Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

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hamstergeddon
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von hamstergeddon »

Xyt4n hat geschrieben: 04.06.2019 01:33 [..]Btw ich fand die "No Russian" Mission klasse. Diese Mission ist mir im Kopf geblieben und es war ein intensives Erlebnis. Durchaus künstlerisch interessant, aber sicherlich kein Unterhaltungsprodukt. Für ein Anti-Kriegsspiel ein wichtiger Moment und ich empfand es auch nicht als sooo platt.[..]
Interessant sind bei "no russian" und ein paar anderen Szenen in verschiedenen COD-Spielen die Reaktion der Spieler. Im Schnitt sind Spieler schließlich eher moralisch ambivalent und möchten oft zwar Gewalt ausüben, aber nicht alle Konsequenzen dieser Gewalt erfahren und auch eine gewisse Kontrolle bewahren wie weit die Gewalt geht.

Man könnte sagen es gibt einen gewissen Bereich der Wohlfühlgewalt, wie es auch in Mainstream-Actionfilmen der Fall ist. COD durchbricht halt immer wieder mal die Grenze der Wohlfühlgewalt und die Reaktionen sind wie gesagt durchaus interessant zu beobachten. (Im Falle von "no russian" gibt es zur Wahrung der Wohlfühlgewalt auch noch die Möglichkeit die Mission zu überspringen)

Prinzipiell kann es auch einen künstlerischen Aspekt haben gewisse Dinge zu provozieren. Den verschiedenen Spielszenen von COD einen künstlerischen Aspekt zuzuschreiben wäre aber schon sehr großzügig, da ein COD-Spiel als ganzes betrachtet durchaus ziemlich stumpf ist und keinerlei Zwischentöne besitzt. Und für jeden "richtigen Moment", der interessante Reaktionen erzeugt, gibt es schließlich auch immer 30 "falsche Momente".
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Usul
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von Usul »

BMTH93 hat geschrieben: 04.06.2019 12:10Solange von 10 Amerikanern/Europäern wenigstens einer durch die Kampagne zum Nachdenken und recherchieren angeregt wird ist das mMn, ein kleiner, aber wichtiger Erfolg.
Ich halte so etwas für sehr unwahrscheinlich. Wer erst ein Spiel bräuchte, um sich über solche Dinge zu informieren, wird entweder sehr desinteressiert sein oder seine starre Meinung bereits gebildet haben.

Selbst dein Kommentar ist ja geprägt von der Meinung, die du dir über die "Amerikaner/Europäer" gebildet hast - und ich glaube nicht, daß irgendein Spiel daran großartig was verändern würde.

Ob das nun etwas Gutes oder Schlechtes ist, ist eine andere Frage. Aber das Thema "Antikriegsspiel" halte ich einfach für nicht umsetzbar - auf "ludologischer" Ebene, um mal Jörgs Lieblingswort zu gebrauchen. ;)

Im Kino z.B., wenn man nur 2-3 Stunden passiv konsumiert, ist es meiner Meinung nach erträglicher, Unangenehmes vorgesetzt zu bekommen... man schaut vllt. mal weg oder schreit angewidert auf oder verläßt demonstrativ den Saal oder amüsiert sich oder heult usw. usf.
Bei einem Spiel müßte man das Ganze aktiv ausführen - und da denke ich kann so etwas nicht sinnvoll funktionieren. Selbst bei einem actionlosen Spiel wie in einem Adventure dürfte es schwierig werden, weil sich die wenigstens durch mehrere Stunden aktives Spielen quälen werden. Und das wäre meines Erachtens nötig, um etwas als Antikriegsspiel bezeichnen zu können. In dem Moment, in dem "Unterhaltung" reinkommt, wird das nix.
Ich merke allerdings, daß ich einfach dasselbe labere, was schon zigfach gesagt wurde... daher mache ich mir hier selbst den Garaus. :)
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SmoKinGeniusONE
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von SmoKinGeniusONE »

Antikriegsspiel machen?
Ganz einfach: Bringt wieder Gore in diese Spiele (nur halt nicht so übertrieben wie in Doom oder ähnliches)
Wenn bei Battlefield z.B. Körperteile oder eine Blutwolke nach einer Explosion oder so kommt und Gegner wirklich hart niedergestreckt (so in etwa wie du siehst bloss noch Blutfetzen und kaum noch Soldaten wenn Beispielsweise 3 oder mehr Gegner mit LMGs auf diese schießen) dann würde man anfangs bestimmt ein bisschen abgeschreckter ob man denn nun wirklich ebenfalls um die Ecke rennt und hofft zwei von denen schneller auszuschalten als diese dich.

Mir ist schon klar das diese Mechanik wahrscheinlich auch nur im ersten Monat oder beim ersten Teil mit dieser mechanik tatsächlich auch fruchten würde, aber bis zum nächsten Teil (man könnte sich ja auch mal 3 - 5 Jahre Zeitlassen für solch eine Fortsetzung) muss man sich halt was neues Überlegen und/oder hat eine neue Engine/ EngineLevel die das ganze dann nochmal extremer Veranschaulicht.
Ansonsten hat CoD das Thematisch und von Inszenierung her wirklich so gut gemacht wie es in diesem Bereich nur geht meiner Meinung nach.

Was ich aber auf keinen Fall will ist eine ellenlange Geschichte zwischen den Abschnitten die total banal in irgendwelche Dramen ausaten so wie es BF4 versucht hatte. <-trotzdem BF4 und BF3 Kampange fand ich gut.

Aber wer das meiner Meinung nach am besten hinbekommen hat war Medal of Honor (der Teil vor Warfighter).

Ansonsten gutes Kommentar
Finde auch gut das du das direkt anzweifelst, habe selbst auch so meine Bedenken
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xKepler-186f (f*ck marquard)
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von xKepler-186f (f*ck marquard) »

Ich glaube, der Shooter oder Ego-Shooter ist einfach nicht das geeignete Genre für ein Antikriegsspiel. Mehr Gore hilft da auch nicht. Es kommt darauf an, wie ein Spiel ein Thema inszeniert und einfach nur Gore in einen Shooter reinzubringen hilft da nicht weiter. Es geht ja nicht nur um den Akt des Mordens, sondern vielmehr um das Psychologische was dahinter steckt. Klar könnte man einen Schockertitel programmieren, in dem das alles zu sehen ist, aber genausowenig gibt es Filme, die einfach nur Kriegsszenen willkürlich aneinander reihen. Egal ob Film, Buch oder Spiel, es braucht eine Geschichte, wenn es sich einer Thematik widmen will. Und da ist die Frage, was für eine Geschichte erzählt werden will. In einem Shooter, bei dem der Bodycount immer hoch ausfallen wird, ist es ziemlich schwierig eine Geschichte zu erzählen, die ansatzweise an eine Kriegserfahrung herankommt. Zumindest nicht auf einer "realistischen" Ebene. Abstrakter geht es schon, so wie in Spec Ops. Aber eben nicht so wie ein "Dunkirk" oder "Im Westen nichts Neues".
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Chwanzus Longus
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von Chwanzus Longus »

Ist das wieder geil, Herr Cramer ruft zum Glaskugelputzen und Scheisse erzaehlen auf, denn bis das Spiel dann tatsaechlich draussen ist, und dann sein will was es will, schreiben sich die Trottel wieder die Haende wund und klicken 4Players in ungeahnte Hoehen, herrlich, wieder ein paar Vollpfosten fast unbemerkt die eigene Arbeit machen lassen...

Du bist mit einer Verwarnung am Pfosten abgeprallt. Etwas mehr Respekt wäre für alle Beteiligten hilfreich. Jörg.
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SSBPummeluff
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von SSBPummeluff »

Chwanzus Longus hat geschrieben: 04.06.2019 15:37 Ist das wieder geil, Herr Cramer ruft zum Glaskugelputzen und Scheisse erzaehlen auf, denn bis das Spiel dann tatsaechlich draussen ist, und dann sein will was es will, schreiben sich die Trottel wieder die Haende wund und klicken 4Players in ungeahnte Hoehen, herrlich, wieder ein paar Vollpfosten fast unbemerkt die eigene Arbeit machen lassen...
Alles was nicht deiner Meinung entspricht ist also "Scheisse erzählen"?
Marverino0
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von Marverino0 »

Super oberflächlicher Kommentar, der das Spiel von vorn herein zum Scheitern verurteilt & dabei mag ich Eike, eigentlich . Die The saw is our law cap (white chapel) tut ihr übriges :X
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BMTH93
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von BMTH93 »

xKepler-186f hat geschrieben: 04.06.2019 13:00
BMTH93 hat geschrieben: 04.06.2019 12:10 BTW: Anhand der ersten Szenen (Blauhelme/Hilfstruppen werden bombardiert) bin ich mir sicher, dass man bewusst an dieser Darstellung anknüpfen möchte. Ich persönlich hoffe ja dass die Entwickler dieses mal einen Schritt weiter gehen und dem Spieler auch mal zeigen, wie die US-Amerikaner Krankenhäuser bombardieren und tote Kinder als "Kollateralschaden" bezeichnen. Das wäre zwar aus deutscher Sicht immer noch kein "Antikriegsspiel", aber ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Solange von 10 Amerikanern/Europäern wenigstens einer durch die Kampagne zum Nachdenken und recherchieren angeregt wird ist das mMn, ein kleiner, aber wichtiger Erfolg.
Als Szenarien sind ja bestätigt: London (Terroranschlag) und Arabischer Staat (so wie Syrien). Und in letzterem soll es einen Rückblick mit einem syrischen Mädchen geben, dass die Invasion der Russen miterlebt, inklusive Giftgas Angriff. Da wird also schön nach der us-amerikanischen Pfeife getanzt. Mich würde es stark wundern, wenn die Nahostpolitik der USA kritisch beleuchtet wird. Das "authentisch" und "provokativ" deutet momentan nur auf die Erfahrung von Spezialeinheiten hin, die schnell entscheiden müssen, wer Freund und Feind ist. Und das in London bei den Briten, nicht im tatsächlichen Krisenherd Syrien. Dort morden dann vermutlich nur die bösen Russen. Ich lasse mich eines besseren belehren, wenn der TItel erscheint, aber ich habe da kein gutes Gefühl.

https://www.gamepro.de/artikel/call-of- ... 44539.html
Sollte das stimmen wäre das wirklich eine Enttäuschung. Es gibt aber auch Aussagen von Taylor Kurosaki (Infinity Ward’s Narrative Director) die zumindest Hoffnung machen. Lassen wir uns mal überraschen wie weit sie wirklich gehen.

"As storytellers, we are surrounded by contemporary war movies that talk about these kinds of issues.” Taylor explains. “These are morally complex stories where there is no black and white, or pure evil or pure good; it’s the gray in the middle of all that, and finding your line is a hard thing to determine sometimes.” The narrative team also wanted to weave a story from a different type of perspective. “Frankly,” Taylor states, “this [ambiguity] is even more complicated if you’re someone that fights locally. If you’re fighting for your homeland somewhere in the Middle East, and fighting for what you believe is good, finding that line can be the difference between being labeled a freedom fighter or a terrorist.” This is a morally gray and complex world, where perspectives matter.

“In this new Modern Warfare, you confront Russians, but you also have Russian allies. You have western comrades [as well as] western antagonists, and we have Middle Eastern terrorist forces that we hunt down, [but] we also fight alongside Middle Eastern freedom fighters.”

https://blog.activision.com/call-of-dut ... rn-Warfare
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DonDonat
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von DonDonat »

Kolelaser hat geschrieben: 03.06.2019 20:49
DonDonat hat geschrieben: 03.06.2019 19:09
Kolelaser hat geschrieben: 03.06.2019 17:54 Man sollte erstmal das End-Ergebnis abwarten bevor man anfängt zu kritisieren und zu nörgeln..
So auf welcher Basis sollen die Vorschuss-Lorbeeren denn basieren?

CoD ist und war noch nie ein Spiel, dass mit nuancierten Tönen, guter Story, guten Charakteren oder einer "Antikriegsgeschichte" gepunktet hat. Dementsprechend ist jegliche Skepsis faktisch absolut berechtigt.


Wenn CoD MW am Ende aber in etwa dass schafft, was MW damals geschafft hat, dann wäre es für heutige Verhältnisse tatsächlich ein "erfolg" für Activision. Sollte dem so werden, dann würde ich Ihnen auch die Mrd. Einnahmen gönnen.
Sollte es am Ende aber eine BO4 Abzocke werden, dann wäre auch dass absolut nicht überraschend.

Egal wie es ausgeht, MW noch mal neu zu machen ist die beste Idee, die man bei Activision haben konnte (aus wirtschaftlicher Sicht und auch Sicht des Fans von CoD4 MW ;) ).
Wer sagt denn was von Vorschuss Lorbeeren ? Das wäre genauso dämlich wie das Spiel schon zu verdammen bevor man überhaupt richtiges Gameplay gesehen hat.
Du. Zu ignorieren, dass die Stories und Charaktere bisher nicht ansatzweise das erreicht haben, was hier versprochen wird, ist genau dass: du gibst einem Spiel Vorschuss Lorbeeren.

Auch hat niemand das Spiel "verdammt", sondern lediglich absolut gerechtfertigte Skepsis geäußert.

Kolelaser hat geschrieben: 03.06.2019 20:49 Davon abgesehen kann ich mich an mehr CoD Charaktere Erinnern als in 1000 Ubischrott spielen also scheinen sie doch irgendwas richtig zu machen. Mit vielen Kampagnen hatte ich ne menge Spaß und das ohne 100 Stunden meines Lebens in einer toten offenen Welt zu verschwenden.

Die Infinite Warfare Kampagne war absolut Klasse daher vertrau ich drauf das Infinity Ward aus dem Ghost Ausrutscher gelernt hat.
Du subjektiv. Ich kann mich an keinen einzigen der Charaktere aus CoD noch erinnern.
Dafür aber an den Antagonisten aus Far Cry 3.

Wobei es natürlich absolut korrekt ist, dass Ubisoft Spiele auch alles andere als gut geschrieben sind und ihre Stories leiden immer darunter, dass sie angst haben tatsächlich was zu erzählen: man könnte ja eine politische Strömung verärgern :roll:
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NomDeGuerre
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von NomDeGuerre »

Eventuell torpediert schon der Serienname das Anliegen.
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sabienchen.banned
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von sabienchen.banned »

NomDeGuerre hat geschrieben: 04.06.2019 21:41 Eventuell torpediert schon der Serienname das Anliegen.
"Eventuell"? ... :Häschen:
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Xyt4n
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von Xyt4n »

hamstergeddon hat geschrieben: 04.06.2019 13:20
Xyt4n hat geschrieben: 04.06.2019 01:33 [..]Btw ich fand die "No Russian" Mission klasse. Diese Mission ist mir im Kopf geblieben und es war ein intensives Erlebnis. Durchaus künstlerisch interessant, aber sicherlich kein Unterhaltungsprodukt. Für ein Anti-Kriegsspiel ein wichtiger Moment und ich empfand es auch nicht als sooo platt.[..]
Interessant sind bei "no russian" und ein paar anderen Szenen in verschiedenen COD-Spielen die Reaktion der Spieler. Im Schnitt sind Spieler schließlich eher moralisch ambivalent und möchten oft zwar Gewalt ausüben, aber nicht alle Konsequenzen dieser Gewalt erfahren und auch eine gewisse Kontrolle bewahren wie weit die Gewalt geht.

Man könnte sagen es gibt einen gewissen Bereich der Wohlfühlgewalt, wie es auch in Mainstream-Actionfilmen der Fall ist. COD durchbricht halt immer wieder mal die Grenze der Wohlfühlgewalt und die Reaktionen sind wie gesagt durchaus interessant zu beobachten.
Interessante Beobachtung und genau solche unangenehme Momente sind wichtig um das Medium für eine solche Thematik ernst zu nehmen. Deswegen finde ich es ein wenig hochtrabend gesagt, wenn Spiele als Kunst gelten sollen (insbesondere bei Zensur Debatten). Sie erinnern mich eher an Design das praktikabel, schön und wohlfühlend sein soll, im Gegensatz zur Kunst für die solche Gesetze strukturell nicht gelten. Von dem Spieler wirklich Kritik zu erwarten und Eigenreflexion zu provozieren, wie auch dem Spieler entscheiden zu lassen wie weit er geht um dann seine Konsequenzen tragen zu müssen, dass fehlt dem Medium noch in großen Zügen, wobei es immer mehr Ausnahmen gibt. Wie schön wäre es, wenn man nach der No Russian Mission geschnappt werden könnte und dann 2 Spielstunden lang im Gefängnis sitzt, repetitives Gameplay mit viel Warterei erträgt und am Ende erhängt wird. Etwas politisch flach, aber witzig :mrgreen:
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von hamstergeddon »

Xyt4n hat geschrieben: 04.06.2019 23:33 [..]Von dem Spieler wirklich Kritik zu erwarten und Eigenreflexion zu provozieren, wie auch dem Spieler entscheiden zu lassen wie weit er geht um dann seine Konsequenzen tragen zu müssen, dass fehlt dem Medium noch in großen Zügen, wobei es immer mehr Ausnahmen gibt. Wie schön wäre es, wenn man nach der No Russian Mission geschnappt werden könnte und dann 2 Spielstunden lang im Gefängnis sitzt, repetitives Gameplay mit viel Warterei erträgt und am Ende erhängt wird. Etwas politisch flach, aber witzig :mrgreen:
Ja, ein Gefängnisaufenthalt wäre vielleicht ganz neckisch, aber mehr auch nicht. Außer man löscht direkt alle alten Speicherpunkte und zwingt den Spieler dazu die monotonen Dinge zu tun, aber dann können die auch (zu Recht) einfach abbrechen. Mal ganz abgesehen davon, dass es dann erstmal "nur" ein wertender Impuls von außen ist (Der Staat kommt und sagt "Du bist böse!").

Der Fokus müsste schon auf der Interaktion liegen. Spieler müssen die Möglichkeit haben Dinge zu tun und deren Konsequenzen zu erfahren. Da darf man sie aber auch nicht immer gleich reinschubsen.

Letzteres war ja auch das große Problem von Spec Ops. Man spielt die Geschichte von Walker nach und fährt dabei doch weites gehend auf festgelegten Schienen. Da können eher "schwierige Momente" auch durchaus komplett verpuffen, weil die Spieler keine Wahlmöglichkeit hatten.
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Balla-Balla
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von Balla-Balla »

Habe ich was verpasst? Wo hat außer Eike jemand behauptet, das nächste COD würde ein Antikriegsspiel werden?
Und wenn sich dann dort Elemente finden würden, die die übliche Zielgruppe wenigstens etwas zum Nachdenken anregen, was wäre so schlimm daran?
Aus COD ein Apocalypse Now zu machen will glaubich überhaupt niemand, weder Entwickler, Spieler noch Kritiker. Sollte aber ins übliche mainstream Geballer, das ja weltweit eine riesige Verbreitung findet, ein kleiner Verweis auf die Kriegs-Realität oder gar etwas Selbstkritik eingestreut werden, wäre das doch unterm Strich ne gute Sache. Warum also so streng?
(Mal abgesehen davon, dass hier mal wieder ungelegte Eier schon nach Größe, Inhalt und Farbe beurteilt werden)
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Chwanzus Longus
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Re: Der 4P-Kommentar: Call of Duty als Antikriegsspiel?

Beitrag von Chwanzus Longus »

SSBPummeluff hat geschrieben: 04.06.2019 16:57
Chwanzus Longus hat geschrieben: 04.06.2019 15:37 Ist das wieder geil, Herr Cramer ruft zum Glaskugelputzen und Scheisse erzaehlen auf, denn bis das Spiel dann tatsaechlich draussen ist, und dann sein will was es will, schreiben sich die Trottel wieder die Haende wund und klicken 4Players in ungeahnte Hoehen, herrlich, wieder ein paar Vollpfosten fast unbemerkt die eigene Arbeit machen lassen...
Alles was nicht deiner Meinung entspricht ist also "Scheisse erzählen"?
meine meinung ist uninteressant, warum ueber dinge reden, die niemand beurteilen kann, weil sie nicht existieren? sicher kann ich diese kolumne ignorieren, so wie die kolumne ueber den moeglichen bevorstehenden kataklysmus der spielebranche weil 100 leute bei hersteller xy-unbekannt entlassen wurden.mit der verwarnung muss ich leben, meine meinung ueber den zu offentsichtlichen klickaufruf ohne grundlage und konsistenz muesst ihr dann wohl auch ertragen. waere call of duty draussen und boete eine grundlage, haett ich nie ein wort hier verloren.
Zuletzt geändert von Chwanzus Longus am 05.06.2019 15:50, insgesamt 1-mal geändert.