Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

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EvilEddy
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von EvilEddy »

Review Bombing :lol:
Kinder heutzutage...
unknown_18
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von unknown_18 »

Cloonix hat geschrieben: 20.09.2017 14:49
no need no flag olulz hat geschrieben: 20.09.2017 13:19 Ich zum Beispiel. Ich lese mir grundsätzlich nur negative Reviews durch, um herauszufinden, was mit dem Spiel nicht stimmt. Richtige "Tests" zum Beispiel haben imo kaum relevante Infos und wenn man sich aus dem Internet zusammensucht, was das für ein Spiel ist, stößt man hauptsächlich nur auf das Spielkonzept, die Features und die Dinge, die das Spiel halt kann. Negative Dinge bzw. Probleme findet man nicht so einfach, schon gar nicht, wenn sie irgendwann nach Release erst auftreten.
Interessanter Ansatz, den vermutlich viele so leben. Man muss mittlerweile analytisch an die Sache ran gehen. 0815, Trolle und Gekaufte ausblenden und dann den ehrlichen Rest lesen und sich eine Meinung ableiten. Wertungen in der heutigen Form sind obsolet geworden. Leider auch die der großen Spielemagazine. Die sind lediglich noch ein Indikator für: "Lese ich den Testbericht oder lasse ich es bleiben."
Ich lese gar keine Testberichte mehr, weil da wird zu viel über das Spiel selbst geschrieben, sondern nur solche Nutzerreviews wie auf Steam. Ist ein Nutzerreview gut aufgebaut und sachlich geschrieben schaue ich mir das näher an (oft auch nur Pro/Contra Listen, da nehm ich auch gern die von 4P), egal ob positive oder negative Bewertung und ziehe aus solchen meine Infos. Den Rest wird nur grob überflogen und nach Art wie das Review geschrieben wurde gewichtet. Man muss halt ein wenig ein Gefühl haben Nutzerreviews richtig einzuordnen. Normal finden sich bei jedem Spiel so genügend nützliche Reviews.

Am Ende kommt so ein guter Gesamteindruck zustande anhand von Meinungen von 10+ Nutzern. Wobei ich meist nicht die bestbewerteten Reviews lese, sondern alle der letzten 3 Monate oder so, weil viele Spiele ja nachgepatched werden und daher ältere Reviews oft nicht mehr den aktuellen Zustand abdecken. Man will ja schließlich auch wissen wie es mit Bugs etc. aussieht. ;)

Es ist nun mal so, will man sich einen guten Eindruck über ein Spiel machen reicht es nicht sich 5 Minuten damit zu beschäftigen in dem man ein Review durchliest. Lieber kurze sinnvolle Reviews von 10+ Spielern als in der gleichen Zeit lediglich einen Test der größeren Spiele Magazine durch zu lesen.

Insgesamt sieht es bei mir daher so aus: kurz ein paar Gameplay Videos auf YT durchzappen ob mir das gesehene gefällt, dann die Steam Bewertungen durchgehen und die Infos mit dem eigenen Spielgeschmack abgleichen, was voraussetzt sich in dem Punkt selbst gut zu kennen, da scheitert es bei vielen auch. ;) Ich zocke halt schon etwas länger und weiß daher was mir liegt und was nicht, wer halt noch nicht so lange spielt muss das erst mal raus finden.
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Lebensmittelspekulant
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Ryan2k6 hat geschrieben: 20.09.2017 15:47 Oder nach dem Test zurückgeben. Ein Werkzeug zu missbrauchen, das für ganz andere Sachen gedacht ist, ist hier keine romantische Revoluzeraktion, sondern schlicht fehl am Platz. Klar ist es Mist, wenn R* den Mod-Support für GTA5 pltzlich einstellt, weil ihnen etwas nicht passt, aber deswegen GTA5 oder gar völlig andere Spiele vom Publisher schlecht zu bewerten, was absolut null damit zu tun hat, ist schlicht am Thema vorbei. Wenn jemand Wert legt auf Mod-Support bei GTA, dann wird der sich entsprechend drüber informieren und dann entscheiden ob Kauf oder nicht.
Das ist unlogisch. Wenn ich GTA überhaupt nicht kaufe kann ich erst recht keine GTA-Mods spielen. Der Protest in Form von Review Bombs mag zwar so manches ästhetische Empfinden verletzen, aber letztendlich war es erfolreich. Das Modtool wurde mit ein paar Einschränkungen wieder zugelassen. Rockstar war dazu gezwungen sich mal hinzusetzen und über eine versöhnlichere Lösung nachzudenken.
Nun kann jeder, der Wert auf Mod-Support bei GTA legt, wieder wie gewohnt Mods benutzen. Mit deiner Strategie hätte das nicht geklappt.

Du beklagst dich recht einseitig darüber, daß die Spieler ihre Werkzeuge ausnutzen würden. Tuen das die Publisher nicht sowieso schon seit...immer? Die nutzen ihre Macht aus wie sie nur können, vor allem solange es niemand bemerkt. Aber wenn die Spieler sich selbiger Methoden bedienen, sei es nur um wenigstens ein bisschen das Kräfteverhältnis auszugleichen, gehört das sofort abgeschafft?

Das hat alles nichts mit Romantik zu tuen. Diese Proteste sind reine, kalte Ökonomie.
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Usul
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Usul »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben: 20.09.2017 16:04Das ist unlogisch. Wenn ich GTA überhaupt nicht kaufe kann ich erst recht keine GTA-Mods spielen. Der Protest in Form von Review Bombs mag zwar so manches ästhetische Empfinden verletzen, aber letztendlich war es erfolreich. Das Modtool wurde mit ein paar Einschränkungen wieder zugelassen. Rockstar war dazu gezwungen sich mal hinzusetzen und über eine versöhnlichere Lösung nachzudenken.
Nun kann jeder, der Wert auf Mod-Support bei GTA legt, wieder wie gewohnt Mods benutzen. Mit deiner Strategie hätte das nicht geklappt.
Wenn du GTA5 gekauft hast und danach der Mod-Support entfernt wird - dann könntest du dich negativ äußern, das würde ich nicht als Review-Bombing bezeichnen.
Aber wenn du andere Rockstar-Spiele negativ bewertest, weil der Mod-Support bei GTA5 entfernt wurde... das ist dann schon was anderes.
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Kajetan
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Kajetan »

Ryan2k6 hat geschrieben: 20.09.2017 15:47 Aber Spiele massiv abzuwerten aus völlig Kontextfremden Gründen, ist die falsche MEthode, die am Ende nur die Spieler selbst trifft, weil die durchaus nützliche Reviewwertung keine Aussagekraft mehr hat. Bessere Alternative: In Zukunft den Publisher meiden und nicht kaufen.
Aber irgendwoher muss man doch erfahren, dass Publisher X Shice gebaut hat? Review-Bombing ist hier eine valide Protestform, gerade weil Reviews von vielen Leuten gesucht und genutzt werden. Denn mit gleichen Argumentation könntest Du auch öffentliche gegen Firma X diskreditieren, weil man könne doch einfach die Produkte der Firma nicht kaufen. Klar, man kann nur das tun. Aber es erfährt auf diese Weise niemand, dass man Produkte von Firma X boykottieren sollte. Boykott UND lautstarker Protest sind nötig.

Von daher begrüße ich ausnahmsweise den Lösungsansatz von Valve hier NICHTS zu regulieren, sondern lediglich für bessere Transparenz zu sorgen. Weil der interessierte Käufer, bzw. Mieter, hier sehen kann, ob es zu auffälligen Wertungsspikes gekommen ist, dann an Hand dieser Reviews recht schnell herausfinden, worum es eigentlich geht und auf dieser Basis eine informierte Entscheidung treffen. Teilt man den Grund für das Review-Bombing und hält sich deswegen vom Spiel fern oder zuckt man nur mit den Achseln, weil man die Aufregung nicht versteht oder sie schlichtweg nicht interessiert? Dann kann man sich das Wertungsverhalten ausserhalb der Spikes anschauen und sieht eher, ob das Teil was taugt oder nicht, kann Reviews aus dem Spike-Zeitraum ausblenden.

Denn es ist NICHT die Aufgabe von Valve zu entscheiden, ob ein Review-Bombing gerechtfertigt ist oder nicht. Weil das eine vollkommen subjektive Sache ist, die jeder für sich selbst entscheiden muss. Valve hilft dabei. Und DESWEGEN begrüße ich Valves Lösung ausnahmsweise :)
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von unknown_18 »

Hab mir gerade mal das mit dem neuen Graph angesehen, finde ich durchaus nützlich. :)
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Usul
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Usul »

Kajetan hat geschrieben: 20.09.2017 16:25Aber irgendwoher muss man doch erfahren, dass Publisher X Shice gebaut hat? Review-Bombing ist hier eine valide Protestform, gerade weil Reviews von vielen Leuten gesucht und genutzt werden. Denn mit gleichen Argumentation könntest Du auch öffentliche gegen Firma X diskreditieren, weil man könne doch einfach die Produkte der Firma nicht kaufen. Klar, man kann nur das tun. Aber es erfährt auf diese Weise niemand, dass man Produkte von Firma X boykottieren sollte. Boykott UND lautstarker Protest sind nötig.
Selbst wenn ich lautstarken Protest bei so etwas "Unwichtigem" wie Spiele nicht wirklich sinnvoll finde - ich gebe zu, daß es die Möglichkeit geben sollte und auch gibt. Bzw. dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden.

Problematisch wird es doch aber, wenn ich z.B. hergehe und das neue Red Dead Redemption schlecht bewerte, weil es mir negativ aufstößt, daß Rockstar es nicht hinbekommt, den Schatten-Bug in GTA5 zu fixen. Wenn das nichts mit RDR2 zu tun hat, ist es dem Spiel gegenüber einfach unfair.
Ganz zu schweigen davon, daß sich zwar viele eben mit Nutzerreviews zu einer Kaufentscheidung ringen, aber vermutlich viele auch gar nicht die tatsächlichen Reviews lesen - um dann zwischen Kritik am Spiel und Kritik am Publisher differenzieren zu können.

Im Übrigen habe ich am Anfang deswegen den Vergleich zu Nachbewertungen gezogen: Auf dem Rücken von Spielen soll hier ein "Kampf" gegen den Publisher/Entwickler ausgetragen werden - auch wenn das Spiel damit nicht unbedingt etwas zu tun hat. Und das finde ich nicht korrekt.
johndoe711686
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von johndoe711686 »

Kajetan hat geschrieben: 20.09.2017 16:25
Ryan2k6 hat geschrieben: 20.09.2017 15:47 Aber Spiele massiv abzuwerten aus völlig Kontextfremden Gründen, ist die falsche MEthode, die am Ende nur die Spieler selbst trifft, weil die durchaus nützliche Reviewwertung keine Aussagekraft mehr hat. Bessere Alternative: In Zukunft den Publisher meiden und nicht kaufen.
Aber irgendwoher muss man doch erfahren, dass Publisher X Shice gebaut hat? Review-Bombing ist hier eine valide Protestform, gerade weil Reviews von vielen Leuten gesucht und genutzt werden. Denn mit gleichen Argumentation könntest Du auch öffentliche gegen Firma X diskreditieren, weil man könne doch einfach die Produkte der Firma nicht kaufen. Klar, man kann nur das tun. Aber es erfährt auf diese Weise niemand, dass man Produkte von Firma X boykottieren sollte. Boykott UND lautstarker Protest sind nötig.
Sehe ich nicht so. Wenn mich Spiel X interessiert und ich etwas über den Publisher raussuche, finde ich den "Skandal" doch sofort. Dafür brauch ich keine negativen Reviews bei ganz anderen Spielen. Wenn ich wissen will ob Max Payne 3 gut ist, schaue ich in die Reviews und dann möchte ich da nicht wissen, ob GTA5 kacke ist oder bei R* alles Verbrecher, ich möchte nur wissen wie Max Payne ist. Möchte ich irgendwas anderes wissen, schau ich auch in den entsprechend dafür nötigen Informationen nach. Das hat an der Stelle meiner Meinung nach einfach nichts verloren.

Ich schreib ja bei Amazon auch keine Review bei Samsung Kühlschränken und gebe einen Stern, weil sie bei den TV Geräten den 3D Modus streichen und mich das nervt.
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Wigggenz
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Wigggenz »

Kajetan hat geschrieben: 20.09.2017 16:25
Ryan2k6 hat geschrieben: 20.09.2017 15:47 Aber Spiele massiv abzuwerten aus völlig Kontextfremden Gründen, ist die falsche MEthode, die am Ende nur die Spieler selbst trifft, weil die durchaus nützliche Reviewwertung keine Aussagekraft mehr hat. Bessere Alternative: In Zukunft den Publisher meiden und nicht kaufen.
Aber irgendwoher muss man doch erfahren, dass Publisher X Shice gebaut hat? Review-Bombing ist hier eine valide Protestform, gerade weil Reviews von vielen Leuten gesucht und genutzt werden. Denn mit gleichen Argumentation könntest Du auch öffentliche gegen Firma X diskreditieren, weil man könne doch einfach die Produkte der Firma nicht kaufen. Klar, man kann nur das tun. Aber es erfährt auf diese Weise niemand, dass man Produkte von Firma X boykottieren sollte. Boykott UND lautstarker Protest sind nötig.

Von daher begrüße ich ausnahmsweise den Lösungsansatz von Valve hier NICHTS zu regulieren, sondern lediglich für bessere Transparenz zu sorgen. Weil der interessierte Käufer, bzw. Mieter, hier sehen kann, ob es zu auffälligen Wertungsspikes gekommen ist, dann an Hand dieser Reviews recht schnell herausfinden, worum es eigentlich geht und auf dieser Basis eine informierte Entscheidung treffen. Teilt man den Grund für das Review-Bombing und hält sich deswegen vom Spiel fern oder zuckt man nur mit den Achseln, weil man die Aufregung nicht versteht oder sie schlichtweg nicht interessiert? Dann kann man sich das Wertungsverhalten ausserhalb der Spikes anschauen und sieht eher, ob das Teil was taugt oder nicht, kann Reviews aus dem Spike-Zeitraum ausblenden.

Denn es ist NICHT die Aufgabe von Valve zu entscheiden, ob ein Review-Bombing gerechtfertigt ist oder nicht. Weil das eine vollkommen subjektive Sache ist, die jeder für sich selbst entscheiden muss. Valve hilft dabei. Und DESWEGEN begrüße ich Valves Lösung ausnahmsweise :)
Naja, man kann einen Publisher auch öffentlich für Fehlverhalten anprangern, ohne dafür die Reviews zu einem speziellen Spiel zu nutzen, das möglicherweise gar nicht im Zusammenhang zum gerügten Fehlverhalten spielt.

In Zeiten von Social Media, mehr Blogs als Menschen auf der Erde und allgegenwärtigen Shitstorms muss man sich in der Kommunikation nicht auf Steam beschränken.

Versteh mich nicht falsch, ich bin hier nicht der Advokat der Publisher und sehe Fehlverhalten am liebsten angeprangert und im Idealfall durch die Spielerschaft mit Kaufzurückhaltung sanktioniert. Aber im Diskurs sollte man da trotz allem sachlich bleiben, und das heißt nunmal auch immer kontextbezogen zu argumentieren.

Aber ich stimme dir zu, Valve hat hier richtig gehandelt.
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Kajetan »

Usul hat geschrieben: 20.09.2017 16:37 Problematisch wird es doch aber, ...
Was problematisch ist oder nicht, entscheidet jeder selbst. Valve bereit das Zahlenmaterial so auf, damit Du besser eine informierte Entscheidung treffen kannst.
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Kajetan »

Ryan2k6 hat geschrieben: 20.09.2017 16:38 Sehe ich nicht so. Wenn mich Spiel X interessiert und ich etwas über den Publisher raussuche, finde ich den "Skandal" doch sofort. Dafür brauch ich keine negativen Reviews bei ganz anderen Spielen.
Wenn das für Dich so ist, dann ist das für Dich so. Für andere Menschen ist es anders. Die nähern sich bestimmten Infos auf anderen Wegen, als Du sie beschreitest.
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Usul »

Kajetan hat geschrieben: 20.09.2017 16:45Was problematisch ist oder nicht, entscheidet jeder selbst.
Da du offensichtlich der Meinung bist, daß das Ganze nicht problematisch sei ("Review-Bombing ist hier eine valide Protestform"), dachte ich, wäre es angebracht, darauf einzugehen.
Wenn du das nicht willst, kann ich natürlich auch darauf verzichten.
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von johndoe711686 »

Kajetan hat geschrieben: 20.09.2017 16:47
Ryan2k6 hat geschrieben: 20.09.2017 16:38 Sehe ich nicht so. Wenn mich Spiel X interessiert und ich etwas über den Publisher raussuche, finde ich den "Skandal" doch sofort. Dafür brauch ich keine negativen Reviews bei ganz anderen Spielen.
Wenn das für Dich so ist, dann ist das für Dich so. Für andere Menschen ist es anders. Die nähern sich bestimmten Infos auf anderen Wegen, als Du sie beschreitest.
Und wo ist da jetzt der Zusammenhang? NIEMAND würde sich über einen Publisher bei Reviews zu einem Spiel, das er gar nicht besitzt informieren. Wozu auch? Dass da spielfremde Themen drinstehen ist ja erst WEGEN dieser "Revolte".

Also ich meine, zu sagen "Ja, is halt jeder anders, wa?" zeugt nicht gerade davon eine Diskussion führen zu wollen. ;-)
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Kajetan »

Wigggenz hat geschrieben: 20.09.2017 16:43 Naja, man kann einen Publisher auch öffentlich für Fehlverhalten anprangern, ohne dafür die Reviews zu einem speziellen Spiel zu nutzen, das möglicherweise gar nicht im Zusammenhang zum gerügten Fehlverhalten spielt.
Sicher kann man das. Man kann aber auch die ganze Bandbreite nutzen, die einem zur Verfügung steht, um seinen Protest öffentlich zu machen. Musst Du nicht toll finden. Aber idealerweise akzeptieren. Dass Du hierbei nicht das Recht hast jemandem vorzuschreiben, wo und wie dieser protestieren will, brauche ich Dir ja nicht extra sagen.

Du kannst aber einem Kommunikation-, Plattform-Anbieter sagen, dass Du es doch SEHR begrüßen würdest, wenn man Protestäusserungen, welche Dich nicht interessieren, einfacher ausblenden oder wie hier, relativieren kann. Kann, wohlgemerkt. Denn idealerweise solltest Du selber steuern können, in welchem Ausmaß Du die Wände Deiner Filterblase verstärken oder aufweichen möchtest.
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Re: Steam - Massenhaft negative Bewertungen von Spielen mit Hintergedanken: Betreiber über "Review Bombing"

Beitrag von Kajetan »

Ryan2k6 hat geschrieben: 20.09.2017 16:49 Und wo ist da jetzt der Zusammenhang? NIEMAND würde sich über einen Publisher bei Reviews zu einem Spiel, das er gar nicht besitzt informieren. Wozu auch? Dass da spielfremde Themen drinstehen ist ja erst WEGEN dieser "Revolte".
Wenn sich jemand ein Spiel B kaufen will, was schaut er sich an? Richtig, REVIEWS! Und wenn da steht, dass Publisher X bei Spiel A die totale Shice abgezogen hat oder Entwickler Y seine Kunden als blöde Dumpfbacken beschimpft, dann könnte der potentielle Käufer ja denken: "Hmmm, wenn Publisher X das auch bei Spiel B macht, welches ich mir kaufen will, sollte ich wohl besser aufpassen und mir das Spiel B nicht oder zu einem niedrigeren Preis kaufen? Wenn Entwickler Y das so wirklich gesagt hat, will ich diesem Depp überhaupt Geld geben?". Und dann trifft er eine informierte Entscheidung, wie auch immer diese ausfällt.
Also ich meine, zu sagen "Ja, is halt jeder anders, wa?" zeugt nicht gerade davon eine Diskussion führen zu wollen. ;-)
Du verstehst mich nicht. Warum verstehst Du mich nicht? *heul*