Hälfte aller Gamer nutzt Raubkopien!

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johndoe-freename-56967
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Beitrag von johndoe-freename-56967 »

Ich habe mir Zero Hour gesaugt und die deutsche version gekauft weil ich keine lust hatte das 2 1/2 fache zu zahlen gehöre ich jetzt zu den Bösen?
johndoe-freename-67087
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Re: also..

Beitrag von johndoe-freename-67087 »

GuMa hat geschrieben:ich kaufe nur spiele die online zu zocken sind.. :/

wegne cd key.. spiele wie mp2 splinter cell etc.. besorge ich mir :)) es is wirklich ne frechheit mit den preisen :/ wo noch die dm am start war kosteten die meisten spiele max 80dm :/ und jetzt..? pff...
mit der meinung sind wir hier nur ziemlich einsam :cry:

die meisten kommen einem dann nur mit beispielen der hirnverbrannten nintendo preise (dem der die bezahlt hat hat man eh ins hirn geschiessen).
boardcetcha
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ich sag nur eins

Beitrag von boardcetcha »

man vergnügt sich solang mit vielen 0815 games ausm netz bis das lang erwartete spiel endlich draussen ist! Ist dieses Spiel aber doch ein Flop (ist es meistens!) dann verkauft man es wieder bei ebay! Far Cry war bei mir ein Kaufmuss, bin auch ziemlich zufrieden damit, half life 2 werde ich mir auch auf jeden fall kaufen, alleine wegen cs mit der source engine!
ErikStoni83
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Beitrag von ErikStoni83 »

Kain_
Beiträge: 92
Verfasst am: Fr Jun 11, 2004 5:55 pm
Titel:

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@ Darkmoon2k

glaubst du wirklich das es schwere ist eine raupkopie eines konsolen spiels (speziel für die xbox, ps2) anzufertigen?

@Dauerzocker
den ganzen spiele firmen hilft das aber auch nich weiter, wenn du die games ausleihst und durchzockst. das bringt denen genau so viel als würdest du die dir brennen.

@purchaser
ja ich würde die ab 20€ (bis 30€ für fette titel) kaufen. urteile nicht über leute die du nich kennst.


Man merkt du kennst dich nicht aus, Zwar ist das Anfertigen easy so nun klär ich mal ein paar klugscheisser auf in punkto konsole.

Wenn du in einer Konsole ein Chip eingebaut hast wirt automatisch deine konsole für internet gesperrt. Bei Microsoft geht man sogar soweit das du komplett gebannt wirst , dein name, deine kreditkartennummer usw. Bei Ps2 ises auch nicht viel anders. Wenn du angenommen ein chip hast und mit socom online zocken willst sobald du dich einlogst sieht das das system und batz ps2 online ganz gesperrt kannst neue netzwerkkarte dafür kaufen.

Im übrigen würde ich meine xbox nicht mit ein chip ausstatten mit der gefahr das sie in arsch geht.

Chip einbauen heist auch mit Sofortiker wirkung keine Garantie mehr !
johndoe-freename-67039
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Beitrag von johndoe-freename-67039 »

@Naughty Dog
ja... ich bin der Meinung das Raupkopien notwendig sind. :P

nun lauf ich wohl doch Gefahr, diesen Thread etwas zu sprengen 8)
Es geht dabei doch vorallem um Reproduzierbarkeit von Werken jeglicher Art.
...oder besser um Eigentumsrechte in unser heutigen Informationsgesellschaft.
Wie öffentlich soll und darf Wissen sein?

Die Grundlage der internationalen Regelungen für geistiges Eigentum (Intellectual Property Rights – IPR) ist das uneingeschränkte Festhalten am Konzept des geistigen Eigentums, das allerdings in elektronischen Umgebungen zunehmend problematisch wird. Die ursprüngliche Balance zwischen öffentlichem Interesse an der freien
Zugänglichkeit zu Wissen und Information und den Schutzinteressen der Urheber/Verwerter hat sich eindeutig zugunsten einer Privatisierung und Kommerzialisierung mit der Konsequenz der Verknappung von Wissen und Information verschoben. Ursache für die Verstärkung der IPR-Regelungen ist die fortschreitenden Telemediatisierung aller intellektuellen Lebensbereiche mit Konsequenzen für Produktion, Vertrieb und Nutzung von intellektuellen Werken. Hierdurch entstehen zunehmend informationelle Paradoxien.

Aber es gibt durchaus Gegenmodelle zur kommerziellen Aneigung und Vermarktung von Wissen und Information und damit Hinweise auf die Möglichkeit einer neuen Informationswirtschaft und einer neuen Freizügigkeit beim Umgang mit Wissen und Information. „Freie Software“, „Open Access“ und „Napsterisierung“ haben mit dem zu tun, was traditionell „geistiges Eigentum“ oder „geistige Eigentumsrechte“ genannt wird. Sie zeigen auf, dass genau diese Begriffe des geistigen Eigentums und der Rechte an diesem in der Gegenwart zumindest dann fragwürdig werden, wenn die aus dem Begriff des Eigentums abgeleiteten Rechte direkt, wie es heute überwiegend der Fall ist, mit
einer Politik der kommerziellen Verwertung gekoppelt werden. Über die Regelungen des Zugangs und des Zugriffs zu/auf Wissen und Information entscheiden sich letztendlich die Chancen eines jeden einzelnen, in gegenwärtigen Informations- und Kommunikationsgesellschaften erfolgreich abschneiden zu können und die Chancen zukünftiger Generationen, auf den Bestand vorangegangenen Wissens aufbauen zu können, entscheiden sich Inventionsfähigkeit der Wissenschaft und Innovationskraft der Wirtschaft.
Ebenso hängt es von diesen Regelungen ab, ob sich offene, vernetzte Kommunikationsstrukturen entwickeln können, die neue Formen medialer und politischdemokratischer Öffentlichkeit entstehen lassen. Und nicht zuletzt wird die Überwindung der Digital Divides mehr eine Funktion der Freizügigkeit beim Umgang mit Wissen und Information sein
(sei es Software, sei es klassisch publiziertes Wissen) als eine von starken IPR-Regelungen.

Schon Walter Benjamin, der das gleiche Problem der Reproduzierbarkeit von Werken aller Art schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts vor sich hatte und erkannte: die Massen haben das Recht, sich das alles wieder anzueignen. Sie haben das Recht zu kopieren, und das Recht, kopiert zu werden.

so erstmal ende :P
Das alles nennt sich übrigens Informationsethik 8O

Generell ist aber zu sagen je mehr Kopierschutz, umso weniger Geschäft ...siehe auch DRM bzw. TCPA :wink:

Und natürlich ist der Schaden der Softwarebranche nur rein theoretisch, oder glaubst du wirklich daran, dass illegale Software oder Musik im gleichem Ausmaß legal erworben würde ? :lol:
...schon allein davon auszugehen das jeder Inder oder Chinese, der illegale Software benutzt, diese auch bezahlen könne, ist mehr als lächerlich :wink:

Bei den ersten Computern hat sich doch niemand über Kopierschutz wirklich Gedanken gemacht. Das Betriebssystem wurde letztendlich genauso kopiert wie Anwendungssoftware oder ebend Games (erinnert sich jemand noch an die C-64 Zeiten mit Datasette ^^). Microsoft zum Beipiel hat selbst grossflächig Raubkopien verbreitet, wie sonst hätte Microsoft auch so marktbeherrschend werden können. Dies wird auch heute noch teilweise so propagiert... ganz nach dem Motto lieber einen illegale Microsoft-Version, als gar keine Microsoftversion auf dem Rechner (haben wohl Angst vor Linux 8)

p.s. trotzdem kaufe ich mittlerweile meine Software (den C-64 benutz ich mittlerweile ja selten), ich geh ja auch ins Kino, auf Konzerte oder sonstwas :D

\\\"Everyone says that the ownership and control of information is one of the most important forms of
power in contemporary society … . It is intellectual property, not the regulation of cyber-smut, that
provides the key to the distribution of wealth, power and access in the information society. The
intellectual property regime could make -- or break -- the educational, political, scientific and cultural
promise of the Net.” [Boyle 1997]


achso irgendjemand, weiss leider nicht mehr wer :oops:
...hatte da diesen tollen Vergleich mit dem Laden und der Zeitung. Der hinkt leider etwas, da ja ne Raubkopie KEIN Original ist. Ne Raupkopie einer Zeitung wäre, wenn Du Dir die kurz von nem Freund ausborgen würdest, auf nen Kopierer legst und alles abkopierst und sie wieder zurück gibst :D
...mal abgesehen davon, das man vermutlich mehr Geld für das Kopieren ausgeben würde als für die eigentliche Zeitung, wäre es interessant ...welche rechtlichen Konsequenzen das mittlerweile hätte, aber da kommen wir wieder auf das Thema Informattionsethik :P

so jetzt aus... ich muss schlafen gehen 8)
johndoe-freename-865
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Beitrag von johndoe-freename-865 »

Einen langen und guten Beitrag hat mein Vorgänger da geschrieben.
In den meisten Dingen gebe ich ihm ja auch Recht, und ich bin auch der Meinung, dass Wissen jedem frei zugänglich gemacht werden sollte.
Jetzt stehen wir aber vor dem Konflikt, dass ja sehr viele Firmen ihr Kapital in Form von Wissen haben. Mercedes würde ja auch nicht so gute Autos bauen, wenn dort nicht ein enormes Wissen stecken würde.
Vielleicht sollte man sagen: Jeder hat das Recht zu erfahren, wie ein Auto funktioniert, aber wieso der Motor X 5% mehr Leistung hat, kann ja Betriebsintern bleiben. Hinter diesen Forschungen steckt wahnsinnig viel Geld, welches ja wieder eingespielt werden muss.
Jetzt wird es bei Softwarefirmen etwas komplizierter. Deren Kapital ist nunmal 100% reprodizierbarer Code! Oft stecken nicht wahnsiinig neue Algorithmen, Programmiertechniken, ... dahinter, sondern angewandtes Wissen und eine Menge Zeit es zu programmieren. Soll nun jetzt wirklich jeder das Recht auf diesen Code haben? Auf diese Weise würden keine aufwendigen Projekte mehr entstehen und es käme zum Stillstand.
Bei Computerspielen ist dieses Wissen ja zugänglich. Programmiertechniken werden in guten Foren erklärt, und zwar alles von Kollisionserkennung, über Vertex Shader bs hin zu einer sogar freien Physikengine. Wir kaufen also mit einer Far Cry CD nicht das Wissen wie man es macht, sondern dass es jemand gemacht hat. Und dass es viele Leute auch gute gemacht habe, besser als man es selbst hätte tun können. Wer hat sich denn noch nie an ein 3D-Renderer getraut? Wahrscheinlich die wenigstens, leider können sich die Ergebnisse NICHT mit denen aus der Branche messen. Wir bezahlen demnach die mehrer Stunden, die ein professioneller und erfahrerener Grafiker vor Maya sitzt und Models bastelt.
Wir kaufen Arbeitszeit nicht wissen!
Demnach ist es auch nicht legitim in irgendeiner Form, Code zu klauen oder Spiele zu kopieren.

Der Vergleich mit dem Zeitschriftenladen hinkt in gewisser Weise, jedoch spiegelt er sehr gut die Einstellung wieder, dass man sich ja alles holen kann, mit der \"Berechtigung\", dass es Schund sei!

Übrigens kosten CD weniger als 20€. Viele CD laufen aber mehr als 20 mal durch den CD Player! Bieten daher mehr als 15 Stunden Hörspaß. Trotzdem will jeder verdammt viel MP3 auf seinem Rechner haben. CDs kauft sich keiner mehr, weil: \"Bloß weil mir ein Lied gefällt, kaufe ich doch nicht gleich die ganze CD!\"

Ich würde dieses Verhalten einfach als eine Form der Sucht bezeichnen. Die \"Ich muss jedes Spiel haben\"-Sucht oder \"Ich habe mehr MP3s als du\"-Sucht.
Niemand hier hat doch noch Überblick, welche der vielen Tausend MP3 er wirklich hat und hört tatsächlich aber eh nur einen kleinen Teil. So ist es doch auch mit Filmen die man zieht. Ein Freund sammelt Filme, nur um möglichst viele zu haben. Es sind inzwischen mehr als 500 Stück, die meisten auf 2 CDs. Sein CD-Stapel ist ist knapp 2 Meter hoch. Schaden richtet er nicht wirklich an, weil es ja nicht konsumiert, allerdings war er seit Jahren nicht mehr im Kino, mit wenigen Ausnahmen. Außerdem trägt er zur weiteren Verbreitung bei, auch wenn er sie nicht verkauft.
Süchtige wissen nicht zu schätzen, was sie haben, da sie bereits auf der Suche nach dem nächsten \"Download\" sind. So laden sie eine Menge Schrott runter um es mal zu testen, im Hintergrund zieht man aer fleißig weiter. So wird keine Beziehung zu dem erworbenen Objekt aufgebaut, da man keine Gegenleistung in Form von Programmieren oder Geld reingesteckt hat. Nach 2 Missionen wird es wieder gelöscht. Der Schaden nicht wirklich hoch, da man sich das Spiel auch so nicht gekauft hätte, jedoch sinkt die Bereitwilligkeit etwas zu kaufen, da ein heißer Titel einem weniger gibt, es ist ja nur einer unter vielen Titeln, der ein bisschen besser ist. Und die meisten rechtfertigen das mit teurern Hardwarepreisen, dann saugen sie es zum Testen ihres Rechner, protzen in Foren mit ihrer Graka und kaufen das Spiel nicht wirklich, da sie beim Testlauf schon halb durch haben.
Und wer sagt: \"Nach 2 Tagen habe ich das 10-Stunden Spiel durch\", der braucht aj 3 Spiele pro Woche! Irgwndie klingt das für mich sehr nach einer Sucht. Schließlich sind es oft mehr als 10 Stunden und wenn man das auf den Preis pro vergnügliche Stunde berechnet, kommt man auch nicht teurer weg als mit Kino, meistens sogar billiger.
johndoe-freename-42413
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Beitrag von johndoe-freename-42413 »

garnicht übel mal so zu sehen, wieviele straftäter sich hier trauen zu posten. alle achtung.... :wink:
johndoe-freename-65325
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Beitrag von johndoe-freename-65325 »

@ Kraxz: Was den tatsächlichen Vorgang angeht, mag mein Vergleich mit den Zeitschriften hinken - rechtlich aber nicht.

Interessanter Comment von dir, in dem sicherlich auch ein Stück Wahrheit steckt. Allerdings sehe ich die Sache immer noch so, dass Raubkopien weder notwendig, noch hilfreich sind. Der C64 hat zwar auch und gerade wegen der Raubkopien immense Verbreitung gefunden - er ist aber auch an ihnen zugrunde gegangen.

Ebenso ist es Fakt, dass besonders kleine Unternehmen in der Musik- und Spielebranche unter Raubkopierern leiden oder gar in die Insolvenz gehen.

Bei Branchenriesen wie EA dagegen können Raubkopien wieder förderlich sein, da ihre Titel somit einen hohen Bekanntheitsgrad unter Spielern erlangen und es immer noch viele Spieler gibt, die sich deren Software legal zulegen. Und das kann es ja wohl nicht sein.
Oftmals ist es ja nicht einfach nur raubkopieren, viele nutzen Raubkopien auf Schulhöfen/Firmen etc. auch noch um mit dem geistigen Eigentum ander Profit zu machen.
Nein nein, die Branche (vor allem im Musikbusiness)neigt zwar zur Übertreibung und Theatralik - aber Raubkopiererei bleibt eine Sauerei, die auf Kosten der ehrlichen Käufer geschieht. Und sei es nur, dass ein hoffnungsvoller Titel deswegen keinen Nachfolger erhält...
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D@edalus
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Beitrag von D@edalus »

Weiter oben hat einer mal gesagt, dass er sich Games, die nur 20-30 Euro kosten würden, durchaus kaufen würde.

Hier möchte ich zustimmen.

Einem kleinen Kreis wäre das vermutlich immer noch zu teuer, und er würde saugen ohne Ende, aber ich denke dass doch viele Spieler dieses Angebot nutzen würden.

Es ist doch etwas völlig anderes, wenn man ein richtiges Spiel mit Original-CD und Cover und ordentlicher Hülle usw in der Hand hat.

Allerdigs muss das Spield dann auch was bieten.

Beispiel:
Ich habe mir sofort Deus Ex gekauft, als es in Deutschland auf den Markt kam.
Richtig schön riesige Hülle, nich so ein dummes DVD-Dingen. Boaaaarrrr, geil. Mehrfach durchgespielt, die 80 Mark waren sehr sinnvoll angelegt.

So, dann kam Deus Ex 2.
Demo gezoggt, total entäuscht.
Gebrannte Version gespielt, immer noch entäuscht, hätte ich mir nie gekauft, bzw mich tierisch geärgert für das verschossene Geld. Immerhin 50 Euro, 20 DM mehr als DX 1 und dumme kleine DVD-Box ohne Handbuch.

Das generelle Problem der hohen Raubkopierzahlen liegt für mich auch im absolut schlechten Preis-Leistungsverhältnis. Es lohnt sich einfach nicht mehr, sehr viel Geld für etwas auszugeben, was nicht lange anhält und dann auch noch lieblos und innovationslos serviert wird.

Hugh, ich habe gesprochen ;)
johndoe-freename-67039
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Beitrag von johndoe-freename-67039 »

@Star K.
Viele Dank für deinen ebendfalls guten und durchdachten Beitrag.
Du hast natürlich bei dieser Thematik genau den Kern getroffen.
-- >Wir kaufen Arbeitszeit nicht wissen!
... oder in Bezug auf Games, wir geben das Geld ja aus um unseren Spass zu haben (jedenfalls meistens..hehe) und uns zu erholen. Es besteht ja keine wirkliche Notwendigkeit, das ich ein bestimmtes Game spielen muss. Es ist ein Hobby, ebendso wie vieleicht Surfen, Segeln etc.
..und die letztgenannten sind weitaus teurer :lol:

Nehmen wir an, ich trinke gern Bier, dann kann ich ja nicht allen Ernstes erwarten, das ein herkömmlicher Bierhersteller mich kostenlos mit Bier beliefert. Ich glaube die wenigstens würden gern für umsonst arbeiten (was die Leute, die die Bier herstellen, ja letztendlich machen müssten :wink:
...obwohl natürlich herkömmliches Bier generell schlecht zu kopieren ist 8)

Demnach ist es natürlich nicht legitim in irgendeiner Form Spiele zu kopieren !!!(Code hab ich mal bewusst rausgelassen)

...und ich nehm nochmal den Begriff Information auf, um das Dilemma einer Politik der kommerziellen Verwertung zu verdeutlichen.
Wielange ist die Haltbarkeit von \"Eigentumsrechten\"? ...oder anders, ab wann darf und muss Information (und hier auch Code) frei zugänglich für alle werden. Ist es sinnvoll eine 2-Klassen-Hierarchie aufzubauen? Die einen haben Zugang zu bestimmten Informationen, da sie das Geld besitzen, und die anderen ebend nicht? Da Information aus sich selbst heraus geschaffen wird, und vorallem auf anderen Informationen basiert, ist dies mittlerweile die wichtigste Frage.

Die Informationsindustrie will natürlich die \"Eigentumsrechte\" auf ewig festschreiben.
Also einmal geschaffene Information immer und immer wieder verkaufen (siehe Lizenzen).
Nehmen wir an, Archimedes hätte heute noch die \"Rechte\" an seinen Formeln oder die IPR-Regelungen wären damals schon in Kraft.
..auf welchen Stand wären wir dann wohl heute ...wissenschaftlich, kulturell und politisch? :D
Wieweit behindern diese sogenannten \"Eigentumsrechte\" den Fortschritt ?
überspitzt gesagt ... vermutlich müssten wir noch mit der Keule in der Hand rumlaufen und jagen gehen :?

Aber es gibt ja mittlerweile durchaus auch in der Softwareindustrie (im Gegensatz zur Musik- und Filmindustrie) erfolgreiche alternative Ansätze (siehe Linux oder \"Open Source\") dieses Dilemma anzugehen.
...und heh ...ein schwacher Trost auch viele Spiele werden irgendwann Freeware (nach 10 - 15 Jahren).
aber welche Suchtis hier könnten schon 10-15 Jahre auf Halflife2 warten :P


@Mondknallschlumpf
auch Dir muss ich natürlich recht geben.
...ohne Geld kann man von keiner Spieleschmiede erwarten, das diese hochwertige und anspruchsvolle Games rausbringt. Und leider sind es gerade die kleinen und guten Spieleschmieden, die davon abhängig sind, das es auch ein grosser kommerzieller Erfolg wird. :cry:
Ich persönlich gebe gern Geld für ein gutes Spiel aus, weil ich ja auch auf ne Erweiterung hoffe und damit ja auch zeige ...heh Leute ihr habt hervorragende Arbeit geleistet, macht weiter so.

...aber wie auch schon in meinem ersten Beitrag in diesen Thread erwähnt ... viele Probleme der Spieleschmieden oder Publisher sind meistens auch hausgemacht. Da wird die Zielgruppe einfach mißachtet, ein lahmes Spielkonzept einfach nochmal aufgebrüht oder einfach nur ein fehlerhaftes Produkt verfrüht auf den Markt geworfen, da ja Weihnachten vor der Tür steht ...und wie kann man sinkende Einahmen besser erklären, ohne als Unternehmen doof dazustehen als mit mehr Raubkopien :roll:
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Sid6581
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Beitrag von Sid6581 »

Eines gebe ich gerne zu: Alles lamentieren über Strafbarkeiten bringt nichts, denn was theoretisch strafbar ist und was real gemacht wird, sind zwei unterschiedliche Sachen. Mit Gerichtsverfahren bekämpft man daher hauptsächlich Symptome, aber wohl nicht die Ursache. Wie gesagt, ich habe kein Mitleid mit irgendeinem der coolen Warez-Kiddies, die auf einmal vor einem riesigen Schuldenberg stehen, aber trotzdem hilft es ja leider nicht weiter, an deren Gewissen zu appellieren, weil sie entweder nicht genug Geld haben oder sich einfach der Tragweite ihrer Handlung (die Gefährdung ihres eigenen Hobbys) nicht bewusst sind.

Hierbei muss man natürlich sagen, dass die Industrie hier bereits gut gegenlenkt. Spiele kosten bei Neuerscheinen nicht mehr als 40-45 Euro und sinken ziemlich schnell auf 30 Euro. Ganz krasse Beispiele wie No Ones Lives Forever 2, Temple of Elemental Evil oder Railroad Tycoon 3 gehen noch viel weiter runter. Hier zeigt sich dann aber auch, dass trotzdem munter weiter kopiert wird. Denn egal was manche sich hier in die eigene Tasche lügen, Raubkopieren ist cool, kaufen ist was für Spiesser.

Spielepreise als Gegenargument ziehen also kaum. Als nächstes wird dann gerne auf die Qualität der Spiele verwiesen. Wie schon vorhin gesagt wurde, man kann ja auch nicht in den Laden gehen und sich einen DVD-Player klauen mit der Begründung \"Der hat mit +RW Medien Schwierigkeiten\".

Ganz ehrlich, ich sehe momentan kaum einen Ausweg aus dem Dilemma. Raubkopierer werden sich immer mit fadenscheinigen Ausreden in die eigene Tasche lügen und sich dann auf einmal (wie beim Amiga) wundern, dass es keine Spiele mehr gibt.

Denn ob ihr es glaubt oder nicht: Die ständigen Umsatzverluste ggü. den Konsolen jedes Jahr sind zumindest auch auf Raubkopien zurückzuführen. Firmen wie Atari verringern ihr PC-Engagement, EA fährt mit der PS2 dreimal soviel Geld wie mit dem PC ein. Die Warez-Kiddies werden sich irgendwann wundern, wenn auf einmal keine Fortsetzung mehr zu ihrem Lieblingsspiel kommt, weil dies wirtschaftlich unattraktiv geworden ist. Ich persönlich hoffe ja, dass die Spieleindustrie endlich mal aufwacht, sämtliche Tauschbörsen effektiv mit Fakes überflutet, Leech-User in Massen verklagt und auch die ganzen Crack-Seiten (gibt ja nicht soviele grosse) dichtmacht - das wäre zumindest ein Anfang.
johndoe-freename-65416
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Beitrag von johndoe-freename-65416 »

Also ich sehe das so:
Da ich nur an die Wirtschaft denke und nicht an das Volk, finde ich die Preise zwar ein wenig überhöht um 5€, aber ok. Es sollten überall der Kopierschutz wie bei DTM Race Driver 2 sein, da gibts bis heute kein Crack. Im übrigen mache ich es meistens so:
Wenn ich ein Spiel voll geil finde und es eigentlich gerne spielen würde aber keine Lust habe das Geld auszugeben dann Spiel ich es eben nicht.
Das gleiche gilt für Musik.
Ich lade sie mir nicht, kaufe sie mir aber auch nicht egakl wie geil sie sind.
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Sabrehawk
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Beitrag von Sabrehawk »

Der beste Kopierschutz ist immer noch :

EIN SUPERGUTES PRODUKT ANZUBIETEN.

Und nicht den ganzen bugvermüllten Dreck mit dem
einem der letzte Euro aus der Tasche gezogen
werden soll.

Dazu noch ne Online Key verification und keine
exoten mist kopierschütze wie STARFORCE oder
ähntliches die ungefragt an deiner windows
installation rumpfuschen.
johndoe-freename-14664
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Beitrag von johndoe-freename-14664 »

Tja, so ist es nunmal.
So wird es auch immer bleiben.

Und bei dieser Wirtschaftssituation der Deutschen wird es sich nicht bessern.
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konsolero
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Beitrag von konsolero »

ob ich mir ein spiel nich kaufe oder brenne macht das für die software industrie nix
im gegenteil mediamarkt verdient an meinen rohlingen

gute games kauf ich mir natürlich auch
aber den ganzen mittelwärtigen schrott.... :roll:

raubkopierer sind meiner meinung nach nicht schuld das liegt ganz allein am system und wenn einem das ermöglicht wird eine \"sicherheitskopie\" zu erstellen dann tu ich das
auch wenn das ein bisserl davon abweicht

früher hat das keinen groß interessiert
aber heutzutage wo schon fast der 1cm³luft geld kostet motzt jeder rum und will für wenig leistung viel kohle scheffeln

fazit: gute spiele=sein geld wert