E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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Alter Sack
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Alter Sack »

Todesglubsch hat geschrieben: 09.06.2018 13:59
Alter Sack hat geschrieben: 09.06.2018 13:48 oder die Wiederbelebung mancher Genres wie unter Demons Souls (gut das war wohl mehr oder weniger Zufall) usw. usw.
Also das kannste wirklich nicht auf Sonys Flagge schreiben. Sie hatten so wenig Vertrauen in das Spiel, dass sie a) es nur in Japan rausbrachten und b) die westlichen Publishingrechte an eine Firma vergaben, die nur in den USA agierte.
Da würde ich schon eher Atlus loben, denn kA ob das Spiel den gleichen Trubel ausgelöst hätte, wenn es japan-exklusiv geblieben wäre.
Deswegen habe ich ja auch geschrieben das es mehr oder weniger Zufall war.
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Chibiterasu
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Chibiterasu »

R_eQuiEm hat geschrieben: 09.06.2018 14:36
Chibiterasu hat geschrieben: 09.06.2018 14:13 @ Alter Sack:

Also in Sachen Inszenierung macht Sony ja kaum wer etwas vor - aber in Sachen Spieldesign kann man doch das meiste was sich so in den letzten 20 Jahren getan hat wirklich nicht Sony zuschreiben, sorry...

God of War (die alten) baut auf Devil May Cry auf,
Uncharted auf Resident Evil 4/die älteren Tomb Raider/Gears of War,
Horizon auf dem neuen Tomb Raider und x anderen Open World 3rd Person Action-Spielen,
Killzone sind schnöde Shooter,
Little Big Planet eben ein 2D Plattformer (nichtmal ein guter - dafür mit sehr potentem Editor),
Little Big Planet Karting ein Mario Kart Verschnitt (wirklich kein guter),
Playstation AllStars auf Smash (auch nicht richtig gut),
Until Dawn auf Telltale Spielen,
Knack, The Order 1886,...auch nichts neues (letzteres ja nur eine schöne Hülle von Spiel).

Nur weil etwas auf etwas anderen aufbaut, nimmt es dem doch nicht deren Stellung und Relevanz. Deine Vergleiche sind für die Katz. Allein bei Beispiel 1 würde das jetzt was bedeuten? Das Devil May Cry das Erste und Innovativste war? Aber DMC baut doch auch wieder auf etwas auf. nene. Also man kann ja von Sony Spielen halten was man will, aber deren Spiele hatten in den letzten 15 Jahren einen immensen Impact auf die Branche. Und das völlig zu Recht.
Gib dann mal Beispiele bitte...also wo irgendwelche Gameplay-Dinge aus Sony Spielen allgemein übernommen wurden.
Mir fällt da nur sehr wenig ein.

Also Devil May Cry war zum Zeitpunkt des Erscheinens etwas sehr Neues und Innovatives.

God of War dann eben nicht mehr. Nur das Setting/die Brutalität. Beides gehört zur Inszenierung, nicht zum Gameplay (welches ich dennoch für ausgezeichnet und poliert halte).
Ich liebe God of War und mag Devil May Cry nicht. Will ich nur dazugesagt haben.
Ich persönlich sehe nur im Gameplay zwischen God of War 1 und Ascension ehrlich gesagt auch kaum bis keine Entwicklung.
Bei Uncharted von 1 zu 2 vielleicht minimal. Ansonsten wird es einfach nur bombastischer.

Du verstehst mich hoffentlich richtig, dass es mir nicht um die Qualität geht. Die ist oft natürlich sehr hoch.
Wenn du also an Stellung und Relevanz denkst, dann ja, die ist natürlich vorhanden. Es sind riesige Erfolge, welche Massen an Gamer begeistern. Natürlich sind die relevant.
Aber ich finde Sony verfeinert eher als dass sie irgendwie innoviert.
Da kommt von Ubisoft und Co. noch mehr.
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Alter Sack
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Alter Sack »

Chibiterasu hat geschrieben: 09.06.2018 14:13 @ Alter Sack:

Also in Sachen Inszenierung macht Sony ja kaum wer etwas vor - aber in Sachen Spieldesign kann man doch das meiste was sich so in den letzten 20 Jahren getan hat wirklich nicht Sony zuschreiben, sorry...

God of War (die alten) baut auf Devil May Cry auf,
Uncharted auf Resident Evil 4/die älteren Tomb Raider/Gears of War,
Horizon auf dem neuen Tomb Raider und x anderen Open World 3rd Person Action-Spielen,
Killzone sind schnöde Shooter,
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Knack, The Order 1886,...auch nichts neues (letzteres ja nur eine schöne Hülle von Spiel).

Also naja...

Wie gesagt, in Sachen Atmosphäre-Spiele top. Journey, Bound, die Team Ico Spiele, The Last of Us, teilweise die David Cage Spiele, usw. - alle sehr erwähnens- und erst recht spielenswert. Und die haben auch Einfluss auf die Art wie Geschichten in Spielen erzählt werden.
Das will ich nicht kleinreden.
Aber die wenigstens Gameplay-Elemente aus Sony Exklusiv-Spielen waren irgendwie bahnbrechend und sind in andere Spiele rübergeschwappt.

Ausgefallener war da vielleicht Gravity Rush (bleibt halt Nische) und Dreams sieht auch nach etwas sehr kreativen aus - aber wieviel das Einfluss haben wird, werden wir sehen.
Erstens hab ich nicht geschrieben das meiste sondern hab zwischen Nintendo und Sony verglichen und zweitens hab ich auch nicht gesagt das alle Spiele von Sony das waren. Die Spiele die ich unter anderem aufgeführt habe sprichst du ja auch nochmal an.
Meine Kernaussage war aber auch das von Nintendo (leider und unverständlicherweise) da so gut wie nichts mehr kam die letzten 20 Jahre. Hardware ja, Software nein. Gute Software bestimmt aber keine wirklichen Innovationen.
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Alter Sack
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Alter Sack »

Chibiterasu hat geschrieben: 09.06.2018 15:06
R_eQuiEm hat geschrieben: 09.06.2018 14:36
Chibiterasu hat geschrieben: 09.06.2018 14:13 @ Alter Sack:

Also in Sachen Inszenierung macht Sony ja kaum wer etwas vor - aber in Sachen Spieldesign kann man doch das meiste was sich so in den letzten 20 Jahren getan hat wirklich nicht Sony zuschreiben, sorry...

God of War (die alten) baut auf Devil May Cry auf,
Uncharted auf Resident Evil 4/die älteren Tomb Raider/Gears of War,
Horizon auf dem neuen Tomb Raider und x anderen Open World 3rd Person Action-Spielen,
Killzone sind schnöde Shooter,
Little Big Planet eben ein 2D Plattformer (nichtmal ein guter - dafür mit sehr potentem Editor),
Little Big Planet Karting ein Mario Kart Verschnitt (wirklich kein guter),
Playstation AllStars auf Smash (auch nicht richtig gut),
Until Dawn auf Telltale Spielen,
Knack, The Order 1886,...auch nichts neues (letzteres ja nur eine schöne Hülle von Spiel).

Nur weil etwas auf etwas anderen aufbaut, nimmt es dem doch nicht deren Stellung und Relevanz. Deine Vergleiche sind für die Katz. Allein bei Beispiel 1 würde das jetzt was bedeuten? Das Devil May Cry das Erste und Innovativste war? Aber DMC baut doch auch wieder auf etwas auf. nene. Also man kann ja von Sony Spielen halten was man will, aber deren Spiele hatten in den letzten 15 Jahren einen immensen Impact auf die Branche. Und das völlig zu Recht.
Gib dann mal Beispiele bitte...also wo irgendwelche Gameplay-Dinge aus Sony Spielen allgemein übernommen wurden.
Mir fällt da nur sehr wenig ein.

Also Devil May Cry war zum Zeitpunkt des Erscheinens etwas sehr Neues und Innovatives.

God of War dann eben nicht mehr. Nur das Setting/die Brutalität. Beides gehört zur Inszenierung, nicht zum Gameplay (welches ich dennoch für ausgezeichnet und poliert halte).
Ich liebe God of War und mag Devil May Cry nicht. Will ich nur dazugesagt haben.
Ich persönlich sehe nur im Gameplay zwischen God of War 1 und Ascension ehrlich gesagt auch kaum bis keine Entwicklung.
Bei Uncharted von 1 zu 2 vielleicht minimal. Ansonsten wird es einfach nur bombastischer.

Du verstehst mich hoffentlich richtig, dass es mir nicht um die Qualität geht. Die ist oft natürlich sehr hoch.
Wenn du also an Stellung und Relevanz denkst, dann ja, die ist natürlich vorhanden. Es sind riesige Erfolge, welche Massen an Gamer begeistern. Natürlich sind die relevant.
Aber ich finde Sony verfeinert eher als dass sie irgendwie innoviert.
Da kommt von Ubisoft und Co. noch mehr.
Wenn man alles aufs reine Gameplay reduziert macht man es sich meiner Meinung nach zu einfach.
UC2 (nicht UC1) hat was die Inszenierung angeht damals Maßstäbe gesetzt die heute noch nachwirken. Vom reinen Gameplay war es Standard. Aber Regie und Charakter-Zeichnung wirken bis heute nach.
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von CJHunter »

Bin kurioserweise irgendwie am meisten auf MS´s PK gespannt. Bei Sony hat man die 4 Grundpfeiler, dazu vielleicht nocht 1-2 Überraschungen, ansonsten wird die Geschichte laufen. Nintendo wird ebenfalls liefern.
MS steht so ein bisschen am Scheideweg, wurde ja auch im Video erwähnt. Joa vielleicht ein Halo 6, ein Gears 5, dann halt das x-te Forza...Da fehlt es einfach an großen, auch mal NEUEN starken IP´s....Ich denke wenn sie auf der E3 wieder nicht überzeugen können siehts halt langfrisitg weniger gut aus, die stärkste Konsole wirds dann auch nicht mehr rausreissen können wenn jeder von Sony und Nintendo spricht, oder von Bethesda;-)
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Raskir
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Raskir »

Chibiterasu hat geschrieben: 09.06.2018 15:06
@ Alter Sack:

Also in Sachen Inszenierung macht Sony ja kaum wer etwas vor - aber in Sachen Spieldesign kann man doch das meiste was sich so in den letzten 20 Jahren getan hat wirklich nicht Sony zuschreiben, sorry...

God of war: Siehe Castlevenia, das Gameplay wurde ziemlich stark übernommen. Nur weil DMC in die geiche Richtung ging, heißt es nicht dass sie gleich sind. Sony hat da schon komplett anderes Gameplay (so wie Gears of war und Vanquish zwar gleiches Genre sind, aber sich dennoch unterschiedlich spielen. Oder Diablo und Torchlight). Nur Castlevenia Lords of Shadows, hat das Gameplay ziemlich stark übernommen ;)

Gran Turismo: Muss man wohl nichts dazu sagen

Ratchet and Clanc / Jak 2 und 3: Verschiedene Elemente davon wurden von verschiedenen Spielen übernommen, direkte Nachahmer gabs nicht. Die Lego spiele wirken in ihrem Aufbau und dem Loot sehr stark inspiriert, Recore erinnert von ihren Run and gun passagen schon auch nicht wenig an die beiden

Uncharted: Die direkte Kombination von Inszenierung und Gameplay und deren Verschmelzung wurde öftes kopiert oder diente als Inspiration. Vor allem ab Teil 2, die möglichkeit zu schleichen, verschiedene Wege zu nehmen dank dem leichten Klettersystem, in Verbindung mit einem 3rd person Covershootersystem. Zuletzt Tomb Raider hat gameplay mäßig genau diese Richtung eingeschlagen. Nur weil die Inszenierung bei Uncharted das beste ist, heißt es nicht dass das Gameplay und dessen Einsatz vorher schon so vertreten, oder es überhaupt schlecht war. Vor Uncharted gab es keine Spiele mit ähnlichem Konzept wie Uncharted, auch nicht Resi. Nach Uncharted durchaus

Nur ein paar Beispiele. Frage mich aber echt, warum du Uncharted nicht mitzählen willst. Weil es nicht komplex ist oder das Grundprinzip (Covershooter) schon existierte?

Ansonsten hat doch jeder der 3 Konsolenhersteller seine Impacts gehabt, ohne Ausnahme.

Aber ich verstehe auch nicht wie du das Gefühl hattest ein Spiel wie God of war (ps4) schonmal gespielt zu haben. Allein das Kampfsystem gab es vorher noch nicht so und das Spiel war schon sehr gameplaylastig. Da könnte ich auch sagen, dass Zelda eigentlich gar nicht wirklich gameplay hat, da die Kämpfe sehr reduziert und nicht spannend sind und der Rest nicht viel Gameplay ist, sondern Erkundung. Oder das Mario sich spielerisch kaum von einem Yooka and Laylee oder Luckys Tale absetzt. Beide Aussagen wären Unfug :)
Zuletzt geändert von Raskir am 10.06.2018 02:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Jondoan
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Jondoan »

Xris hat geschrieben: 09.06.2018 00:24
Jondoan hat geschrieben: 08.06.2018 20:41 Neues Elder Scrolls *schwelg* man wird ja wohl noch träumen dürfen :(
Was bisher bekannt ist klingt eher nach dem Fallout Äquivalent zu TES Online. Aber ich bezweifle trotzdem das ein neues TES kommt. Bethesda machen im moment einen auf Blizzard. Alles geht online. Ich warte heute noch auf Warcraft 4.
Ne, also mit Online hat das meiner Meinung nach nicht so viel zu tun. Die haben ja extra dieses kurze Video rausgebraucht "wir werden die Single Player Spiele niemals aufgeben" und ich finde, dass zeigt sich auch anhand ihres Portfolios (deshalb auch meine Hoffnung, dass F76 doch ein wenig mehr in die Ecke Single Player mit MP Optionen geht).

Grund für das fehlende TES6 ist, laut Bethesda zumindest, dass man nicht als die Firma gelten will, die nur Fallout und TES kann (obwohl natürlich ein neues Fallout angekündigt ist smh). Man will einfach andere kreative Optionen ausprobieren. Trotzdem glaube ich auch, dass TES Online da auch ein wenig mit reinspielt. Solange das läuft werden die sich sicherlich Gedanken darüber machen, inwiefern das eine als Konkurenzprodukt zum anderen anzusehen ist. Warcraft 4 wär was feines.
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Xris
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Xris »

Jondoan hat geschrieben: 09.06.2018 16:45
Xris hat geschrieben: 09.06.2018 00:24
Jondoan hat geschrieben: 08.06.2018 20:41 Neues Elder Scrolls *schwelg* man wird ja wohl noch träumen dürfen :(
Was bisher bekannt ist klingt eher nach dem Fallout Äquivalent zu TES Online. Aber ich bezweifle trotzdem das ein neues TES kommt. Bethesda machen im moment einen auf Blizzard. Alles geht online. Ich warte heute noch auf Warcraft 4.
Ne, also mit Online hat das meiner Meinung nach nicht so viel zu tun. Die haben ja extra dieses kurze Video rausgebraucht "wir werden die Single Player Spiele niemals aufgeben" und ich finde, dass zeigt sich auch anhand ihres Portfolios (deshalb auch meine Hoffnung, dass F76 doch ein wenig mehr in die Ecke Single Player mit MP Optionen geht).

Grund für das fehlende TES6 ist, laut Bethesda zumindest, dass man nicht als die Firma gelten will, die nur Fallout und TES kann (obwohl natürlich ein neues Fallout angekündigt ist smh). Man will einfach andere kreative Optionen ausprobieren. Trotzdem glaube ich auch, dass TES Online da auch ein wenig mit reinspielt. Solange das läuft werden die sich sicherlich Gedanken darüber machen, inwiefern das eine als Konkurenzprodukt zum anderen anzusehen ist. Warcraft 4 wär was feines.
Warum schimpft es sich dann Fallout 76 und nicht Fallout 5? Damit suggerieren sie quasi jetzt schon das es kein übliches Fallout ist. Und klar koennte das TES MMO in Konkurrenz zu einem SP TES stehen. Steht ausser Frage. Deshalb glaube ich auch weniger der Behauptung mann wolle nicht nur fuer TES bekannt sein und mehr der Vermutung das sie aus anderen Gründen kein TES SP wollen. Nur sieht man eben auch an Warcraft das wir v über Jahrzehnte kein SP TES mehr sehen werden.

Aber im Prinzip is mir persönlich Fallout eh egal da ich die zwei bisherigen Beth Fallout beide nicht besonders gut fand.
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von R_eQuiEm »

Chibiterasu hat geschrieben: 09.06.2018 15:06
R_eQuiEm hat geschrieben: 09.06.2018 14:36
Chibiterasu hat geschrieben: 09.06.2018 14:13 @ Alter Sack:

Also in Sachen Inszenierung macht Sony ja kaum wer etwas vor - aber in Sachen Spieldesign kann man doch das meiste was sich so in den letzten 20 Jahren getan hat wirklich nicht Sony zuschreiben, sorry...

God of War (die alten) baut auf Devil May Cry auf,
Uncharted auf Resident Evil 4/die älteren Tomb Raider/Gears of War,
Horizon auf dem neuen Tomb Raider und x anderen Open World 3rd Person Action-Spielen,
Killzone sind schnöde Shooter,
Little Big Planet eben ein 2D Plattformer (nichtmal ein guter - dafür mit sehr potentem Editor),
Little Big Planet Karting ein Mario Kart Verschnitt (wirklich kein guter),
Playstation AllStars auf Smash (auch nicht richtig gut),
Until Dawn auf Telltale Spielen,
Knack, The Order 1886,...auch nichts neues (letzteres ja nur eine schöne Hülle von Spiel).

Nur weil etwas auf etwas anderen aufbaut, nimmt es dem doch nicht deren Stellung und Relevanz. Deine Vergleiche sind für die Katz. Allein bei Beispiel 1 würde das jetzt was bedeuten? Das Devil May Cry das Erste und Innovativste war? Aber DMC baut doch auch wieder auf etwas auf. nene. Also man kann ja von Sony Spielen halten was man will, aber deren Spiele hatten in den letzten 15 Jahren einen immensen Impact auf die Branche. Und das völlig zu Recht.
Gib dann mal Beispiele bitte...also wo irgendwelche Gameplay-Dinge aus Sony Spielen allgemein übernommen wurden.
Mir fällt da nur sehr wenig ein.

Also Devil May Cry war zum Zeitpunkt des Erscheinens etwas sehr Neues und Innovatives.

God of War dann eben nicht mehr. Nur das Setting/die Brutalität. Beides gehört zur Inszenierung, nicht zum Gameplay (welches ich dennoch für ausgezeichnet und poliert halte).
Ich liebe God of War und mag Devil May Cry nicht. Will ich nur dazugesagt haben.
Ich persönlich sehe nur im Gameplay zwischen God of War 1 und Ascension ehrlich gesagt auch kaum bis keine Entwicklung.
Bei Uncharted von 1 zu 2 vielleicht minimal. Ansonsten wird es einfach nur bombastischer.

Du verstehst mich hoffentlich richtig, dass es mir nicht um die Qualität geht. Die ist oft natürlich sehr hoch.
Wenn du also an Stellung und Relevanz denkst, dann ja, die ist natürlich vorhanden. Es sind riesige Erfolge, welche Massen an Gamer begeistern. Natürlich sind die relevant.
Aber ich finde Sony verfeinert eher als dass sie irgendwie innoviert.
Da kommt von Ubisoft und Co. noch mehr.
Du betrachtest Spiele und deren Erschaffung viel zu klobig und simple. Du redest allen Anschein nach nur vom Gameplay. Spieldesign so wie du es erwähntest umfasst da aber eine Schippe mehr als nur diesen Aspekt. Ausserdem nur weil etwas als erstes etwas neues bringt heißt das nicht das zukünftige Entwicklungen auf Basis dieser Idee nicht genauso wichtig und relevant sind wie die grobe Idee am Anfang. Keiner weiß wer das erste Smartphone entwickelte, aber alle kennen das Iphone^^
Investierungsmut in Neues/Innovatives, insbesondere in deren Software, sehe ich bei keinem der Big Player so stark wie bei Sony. Und das schon seit langem.
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Chibiterasu
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Chibiterasu »

Raskir hat geschrieben: 09.06.2018 16:41 ..
Da ist ziemlich der Hund drinnen in deinem Zitat ;)
Vielleicht kannst du das editieren?


God of War PS4 hab ich jetzt ausgeklammert, weil ich das noch nicht kenne. Bin ich gespannt.
Gran Turismo stimmt auf jeden Fall. Die Serie ist aber auch schon uralt.

Uncharted baut für mich eben sehr stark auf den 3D Spielen davor auf (Resident Evil 4 = Schulterperspektive, Gears of War = Deckungsmechanik, Tomb Raider = Abenteuerspiel mit Umgebungsrätsel oder auch Prince of Persia - Sands of Time und Co. = Kletterpassagen, diese jedoch weit reduzierter). Ja, die Kombination in genau der Form war relativ neu aber da bewegen wir uns schon sehr in Details.
Es vermittelte für mich kein neues Spielgefühl. Ich mag falsch liegen.
Raskir hat geschrieben: 09.06.2018 16:41 God of war: Siehe Castlevenia, das Gameplay wurde ziemlich stark übernommen.
Gut, stimmt. Da fällt mir auch gerade noch Dante's Inferno ein.
Also ich geb dir überwiegend recht, dass da alle Hersteller ihren Einfluss hatten. Im Gameplay ist es für mich bei Sony aber mehr in den Detailverfeinerungen als dass sie das Rad neu erfinden.

Den Absatz kapier ich dann nicht mehr ganz.
Raskir hat geschrieben: 09.06.2018 16:41 Da könnte ich auch sagen, dass Zelda eigentlich gar nicht wirklich gameplay hat, da die Kämpfe sehr reduziert und nicht spannend sind und der Rest nicht viel Gameplay ist, sondern Erkundung. Oder das Mario sich spielerisch kaum von einem Yooka and Laylee oder Luckys Tale absetzt. Beide Aussagen wären Unfug :)
Da beziehst du dich jetzt auf das ganz neue Zelda, oder?
Denn in der Serie ist ja generell wohl jede Menge Rätsel-Gameplay sowie auch Kampftaktik vorhanden - auch wenn es nicht total schwer ist.
Breath of the Wild setzt viel auf Erkundung aber eben auch auf Experimentieren mit der Umgebung. Da hat es seine Stärken.

Der letzte Satz ist doch allein deswegen Unfug, weil eben Yooka Laylee und Lucky's Tale beide auf Mario 64 aufbauen (bzw. noch direkter auf den Banjo Spielen, die ja aber ebenfalls auf Mario 64 aufbauen). Super Lucky's Tale hat dann noch 2D Passagen a la Mario der Donkey Kong Returns.
Das umzudrehen ergibt daher sowieso keinen Sinn.

R_eQuiEm hat geschrieben: 09.06.2018 17:33 Du betrachtest Spiele und deren Erschaffung viel zu klobig und simple. Du redest allen Anschein nach nur vom Gameplay. Spieldesign so wie du es erwähntest umfasst da aber eine Schippe mehr als nur diesen Aspekt. Ausserdem nur weil etwas als erstes etwas neues bringt heißt das nicht das zukünftige Entwicklungen auf Basis dieser Idee nicht genauso wichtig und relevant sind wie die grobe Idee am Anfang. Keiner weiß wer das erste Smartphone entwickelte, aber alle kennen das Iphone^^
Investierungsmut in Neues/Innovatives, insbesondere in deren Software, sehe ich bei keinem der Big Player so stark wie bei Sony. Und das schon seit langem.
Da ich gezielt vom Gameplay gesprochen habe, betrachte ich auch nur diesen Aspekt. Richtig.
Mir ist schon bewusst, dass da insgesamt mehr dazugehört.
Und ja, Weiterentwicklungen sind schon oft wichtig aber zb. Devil May Cry war das eben nicht nur eine grobe Idee.
Die Serie war 4 Jahre lang der Klassenprimus bis God of War daherkam (dazwischen kam ja noch Ninja Gaiden dazu).


Diese ganze Einschätzung war doch auch nur eine Reaktion auf die Aussage von Alter Sack, dass da von Nintendo schon seit Ewigkeiten keine neuen Impulse mehr kommen. Siehe dieses Posting:
Show
Alter Sack hat geschrieben: 09.06.2018 13:48
Krulemuk hat geschrieben: 09.06.2018 12:45
Alter Sack hat geschrieben: 09.06.2018 12:20 Genau das trifft aber doch wohl eher auf Nintendo zu. Hinzu kommt das Mario und Link so omnipräsent sind das ich z.B. schon eine Aversion gegen Mario entwickelt habe und mich das unter anderem vom Kauf eines Nintendo-Produkts abhält. Nach 35 Jahren Mario habe ich ein Gefühl entwickelt wie bei Angela Merkel oder Helmut Kohl.
Die Spiele sind mit Sicherheit qualitativ hochwertig aber mit wirklich neuen Ideen geht Nintendo bei ihrer Größe, was die Spiele angeht, doch relativ sparsam um.
Das sehe ich eben anders. Nintendo ist konservativ bei seinen Marken aber kreativ beim Spieldesign und bei den Mechaniken. Wenn ich ein Horizon, ein GoW oder ein TLoU spiele, werde ich zwar jedes Mal gut unterhalten, habe aber auch jedes Mal das Gefühl, ein solches Spiel vor Jahren schon einmal durchgespielt zu haben. Dieses Gefühl hatte ich bei BotW und anderen Ablegern (auch von Mario oder Zelda) einfach nicht, auch wenn sich Look & Feel für außenstehende kaum ändert.

Wie gesagt, ich mag meine PS4 und wenn ich ausschließlich eine Nintendo-Plattform hätte, würde mir definitiv etwas fehlen (vor allem quantitativ). Andersrum würde mir aber eben qualitativ etwas fehlen, wenn ich nur die durchweg hochwertigen, aber selten herausragenden Spiele der Playstation 4 - Ära zur Verfügung hätte. Das ist sicher Geschmackssache, aber ich persönlich kann in dieser Generation noch keine Pionierarbeit bezüglich Gamedesign oder Spielmechaniken ausmachen. Lediglich das Erzählerische erreicht durch Titel wie Hellblade, What Remains of Edith Finch oder meinetwegen auch durch die cineastischen Sony-AAAs ein neues Niveau. Für mich persönlich ist aber abseits des Narrativen immer noch Nintendo der Pionier, wenn es eben um Gamedesign und Spielmechaniken geht. Die Meinung, dass sie diesen Status seit den 90ern eingebüßt haben, kann ich eben nicht teilen. Es ist für alle nur deutlich schwerer geworden, auch für Nintendo. Zu erwarten, dass sie wie in den 90ern mit jedem ihrer Titel ein genredefinierendes Meisterwerk erschaffen ist nicht ganz fair, zumal man den gleichen Anspruch an andere Entwickler scheinbar nicht anlegt. Das Medium ist erwachsener geworden und so gibt es heute deutlich weniger Revolution.
Da gehen wir beide vollkommen auseinander. So innovativ oder risikofreudig sie bei der Hardwareproduktion sind umso konservativer sind sie in der Spieleproduktion. Das was du als kreativ im Spieldesign bezeichnest sind mehr so inhaltlich "leichte" Änderungen im Gameplay diverser Spiele aber keine innovativen Schübe für die Spielebranche.
Gerade wenn man die beiden großen japanischen Konzerne betrachtet kam doch von Sony in den letzten 20 Jahren wesentlich mehr als von Nintendo was die Entwicklung der Spielebranche angeht. Egal ob in der Entwicklung der Action-Adventure wie UC oder TloU oder der spielbaren Filme wie Heavy Rain etc. etc. oder Titel wie Shadow of the Colossus oder kleinere Titel wie Journey oder oder die Wiederbelebung mancher Genres wie unter Demons Souls (gut das war wohl mehr oder weniger Zufall) usw. usw.
Das muss einem ja nicht alles gefallen das sind aber Titel die maßgeblich Einfluss auf die Weiterentwicklung von Videospielen hatten. Das sehe ich bei Nintendo seid Ende der 90er nicht mehr. Alle 5 Jahre versuchen sie mal etwas bewegen sich dabei aber wenn es eben geht nicht aus ihrem Rahmen. Siehe Splatoon oder Labo. Da könnte deutlich mehr kommen.
Wie gesagt umso risikofreudiger sie bei der Hardware sind umso spießiger sind sie was die Software angeht. Macht aus ihrer Sicht auch Sinn da wohl ein Großteil der Menschen mit Nintendo genau das verbindet. Alle Spiele von Nintendo müssen sich innerhalb eines festen Rahmens bewegen.
Damit stelle ich die Pionierleistung oder hochwertigen Spiele von Nintendo nicht in Frage.
Das ist doch genauso eindimensional betrachtet (nämlich vor allem auf die Narrative/Inszenierung reduziert).
Das sind die Leute, die immer meinen "Mario ist nur die Prinzessin retten, das hab ich schon x mal gespielt".
Jedes 3D Mario wirft aber massig neue Spielideen in den Raum.
Alleine was die x Fähigkeiten in Mario Odyssey an Abwechslung ins Spielgeschehen bringen...da würden andere 10 Spiele daraus machen. Wenn man das nur als "Details" abtut, kann ich das bei den Sony-Spielen locker ebenfalls tun.
Vor allem weil dann mit WiiSports und Co. noch Dinge dazukommen, die ja wirklich was sehr eigenes waren und auch direkt Nachahmungen provoziert haben.

Für mich tut sich spielerisch (!) auf jeden Fall bei Nintendo immer noch mehr als bei der Konkurrenz.
Die Verpackung/Präsentierung ist eben nicht jedermanns Sache, das verstehe ich schon.
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Raskir »

So, wurm wurde behoben :)
Und da du letzte 20 Jahre gesagt hast, habe ich halt Gran Turismo genommen, dass ja aber auch nicht älter ist, als ein Zelda oder Mario. Denn gameplaytechnisch wegweisend, waren die jetzt auch nicht in den letzten 10 Jahren :)
Ansonsten kann man bei Sony auch Bloodborne dazuzählen, dass nichts neu macht aber eben sehr gutes Gameplay hat und auch einen starken Fokus darauf. Tearaway für die Vita kann man da auch mitzählen, was da an Möglichkeiten drinsteckt. Oder Loco Roco und Patapon. Sony haut schon immer wieder mal Gameplayexperimente raus, so ist nicht. Infamous kann man gerne auch dazuzählen. Gab kaum ein OW Titel damals, der so gameplaylastig war und wo es so spaßig war :)

Oder auch jüngstens, HZD. Das spiel hatte zwar seine Schwächen und Baustellen, aber im Gameplay war es edel (auch wenn eine Ausdauerleiste toll gewesen wäre). Dynamischer Pfeil und Bogen (inklusive verschiendster Pfeileffekte) kampf mit Fallen, Seilfesseln und Schleuder, Trefferzonensystem mit abtrennbaren Teilen und teilweise möglicher Verwendung im Kampf. Dazu ebenfalls verbunden mit bekannten elementen wie Gegnerübernahme, Stealth und Nahkampf. Auch hier, wirst du vermutlich kein Spiel finden, dass ein vergleichbares Gameplay bietet.

Nur weil bei den meisten Spielen bei Sony die Story einen wichtigen Part einnimmt, heißt es nicht, dass das Gameplay zu kurz kommt. Es ist halt anders als bei Nintendo. Deswegen mag ich den Vergleich zwischen Zelda und HZD nicht. Zelda bietet tolles gameplay, aber beim Kampfsystem kann es mit HZD in keinster Weise mithalten, da liegen Welten dazwischen. Dafür hat Zelda in vielen anderen Punkten ein ganz anderes Kaliber, allein was Erkundungsreize und Möglichkeiten der Interaktion mit der Umwelt betrifft.

Kann deinen Punkt aber schon verstehen. Wollte dennoch ein wenig meinen Senf dazugeben. Darüber diskuttieren macht schließlich Spaß, sonst wär man net hiert :)
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von Krulemuk »

Deine Einschätzung, dass das Kampfsystem von HZD Welten vor Zelda liegt kann ich schlicht nicht teilen. Deine Meinung zu HZD in allen Ehren, aber für mich persönlich war das echt der Inbegriff eines zielgruppengetesteten 0815-Open World-Spiels, wie es es in dieser Dekade häufig anzutreffen ist. Ich habe mich jedenfalls häufig an andere Spiele erinnert gefühlt (allen voran The Witcher) und das Kampfsystem war gerade im Nahkampf doch recht stupide und simpel und nicht auf Augenhöhe mit Zelda oder auch GoW. Trotzdem bot HZD mit den Fallen, Pfeileffekten und Trefferzonen noch genug Eigenständigkeit um bei mir nicht völlig durchzufallen. Insgesamt ein guter, solider Exklusivtitel.

Da hat meines Erachtens BotW mit seinem revolutionären Open-World Ansatz dann aber doch die weitreichenderen Implikationen auf das Medium Videospiel, aber das wird die Zeit zeigen - die Umsetzung einer solchen spielerischen Freiheit ist sicherlich nicht einfach, da sprechen wir uns in 10 Jahren nochmal.
Insgesamt wird man natürlich stark davon beeinflusst, was man mag. Es stimmt natürlich, dass Uncharted und allgemein NaughtyDogg-Spiele einen großen Einfluss auf das AAA-Genre hatten, nur war dieser Einfluss eben gameplaytechnisch eher eine Simplifizierung und spielerisch eine Einschränkung. Alles wurde der Erzählung und Regie untergeordnet, sodass der Einfluss des Spielers reduziert werden musste. Für mich liegen die genannten Spiele irgendwo zwischen den interaktiven Filmen und reinen Gameplay-Spielen mit spielerischer Freiheit. CandyCrush, F2P-Spiele und die ersten Lootboxen hatten auch einen großen Einfluss, aber man konzentriert sich ja dann doch häufig auf Weiterentwicklungen, die man selbst auch begrüßt hat. Das klingt jetzt vielleicht härter als ich es meine, denn ich habe mich von Uncharted 2-4 und TLoU durchgängig gut unterhalten gefühlt und werde auch etwaige Nachfolger mit Zuckerhand kaufen.
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R_eQuiEm
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Re: E3 2018: 4Players-Talk: Was erwarten wir von der E3 2018?

Beitrag von R_eQuiEm »

Chibiterasu hat geschrieben: 09.06.2018 18:18
R_eQuiEm hat geschrieben: 09.06.2018 17:33 Du betrachtest Spiele und deren Erschaffung viel zu klobig und simple. Du redest allen Anschein nach nur vom Gameplay. Spieldesign so wie du es erwähntest umfasst da aber eine Schippe mehr als nur diesen Aspekt. Ausserdem nur weil etwas als erstes etwas neues bringt heißt das nicht das zukünftige Entwicklungen auf Basis dieser Idee nicht genauso wichtig und relevant sind wie die grobe Idee am Anfang. Keiner weiß wer das erste Smartphone entwickelte, aber alle kennen das Iphone^^
Investierungsmut in Neues/Innovatives, insbesondere in deren Software, sehe ich bei keinem der Big Player so stark wie bei Sony. Und das schon seit langem.
Da ich gezielt vom Gameplay gesprochen habe, betrachte ich auch nur diesen Aspekt. Richtig.
Mir ist schon bewusst, dass da insgesamt mehr dazugehört.
Und ja, Weiterentwicklungen sind schon oft wichtig aber zb. Devil May Cry war das eben nicht nur eine grobe Idee.
Die Serie war 4 Jahre lang der Klassenprimus bis God of War daherkam (dazwischen kam ja noch Ninja Gaiden dazu).


Diese ganze Einschätzung war doch auch nur eine Reaktion auf die Aussage von Alter Sack, dass da von Nintendo schon seit Ewigkeiten keine neuen Impulse mehr kommen. Siehe dieses Posting:
Show
Alter Sack hat geschrieben: 09.06.2018 13:48
Krulemuk hat geschrieben: 09.06.2018 12:45
Das sehe ich eben anders. Nintendo ist konservativ bei seinen Marken aber kreativ beim Spieldesign und bei den Mechaniken. Wenn ich ein Horizon, ein GoW oder ein TLoU spiele, werde ich zwar jedes Mal gut unterhalten, habe aber auch jedes Mal das Gefühl, ein solches Spiel vor Jahren schon einmal durchgespielt zu haben. Dieses Gefühl hatte ich bei BotW und anderen Ablegern (auch von Mario oder Zelda) einfach nicht, auch wenn sich Look & Feel für außenstehende kaum ändert.

Wie gesagt, ich mag meine PS4 und wenn ich ausschließlich eine Nintendo-Plattform hätte, würde mir definitiv etwas fehlen (vor allem quantitativ). Andersrum würde mir aber eben qualitativ etwas fehlen, wenn ich nur die durchweg hochwertigen, aber selten herausragenden Spiele der Playstation 4 - Ära zur Verfügung hätte. Das ist sicher Geschmackssache, aber ich persönlich kann in dieser Generation noch keine Pionierarbeit bezüglich Gamedesign oder Spielmechaniken ausmachen. Lediglich das Erzählerische erreicht durch Titel wie Hellblade, What Remains of Edith Finch oder meinetwegen auch durch die cineastischen Sony-AAAs ein neues Niveau. Für mich persönlich ist aber abseits des Narrativen immer noch Nintendo der Pionier, wenn es eben um Gamedesign und Spielmechaniken geht. Die Meinung, dass sie diesen Status seit den 90ern eingebüßt haben, kann ich eben nicht teilen. Es ist für alle nur deutlich schwerer geworden, auch für Nintendo. Zu erwarten, dass sie wie in den 90ern mit jedem ihrer Titel ein genredefinierendes Meisterwerk erschaffen ist nicht ganz fair, zumal man den gleichen Anspruch an andere Entwickler scheinbar nicht anlegt. Das Medium ist erwachsener geworden und so gibt es heute deutlich weniger Revolution.
Da gehen wir beide vollkommen auseinander. So innovativ oder risikofreudig sie bei der Hardwareproduktion sind umso konservativer sind sie in der Spieleproduktion. Das was du als kreativ im Spieldesign bezeichnest sind mehr so inhaltlich "leichte" Änderungen im Gameplay diverser Spiele aber keine innovativen Schübe für die Spielebranche.
Gerade wenn man die beiden großen japanischen Konzerne betrachtet kam doch von Sony in den letzten 20 Jahren wesentlich mehr als von Nintendo was die Entwicklung der Spielebranche angeht. Egal ob in der Entwicklung der Action-Adventure wie UC oder TloU oder der spielbaren Filme wie Heavy Rain etc. etc. oder Titel wie Shadow of the Colossus oder kleinere Titel wie Journey oder oder die Wiederbelebung mancher Genres wie unter Demons Souls (gut das war wohl mehr oder weniger Zufall) usw. usw.
Das muss einem ja nicht alles gefallen das sind aber Titel die maßgeblich Einfluss auf die Weiterentwicklung von Videospielen hatten. Das sehe ich bei Nintendo seid Ende der 90er nicht mehr. Alle 5 Jahre versuchen sie mal etwas bewegen sich dabei aber wenn es eben geht nicht aus ihrem Rahmen. Siehe Splatoon oder Labo. Da könnte deutlich mehr kommen.
Wie gesagt umso risikofreudiger sie bei der Hardware sind umso spießiger sind sie was die Software angeht. Macht aus ihrer Sicht auch Sinn da wohl ein Großteil der Menschen mit Nintendo genau das verbindet. Alle Spiele von Nintendo müssen sich innerhalb eines festen Rahmens bewegen.
Damit stelle ich die Pionierleistung oder hochwertigen Spiele von Nintendo nicht in Frage.
Das ist doch genauso eindimensional betrachtet (nämlich vor allem auf die Narrative/Inszenierung reduziert).
Das sind die Leute, die immer meinen "Mario ist nur die Prinzessin retten, das hab ich schon x mal gespielt".
Jedes 3D Mario wirft aber massig neue Spielideen in den Raum.
Alleine was die x Fähigkeiten in Mario Odyssey an Abwechslung ins Spielgeschehen bringen...da würden andere 10 Spiele daraus machen. Wenn man das nur als "Details" abtut, kann ich das bei den Sony-Spielen locker ebenfalls tun.
Vor allem weil dann mit WiiSports und Co. noch Dinge dazukommen, die ja wirklich was sehr eigenes waren und auch direkt Nachahmungen provoziert haben.

Für mich tut sich spielerisch (!) auf jeden Fall bei Nintendo immer noch mehr als bei der Konkurrenz.
Die Verpackung/Präsentierung ist eben nicht jedermanns Sache, das verstehe ich schon.
Du vergisst wie jung dieses Medium ist. Eine Phase der Pionierarbeit so wie sie die letzten Jahre 30 Jahre gegeben war, wird es auch nicht mehr geben. Das siehst du beim Film noch besser. Grundkonzepte und Regeln sind gestellt. Es ist wesentlich schwerer heute noch etwas komplett innovatives neues in die Branche zu bringen wie damals. Die Entwicklungen heute sind komplexer und die Dinge die heute verbessert werden liegen oft im Detail. Dafür zu zichtausenden. Auch wie im Film ist es einfach schwer Werke ausserhalb ihrer Zeit miteinander zu vergleichen und ihr Relevanz zu geben. Was Sony für die Branche, oder von mir aus für das Medium, gemacht hat ist meiner Meinung nach beispiellos gemessen an der Konkurrenz. Zumindest seit PS2 Zeiten. Bei all der Kritik, die auch oft von mir kommt und berechtigt ist, muss man ihnen das schon zugestehen.

Und ja ich stimme dir bei Nintendo zu. Im Jump & Run Sektor, aber auch im Adventure, sind sie heute noch Meister ihres Handwerks. Aber sie haben nunmal ihr eigenes Klientel und ihre eigene "Umgebung". Nintendo muss nichts an ihrer Speisekarte ändern, da sie in ihrem Bereich schon absolutes Gourmet sind. Diesen Stellenwert hat kein Anderer. Aber sie bleiben auch in ihrem Bereich. Das alleine betrachtet macht den Vergleich mit Sony schon schwierig.
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Beitrag von Chibiterasu »

Das stimmt, die beiden legen sehr andere Schwerpunkte.
Wäre durchaus interessant was dabei rauskommt, wenn sie sich gegenseitig mehr in den Bereich des anderen trauen würden.
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Beitrag von Raskir »

Krulemuk hat geschrieben: 10.06.2018 13:41 Deine Einschätzung, dass das Kampfsystem von HZD Welten vor Zelda liegt kann ich schlicht nicht teilen. Deine Meinung zu HZD in allen Ehren, aber für mich persönlich war das echt der Inbegriff eines zielgruppengetesteten 0815-Open World-Spiels, wie es es in dieser Dekade häufig anzutreffen ist. Ich habe mich jedenfalls häufig an andere Spiele erinnert gefühlt (allen voran The Witcher) und das Kampfsystem war gerade im Nahkampf doch recht stupide und simpel und nicht auf Augenhöhe mit Zelda oder auch GoW. Trotzdem bot HZD mit den Fallen, Pfeileffekten und Trefferzonen noch genug Eigenständigkeit um bei mir nicht völlig durchzufallen. Insgesamt ein guter, solider Exklusivtitel.

Da hat meines Erachtens BotW mit seinem revolutionären Open-World Ansatz dann aber doch die weitreichenderen Implikationen auf das Medium Videospiel, aber das wird die Zeit zeigen - die Umsetzung einer solchen spielerischen Freiheit ist sicherlich nicht einfach, da sprechen wir uns in 10 Jahren nochmal.
Insgesamt wird man natürlich stark davon beeinflusst, was man mag. Es stimmt natürlich, dass Uncharted und allgemein NaughtyDogg-Spiele einen großen Einfluss auf das AAA-Genre hatten, nur war dieser Einfluss eben gameplaytechnisch eher eine Simplifizierung und spielerisch eine Einschränkung. Alles wurde der Erzählung und Regie untergeordnet, sodass der Einfluss des Spielers reduziert werden musste. Für mich liegen die genannten Spiele irgendwo zwischen den interaktiven Filmen und reinen Gameplay-Spielen mit spielerischer Freiheit. CandyCrush, F2P-Spiele und die ersten Lootboxen hatten auch einen großen Einfluss, aber man konzentriert sich ja dann doch häufig auf Weiterentwicklungen, die man selbst auch begrüßt hat. Das klingt jetzt vielleicht härter als ich es meine, denn ich habe mich von Uncharted 2-4 und TLoU durchgängig gut unterhalten gefühlt und werde auch etwaige Nachfolger mit Zuckerhand kaufen.
Das KS von HZD war auch nicht der Nahkampf sondern der Fernkampf interessant. Bei Zelda ist es eher andersrum. Bei Bloodborne würdest du auch nicht das Gameplay schlecht nennen, weil das Schießen scheiße ist, oder bei Dishonored weil der Nahkampf so geil ist. Fernkampf war der große Schwerpunkt beim Kämpfen. Und der war richtug gut. Der Nahkampf war nur eine Ergänzung.