Spielberg über Zwischensequenzen

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Sonny-Red
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Beitrag von Sonny-Red »

Das Forum ist ja voll von Menschen die sich mit der Matrie Film auskennen. Hier werden Oscars und Einspielergebnisse als Referenz auf gute Filme genannt :lol:
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Mich würde mal interessieren, wie Spielberg es besser machen wollte. Modelle wie MGS sind auf jeden Fall nicht mehr zeitgemäß, eine so klare Trennung von Spiel und Film, die dann auch noch so klar den Schwerpunkt auf die Filme legt, erinnert stärker an Titel auf dem Sega CD, denn an ein Spiel, das diese Bezeichnung auch wirklich verdient.

Ein Spiel sollte immer noch in erster Linie ein Spiel bleiben und kein Film, in dem man ab und zu mal ein Knöpfchen drückt. Das hat Fahrenheit versucht und ist dabei grandios gescheitert. Dazu kommt, dass die meisten Spiele, auch diejenigen, die als Storyvorbilder gelten, meistens nur ne Story auf Hohlbeinniveau bieten, oder vielleicht eine, die der Qualität eines drittklassigen Animes entspricht.

Meiner Meinung nach geht Mass Effect einen ganz guten Weg. Zwar sind Story- und Spielsequenzen immer noch getrennt, aber die Trennung fällt nicht so massiv auf, wie z.B. bei MGS. Auch ein Positivbeispiel ist meiner Meinung nach Dead Space. Das hat zwar jetzt keine wirklich gute Story, erzählt sie aber sehr gut. Die Ereignisse werden immer perfekt ins Spiel eingebunden und die Story entwickelt sich, während man auch wirklich spielt.
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ButterKnecht
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Re: ...

Beitrag von ButterKnecht »

Sonny-Red hat geschrieben:Das Forum ist ja voll von Menschen die sich mit der Matrie Film auskennen. Hier werden Oscars und Einspielergebnisse als Referenz auf gute Filme genannt :lol:
Ja des dacht ich mir auch! Wenn ich schon lese das "Der Soldat James Ryan" super sein soll kriege ich nen würgreiz! Konnte no nie den Hype um diesen patriotische, heroischen und was weiß ich no mist verstehen!
Bloß weil in den ersten 10 minuten überall Gedärme rumliegen findens alle toll! .... jaja ich weiß! Des soll die Grausamkeit des Krieges zeigen! aber es geht auch weniger direkt! und nach den 10 Minuten kommen eh nur die 08\15 Amy- Dialogen!
sorry wenn ich übertreib, aber da werd ich zum Tier! ;)
Arkune
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Re: ...

Beitrag von Arkune »

Sonny-Red hat geschrieben:Hier werden Oscars und Einspielergebnisse als Referenz auf gute Filme genannt
Hast ja recht das alles gibt überhaupt keinen Aufschluss darüber wie gut der Film dem Publikum gefallen hat... und das wiederum ist kein Markenzeichen eines guten Films…

Kannst einfach nicht hergehen und sagen Spielberg ist vorbei nur weil dir die letzten Filme nicht gefallen haben. Anderen haben sie gefallen für die ist Spielberg ganz offensichtlich noch nicht vorbei.
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Gibt halt Leute, die denken ihr Geschmack ist allgemeingültig und alle Anderen haben keinen Geschmack. Anders lässt sich so eine Aussage nicht erklären, aber sowas erlebt man ja häufiger.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Ob jetzt Spielberg gute oder schlechte Filme macht ist eigentlich für diese Diskussion ohne Belang. Viel interessanter sind doch seine Aussagen bzgl. der Story in Spielen und der Art wie sie erzählt, bzw. nicht erzählt werden. Ich hätte mir eben wirklich eine klare Vorstellung von ihm gewünscht, wie er es machen würde. Das von vielen in de Himmel gelobte MGS System ist imo nicht die Lösung.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

blabla und es gibt leute, die denken, daß aufgrund der meinungsfreiheit eines jeden meinung gleichwertig wäre. gibt halt wohl keine guten und schlechten filme. über qualität brauchen wir ja garnicht zu diskutieren, da sie nicht existent ist.

alle menschen sind ja auch gleich. es gibt keine intelligenten menschen und auch keine idioten. jeder hat das gleiche erfahren und die selben filme gesehen, weswegen zwar niemand ein fachmann ist, aber trotzdem jeder ahnung hat.

das war es doch was ihr sagen wolltet ^^
ButterKnecht hat geschrieben:und nach den 10 Minuten kommen eh nur die 08\15 Amy- Dialogen!
rezitier mal bitte einen :)
Ahabs0n hat geschrieben:er sollte sich mal in sachen story die diablo reihe antun.gibt imho nichts besser durchdachtes.
schlagt das tot! wir müssen es totschlagen!!!
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AngelJdF
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Beitrag von AngelJdF »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben: Das von vielen in de Himmel gelobte MGS System ist imo nicht die Lösung.
Klar. Kaum gibt es mal einen Entwickler der sich etwas Mühe mit der Story macht, schon wird er harsch kritisiert. Kunst wird heutzutage einfach nicht mehr als solche Verstanden. Nur noch der braune Einheitsbrei zählt. Die ganze MGS Reihe, wäre ein kleines kümmerliches Nichts ohne die markanten Zwischensequenzen. Ich hab ja durchaus Verständnis für deine Position. Aber es wär ja nicht so, als ob niemand gewusst hätte, was bei MGS auf einem zukommt. MGS ist ja zugegeben eine Syntese zwischen Film und Spiel. Aber nur weil MGS als Konsolenspiel vermarktet wird, heißt dies nicht dass es sich zwangsläufig mit deinen konservativen Vorstellungen eines Spiels decken muss. Oder gibts da eine DIN Norm? Ich hoffe du akzeptierst, dass es sehr viele Leute gibt, die mit einer solchen Art von Spielen zufrieden sind. :)

Edit:
Ich schreib ja auch keine Beiträge gegen Guitar Hero oder Wii Fit, nur weil es kein klassischen "Spiele" sind. Tolleranz ist das Beste. Dann kann jeder selber entscheiden.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ AngelJDF

MGS wurde hier als Gegenbeweis zu Spielberg gebracht und das ist falsch. Außerdem ist MGS selbst extrem konservativ und erinnert vom Aufbau her eher an Spiele wie Wing Commander 3 aus der Mitte der Neunziger Jahre. Die bestanden auch zur Hälfte aus Filmen, die damals alle aus den Socken gehauen haben. Die Quelle der Faszination dieser Spiele war praktisch dieselbe wie die von MGS, nur dass bei MGS noch eine Heldenverehrung für den Macher dazukommt.

Aber natürlich gibt es eine Din-Norm für Spiele, aber zumindest ich gehe ich in den Laden, um mir ein Spiel zu kaufen und keinen Film und eine Zwischensequenz ohne Interativität nach der nächsten, die alle gerne mal länger als 5 Minuten dauern sind das Zeichen eines schlechten Gamedesigners, der vielleicht eher mal nen Film hätte machen sollen. Früher zu PS1 Zeiten konnte man über so etwas noch nachdenken, aber selbst in den PS1 FFs war das nicht so schlimm, wie bei MGS. Lustigerweise war es auch bei MGS1 nicht so schlimm.

Ich will MGS den Sonderstatus, den es warum auch immer hat, gar nicht absprechen. Aber die Art de Storytellings und der Ausnutzung, bzw Nichtausnutzung des Mediums, die MGS verfolgt, sollte nicht um sich greifen.

Edit: Um Spiele wie GH oder WiiFit geht es hier gar nicht, denn die brauchen keine Story. Auch Spiele wie FIFA kann man da ausnehmen.
Zuletzt geändert von johndoe869725 am 11.12.2008 20:32, insgesamt 1-mal geändert.
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King Rosi
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Beitrag von King Rosi »

Der Regisseur, der kürzlich noch Bloom Box für Wii mit konzipierte, sieht noch viel erzählerisches Potenzial im Spiel.
:lol: das heißt "Boom Blox"!


b2t:
hab mir jetzt die andere beiträge nicht groß angeguckt, aber hier jetzt meine meinung:

hab das gefühl das herr spielberg kein plan von nichts hat!
wenn er was an zwischensequenzen zu meckern hat, soll er gefälligst auch sagen was man nach seiner meinung nach verbessern sollte.

wer nicht versteht was einem eine zwischensequenz zu sagen hat, kann man mit der ganzen story nichts anfangen!
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Primerp12
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Beitrag von Primerp12 »

@4P|TGfkaTRichter
hmm...erstmal die Frage, warum findest du das Konzept "MGS" altbacken? Weil es keine Interaktivität in den cuts gibt? Ich meine wie will man sonst die Aufmerksamkeit auf den Punkt lenken um den es geht und möglicht so wie es vom Autor erdacht war.
Klar bei COD geht das in kurzen Cuts und auch etwas ingame, aber sowas wie Charakterentwicklung, Beziehung und Facettenreiche Story lässt sich so doch nicht aufbauen.
Mich würde mal interessieren welches beispiel du Anführst, in dem das Storytelling inovativ und neu ist?

mfg Primer
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Primerp12

Was ich bei MGS kritisiere ist diese unglaublich starke Trennung und dieser extreme Mangel an Spielementen. Ein guter Gamedesigner weiß, dass er auch wenn er eine umfangreiche Story erzählen will, darüber das Spiel nicht vergessen darf. Außerdem gibt es mehr als eine Methode, um Charaktere zu zeichnen. Ein sehr großes Positivbeispiel ist z.B. Kotor1. Auch da gibt es viele Dialoge, aber dennoch sind die Zwischensequenzen nie so lang, dass sie einen komplett aus dem Spiel nehmen. Außerdem bieten diese Dialoge sehr oft verschiedene Antwortmöglichkeiten, so dass die Interaktivität auch in ihnen gewährt bleibt und dennoch erzählt Kotor eine sehr gute und umfangreiche Geschichte, die es es sogar in einem (!) Spiel zu einem gescheiten Ende bringt.

Mass Effect geht in der Mainstory denselben Weg, lockert das ganze aber zusätzlich noch durch Cutscenes auf. Allerdings sind diese Zwischensequenzen sehr kurz und reißen den Spieler ebenfalls niemals aus dem Spielgeschehen.
Sonny-Red
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Re: ...

Beitrag von Sonny-Red »

Arkune hat geschrieben: Hast ja recht das alles gibt überhaupt keinen Aufschluss darüber wie gut der Film dem Publikum gefallen hat... und das wiederum ist kein Markenzeichen eines guten Films…

Kannst einfach nicht hergehen und sagen Spielberg ist vorbei nur weil dir die letzten Filme nicht gefallen haben. Anderen haben sie gefallen für die ist Spielberg ganz offensichtlich noch nicht vorbei.
Ich habe nie gesagt das Spielbergs Zeit vorbei ist woher haste das? Für mich hat sich in seiner art Kinofilme zu machen nichts geändert. Die haben mir damals nicht gefallen und tun es heute auch nicht. Es gibt keinen Kritiker der letzten zehn jahre der nicht Spielberg deswegen kritisiert hat weil seinen Charaktären die Tiefe fehlt sorry da bin ich nicht der einzige :lol:

Der einzige film der mir gut gefallen hat von ihm war Duell. Das auch nur wegen der guten idee.

@4P|TGfkaTRichter

Ok wir haben es langsam verstanden du magst MGS nicht. Ich habe MGS aber nur genannt wegen der Charaktar tiefe die Spielberg in Spielen vermisst und auf die er sich selber konzentrieren will. Du willst mir doch jetzt nicht sagen das MGS kene Charaktar tiefe hat :lol: Was die Cutscenes angeht ist es geschmackssache viele lieben gerade das bei MGS von daher warum nicht.

@TNT.Achtung
rezitier mal bitte einen?

Ja sorry aber allein der satz " Diese Leute sind wie brüder für mich warum darf ich gehen und sie nicht? WEnn wir gehen dann alle zusammen" :lol:

So wünschen sich die Amerikaner gerne ihre Soldaten oder? Ich würde gerne mal einen Film sehen wo sich amerikanische soldaten absichtlich selbst anschießen nur damit sie endlich nachhause dürfen. Denn das war z.B. der Fall im Vietnamkrieg es gibt tausende berichte darüber aber sowas würde nie in einem Film von Spielberg vorkommen :lol: In Oliver Stones Platoon musste es angeblich rausgeschnitten werden :lol:
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Sonny-Red

Was fehlende Charaktertiefe in Spielen angeht hat Spielberg recht, die gibt es in Spielen praktisch nicht, auch in MGS nicht. Allerdings wird die Spielen scheinbar auch gar nicht gewünscht. Wenn man sich ansieht, welche Storys hochgejubelt werden und wie leicht Spieler in Punkto Story zufrieden zu stellen sind, wäre das wahrscheinlich wirklich das sprichwörtliche Perlen vor die Säue werfen.

Dazu kommt immer noch das gravierende Problem der Erzählweise; also wie soll man eine Story in nem Spiel erzählen, ohne das Medium zu ignorieren. Da hätte ich mal gerne gelesen, wie Spielberg sich das vorstellt.
Sonny-Red
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Beitrag von Sonny-Red »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben: Was fehlende Charaktertiefe in Spielen angeht hat Spielberg recht, die gibt es in Spielen praktisch nicht, auch in MGS nicht.
Also sorry entweder weißt du nicht was Charaktertiefe bedeutet oder du hast noch nie einen MGS Titel gespielt.

Ich könnte hier irgendeinen Charakter nennen und die Gamer könnten einen Ausführlichen Lebenslauf zu der Person schreiben und wie er sich wann wie gefühlt hat :lol: