Hatred: Die ersten zehn Minuten

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Temeter 
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Temeter  »

mr archer hat geschrieben:Na, vergleichen wir doch mal. Wir haben auf der einen Seite ein ins Absurde übersteigertes Splatter-Klopp-Spiel, in dem Gegner, nachdem man ihnen ein Messer von unten nach oben durch den Schädel gerammt hat einfach so wieder putzmunter aufploppen, weil ja noch ein paar Runden anstehen. Auf der anderen Seite haben wir einen bis an die Zähne bewaffneten Brachial-Nietzscheaner für Arme, der gesellschaftsverachtende Hasskommentare vor sich hin brubbelt und Wehrlosen in den Rücken schießt. Splatter gibt's gar keinen.

Halten wir fest - was Leute hier im Thread als bedenklichen Gewaltgrad definieren, ist relational. Und um es für Skabus noch einmal zu wiederholen: Kontext
Ach komm schon, das war nur ein bischen Sarkasmus. :wink:

Wobei ich durchaus sagen würde, dass die Videos von Hatred schon in jeder Hinsicht lächerlich überzogen rüberkommen. Persönlich kann ich das kein bischen ernst nehmen.

In meiner Erfahrung erzielt das ermorden völlig belang- wie lebloser Spielcharachtere in einem absurden Szenario eigentlich wenig Reaktion. Nehmen wir das Beispiel GTA, da ist es mir relativ latte, wenn ich bei einer Verfolgungsjagd nun den ein oder anderen Passanten über den Haufen fahre. Könnten genauso gut Zombies sein.
Ein realistisches Szenario, in der das Schicksal zufälliger Passanten interessiert, ist schwer in einem Spiel zu erzeugen. Selbst in einem Witcher interessieren zu 95% eher Charachtere mit Namen und Persönlichkeit.
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mr archer
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von mr archer »

Temeter  hat geschrieben:
Wobei ich durchaus sagen würde, dass die Videos von Hatred schon in jeder Hinsicht lächerlich überzogen rüberkommen. Persönlich kann ich das kein bischen ernst nehmen.
Sicher. Mir stellt sich bei Destructive Creations halt nur die Frage, ob man hier mit den Machern lacht oder nicht eher über die Macher.

Bei Mortal Combat stellt sich mir diese Frage nicht. Ein Spiel, in dem die Zahnfee einen komplett überzogenen Martial Arts - Kampf gegen den Predator hinlegt - das ist doch harmlose Unterhaltung für große Kinder.

Ich schaffe es halt im Gegenzug nicht, Hatred und seine Macher so richtig harmlos zu finden. Ist natürlich ein subjektives Problem, keine Frage.
Zuletzt geändert von mr archer am 01.06.2015 11:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Skabus »

@mr archer: Du kannst es gerne wiederholen so viel du willst. Das macht dein argumentationsloses Mantra auch kein Stück sinnvoller, tiefgründiger oder ernstzunehmender.

Wenn du dich lächerlich machen willst, bitte. Ist deine Entscheidung.

MfG Ska
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WH173W0LF
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von WH173W0LF »

mr archer hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:
Skabus hat geschrieben:Nicht? Explizit sichtbare Knochenbrüche, Innenansichten von Organen die durchstoßen werden, abgerissene Köpfe, Leute die mit ihren eigenen abgetrennten Armen verprügelt werden, rausgerissene Körperteile, etc. findest du weniger brutal?

Du hast ne komische Gewaltwarnehmung.

Hier vielleicht mal ein Eindruck vom neuen Mortal Kombat: https://www.youtube.com/watch?v=-tGOsiaC68I
Wow, das ist mal hässlich. Aber Leute, die sich wehren, haben immerhin einen brutalen Tod verdient.
Na, vergleichen wir doch mal. Wir haben auf der einen Seite ein ins Absurde übersteigertes Splatter-Klopp-Spiel, in dem Gegner, nachdem man ihnen ein Messer von unten nach oben durch den Schädel gerammt hat einfach so wieder putzmunter aufploppen, weil ja noch ein paar Runden anstehen. Auf der anderen Seite haben wir einen bis an die Zähne bewaffneten Brachial-Nietzscheaner für Arme, der gesellschaftsverachtende Hasskommentare vor sich hin brubbelt und Wehrlosen in den Rücken schießt. Splatter gibt's gar keinen.

Halten wir fest - was Leute hier im Thread als bedenklichen Gewaltgrad definieren, ist relational. Und um es für Skabus noch einmal zu wiederholen: Kontext
Ich bin doch sehr verwundert Mr Archer. Hatred ist doch genauso absurd. Der Protagonist hält zuviel aus, kann sich mit Finishern heilen, hat zig Magazine und Waffen im Mantel die ihn kein Stück verlangsamen, die Zivilisten verhalten sich wie Hühner, ein Bild weiter haben die Zivilisten gar nichts mitbekommen obwohl Sie klar in Hör- und Sichtweite sind, die Cops schaffen es das ganze Game und sogar in der Endsequenz mit vier M16 Magazinen gleichzeitig nicht den Boy umzulegen, obwohl er jede Kugel aus einem Meter entfernung gefressen hat und zum Schlus gibt es noch eine Atombombe für die Menscheit.

Wenn das NICHT absurd ist, waren die ganzen Schulamokläufer wohl einfach nur blutige Anfänger die es nicht aus dem "ersten Gebäude geschafft haben" und auch "keine Ahnung von einem HP-Refresh-Finisher gehabt haben". Dass die Boys ohne eine Atombombe angefangen haben ist ja mal deren eigene Blödheit oder wie soll man das verstehen? Ich frage mich langsam ernsthaft wer hier wen verhöhnt.

Ernsthaft: Wenn einem die Sache emotional zu nahe geht, ist es vollkommen in Ordnung wenn man ein solches Spiel nicht spielen möchte, aber man kann es doch nicht verteufeln und andere Spiele mit vergleichbarem Inhalt akzeptieren. Vor allem nicht wenn sich beide Titel "angeblich" (Auch das bleibt bis ins Detail streitbar) nicht oder dann doch ernst nehmen.

Ich wünsche mir ja auch kein GTA-Verbot weil eine meiner Tanten bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist und Fahrzeuge sowie deren demolierung der Schwerpunkt des Games sind. Im Gegenteil ich grase den Bürgersteig hier und da auch einfach mal ab oder verursache absichtlich einen Auffahrunfall wo der Fahrer des vorderen Autos durch die Windschutzscheibe aus dem Auto geschleudert wird.
Zuletzt geändert von WH173W0LF am 01.06.2015 12:07, insgesamt 5-mal geändert.
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mr archer
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von mr archer »

G34RWH33L hat geschrieben: Ich bin doch sehr verwundert Mr Archer. Hatred ist doch genauso absurd. Der Protagonist hält zuviel aus. hat zig Magazine im Mantel die ihn kein Stück verlangsamen, die Zivilisten verhalten sich wie Hühner, die Cops schaffen es das ganze Game und sogar in der Endsequenz mit vier M16 Magazinen gleichzeitig nicht den Boy umzulegen obwohl er jede Kugel aus einem Meter entfernung gefressen hat und zum Schlus gibt es noch eine Atombombe für die Menscheit. Wenn das nicht absurd ist, waren die ganzen Schulamokläufer wohl einfach nur blutige Anfänger die es nicht aus dem ersten Gebäude geschafft haben oder wie soll ich das verstehen?

Ernsthaft: Wenn einem die Sache emotional zu nahe geht, ist es vollkommen in Ordnung wenn man ein solches Spiel nicht spielen möchte, aber man kann es doch nicht verteufeln und andere Spiele mit vergleichbarem Inhalt akzeptieren. Vor allem nicht wenn sich beide Titel "angeblich" nicht ernst nehmen.

Ich wünsche mir ja auch kein GTA-Verbot weil eine meiner Tanten bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist und Fahrzeuge sowie deren demolierung der Schwerpunkt des Games sind. Im Gegenteil ich grase den Bürgersteig hier und da auch einfach mal ab.
Ich sehe einfach nicht, an welcher Stelle Mortal Combat und Hatred ihrem Inhalt nach vergleichbar sein sollen. Erschließt sich mir nicht.

Natürlich ist Hatred absurd. Auf diversen Ebenen. Ich habe auch nirgends behauptet, ich hielte das Szenario für realistisch. Es ist immer noch ein Spiel. Mein Problem mit demselben habe ich denke ich auf den letzten Seiten geschildert. Ich traue den Machern schlicht nicht übern Weg. Emotionales Problem. Aufgrund meines Informationsstandes zum Projekt nicht letztlich verifizierbar. Bauchgefühl. Subjektiv.
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Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Skabus »

@mr archer: Wenn du jetzt ernsthaft nicht verstehst, welchem Grundgedanken der Vergleich mit Mortal Kombat folgt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter...

Aber vllt. machst du das ja mit Absicht um net zugegeben zu müssen, dass die Argumente der Gegenseite durchaus stichhaltig sind?

MfG Ska
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WH173W0LF
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von WH173W0LF »

mr archer hat geschrieben:Natürlich ist Hatred absurd. Auf diversen Ebenen. Ich habe auch nirgends behauptet, ich hielte das Szenario für realistisch. Es ist immer noch ein Spiel.
mr archer hat geschrieben:Ich traue den Machern schlicht nicht übern Weg. Emotionales Problem. Aufgrund meines Informationsstandes zum Projekt nicht letztlich verifizierbar. Bauchgefühl. Subjektiv.
Verzeih, das hatte ich tatsächlich ignoriert. Das ist so natürlich in Ordnung. :oops:
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mr archer
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von mr archer »

@ skabus: Nö, verstehe ich nicht. Für mich bewegen sich beide Spiele erzählerisch, ihrem Gameplay und Genre nach und von mir aus auch philosophisch in sehr unterschiedlichen Welten. Es gibt in beiden "Gewalt". Aber das macht sie noch lange nicht vergleichbar.

Hier nochmal im Eigenzitat:

Na, vergleichen wir doch mal. Wir haben auf der einen Seite ein ins Absurde übersteigertes Splatter-Klopp-Spiel, in dem Gegner, nachdem man ihnen ein Messer von unten nach oben durch den Schädel gerammt hat einfach so wieder putzmunter aufploppen, weil ja noch ein paar Runden anstehen. Auf der anderen Seite haben wir einen bis an die Zähne bewaffneten Brachial-Nietzscheaner für Arme, der gesellschaftsverachtende Hasskommentare vor sich hin brubbelt und Wehrlosen in den Rücken schießt. Splatter gibt's gar keinen.
Zuletzt geändert von mr archer am 01.06.2015 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von WH173W0LF »

Kann Mr Archer dann auch die Behauptung "Von Arschlöchern FÜR Arschlöcher" zurücknehmen? Ist das schon passiert? Habe ich es überlesen?
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Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Skabus »

mr archer hat geschrieben:@ skabus: Nö, will ich nicht verstehen.
Fixed that for you ;)

MfG Ska
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mr archer
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von mr archer »

G34RWH33L hat geschrieben:Kann Mr Archer dann auch die Behauptung "Von Arschlöchern FÜR Arschlöcher" zurücknehmen? Ist das schon passiert? Habe ich es überlesen?
Ne, hatter noch nicht zurück genommen und machter auch nicht. War auch keine Behauptung. War eine zutiefst subjektive Polemik. Ist nun in der Welt. Bleib ich auch dabei und stehe ich dazu. Ich verweise da auch gern nochmal auf Eike im bereits verlinkten 4p-Meinungskommentar. Bei ihm heißt es leicht variiert: "Von Idioten für Idioten". Mehr gibt's für mich zu Leuten, die tatsächlich auf ein solches Szenario als Spielerlebnis warten und bei denen da große Begeisterung einsetzt, wo also mit Hatred scheinbar ein tief empfundenes Bedürfnis befriedigt wird, nicht zu sagen.
Zuletzt geändert von mr archer am 01.06.2015 12:24, insgesamt 2-mal geändert.
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WH173W0LF
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von WH173W0LF »

mr archer hat geschrieben:
G34RWH33L hat geschrieben:Kann Mr Archer dann auch die Behauptung "Von Arschlöchern FÜR Arschlöcher" zurücknehmen? Ist das schon passiert? Habe ich es überlesen?
Ne, hatter noch nicht zurück genommen und machter auch nicht. War auch keine Behauptung. War eine zutiefst subjektive Polemik. Ist nun in der Welt. Bleib ich auch dabei und stehe ich dazu.
8O :( :( :( Sehr schade. Ich kann das leider nicht verstehen.

Edit: Dann reihe ich mich mal grundlegend bei den Arschlöchern ein. Ich kann sowas spielen, ich kann sowas sogar nachvollziehen. Ich kann Schädel brechen, ich kann Menschen töten auch wenn Sie winseln. Es gibt Tage da muss ich dabei schlucken, manchmal sogar die Tränen über die Tat zurückhalten, es gibt aber auch Tage da kann ich genauso den Rückwärtsgang einlegen und nochmal drüber fahren. Bin ich halt im Reallife latent gefährlich und ein Wichser. Was solls? Generell sind das ohnehin alle Menschen wenn man die richtigen Knöpfe drückt.
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WayneofGames
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von WayneofGames »

Umstrittene Thematik hin oder her, das Spiel ist doch stinklangweilig.
Ich hab es nicht einmal ausgehalten das Video komplett zu gucken. Für mich ist das ein Spiel wie "Goat Simulator", keiner wird es länger als max. 1-2 Stunden spielen.
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mr archer
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von mr archer »

G34RWH33L hat geschrieben: Generell sind das ohnehin alle Menschen wenn man die richtigen Knöpfe drückt.
Absolut.
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YBerion
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von YBerion »

Finde, dass man Faszination und Spaß an Gewalt/Gore wie in Mortal Combat oder GTA-Rampages von ausgelebten Hass unterscheiden muss. Ob Hatred nun gezielten Hass bietet? Weiß ich nicht, nach meinem Eindruck wirkt das wie ein stumpfer 2Stickshooter ohne jeden tieferen Sinn und Verstand. Ob man da Auf Asteroiden oder auf Menschen ballert macht da nach 5 min Spielzeit wahrscheinlich keinen Unterschied. Und Gore sieht auch nicht wie ein wirklicher Kaufgrund aus, das Spiel bietet im Vergleich einfach zuwenig davon.

Aber das Spiel wird noch mit Kontext gefüttert werden... Mods machen es ja möglich! mMn der einzige Grund, wieso es Leute gibt die sich auf das Spiel freuen und zu denen gehören, die es nicht nach 5 min aus Langeweile zuseitelegen. Sowas wie das hier: https://www.youtube.com/watch?v=W-p7mOl1xDE uä. kommt mit Garantie, und "danke" an die Entwickler für so eine "tolle" Plattform dafür.... :Spucklinks:

Insofern kann ich das "von Idioten für Idioten" schon verstehen.