Der 4P-Kommentar: Call of Iran

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mosh_
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Beitrag von mosh_ »

Um wirklich zu schockieren und aufzuzeigen wie schlimm ein Krieg doch ist, muss imo mit Tabus gebrochen werden. Was ebenso nötig ist, ist ein Bezug zu der Person die man spielt, bestenfalls auch zu den Opfern. Das Handeln „muss“ Konsequenzen haben. Wenn ich als Soldat in ein Dorf komme in dem Beispielsweise die Guerilla sich versteckt und die eigene Einheit wahllos Exekutionen unter den Bewohnern durchführt, sollte man selbst mit einer solchen Erschießung konfrontiert werden. Als erstes Extrem selbst Kinder und Frauen exekutieren die weinend und um Gnade flehend vor einem knien.

Hier wäre eine Entscheidungsmöglichkeit angebracht. Erschieße ich sie, ist meine Einheit mit mir zufrieden und ich muss „nur“ mit diesem Gedanken daran leben. Weigere ich mich allerdings, werden die Unschuldigen vor meinen Augen hingerichtet und es gibt in keiner Form ein Happy End.

Oder als weiteres Extrem welches auch oft in Kriegsfilmen vorkommt, Vergewaltigung. Nicht selbst ausführen, eher wie in die Verdammten des Krieges eine verhindern wollen, dabei aber scheitern. Man muss vor Augen geführt bekommen was einen Krieg schlimm macht und vor allem, was es aus den Menschen macht. Das Spiel sollte nicht einfach nur ein „Boah wie hart ey“ entlocken sondern ein Gefühl des Unbehagens hervor rufen.

Pennywise „verlangt“ Genrevermischung. Der Meinung bin ich auch. Als reinen Shooter kann man das keineswegs bringen. Vlt. Sollte man auch gar keinen Soldaten spielen sondern einen ganz normalen Unbeteiligten der erst glücklich mit seiner Familie lebt und die Anfänge des Krieges mitbekommt, bis seine Familie und Freunde zu denen man genug Bezug hat irgendwann verliert. Das ganze als einfacher „Ich baller mich durch“ Racheakt zu präsentieren wäre quatsch, wie es sonst aussehen soll weiß ich aber auch noch nicht.
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mosh_
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Beitrag von mosh_ »

Pennywise hat geschrieben:
Worrelix hat geschrieben: Guter Einwand.

Shooter sind nun mal vom Genre her "Überlebenskampf" - Wie ein Anti-Kriegs-Shooter aussehen müßte, kann ich mir im Moment auch nicht vorstellen.

Aber das liegt sicher daran, daß ich MoH nicht gespielt habe und daher nicht mitreden darf :ugly:
Der gute Jörg macht halt einen kleinen Fehler und beschränkt das ganze auf einen Shooter.
Die Antwort auf deine Frage ist ganz einfach das man ein paar Genres halt wieder verbinden müsste um alleine schon Möglichkeiten zu erschaffen zu Wählen.

Beispiel jetzt sogar auf Medal of Honor bezogen , und falls mir hier gleich irgendwer vor das Bein tritt JA das ganze ist auch vor nicht zu langer Zeit unter der Führung eines Deutschen Bundeswehr Generals passiert.Aber darum geht es mir jetzt garnicht sondern z.B. man hat Namenhafte Feinde in einem bestimmten Gebiet das allerdings Schwer mit Bodentruppen zu infiltrieren wäre , also kommt logischerweise der Vorschlag einen Luftschlag anzufordern , jedoch sind etliche Zivilisten in diesem Gebiet.

Das wäre wirklich eine Entscheidung mit der man im Nachhinein Leben müsste und die einige vielleicht überdenken würden.
Nimmt man den Tod vieler Menschen im Kauf um den Krieg vielleicht Schneller zu beenden und so mehr Menschen zu verschonen , oder ist es Moralisch nicht zu vertreten diese Menschen zu töten.

Solche Entscheidungen meint Jörg denke ich mal aber das wäre dann wie gesagt kein reiner Shooter mehr.
Doch leider genügt vielen Spielern das reine Geballer ja tatsächlich und warum zum Teufel sollte sowohl EA als auch Activision von solchen Cash Cows abrücken und Moral in ein Spiel bringen die viele vielleicht Abschrecken würde.

Deswegen wird die Forderung auch auf keinen Fruchtbaren Boden landen sondern auf dem Kompost bis dann der Moment kommt in dem man diese Popcorn Inszenierung eines Call of Duty nicht mehr Verkaufen kann.
Bis dahin werden aber noch einige Jahre ins Land ziehen und wirklich gute Shooter wie z.B. The Darkness werden nicht ans diese Titel ran reichen und somit bleibt der alte Kreis bestehen.

In anderen Genres findet man wirklich gute Beispiele im RPG Genre ob Dragon Age oder Fallout , jetzt mal abgesehen vom Spielerischen , haben beide hervorragend Entscheidungen abverlangt die den Spieler in eine Zwickmühle brachten.
Ich Persönlich habe mich wirklich teilweise sehr geärgert über meine eigenen Handlungen in Dragon Age.

Fallout ist ja schon ein Shooter in der Hinsicht mit Entscheidungen aber das ganze Szenario ist einfach Schwierig zu Vergleichen mit dem Geschehen dieser Kriegsshooter , natürlich herrscht auch Krieg aber die Welt liegt im Sterben und es geht ums Nackte überleben.
In Kriegsshooter tut es das auch nur das die Welt noch halbwegs in Ordnung scheint auch wenn die Taten mancher Menschen in solchen Situationen das Gegenteil beweisen.

Situationsbedingtes Handeln in Krisensituationen ist wirklich eigentlich etwas was Menschen Magisch anzieht weil man sich immer fragt WAS würde ICH tun.

Ich nehme jetzt einfach mal das nette Beispiel Zombies , der gute Klassiker Dawn of the Dead von George Romero war kein guter Film aufgrund der Splatter und Gore Effekte sondern weil er auch etwas Aussagte.
Er zeigte Personen wie sie in einer Krisensituation handeln , wie sie sie Bewältigen und wie man mit der dauerhaften Gefahr umgeht.
Zusätzlich kam dann noch der Wink mit dem Zaunpfahl auf die damalige (natürlich auch heute noch) Konsum Gesellschaft wie sie sich Verhalten wenn der ganze Überfluss vorhanden ist.

Oder auch in einem Comic den ich kürzlich entdeckt und lieb gewonnen habe , DEN EMPFEHLE ICH JÖRG AUCH AUSDRÜCKLICH :P , The Walking Dead.
Ist schon seit 2002 in der Mache und handelt auch von wie könnte es anders sein Zombies.

Dort wird das was auch Romero zeigte in noch besserer Form wiedergeben der Kampf ums Überleben und die Verschiedene Herangehensweise der jeweiligen Menschen.
Dort trifft man die Unterschiedlichsten Charaktere und um an Nahrung zu kommen wählen viele unterschiedliche Methoden die man über den Gesamten Comic sieht.
Einige gehen Jagen oder Bauen selbst etwas an , andere Versuchen diese zu bestehlen oder jagen weiter durch die schon Massig geplünderten Supermärkte , wieder andere wählen den Kannibalismus als Alternative.
Der ganze Comic ist gespickt mit Situationsbedingten Entscheidungen und so wird selbst aus Charakteren die relativ klar bei Verstand sind manchmal ein ganz anderer Mensch und die Handlungen verändern sich.

Ein Aspekt der leider in kaum einem Spiel vorkommt .....
Natürlich möchte jeder gut Unterhalten werden aber momentan gibt es zu viel der einfachen Unterhaltung und zu wenig Spiele die ein wenig über den Tellerrand blicken.
Das wird auch der derzeitigen Lage der Videospielbranche geschuldet sein in der man teilweise Lächerliche Entscheidungen trifft aber es darf keine Entschuldigung sein das wirklich kaum einer ein wenig MEHR will.
Bevor der hier untergeht. Sorry für den Doppelpost.
johndoe836090
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Beitrag von johndoe836090 »

Wenn ich mich recht entsinne, hat doch bereits Brothers in Arms: Hells Highway schon erste Ansätze eines Antikriegsspiels gehabt, oder?
gh0
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Beitrag von gh0 »

Es gibt ein Antikriegsspiel. Sogar schon mehrere Teile davon. Nur wurden die teilweise in Deutschland mal wieder geschnitten und deshalb nicht annähernd so dramatisch wie im Original.

Ich rede von der BROTHERS IN ARMS Serie.

Erzählerisch großartig, fängt sie die Ängste und Dramaturgie in all seinen Gefechten und ruhigen Passagen sehr gut ein.

Problem dabei: in Zeiten von Call of Duty wars zu wenig Ramba Zamba baller baller.

Teil 1 bekam hier 90%
Teil 2 85%
Teil 3 nur 74%: der Grund war, dass alle Hurra CoD 4 ist sowas von Super und bäääh schon wieder 2.WK geschrien haben.

für mich in der Originalversion der beste Teil, weil sehr viel aufgearbeitet wird und die Rückblicke zu Teil 1 waren dramaturgisch mit das Beste was ein Spiel zu bieten haben kann.
Und der letzte Satz des Spiels war sowieso der Hammer:
Sag mal, magst du Schnee?

Ich hätte so gerne einen 4ten Teil der in Holland spielt.
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

mosh hat geschrieben:Um wirklich zu schockieren und aufzuzeigen wie schlimm ein Krieg doch ist, muss imo mit Tabus gebrochen werden. Was ebenso nötig ist, ist ein Bezug zu der Person die man spielt, bestenfalls auch zu den Opfern. Das Handeln „muss“ Konsequenzen haben. Wenn ich als Soldat in ein Dorf komme in dem Beispielsweise die Guerilla sich versteckt und die eigene Einheit wahllos Exekutionen unter den Bewohnern durchführt, sollte man selbst mit einer solchen Erschießung konfrontiert werden. Als erstes Extrem selbst Kinder und Frauen exekutieren die weinend und um Gnade flehend vor einem knien.

Hier wäre eine Entscheidungsmöglichkeit angebracht. Erschieße ich sie, ist meine Einheit mit mir zufrieden und ich muss „nur“ mit diesem Gedanken daran leben. Weigere ich mich allerdings, werden die Unschuldigen vor meinen Augen hingerichtet und es gibt in keiner Form ein Happy End.

Oder als weiteres Extrem welches auch oft in Kriegsfilmen vorkommt, Vergewaltigung. Nicht selbst ausführen, eher wie in die Verdammten des Krieges eine verhindern wollen, dabei aber scheitern. Man muss vor Augen geführt bekommen was einen Krieg schlimm macht und vor allem, was es aus den Menschen macht. Das Spiel sollte nicht einfach nur ein „Boah wie hart ey“ entlocken sondern ein Gefühl des Unbehagens hervor rufen.

Pennywise „verlangt“ Genrevermischung. Der Meinung bin ich auch. Als reinen Shooter kann man das keineswegs bringen. Vlt. Sollte man auch gar keinen Soldaten spielen sondern einen ganz normalen Unbeteiligten der erst glücklich mit seiner Familie lebt und die Anfänge des Krieges mitbekommt, bis seine Familie und Freunde zu denen man genug Bezug hat irgendwann verliert. Das ganze als einfacher „Ich baller mich durch“ Racheakt zu präsentieren wäre quatsch, wie es sonst aussehen soll weiß ich aber auch noch nicht.
als Shooter: Cam-Shooter ;) ... die Idee brachte hier schonmal jemand: als Redakteur der Richtung Front zieht. Die Idee an sich ist super. aber realisierbar? ..... und wenn dann wird ein wirklich guter Director benötigt, der die Bilder auch so rüberbringen kann, dass man auch mitfühlen könnte. Sowas klappt nicht unbedingt gut durch "in-your-face"-Brutalität .. wenn der Eindruck erweckt wird, dass solche Szenen einfach für den Skandal eingebaut wurden, ginge es komplett an einen Vorbei (zumindest bei mir) .... Wenns aber geschafft wird, dass man sich als Spieler dann sagt: "scheiße ich will sie retten ... nur wie ...." dann wirds interessant.

Blöderweise würde sowas bei einen (leider) viel zu kleinen Personenkreis nur aus den eigentlich angedachten Gründen ankommen. Ich kenn glaub ich genug (auch hier ausn Forum) die sich bei der Vergewaltigungsszene wahrscheinlich sogar noch einen runterholen würden und laut schreien: "nimm das du bitch" ..... leider :cry:
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Pennywise
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Beitrag von Pennywise »

Levi  hat geschrieben:Ich kenn glaub ich genug (auch hier ausn Forum) die sich bei der Vergewaltigungsszene wahrscheinlich sogar noch einen runterholen würden und laut schreien: "nimm das du bitch" ..... leider :cry:
Darum geht es doch auch , einige Personen mit den Folgen ihrer Handlungen zu konfrontieren , das sich Kiddie XY das Scheiß egal ist soll kein Grund dafür sein jeglichen Anspruch bzw. Versuch im Keim zu ersticken.

Wer jegliche Selbstreflektion ablehnt der hat doch noch hundert andere Shooter die ihn kurzweilig die Popcorn Inszenierung liefern die er/sie möchte.
Beil
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Beitrag von Beil »

Und warum ein Antikriegsspiel (Stichwort "Apocalypse Now") nicht funktionieren würde, steht in der aktuellen Ausgabe der Gee.
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GabbaGabbaHey
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Beitrag von GabbaGabbaHey »

Hammer ! SuperGut geschriebener Artikel !! Stimme den 100% zu !
gh0
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Beitrag von gh0 »

warum nicht? mit was argumentieren die?

Mein o.g. Beispiel zeigt sehr deutlich, dass es funktionieren würde. und auch funktioniert.
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Zulustar
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Beitrag von Zulustar »

Ich wünsche mir ein MMO im Afghanistan Look, bei dem man als ganz gewöhnlicher Einheimischer zwischen die Fronten gerät und sich entscheiden kann, verbündest du dich mit den Besatzern, ist deine Familie nur noch einen Dreck wert und deine Überlebenschance geht gegen 0. Entscheidest du dich für die Taliban siehst du wie verzweifelt die Jungs in Wirklichkeit sind, Verluste von guten Soldaten machen ihnen genauso zu schaffen wie den Besatzern ... Auch dürften Minigames nicht fehlen auf Talibanseite bspw "Mohnfelderburning" ....Wichtig wäre evtl auch Fraktionen bei den Taliban muss man alle Warlords am Ende zusammen bringen um den Endschlag anzusetzen und bei den Besatzern logischerweise die ganzen Lager der verschiedenen Nationen... dazu das Bergambiente mit Openworld und halwegs realistischen Tages und Nachteinsätzen, man muss ausgeruht und gesättigt sein wenn man den ganzen Tag über Berge klettern will, sonst läuft man langsamer kann schlechter zielen etc pp.

Leider wird es so ein Spiel nicht geben, solange wir noch wirtschaftliche Vorteile aus dieser militärischen Lüge ziehen.

Solange werden wir uns mit primitiven Levelschläuchen und vorgefertigten Laufwegen begnügen müssen.
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Vino
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Beitrag von Vino »

Beil hat geschrieben:Und warum ein Antikriegsspiel (Stichwort "Apocalypse Now") nicht funktionieren würde, steht in der aktuellen Ausgabe der Gee.
würde mich jetzt auch mal interessieren, womit die das begründen.
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

Pennywise hat geschrieben:
Levi  hat geschrieben:Ich kenn glaub ich genug (auch hier ausn Forum) die sich bei der Vergewaltigungsszene wahrscheinlich sogar noch einen runterholen würden und laut schreien: "nimm das du bitch" ..... leider :cry:
Darum geht es doch auch , einige Personen mit den Folgen ihrer Handlungen zu konfrontieren , das sich Kiddie XY das Scheiß egal ist soll kein Grund dafür sein jeglichen Anspruch bzw. Versuch im Keim zu ersticken.

Wer jegliche Selbstreflektion ablehnt der hat doch noch hundert andere Shooter die ihn kurzweilig die Popcorn Inszenierung liefern die er/sie möchte.
Wobei ich da schon noch unterscheiden würde. Ich habe das Beispiel mit der Vergewaltigung gestern selber gebracht, weil sie in meinen Augen dem Kriegsverbrechen am nächsten kommt. Man dringt in die Privatssphäre ein, zerstört sie und lässt die Menschen völlig traumatisiert zurück. Ich denke Kriegsopfer und Vergewaltigungsopfer tragen recht ähnliche Schäden und Traumata davon. Von daher wäre die Frage schon in wie weit man solche Szenen überhaupt anbieten darf. Und da sehe ich schon eine sehr große Gefahr durch die Aktivität der Handlung. Wobei ich nur inständig hoffen kann, dass niemand so etwas spielen möchte.

Dazu hatte ich noch das Beispiel KZ, als Beispiel für Kriegsverbrechen. Alle Parteien begehen in der Regel Kriegsverbrechen. Es ist zwar nicht unbedingt der Genozid (wobei er in vielen Konflikten, vor allem in Afrika, eine Rolle spielt) sonder oft auch "nur" Foltern, Massenhinrichtungen, Hinrichten Unschuldiger oder eben auch die oben genannte Vergewaltigung. Das ist die Fratze des Krieges. So und nicht anders sieht der Krieg in seiner unromantisierten Fratze aus.
Die Antwort darauf:
Jörg hat geschrieben:Kann man mal von dem reichlich dämlichen KZ-Totschlagargument absehen? Oder davon, dass ein Anti-Kriegsspiel mir als Spieler eine aktive Vergewaltigung aufzwingt?
Entweder mime ich in Konsequenz die Haltung von Antikriegsspielen oder ich lasse es. Natürlich kann man auuch die Befreier des KZs spielen und den Soldaten, der die Vergewaltigung verhindert und seinen "Kameraden" verprügelt. Allerdings sehe ich da wieder die Schwierigkeit, dass eine Seite unter den Tisch gekehrt wird. Denn Verbrechen begehen alle im Krieg. Das Morden der Gegner damit zu verhamlosen, dass man Unschuldige rettet ist auch nicht viel wert, wenn man im Kongo ein Armee Kindersoldaten mit dem M61 "niedergemäht" hat. Aber so funktioniert nunmal die Shootermechanik.

Hier wird ein Genre politisiert, dass sich dafür in meinen Augen nicht anbietet. Ich halte einen kritischeren Umgang mit den Themen in Shootern für zwingend notwendig. Eine intelligentere Struktur und Handlung wäre auch dringend angebracht. Aber einen Anti-Kriegs-Shooter halte ich für unmöglich, da es zwangsweise ein Anti-Shooter-Shooter wäre.

Aber dass das Genre in seiner jetzigen Form bis auf wenige Ausnahmen einem Stillstand erliegt ist ja offensichtlich. Wobei ein Großteil (wie schon xmal heschrieben habe) eben auch dem Gameplay zuzuschreiben ist.

Deswegen auch auch 100% für deinen langen Post. Genauso sehe ich es eben auch. Die Idee des Kommentars ist gut, das Genre allerdings ungeeignet. Übrignes läuft an Halloween die erste Folge der Walking Dead-Serie im US-Fernsehen, an der Kirkman auch intensiv beteiligt war. Sofern du es noch nicht kennst: Die Trailer sehen fantastisch aus.

Und ich bezweifele, dass so schnell ein Entwickler es schafft mich in einem Spiel in ein moralisches Dilemma zu bringen. Denn entweder ist es für mich eh nur Spaß und Unterhaltung, oder das Spiel untergräbt die Menschenwürde, was ich in Spielen einfach nicht möchte. Ganz ehrlich: Wenn Shooter zu moralinsaueren Zeigefingern werden, spiele ich lieber Mario. ;) Denn Spaß ist für mich der zentrale Dreh und Angelpunkt in Spielen. Nicht Kunst, nicht Kritik, nicht Politik! Und das hat nichts damit zu tun, dass ich nur auf hirnlose Action stehe. Ich kenne auch Boyle, Lars von Trier und co. Nur sehe ich eben nicht ein, warum Spiele um jeden Preis ins Feuilleton müssten. Das ist eine Grundhaltung, die ich mit vielen hier einfach nicht teile. Klar können sei... aber sie müssen doch nicht. ;)
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GabbaGabbaHey
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Beitrag von GabbaGabbaHey »

Scher funktioniert ein AntiKriegsspiel...bzw wie dieses ganze in Szene gesetzt wird kann sich durchaus ändern.

Das Handeln das hinterfragt werden kann...undundund!
Es gibt möglichkeiten dieses zeigen doch Anti Kriegs Filme!

Es fehlt schlichtweg der Mut der Firmen ! Das war schon immerso, es gibt immer wieder ausnahmen. Das sind meiner Meinung nach Japanische Software Firmen die durchaus diesen Mut aufbringen mal etwas anderes zu machen...

...dieses kann man meiner meinung nach sehr gut mit der Problematik "AntiKriegsSpiel" verknüpfen...schlichtweg MUT !
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

GabbaGabbaHey hat geschrieben:Scher funktioniert ein AntiKriegsspiel...bzw wie dieses ganze in Szene gesetzt wird kann sich durchaus ändern.

Das Handeln das hinterfragt werden kann...undundund!
Es gibt möglichkeiten dieses zeigen doch Anti Kriegs Filme!

Es fehlt schlichtweg der Mut der Firmen ! Das war schon immerso, es gibt immer wieder ausnahmen. Das sind meiner Meinung nach Japanische Software Firmen die durchaus diesen Mut aufbringen mal etwas anderes zu machen...

...dieses kann man meiner meinung nach sehr gut mit der Problematik "AntiKriegsSpiel" verknüpfen...schlichtweg MUT !
dann für dich auch nochmal die Frage: Antikriegsspiel ... vielleicht ...

aber ein Antikriegsshooter?!
johndoe533741
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Beitrag von johndoe533741 »

Mal ne kurze Frage zwischendurch...

WOHER wissen wir das ein Antikriegsshooter funktioniert? Schonmal einen gespielt? Ich nicht!

Ich finde man kann darüber diskutieren ob die Zeit für einen Versuch mal reif wäre, aber nicht ob er funktionieren würde oder nicht, weil keiner einen gespielt hat.

Also macht euch mal locker und trinkt Tee oder Jack Daniels oder wasauchimmer...