id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Modder bezahlen

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Highnrich
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von Highnrich »

dota und cs waren einst mods. Die leute machen das vom herzen und dann kommen einige gute sachen bei raus. Ein ansport kann nicht schaden aber wenn es nur noch pur auf kommerz geht werden nie wieder mods wie desert storm, dota, portal oder cs rauskommen

eine mod sollte nicht unbedingt die breite schicht der gamer ansprechen. wenn mods kommerz werden bekommen wir nur noch dumbed down müll, der die breite masse anspricht. da wird alles auf den kleinsten gemeinsamen nenner reduziert, jeder anspruch rausgenommen usw.

Abgesehen davon, wofür gibts denn noch mods außer für sc2, bethesda spiele, gta und valve spiele?
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Sir Richfield
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von Sir Richfield »

Highnrich hat geschrieben:Abgesehen davon, wofür gibts denn noch mods außer für sc2, bethesda spiele, gta und valve spiele?
Für jedes Spiel, dass Mods nicht so stark behindert, dass dem Modder das Preis/Leistungsverhältnis nicht gefällt.
Sprich, wenn er zu viel Zeit investieren müsste, dann aber nicht genug Interesse vorhanden ist.
Wobei das mit diesen Variablen auch sein kann, wenn das Spiel supereasy zu modden wäre, aber halt keinen ausreichend interessiert.
Igorsam
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von Igorsam »

Ist es wirklich so schlimm, wenn es Bereiche gibt, in denen nicht extrem-Kapitalismus betrieben wird?

1: Fakt ist, Modden war schon immer hauptsächlich ein Hobby wofür man kein Geld verlangte, und gegenseitig voneinander lernte und seine Kreationen verbreitete. Wem das nicht passt, der soll einfach nicht Modden, gibt genug die nicht beim Ausblick auf Geld ihren Verstand abschalten ...

2: Fakt ist so nebenbei auch, dass den ganzen geldgeilen "Pseudo-Moddern" überhauptnicht klar ist/klar war, dass wenn man für etwas Geld verlangt ganz andere Regeln gelten.

3: Fakt ist leider auch, dass die Aussicht auf schnelles Geld, die schlechtesten Seiten in Menschen - somit auch in vielen Moddern hervorbringt - wer sich einredet das einführen der Aussicht auf Geld hätte keinen Nachhaltigen negativen Effekt auf eine Community bei der es eben gerade nicht um Geld geht ist einfach naiv.

4: Zuletzt, wer sich ernsthaft einredet Geld für Modden in dieser Form würde große Mods fördern ist naiv sondergleichen. Wenn ich mir aussuchen kann ob ich für 30 Min arbeit je 1,50 Euro bekomme mit nahezu 0 Wartung (Schwert-Retexturierung) - oder 300 Stunden für einen großen Mod - wofür ich dann wohl auch kaum mehr als 15 Euro bekommen werde - dafür aber plötzlich Gewährleisten muss, Softwarelizenzen brauche, die Synchronsprecher plötzlich bezahlen muss etc - sollte wohl jedem klar sein, was für Mods gefördert werden

Das Publishern bzw Developern die selbst davon profitieren können dabei die Sabber im Mund zusammenläuft ist ja wohl klar - 0 eigene Arbeitsleistung - 0 Verantwortung - dafür aber 45% vom Gewinn und noch dazu gratis Werbung fürs Spiel und Geld durch Extra-Verkäufe durch die lange Lebensdauer des Spiels. Recht viel einfacher kommt man wohl nicht mehr an Geld.

Aber mein Hauptargument bleibt einfach folgendes - Geld wirkt sich toxisch auf Communities aus, insbesondere wenn es sich um eine Community handelt, die vom Teilen von Mods und Erfahrungen lebt (sowie davon, dass viele Copyright-Inhaber mehrere Augen zudrücken weil es eben kostenfrei ist). Das Die Aussicht auf schnelles Geld die mit Abstand schlechtesten Seiten zum Vorschein bringt ist wohl kein Geheimnis. Weshalb wohl auch viele durchaus einen Unterschied zwischen Modding und Arbeit sehen. Wäre Modding für mich Arbeit würde ich es wohl kaum in meiner Freizeit machen ...

Abgesehen davon nervt mich die mittlerweile verbreite Meinung, was nichts kostet, sei auch nichts Wert ziemlich. Besonders die darauf aufbauend völlig substanzlose Abwertung anderer die in Wahrheit wohl nur eigene Selbstwertprobleme kaschiert (was ich ziemlich traurig für die betroffenen finde).
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Sir Richfield
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von Sir Richfield »

Igorsam, mit den Fakten wäre ich ein wenig vorsichtiger.

Dass man für Aufwände gerne Geld hätte ist ja keine Erfindung der Neuzeit und ich würde mich nicht wundern, wenn auch damals schon Modder ihr Zeug gerne verkauft hätten.
Wenn sie es nicht sogar getan haben, halt nur nicht über eine Platform im Internet.

Mit Mods wurde tatächlich auf die ein- oder andere Weise Geld gemacht, ich kann mich an CDs mit Quake Leveln erinnern. (Beispiel - es gab solche CDs auch für andere Spiele).
Ob und wie die von id abgesegnet waren, weiß der Geier.
Igorsam
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von Igorsam »

Sir Richfield hat geschrieben:Igorsam, mit den Fakten wäre ich ein wenig vorsichtiger.

Dass man für Aufwände gerne Geld hätte ist ja keine Erfindung der Neuzeit und ich würde mich nicht wundern, wenn auch damals schon Modder ihr Zeug gerne verkauft hätten.
Wenn sie es nicht sogar getan haben, halt nur nicht über eine Platform im Internet.

Mit Mods wurde tatächlich auf die ein- oder andere Weise Geld gemacht, ich kann mich an CDs mit Quake Leveln erinnern. (Beispiel - es gab solche CDs auch für andere Spiele).
Ob und wie die von id abgesegnet waren, weiß der Geier.
Und das ist das Grundproblem - Modden ist ein Hobby - wenn es ein Aufwand ist, macht man es einfach nicht.

Das waren absolute Ausnahmen, und die waren wohl zu 99% mit den Publishern/Entwicklern abgesprochen, sonst könnten die wohl das Geld garnicht so schnell einsammeln, wie es ihnen mit Klagen wieder weggenommen werden würde.

Tut mir leid, aber wenn man für Mods Geld verlangt, hat es nichts mit Modding zutun. Das ist nichts anderes als Third-Party DLC ohne jegliche Qualitätskontrolle.
Flat Eric
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von Flat Eric »

Counterstrike war auch mal eine Mod. Und jetzt? Wenn ein Mod so gut ist, dass es auf eigenen Beinen stehen kann, dann kann man dieses auch vermarkten, heute noch einfacher, wie früher. Beste Möglichkeit:

Wenn ein Entwickler will, dass sich ein Mod-Szene belohnt, dann die Lizenz des Spiels so gestalten, dass neu generierter Mod-Content sich irgendwann auch kommerzialisieren lassen kann.

Hat so bei zig Mods geklappt, aus denen nachher Retail-Spiele wurden (Dota, Day of Defeat, Team Fortress 2, DayZ, Stanley Parable, Antichamber, Dear Esther, Red Orchestra,...).

Verstehe diesen Hype nicht um diese derzeitige Diskussion nicht so ganz, auch wenn klar ist, dass eine Steam-Entscheidung mittlerweile weitereichende Folgen für die ganze Community hat.
Igorsam
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von Igorsam »

Kleiner Unterschied ob das bei 1000 mods 1x vorkommt mit Sonderbestimmungen etc, oder bei 1000 999mal.

Es ist schon ein großer Unterschied wie "leicht" man ins das Bezahl-Geschäft einsteigen kann, bei CS etwa war das vermutlich zB sowieso unmöglich ohne Wohlwollen der Publisher etc.
unknown_18
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von unknown_18 »

Captain Obvious hat geschrieben:
Balmung hat geschrieben:Naja, mir würde schon reichen, wenn EA Spiele so moderiert würden, dass halb tote Projekte automatisch markiert werden, ein kleiner Warnhinweis würde da schon reichen. Valve kann doch einfach die Logs auswerten und dann sehen sie ja wie oft der Entwickler die Version auf Steam geupdatet hat. Auch könnte man dem Entwickler selbst die Möglichkeit geben ein inaktivitäts Flag zu setzen, dass dann ebenfalls für eine Warnmeldung sorgt, nur das diese eben nicht ganz so extrem ausfällt wie die vom automatischen System. Da könnte dann über dem Early Access Hinweis eine roter Warntext stehen, z.B. "Das Projekt befindet sich 300 Tagen auf Steam und hat 2 Updates erhalten, zuletzt vor 200Tagen. Bitte lies die Diskussionen im Community Hub" und wenn der Entwickler es setzt "Das Projekt ist seit 200 Tagen inaktiv, lies dazu den Kommentar[Link] des Entwicklers" oder irgendwie solche Warnmeldung. Letzteres hätte z.B. Next Car Game: Wreckfest setzen können, weil sie seit Monaten kein Update gebracht haben, da sie die komplette Physik Engine neu schreiben müssen.

War jetzt aber nur ein Beispiel, es gibt sicherlich noch andere Mittel und Wege ohne das Valve großartig Arbeit damit hätte, aber hier und da wäre etwas mehr Kontrolle, und sei sie auch nur Vollautomatisch, sehr sinnvoll.
Diese automatischen Sachen funktionieren idR genau solange, bis jemand herausfindet wie die Regeln für den Filter sind. Dann ist die Methode verbrannt, wie bei Anti-Cheat Massnahmen. Wenn mans in der Community lassen will, könnte mans höchstens mit sowas wie "trusted Community member" machen, mit vertrauenswürdigen Leuten, die testen, sich in der Community umhören und reporten und dann halt schnellere Reaktionen ermöglichen.
Es ist nur ein riesen Unterschied ob man das Spiel in der EA Phase vergammeln lässt, was Valve wenig interessiert, oder ob man Valves Regeln aushebelt, da reagiert Valve definitiv drauf und das macht ein Entwickler nur genau einmal. ;)
Sturmlocke
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von Sturmlocke »

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unknown_18
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Re: id Software: Wollte laut Romero bereits vor 20 Jahren Mo

Beitrag von unknown_18 »

Du arbeitest bei der Bild? :P