müde bin, immer Niwo Niwo Niwo. Spielen ist Hobby und manchmal auch Entspannung, und dann kann das game noch so niveaulos dümmlich sein, da kann der Protagonist von mir aus 0815 und stumm und die Story bestenfalls nicht vorhanden sein und ich werd's möglicherweise trotzdem spielen ;) Dürft mich jetzt hauen, dass ich damit teilweise diesen Schund finanzier, aber so ist's nunmal :P
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Pyoro-2

Bei diesen Diskussionen geht es auch immer sehr scheinheilig zu. Viele von denen, die andauern meckern, dass die Spiele immer dümmer werden und es nur noch auf Grafik ankommt, meckern 15 Minuten später in einem thread darüber, dass Spiel XY grafisch nicht ganz auf der Höhe ist und haben Zuhause natürlich CoD 4 und 5 im Schrank (bzw. illegal auf der Platte).

Ich hatte auch viel Spaß mit einem Dead Space und fand den Witcher trotz mangelnder Komplexität viel besser als manche von den alten RPG "Schwergewichten" und ich sehe keinen Grund, mich dafür zu schämen.
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ico
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Beitrag von ico »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:@ Pyoro-2

Bei diesen Diskussionen geht es auch immer sehr scheinheilig zu. Viele von denen, die andauern meckern, dass die Spiele immer dümmer werden und es nur noch auf Grafik ankommt, meckern 15 Minuten später in einem thread darüber, dass Spiel XY grafisch nicht ganz auf der Höhe ist und haben Zuhause natürlich CoD 4 und 5 im Schrank (bzw. illegal auf der Platte).

Ich hatte auch viel Spaß mit einem Dead Space und fand den Witcher trotz mangelnder Komplexität viel besser als manche von den alten RPG "Schwergewichten" und ich sehe keinen Grund, mich dafür zu schämen.
Dem kan nich nur zustimmen.

Noch eine kleine Anmerkung. Allgemein finde ich es nicht gut wenn die Qualität der Spiele nachlässt. Aber ehrlich gesagt bin ICH durch weitere private Interessen und Beruf so eingespannt dass ich wirklich nicht mehr so die Konzentration und Ausdauer haben Spiele mit X Stunden zu spielen. Das heißt unter dem Strich nicht dass ich (ähnlich wie Mirrors Edge) nicht ein 4-5 Stunden Spiel haben möchte. Aber wenn ich an Spiele wie Baldurs Gate II oder ähnlich lange und super gute Spiele denke, und bedenke wann ich die gespielt hab. Dann weiß ich dass ich nach der Schule den Ranzen in die Ecke geworfen hab und angefangen zu spielen (Nach den Hausaufgaben natürlich). Heute mit eigener Wohnung Freundin, Beruf, Basketball, Comics, Freunden und sonstigen soziale Tätigkeiten, bin ich ehrlich gesagt froh wenn Spiele so gut sind dass sich mich unterhalten. Aber bitte nicht 10000 Stunden.

Aber ich bin nur ein Spieler einer großen Community und ich weiß dass ich wohl eher (in dem Forum zumindest) einer der Ältesten sein dürfte und das viele hier wesentlich mehr Zeit in der Woche für spielen übrig haben. Von dem Standpunkt aus verstehe ich absolut den Wunsch nach langen ausgereiften und kreativen Spielkonzepten.

Es sei nochmal gesagt, dass natürlich die Qualität nicht darunter leiden sollte. Ich hab mit einem C64 angefangen als ich noch Jung war und bin jetzt (mit vielen Zwischenstationen) bei der PS3 und ich fühle mich genauso gut unterhalten wie damals. Es ist und bleibt ein schönes Hobby was genausoviele Überraschungen und Enttäuschen parat hat wie eh und je. Was man definitiv sagen kann ist nunmal das die Grafik in den langen Jahren stetig zulegt, die Ideen sind nicht in dem Maße mitaufgeblüht.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Ein Planescape Torment könnte ich heute auch nicht mehr schaffen, dafür habe ich auch keine Zeit / Geduld mehr.
Aber was soll mich an einem Spiel hindern, wenn ich einen Monat brauche, um durch zu kommen? Ich bin dann einen Monat lang gut unterhalten worden. Da ist es halt wichtig, dass das Spiel einen darin unterstützt, dass man es einfach mal liegen lassen kann und dann drei Tage später wieder kommt.
Also vernünftige Logbooks, wenn's ein RPG ist, freies Speichern, etc. pp.
Viele Leute mit Beruf und Familie schwenken gerne zu Endlosspielen wie Anno, etc. Man kann sich mal ein Stündchen dran setzen, ist aber auch kein Drama, wenn man es länger nicht tut. Kein Druck irgendeiner Story folgen zu müssen. Und man bekommt richtig viel Unterhaltung für sein Geld.
Ich habe noch keine Familie und inzwischen wieder Zeit, mir mal ein Wochenende des Zockens zu gönnen. Allerdings hatte ich nach dem dritten Spiel, dass es nicht mal in den Samstag Abend schaffte keine Lust mehr. Dafür ist mir mein Geld dann doch zu schade.
Gut, ich hab noch ein paar RPGs... Hoffentlich dauert das länger. Ansonsten hoffe ich nur noch auf Diablo 3. Täglich ein halbes Stündchen entspannt Dinge totkloppen und Freitags mal nen $Hochdroppender_Boss run. Alles Andere kann mir geklaut bleiben.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Um mal trichters Storyeinwand einzugehen:
Meiner Meinung nach ist das einzige Genre welches den Film oder auch das Buch übertrifft der Survival Horror.
Resident Evil lassen wir mal dahingestellt , obwohl Leute die gerne Hohlbein und King lesen, storymäßig ihre Freude dran haben.
Die Hauptaufgaben des Elementes Horror sind aber a) Angst zu erzeugen und gegebenenfalls b) dies in dem Gewand eine durchdachten Geschichte mit glaubwürdigen Charas zu tun.
Und da gibts ja einige Beispiele bei denen das funktioniert bzw. sogar besser als bei anderen Medien.
Bei guten Horror-Games schaffe ich es nie sonderlich lange am Stück zu spielen, während ich bei Filmen oder Büchern dieser Art bestenfalls zusammenzucke.
Aber bis auf The Darkness wurde das Potential dieses Genres innerhalb dieser Generation sträflich vernachlässigt bzw nicht weiterentwickelt.
Auch Dead Space ist für mich nur Resident Evil im Weltraum, auch wenn das natürlich wieder einige anders sehen.
Den einzigen innovativen Lichtstreif den ich für diess Genre am Horizont sehe, wäre, wenn es jemals erscheint das Wii Spiel Sadness.
Wie gesagt ich bin nicht der Meinung das seit 10 Jahen kein gutes Spiel mehr ehrscheint sondern eben in dieser Generation keine bzw. wenige neue Ideen auftauchen.