Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung verklagt

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Kumbao
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von Kumbao »

Anla'Shok hat geschrieben:Wenn der dumme Konsument endlich mal sein Gehirn einschalten würde, und gezielt kaufen würde, würde sich die Sache von allein regeln und man könnte sich auf wichtige Dinge konzentrieren. Also sachen die sich nicht einfach durch einen nichtkauf regeln lassen, wie zb die Privatisierung des wassers.
Das ist doch unsinn. Ein Grossteil der Konsumenten interessiert sich nunmal nicht annaehrend so sehr fuer Computerspiele, wie wir hier es tun. Du kannst doch nicht ernsthaft verlangen, dass auch Lieschen Mueller sich durch zig Foren liest, nur um am Ende wirklich zu wissen, wo ihre 50 Tacken hinwandern. Hier wird immer von dummen Konsumenten und dummer Masse geredet. Fuer mich sind eher solche plumpen Pauschalisierungen und die dazugehoerige Hochnaesigkeit extrem dumm.
crazy710
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Beitrag von crazy710 »

Wenn ein Spiel falsche Eindrücke usw. vermittelt hat, dann wohl eindeutig Bioshock Infinite, denn das fertige Spiel hatte so garnichts mehr mit den Präsentationsvideos zu tun. Weder spielerisch, noch technisch, noch sonst irgendwie!!!!
Lächerlich das sich jetzt bei Alien darüber aufgeregt wird, Bioshock hätte das viel mehr verdient!!!
Zuletzt geändert von crazy710 am 02.05.2013 12:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Exedus
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von Exedus »

Kumbao hat geschrieben:
Anla'Shok hat geschrieben:Wenn der dumme Konsument endlich mal sein Gehirn einschalten würde, und gezielt kaufen würde, würde sich die Sache von allein regeln und man könnte sich auf wichtige Dinge konzentrieren. Also sachen die sich nicht einfach durch einen nichtkauf regeln lassen, wie zb die Privatisierung des wassers.
Das ist doch unsinn. Ein Grossteil der Konsumenten interessiert sich nunmal nicht annaehrend so sehr fuer Computerspiele, wie wir hier es tun. Du kannst doch nicht ernsthaft verlangen, dass auch Lieschen Mueller sich durch zig Foren liest, nur um am Ende wirklich zu wissen, wo ihre 50 Tacken hinwandern. Hier wird immer von dummen Konsumenten und dummer Masse geredet. Fuer mich sind eher solche plumpen Pauschalisierungen und die dazugehoerige Hochnaesigkeit extrem dumm.
Sry, aber etwas zu kaufen und sich vorher zu informieren ist einfach dumm. Man muss sich auch nicht durch zig Foren wühlen um zu kucken ob ein Spiel gut ist. Und außerdem bezweifle ich sehr stark das Lieschen Müller diejenige ist, die sich Spiele vorbestellt.
billy coen 80
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von billy coen 80 »

Bei der Geschichte mit der „irreführenden Werbung“ kann man vielleicht was draus stricken. Der andere Kram mit dem „Betrug am Vorbesteller“ ist völliger Blödsinn; zumindest nach meinem teutonischen Rechtsverständnis. Aber dass das in den Staaten teilweise etwas absurd läuft mit den Klagen, kennt man ja. Da gewinnen ja sogar Leute Klagen gegen Süßwarenhersteller, weil sie sich über viele Jahre hinweg mindestens zwanzig Schokoriegel am Tag reingepfiffen haben und davon Diabetes gekriegt haben…

Ist in meinen Augen gerade vor dem Hintergrund der „Mentalität“ in den USA verdammt verlogen. Auf der einen Seite wird da jede noch so winzige staatliche Einflussnahme als purer Kommunismus gebrandmarkt (was nach amerikanischer Ansicht ja was absolut Böses ist), ständig auf den Rechten und der Eigenverantwortung des Einzelnen rumgeritten, wenn man sich dann aber durch sein eigenverantwortliches, von vornherein bei nur einigermaßen klarem Menschenverstand als hochgradig schädlich zu erkennendes Verhalten die Gesundheit ruiniert, verklagt man irgendwen und bekommt auch noch Recht…

Dasselbe gilt auch für Leute, die sich aufgrund von PR-Blabla dazu verleiten lassen, ein Produkt vorzubestellen, ohne sich vorher darüber zu informieren und dann das große „ich wurde betrogen“-Geschrei anstimmen, wenn sich die erworbene Ware als Flopp herausstellt. Ich finde Testembargos auch absolut daneben, aber es als „Betrug“ am Vorbesteller zu bezeichnen ist doch schierer Schwachsinn. Wenn ich mich vor Release nicht ausreichend über ein Spiel informieren kann, dann kaufe ich es auch nicht einfach blind. Und wenn doch, ist es meine eigene Schuld (ja, ich gehe sogar so weit zu sagen „eigene Dämlichkeit“), wenn das Spiel qualitativ nicht dem entspricht, was ich mir davon versprochen habe.

In quasi jedem Bereich des Handels informieren sich Kunden über Produkte, bevor sie sie kaufen. Sind denn wir Spieler inzwischen zu solchen Zombies mutiert, dass wir das nicht auch können oder es zumindest als unsere eigene Schuld einsehen können, wenn wir etwas blind kaufen und damit in die Scheiße greifen? Klar ist es nicht in Ordnung, wenn Hersteller mangelhafte Ware auf den Markt bringen, aber ist es nicht ebenso dumm, diese dann noch zu kaufen, ohne sich vorher Infos einzuholen und aus Enttäuschung dann dem Hersteller Betrug vorzuwerfen? Es liegt da schlicht kein Betrug vor, aber sehr wohl ein Käuferverhalten, welches den Hersteller noch darin bestätigt, keine hohen Qualitätsstandards einhalten zu müssen, denn es finden sich doch immer noch genug Lämmer, die es blind kaufen. Und ja, Vorbesteller, die trotz Testembargos vorbestellen sind solche Lämmer, die damit eher dem Markt potentiell schaden als ihm irgendwelche positiven Aspekte hinzuzufügen. Weiß echt nicht, wie man auf solchen Schmonsens kommt, dass die Vorbesteller die großen Gerechten sind, denen wir anderen alle so viel zu verdanken haben! Die einzigen, die Vorbestellern danken, sind die Vertreter der Industrie für schnelle, sichere Verkäufe. Auf die weitere Preisgestaltung hat das nicht den geringsten Einfluss; echt totaler Blödsinn so was!

Und an alle, die das gerne im Zusammenhang mit Vorbestellungen anbringen: hört bitte mit solcher verqueren Rhetorik wie „nötigen“, „erpressen“ oder „zwingen“ auf. Das ist hanebüchen! Klar wollen einem die Hersteller und Händler Vorbestellungen mit ein paar kleinen „Goodies“ schmackhaft machen. Aber ich habe mich dadurch noch nie „genötigt“ gefühlt, etwas vorzubestellen. Und es stand noch nie ein Vertreter von EA, Ubi oder wem auch immer hinter mir im Kaufhaus, hat mir ne unterm Mantel versteckte Kanone in den Rücken gedrückt und mir böse ins Ohr gemurmelt: „Greif bloß sofort zu dem Vorbestell-Paket, sonst…“

Ums abschließend nochmal kurz zu machen: Die Sache mit den Präsentationen von Spielinhalten, die letztlich nichts mit dem tatsächlichen Produkt zu tun hatten, lässt sich evtl. schon als irreführende Werbung auslegen. Dagegen spricht natürlich, was schon jemand schrieb, dass auch immer darauf verwiesen wird, dass eine Präsentation oder Demo nicht zwingend dem Endprodukt entsprechen muss. Und zu allem anderen kann ich nur sagen: lebt die Eigenverantwortung, die immer gefordert wird, auch mal wirklich aus. Dazu gehören aber eben auch nicht nur Rechte (Killerspieldebatte: ich lass mir doch nicht vorschreiben, was ich spielen darf und was nicht), sondern auch die Verpflichtung, bei eigenverantwortlichem Fehlverhalten (wie z. B. dem Blindkauf von teuren Produkten) die Konsequenzen zu tragen. Man kann nicht immer nur schreien „ich bin erwachsen und will eigenverantwortlich handeln und für mich entscheiden dürfen“ und dann, wenn man in die Scheiße greift, sofort flennend zu Papa Staat rennen, damit der für einen wieder die Kohlen aus dem Feuer holt.
Zuletzt geändert von billy coen 80 am 02.05.2013 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
Baralin
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von Baralin »

Von einem Trailer oder eine Demo auf das fertige Spiel zu schließen klingt für mich nach einem nachvollziehbaren Gedankengang. Dennoch hat man eigentlich nur Vorteile, wenn man nicht sofort nach Release zuschlägt - man spart Geld und weiß bei den ganzen Reviews ziemlich genau, worauf man sich einlässt.
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Kajetan
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von Kajetan »

Enesty hat geschrieben:
Du hast überhaupt nicht verstanden, um was es hier geht.
Es geht darum, dass vorher gezeigte Demos dem entsprechen sollen, was der Kunde am Ende kaufen kann. Gut und richtig, und auf jeden Fall diskussionswürdig. Aber einklagen? Jetzt? Erinnert sich keiner mehr an Unreal 2? Oblivion? Tiberian Sun? Da waren Trailer/Screenshots auch meilenweit vom fertigen Spiel entfernt (bei letzeren lagen Galaxien dazwischen), aber da hat keiner geklagt (höchstens gab es einen erhobenen Zeigefinger). Warum? weil die leute auf das fertige Spiel gewartet haben, und sich nicht wie eine Horde Fanboys auf die Vorbesteller-Boni gestürtzt haben.
Du hast es immer noch nicht verstanden. Zum einen, wenn es damals schon Vorbesteller-Boni gegeben hätte, wäre genau das gleiche passiert und zum anderen, WARUM haben sich denn die Leute auf die Vorbesteller-Boni gestürzt? Weil das Spiel in diesem Trailer einfach klasse aussah. Dass das fertige Produkt aber deutlich SCHLECHTER aussieht und von der im Vorfeld vielgerühmten KI keine Spur zu entdecken ist, DAS ist der Casus Knackus.

Lös Dich doch endlich von diesem Vorbesteller-Bashing. Das ist nicht zielführend, um es mal höflich auszudrücken, weil es meilenweit am Kern der Sache vorbei geht. Vorbestellung schön und gut, soll man machen, wenn man möchte. Muss jeder selber wissen. Aber dann hat der Kunde auch das Recht, dass das fertige Spiel so ziemlich das enthält, was im Vorfeld versprochen wurde.Und z.B. nicht deutlich SCHLECHTER aussieht als in den Previews.

Wenn diese Klage durchkommt, dann sind die Publisher endlich dazu gezwungen ihre bisherige Marketingpraxis zu ändern, wo man im Kunden nur dummes Kaufvieh sieht, mit dem man es ja machen kann. Und Du verteidigst diese Praxis indirekt auch noch, in dem Du nicht mit dem Finger auf die Publisher, sondern auf die Vorbesteller zeigst und somit dem Publisher freie Schußbahn gibst ... weil die Deppen von Vorbestellern haben es ja nicht anders verdient, nicht? Die gehören straffrei über den Tisch gezogen, die gehören abgezockt.

Bis zu dem Tag, an dem es Dich bei einer Sache erwischt und Du dumm aus der Wäsche schaust, weil Dich z.B. ein Vermieter übers Ohr gehauen hat und Du nun Miete für Flächen zahlst, die Dir aber gar nicht zur Verfügung stehen, weil der Vermieter die Fläche zurückgebaut hat. Ist ja Dein Problem, hättest ja vorher jeden Tag auf der Baustelle vorbeischauen können ...
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KingBalthasarXX
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von KingBalthasarXX »

Die Geschichte ist doch wenn ein riesen Werbeschwung für SEGA /ironie off

Jetzt mal ernsthaft,
wenn ich mir Spieletrailer ansehe, Previews durchlese, Foren besuche, dann sollte sich doch
ein Bild des "Produkts" abzeichnen. Nur was SEGA/Gearbox hier gemacht hat is für mich die berühmte "rosa Brille". Alles richtig schön zurechtgezimmert damit es für jeden nach dem Spiel aussieht.
Das es am Ende Müll war, war dort eigentlich bekannt. Aber egal, die Kase hat gestimmt.

My 2 Cents

PS.: Man kann das Vorbestellen nicht verallgemeinern, es gibt Spiele da bekommt man das was draufsteht.
billy coen 80
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von billy coen 80 »

Kajetan hat geschrieben:Bis zu dem Tag, an dem es Dich bei einer Sache erwischt und Du dumm aus der Wäsche schaust, weil Dich z.B. ein Vermieter übers Ohr gehauen hat und Du nun Miete für Flächen zahlst, die Dir aber gar nicht zur Verfügung stehen, weil der Vermieter die Fläche zurückgebaut hat. Ist ja Dein Problem, hättest ja vorher jeden Tag auf der Baustelle vorbeischauen können ...
Das Beispiel hinkt ein Wenig finde ich. Das Beispiel ist offensichtlich Betrug, das Beispiel mit den Präsentationen und den Vorbestellern ist (mit viel bösem Willen) eine arglistige Täuschung. Außerdem kommt noch hinzu, dass Immobilienmiet- und Kaufverträge nicht so ganz mit dem Kauf eines "Luxusgutes" wie einem Videospiel zu vergleichen sind. Da hängt ja oft noch viel mehr dahinter.

Auch die Dringlichkeit stellt sich bei beiden Fällen sehr unterschiedlich dar. Ein Dach über dem Kopf braucht man einfach. Und bisweilen kommt es ja auch dazu, dass Menschen schon mit Hochdruck suchen (auslaufende Kündigungsfrist des Vorvertrages oder ähnliches). Da kommen sie bisweilen nicht umhin, die eine oder andere Kröte zu schlucken, was von manchen Vermietern gern ausgenutzt wird. Sollte es aber zu einem Betrug kommen, hat ja auch der Mieter oft gute Chancen, über eine Klage etwas zu erreichen.

Aber bei einem Videospiel besteht einfach NIEMALS die Dringlichkeit des "zuschlagen Müssens"; dieses Gefühl wird lediglich von der Industrie gern forciert. Deshalb: irreführende Werbung: vielleicht; arglistige Täuschung: hmmm...; aber Betrug am Vorbesteller: Kappes!

Und ja, auch ich bleibe dabei: wer sich blind ein Spiel kauft oder gar vorbestellt, ist selbst Schuld, wenn es letztlich Mist ist. Das gilt bei allen Produkten, warum nicht auch bei Videospielen? Es gibt überall (auch bei Videospielen) Rechte auf Ausbesserung (bei Spielen wäre das wohl eher der Umtausch) und irgendwann auf Geldrückgabe, wenn das erworbene Produkt Mängel aufweist, die nicht der Produktnorm entsprechen. Ist die Produktnorm aber eine niedrige Qualität, kann diese nicht als Rückgabeargument oder gar als Klagegrund herhalten. Da gibt es einfach zu viele Gegenargumente, allen voran: "Sie hätten sich ja über Vorzüge und Nachteile vorher informieren können..."

Dass vermehrt Kunden (speziell Videospieler) glauben, sie hätten ein Recht ein Spiel beim Händler zurückzugeben, mit dem Argument "das ist voll Scheiße", hängt glaub ich mit der doch teilweise bemerkenswerten Kulanz vieler Händler zusammen, die sich tatsächlich in solchen Fällen auf einen Umtausch einlassen, obwohl rechtlich keine Grundlage dafür besteht.
crazy710
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von crazy710 »

Auch wenn ich mich wiederhole:

Wenn ein Spiel falsche Eindrücke usw. vermittelt hat, dann wohl eindeutig Bioshock Infinite, denn das fertige Spiel hatte so garnichts mehr mit den Präsentationsvideos zu tun. Weder spielerisch, noch technisch, noch sonst irgendwie!!! Wie dieses Spiel derart in den Himmel gelobt werden konnte, ist mir immer noch ein Rätsel! Wir alle haben die unglaublich geilen Gameplay-Demos zu Bioshock Infinite gesehen. Diese Demos waren unmissverständlich mit dem Satz "this gameplay was made entirely from in-game footage" gekennzeichnet, also eine Garantie, dass das Video ein lauffähiges Spiel repräsentiert und kein gerenderter Zeichentrickfilm ist. Daraus hat sich unsere Vorfreude auf das Spiel resultiert
Die laut dem Spiele-Cover, über 80 dem Spiel verliehenen Preise hatten ausschließlich diese Demos/Präsentationsvideos als Grundlage.
Es ist in absolut allen Bereichen wie Grafik, Gameplay-Mechanismen, Interaktivität, Weitsicht, Detailgrad, Texturenqualität und Story-Elementen nur ein blasser Schatten davon, was wir in den zuvor gezeigten Spiele-Demos gesehen haben. Die veränderten Story-Elemente, Design und Aussehen von Helden oder bestimmte Szenen, die uns so genial in den Demos vorkamen und nur in "schlecht" ins Spiel übernommen wurden, könnte man noch verschmerzen. Ist ja auch ein Teil vom kreativen Prozess, Spieleentwicklung ist ein ewiges "work in progress".

Aber was ist denn aus der tollen Grafik geworden ? In den alten Demos waren eindeutig Xbox-Buttons als Kontrolle-Elemente eingeblendet, lief das Ganze also auf einer Xbox 360 ? Hat alles toll funktioniert und irgendwann im Laufe der Entwicklung mussten die Entwickler mit Entsetzen feststellen, dass es doch leichte Korrekturen nach unten notwendig sind, damit das Spiel runder läuft ? Ein Schock für alle Beteiligten also, tränenreicher Abschied von einer ehrgeizigen Vision ?

Oder war es in Wirklichkeit so: die Demos liefen auf einem Very-High-End-PC, Xbox-Buttons waren eine Attrappe und von Anfang an stand fest, dass die angekündigte Qualität nie erreicht werden kann, denn das Ganze muss ja nicht nur auf einem teuren PC, sondern auch auf den schwachbrüstigen "current generation" - Konsolen funktionieren. Also war das schlicht und einfach Betrug. Oder nennen wir es eine notwendige Marketing-Maßnahme ?

Hat ja auch super geklappt, die Begeisterung, die Vorfreude, die Auszeichnungen und die Vorbestellungen, und vor allem die tollen Wertungen über 90, denn schon mal auf den Hype-Zug aufgesprungenen Kritiker wollen einfach nicht mehr runter. Es wird gelobt, als ob es keinen Morgen gäbe. Die desaströsen Texturen an der 2 D-Grenze, Detailgrad, der diese Bezeichnung einfach nicht verdient, die stumpfen und repetitiven Gameplay-Elemente, der fehlende Killer-Argument - Interaktion mit Elisabeth, denn von der uns versprochenen lebendigen Begleiterin, die in Echtzeit auf die Welt reagiert und zu Allem ihren Senf abgibt, ist ja nicht viel geblieben, all das wird kurz von Kritikern angesprochen, vielleicht auch bemängelt, hat aber keinen Einfluss auf die Endwertungen.
Mit zitternden Händen habe ich dieses Spiel in meine Xbox eingelegt. Die absolute Krönung der Spieleentwicklung, das finale Kapitel der überstrapazierten Lebenszeit der aktuellen Konsolengeneration sollte es werden, das summa summarum der besten uns bekannten Spiele-Elemente, denn es hat ein sehr geiles Spiel als Vorgänger - Bioshock 1. Und was für eine herbe Enttäuschung ist es geworden ! Welch Ironie, denn Bioshock Infinite wurde im Anfangsstadium unter dem Titel "Project Icarus" konzipiert, ein Held als Namensgeber, der hoch hinaus wollte, sich überschätzte und mit aller Wucht auf die Erde knallte. Mit schwacher Grafik, zumindest auf den beiden Konsolen, mit praktisch 1:1 aus Bioschock 1 übernommen Story- und Gameplay-Elementen, die allerdings längst nicht so gut umgesetzt sind, wie im Bioshock 1, mit einer für aktuelle Spieleverhältnisse ehrgeizigen, aber klugscheisserischen und weitestgehend unbefriedigender Geschichte, die ein fragwürdiges Ende mit einem aufgezwungenen Twist bietet, ist Bioshock Infinite kein Überflieger, bleibt deutlich hinter Bioschock 1 zurück und ist höchstens Mittelmaß.

Lächerlich das sich jetzt bei Alien: Colonial Marines darüber aufgeregt wird, Bioshock hätte das viel mehr verdient!!!
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Thyrael
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von Thyrael »

Anla'Shok hat geschrieben:Was aber nichts daran ändert das die Leute selber schuld sind wenn sie wegen einem Trailer direkt vorbestellen
Ich pick mir deine Aussage mal stellvertretend raus. Was für ein Stammtischgeschwafel. Hoffentlich werdet ihr mal so richtig übern Tisch gezogen von jemandem, und zwar so, dass ihr rechtlich nichts dagegen tun könnt. Fehlt nurnoch die Aussage, dass sie wirtschaftlich alles richtig gemacht hätten und jeder andere in ihrer Position auch so handeln würde.
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v3to
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von v3to »

@billy coen: nach meinem rechtsverständnis gibt es einen klitzekleinen unterschied, ob es um reguläre waren oder lizenzen wie bei spielen, bzw software allgemein geht. bei waren, bei denen es um vortäuschen falscher tatsachen geht, geht die ware postwendend auf den hersteller zurück. wenn die angepriesene ware entsprechend mängel aufweist, steht man im recht, zu reklamieren und der hersteller entsprechend in der pflicht. wenn der hersteller zb nach agb definierten korrekturen nicht in der lage ist, entsprechend abhilfe zu schaffen, bleibt ihm nur die wandlung.

bei software, bzw lizenzrecht ist das mal arg verwaschen, bzw bei spielen gibt im ansatz noch nicht mal einen vernünftigen maßstab. wenn sich der hersteller mal bewegt, tut er das aus kulanz. was im falle von aliens colonial marines in messe-präsentationen als original-spielszenen gezeigt wurde, spielt offensichtlich in einer ganz anderen liga. auf diesen messen dürfen verbraucher auch probespielen und bekommen im ergebnis ein anderes produkt. geht ja nicht nur um geschönte screenshots. das gehört rechtlich imo schon geklärt, ob hier sega nicht den bogen überspannt hat.

mal ne frage in die runde: stammen die screenshots auf der verpackung eigentlich von der demo oder dem eigentlichen spiel? die bilder auf steam wirken auf mich, als stammen die noch aus der demo.
Zuletzt geändert von v3to am 02.05.2013 15:18, insgesamt 1-mal geändert.
billy coen 80
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von billy coen 80 »

Thyrael hat geschrieben:
Anla'Shok hat geschrieben:Was aber nichts daran ändert das die Leute selber schuld sind wenn sie wegen einem Trailer direkt vorbestellen
Ich pick mir deine Aussage mal stellvertretend raus. Was für ein Stammtischgeschwafel. Hoffentlich werdet ihr mal so richtig übern Tisch gezogen von jemandem, und zwar so, dass ihr rechtlich nichts dagegen tun könnt. Fehlt nurnoch die Aussage, dass sie wirtschaftlich alles richtig gemacht hätten und jeder andere in ihrer Position auch so handeln würde.
OK, ist deine Meinung. Wenn ich mir aber die klassischen Stammtischparolen (Marke: Bild dir deine Meinung) so vergegenwärtige, befinden sich die Leute, die ein Produkt blind kaufen und dann von Betrug (oder, um bei der Bild zu bleiben, von "Skandal") reden, dichter an diesem Argumentationsniveau. Sorry, empfinde ich halt so, ist meine Meinung... :oops:

Wie ich schon sagte: Die Sache mit Präsentationen, die letztlich fast nix mehr mit dem Endprodukt zu tun haben, ist schon mehr als grenzwertig. Aber wer (vielleicht sogar generell) Spiele kauft, ohne sich zu informieren, hat nun mal selbst Schuld. Jeder weiß doch, dass ein Spiel nicht zwingend suuuuuuupie werden muss, nur weil irgendein PR-Futzie sagt: "Das Game wird suuuuuuuuuupie!!!".

Ich hab mir in meiner Zockervita auch schon Graupen an Land gezogen, nur aufgrund von hübschen Bildchen und markigen Werbesprüchen. Ich hab das für mich aber immer so gesehen: "Wie können diese A...löcher nur so einen Mist auf den Markt schmeißen?!?!................ Und wie kann ich so blöd sein, den Schrott auch noch zu kaufen?!?! Steht doch in jedem Magazin, dass das Scheiße ist; hätt ich bloß mal vorher gelesen...!".

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber Eigenverantwortung steht nicht nur für das proklamieren von Rechten, sondern auch für das Akzeptieren und Geradestehen für eigenes Fehlverhalten (wozu für mich naives Konsumverhalten einfach gehört).

edit @ v3to: das mit den Gesetzgebungen im Falle von Mängeln bei "normalen" Waren ist mir durchaus geläufig; wurde ich im Zuge meiner kaufmännischen Berufsausbildung viele Unterrichtsstunden lang mit gequält (schauder!!!) :)

Was Alien CM angeht, sehe ich das ja auch so, dass das zumindest hart an der Grenze zu sein scheint. Muss nun halt nen Gericht entscheiden. Das mit dem Betrug an Vorbestellern in diesem Falle sowie im allgemeinen bei schlechten Spielen find ich nur halt etwas an den Haaren herbeigezogen.
Zuletzt geändert von billy coen 80 am 02.05.2013 14:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Creepwalker
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von Creepwalker »

Die Präsentationsversionen stehen (laut dem Kläger) nicht in Zusammenhang mit der finalen Qualität des Spiels.
Hatte auch sicher keiner explizit behauptet, dass sie dies tun...
Wenn man selbst dumm wie Brot ist um irgendwas zu verstehen und richtig zu machen, holt man sich einfach jemand Schlaues der dann für einen klagt.
Willkommen im amerikanischen (Un)Rechtssystem.

Werde ab jetzt immer den deutschen Wetterdienst verklagen.
Einfach weil nicht immer das eintritt, was "versprochen" wird...

Ne mal ernsthaft...das Spiel war sicherlich keine Meisterleistung und nicht so wie erhofft...
Aber deswegen zu klagen, ist schon arg dämlich und übertrieben.
Besonders wenn man bedenkt, dass es sicher nicht förderlich wäre, wenn Publisher und Entwickler von nun an, bei jedem Spiel, Gerichts- und Prozess- + Entschädigungskosten vorher einberechnen müsste.
Eigenverantwortung gehört nun mal dazu. Wer sich nicht selbst informiert, hat eben Pech.
Selbst "Lieschen Müller" ist nicht zu doof, um zu wissen wo und wie man sich informiert.
Resaka
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von Resaka »

Die spinnen die Amis...

Lausiges Spiel? Ziemlich sicher ja (habs mir nicht selbst angetan).

Deswegen klagen? Lächerlich. Wer sich etwas bestellt, bevor's fertig ist, wird vielleicht enttäuscht. So einfach.

Oder soll ich meine Exfreundin verklagen, weil es mit uns nicht so gklappt hat, wie sie mir das am Anfang unserer Beziehung vorausgesagt hat? In den US and A vielleicht sogar möglich... :biggrin:
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PanzerGrenadiere
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Re: Aliens: Colonial Marines: Wegen irreführender Werbung ve

Beitrag von PanzerGrenadiere »

Resaka hat geschrieben:Die spinnen die Amis...

Lausiges Spiel? Ziemlich sicher ja (habs mir nicht selbst angetan).

Deswegen klagen? Lächerlich. Wer sich etwas bestellt, bevor's fertig ist, wird vielleicht enttäuscht. So einfach.

Oder soll ich meine Exfreundin verklagen, weil es mit uns nicht so gklappt hat, wie sie mir das am Anfang unserer Beziehung vorausgesagt hat? In den US and A vielleicht sogar möglich... :biggrin:
blödsinn. es geht darum, dass das vorher gezeigt material nicht leicht abgeändert wurde, sondern mit kompletten müll ausgetauscht wurde. wenn sie mit dem material das spiel auch noch beworben haben, dann ist die klage gerechtfertigt. hier mal ein kleines video. http://www.youtube.com/watch?v=3z2qVebx ... e=youtu.be