Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC undenkbar"

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Kajetan »

Ash2X hat geschrieben: Okay...du hälst Ruabkopien nicht für ein Problem?Hab ich das richtig verstanden?Das ist nicht wirklich dein Ernst,oder?
Ich hätte gerne einen Beweis dafür, dass Kopien ein Problem darstellen, so wie das seit über 30 Jahren immer wieder behauptet wird. Wenn dieser Beweis geliefert wird, ist die Sache ja erledigt. Wenn nicht, halte ich es für ziemlich dumm (um es mal höflich auszudrücken), auf der Basis unbewiesener Behauptungen Gesetze zu verabschieden und entsprechende Handlungen zu kriminalisieren.

Deine Argumente und Zahlen belegen zwar sehr schön die Menge und Popularität von Kopien, die es auch gar nicht zu leugnen gilt. Nur ... wo bitte ist der kausale Zusammenhang zwischen Kopienanzahl und postulierten wirtschaftlichen Schäden? Wo ist der Beweis für einen Zusammenhang zwischen zwei korrelierenden, sprich zeitgleich auftretenden Ereignissen? Zudem die Filmwirtschaft und die Spieleindustrie in den letzten zehn Jahren jährlich zT. zweistellige Umsatzzuwächse hatten, obwohl die Leistung und Verbreitung von Breitband-DSL ebenfalls entsprechend angestiegen ist. Die Behautptung, Kopien seien schädlich, widerspricht im Kontext der Verbreitung schneller DSL-Aschlüße der wirtschaftlichen Entwicklung dieser beiden Branchen. Da passt was nicht zueinander.

Die Anzahl von Kopien eines Spieles ist einzig und alleine ein Indiz für seine Popularität. Ein Zusammenhang mit wirtschaftlichen Nachteilen ist daraus nicht zu erkennen, da populäre Spiele in der Regel auch kommerziell sehr erfolgreich sind. Ich kann zwar durchaus vermuten, dass viele Kopien einen entsprechend hohen wirtschaftlichen Schaden verursachen, aber wo ist der Beweis für diese Vermutung? Der US-Rechnungshof konnte zB. letztes Jahr keinen Nachweis, keine Dokumente und Materialien entdecken, welche die Position der Industrie über die angeblich hohen massiven Schäden durch Internet-Piraterie mit Fakten und Nachweisen unterstützen.

Doch je mehr Studien und Untersuchungen es zu diesem Thema gibt (man sollte schon wissen, worüber man redet), umso mehr Indizien finden sich, die den Einfluß von Kopien auf den Umsatz entweder für sehr gering halten (negativ wie auch positiv) oder sogar einen ausdrücklich positiven Einfluss auf den Umsatz nahelegen. Das ist der aktuelle Stand der Forschung. Wenn Du also etwas anderes behauptest, hätte ich gerne einen Beweis dafür, ein substanzielles Argument, welches einen Zusammenhang (!) zwischen Umsatzverlusten und Kopien herstellt, nicht nur eine Gegenüberstellung von Zahlen, die alles und nichts bedeuten kann.
Zuletzt geändert von Kajetan am 09.02.2012 15:49, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Kajetan »

Basinator hat geschrieben:
Dieser einstmals größte deutsche Publisher hat am 12. April 2010 Insolvenz angemeldet und existiert nicht mehr.
Opi, wen meinst du denn damit?
Die CDV Software Entertainment AG. Einst Deutschlands größter Publisher, hat sich durch inkompetente Führung und miserable Produktpolitik sehr zur Freude der Konkurrenz selber ins Aus geschossen.
Fiddlejam
Beiträge: 843
Registriert: 23.01.2010 16:04
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Fiddlejam »

"Populäre Spiele" meint die Mainstream-Blockbuster-Titel der Saison. Fifa 5000, CoD 346 usw. Die finden sich alle sehr verlässlich sowohl an der Spitze der bestverkauften wie meistkopierten Spiele des Jahres. Es gibt da also sehr wohl eine Relation. "Portal" ist in diesem Schema ebenso eine Ausnahmeerscheinung wie "Minecraft". Auch Piraten gehen auf den Haufen, der am dollsten stinkt.
Tja, das passt nicht so ganz zu den Zahlen, denn Portal 2 wurde etwas über 3 Mio mal verkauft und auch ungefähr so oft kopiert, Witcher II eine Millionen mal und fünfmal so oft kopiert.

Die Frage ist jetzt: Wenn Portal offensichtlich das populärere der beiden Spiele war, warum wurde es dann nicht öfters kopiert?
Wie gesagt, so viel zu "Kopien sind nur eine Reaktion auf den harten Kopierschutz".
Wenn dieser Beweis geliefert wird, ist die Sache ja erledigt.
Den Beweis liefert der gesunde Menschenverstand, jedem sollte klar sein, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, dass niemand bereit wäre, das Spiel zu kaufen, wenn er es nicht kopieren könnte.
Bevor DU also nicht beweisen kannst, dass die Verkaufszahlen absolut identisch wären, greift die simple Wahrscheinlichkeit.

Im Übrigen steht nirgends, dass ein Gesetz nur verabschiedet werden kann, wenn es wirtschaftliche Interessen schützt.
Benutzeravatar
Deuterium
Beiträge: 4882
Registriert: 26.05.2010 16:20
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Deuterium »

Fiddlejam hat geschrieben:
Bevor DU also nicht beweisen kannst, dass die Verkaufszahlen absolut identisch wären, greift die simple Wahrscheinlichkeit.
So ähnlich wie mit der Religion oder was? Solange man Gottes Nichtexistenz nicht beweisen kann, muss er existieren. Wenn Kajetan hinbekommt zu beweisen, dass ein Schaden nicht existent ist, kann er gleich mit diesem theologischem Firlefanz weitermachen.
Benutzeravatar
Sabrehawk
Beiträge: 2738
Registriert: 25.05.2004 03:35
Persönliche Nachricht:

Kommentar

Beitrag von Sabrehawk »

blah blah blah ...alles nur Ausreden um dem primitiven Konsolendevlopment den Vorzug zu geben.
johndoe990045
Beiträge: 429
Registriert: 24.04.2010 17:17
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von johndoe990045 »

Ian Frazier [...] äußerte sich in einem Interview gegenüber IncGamers über Software-Piraterie [...] auf dem PC und geht sogar soweit, dass sich seiner Meinung nach größere bzw. teurere Spiele-Entwicklungen - die ausschließlich auf dem PC abzielen - kaum rentieren würden.
Dann soll er es halt lassen und nicht mehr für den PC entwickeln.
Ich kann das Gejammere nicht mehr hören. :roll:
Warum gibt es dann aber Valve, Blizzard u.a. noch?
Benutzeravatar
JunkieXXL
Beiträge: 3352
Registriert: 23.05.2009 23:25
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von JunkieXXL »

Fiddlejam

Da brauchst du wirklich nicht zu diskutieren. Mit Raubkopierern über negative Auswirkungen von Raubkopien auf die Spieleindustrie zu diskutieren ist in etwa so sinnlos wie mit Tabak-Lobbyisten über negative Auswirkungen von Zigaretten auf die Gesundheit zu diskutieren. Die Wahrheit kennt eh jeder, auch wenn sich manche aus Befangenheit dumm stellen. :)
Benutzeravatar
Ash2X
Beiträge: 1182
Registriert: 10.01.2009 11:58
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Ash2X »

Kajetan hat geschrieben:
Ash2X hat geschrieben: Okay...du hälst Ruabkopien nicht für ein Problem?Hab ich das richtig verstanden?Das ist nicht wirklich dein Ernst,oder?
Ich hätte gerne einen Beweis dafür, dass Kopien ein Problem darstellen, so wie das seit über 30 Jahren immer wieder behauptet wird. Wenn dieser Beweis geliefert wird, ist die Sache ja erledigt. Wenn nicht, halte ich es für ziemlich dumm (um es mal höflich auszudrücken), auf der Basis unbewiesener Behauptungen Gesetze zu verabschieden und entsprechende Handlungen zu kriminalisieren.

Deine Argumente und Zahlen belegen zwar sehr schön die Menge und Popularität von Kopien, die es auch gar nicht zu leugnen gilt. Nur ... wo bitte ist der kausale Zusammenhang zwischen Kopienanzahl und postulierten wirtschaftlichen Schäden? Wo ist der Beweis für einen Zusammenhang zwischen zwei korrelierenden, sprich zeitgleich auftretenden Ereignissen? Zudem die Filmwirtschaft und die Spieleindustrie in den letzten zehn Jahren jährlich zT. zweistellige Umsatzzuwächse hatten, obwohl die Leistung und Verbreitung von Breitband-DSL ebenfalls entsprechend angestiegen ist. Die Behautptung, Kopien seien schädlich, widerspricht im Kontext der Verbreitung schneller DSL-Aschlüße der wirtschaftlichen Entwicklung dieser beiden Branchen. Da passt was nicht zueinander.

Die Anzahl von Kopien eines Spieles ist einzig und alleine ein Indiz für seine Popularität. Ein Zusammenhang mit wirtschaftlichen Nachteilen ist daraus nicht zu erkennen, da populäre Spiele in der Regel auch kommerziell sehr erfolgreich sind. Ich kann zwar durchaus vermuten, dass viele Kopien einen entsprechend hohen wirtschaftlichen Schaden verursachen, aber wo ist der Beweis für diese Vermutung? Der US-Rechnungshof konnte zB. letztes Jahr keinen Nachweis, keine Dokumente und Materialien entdecken, welche die Position der Industrie über die angeblich hohen massiven Schäden durch Internet-Piraterie mit Fakten und Nachweisen unterstützen.

Doch je mehr Studien und Untersuchungen es zu diesem Thema gibt (man sollte schon wissen, worüber man redet), umso mehr Indizien finden sich, die den Einfluß von Kopien auf den Umsatz entweder für sehr gering halten (negativ wie auch positiv) oder sogar einen ausdrücklich positiven Einfluss auf den Umsatz nahelegen. Das ist der aktuelle Stand der Forschung. Wenn Du also etwas anderes behauptest, hätte ich gerne einen Beweis dafür, ein substanzielles Argument, welches einen Zusammenhang (!) zwischen Umsatzverlusten und Kopien herstellt, nicht nur eine Gegenüberstellung von Zahlen, die alles und nichts bedeuten kann.
Gerade bei solchen Studien darf man äusserst vorsichtig sein.Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.Allein der gesunde Menschenverstand sagt das Leute nicht für etwas bezahlen das sie mit weniger aufwand umsonst bekommen - das ist bei Raubkopien mittlerweile der Fall.Auch dazu gibt es massig Studien.
Das die Zahlen von einigen Entwicklern und Publishern übertrieben werden streite ich nicht ab.Den Beweis das es diese massive Kopien gibt habe ich dir allerdings auch geliefert und das ihnen bei über 4 Millionen Raubkopien ein Schaden (in Form von Kundenverlust) entsteht dürfte kein Diskussionsthema sein.
Selbst bei nur einem (!) Prozenzt der vom Kauf damit abgehalten wurde sind es schon 40.000(!) Spiele die ohne die Kopien verkauft worden wären.
Benutzeravatar
Xris
Beiträge: 13777
Registriert: 29.10.2006 11:35
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Xris »

Oh nein:) Keine Sorge, auch ich bin ein "Sünder" :) Die wenigsten werden noch niemals was illegal runtergeladen haben, oder so Dinge wie Youtubeconverter verwendet haben. Es ist ja so einfach. Und so schnell hast du das was du willst. Klar.
Oder eine Benjamin Blümchen Kasette, später die Bravo Hits etc. damit und mit diversen Amiga, Commodore und PC Spielen hats bei mir angefangen. Und der Witz war das wir damals nichtmal wusten das wir da etwas "ilegales" tun. Kam vom besten Freund der es von einem anderen Freund hatte und der wiederrum... etc.

Aber wenn man sich das mal so ansieht. Wenn Raubkopien wirklich so schädlich wären, warum gibt es diese Unterhaltunsbranchen heute noch? Denn Kopien gibt es wie gesagt schon seit dem ersten Tonbandgerät. Und davor vermutlich schon reichlich in der Kunstgeschichte. ABer die einzigste Branche die sich bis heute forwährend und immer massiver darüber beschwert - Videospiele! Als hätten alle anderen diese Probleme nicht. Und als hätten Kopierschutz und später DRM jemals etwas genützt. Erreicht hat man damit immer nur den ehrlichen Kunden. Und das wird auch weiterhin so ablaufen. Auch auf Konsolen kann man nach wie vor Raubkopien spielen. Notfalls eine zweite Konsole für Onlinespiele.

Das die VKZ heute im Vergleich zur Konsole so schlecht abschneide. Das liegt denke ich auch daran das in dieser Gen mehr als in jeder anderen davor Leute auf die Konsolen gänzlich übergelaufen sind. Es ist noch nie passiert das eine Konsole in der Grafik auf gleichem Niveau war. Denn es ist ja nicht so das es vor 7 Jahren noch keine Raubkopien auf dem PC gab. Bzw. unterstelle ich den großen 3rd Partys auch das man bewust versucht hat den PC Markt zu lequidieren. Das die Spieler auf Konsole wechseln. Spätestens als die großen Vorteile durch DLC und die geschlossene Plaform deutlich wurden. Hätte vor der 360 jemand gedacht das es mal Leute geben würde die bereit sind für ein Wallpaper Geld auszugeben? Das fängt schon mit Kleinigkeiten an.
Und ein weiterer Faktor ist das diese Branche in den letzten 10 Jahren stetig weiter gewachsen ist. Es gibt immer mehr Spieler. Aber eben vorranig auf Konsolen.
Basinator
Beiträge: 111
Registriert: 28.07.2008 17:37
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Basinator »

Tja, das passt nicht so ganz zu den Zahlen, denn Portal 2 wurde etwas über 3 Mio mal verkauft und auch ungefähr so oft kopiert, Witcher II eine Millionen mal und fünfmal so oft kopiert.

Die Frage ist jetzt: Wenn Portal offensichtlich das populärere der beiden Spiele war, warum wurde es dann nicht öfters kopiert?
Wie gesagt, so viel zu "Kopien sind nur eine Reaktion auf den harten Kopierschutz".
Wurde Portal 2 nicht ausschließlich über Steam verkauft? Wie war dort der Preis? Ich halte Wechselwirkungen zwischen Kaufplattform, Preis und Kopierschutz für unvermeidbar; wenn ein Spiel nur 20 € kostet, wird es idR weniger kopiert, genauso wenn es einfach zu erreichen ist (ein paar Klicks vom Kauf entfernt -> Steam) und natürlich der Kopierschutz (wie ich bereits hier schrieb, liegt der Sinn eines Kopierschutzes möglicherweise größtenteils darin, die "first sales" hochzutreiben).
Den Beweis liefert der gesunde Menschenverstand, jedem sollte klar sein, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, dass niemand bereit wäre, das Spiel zu kaufen, wenn er es nicht kopieren könnte.
Bevor DU also nicht beweisen kannst, dass die Verkaufszahlen absolut identisch wären, greift die simple Wahrscheinlichkeit.
Opis Vermutung liegt doch auch zugrunde, dass Raubkopierer und "andere Spieler" miteinander kommunizieren. Drei Raubkopierer könnten durch das Zeigen des Spieles und durch Schwärmen von diesem durchaus eine vierte Person, die das Spiel bis dahin noch nicht kannte, zum Kauf zu bewegen. Nicht bewusst, aber im Unterbewusstsein.

Ich finde sogar, dass ist eine äußerst interessante Argumentationslinie. Etwas, woran kaum jemand denkt, was aber einen sehr großen Einfluss haben könnte. Denn wer hat nicht auf Freunde und Bekannte gehört, die einem von einem Spiel vorgeschwärmt haben, so das man selbst "scharf" auf das Spiel wurde?
Im Übrigen steht nirgends, dass ein Gesetz nur verabschiedet werden kann, wenn es wirtschaftliche Interessen schützt.
Du unterschätzt die Macht der Lobbyisten und des Kapitalismus. Was meinst du denn, warum einige westliche Staaten mit der Unterstützung des Arabischen Frühlings so zurückhaltend waren? Warum Russland und China Syrien noch bedingt den Rücken decken?
So ähnlich wie mit der Religion oder was? Solange man Gottes Nichtexistenz nicht beweisen kann, muss er existieren. Wenn Kajetan hinbekommt zu beweisen, dass ein Schaden nicht existent ist, kann er gleich mit diesem theologischem Firlefanz weitermachen.
Die Gründung von Gesetzen sollte nicht auf Vermutungen beruhen. Ist zwar nicht immer der Fall, aber ich gebe Opi Recht, Gesetze sollten durch Beweise untermauert werden.
Fiddlejam

Da brauchst du wirklich nicht zu diskutieren. Mit Raubkopierern über negative Auswirkungen von Raubkopien auf die Spieleindustrie zu diskutieren ist in etwa so sinnlos wie mit Tabak-Lobbyisten über negative Auswirkungen von Zigaretten auf die Gesundheit zu diskutieren. Die Wahrheit kennt eh jeder, auch wenn sich manche aus Befangenheit dumm stellen. :)
Schön, dass du jeden Diskussionsgegner als Raubkopierer betitelst, andere Meinungen als deine nicht hören willst und gar nicht versuchst, die Argumente der Gegenseite auch nur im Ansatz nachzuvollziehen (Gegenseite ungleich Raubkopierer).
Opi stellt übrigens gar nicht infrage, dass Raubkopien der Betriebswirtschaft schaden *könnten*, er hätte nur gerne *Beweise* dafür, insbesondere, wenn diese "Schäden" Grundlage für Gesetze sein sollten.
Aber wenn man sich das mal so ansieht. Wenn Raubkopien wirklich so schädlich wären, warum gibt es diese Unterhaltunsbranchen heute noch? Denn Kopien gibt es wie gesagt schon seit dem ersten Tonbandgerät. Und davor vermutlich schon reichlich in der Kunstgeschichte.
Dito. Es geht der Industrie scheinbar nicht so schlecht, dass sie nciht mehr existieren könne.
Und nur, weil am PC möglicherweise weniger Gewinn oder Umsatz erzielt wird, heißt das noch lange nicht, dass Raubkopien der Grund dafür sind oder das sich PC-Spiele nicht lohnen würden, sondern nur, dass Konsolenspiele rentabler sind - Aus welchen Gründen auch immer.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Kajetan »

Ash2X hat geschrieben:Gerade bei solchen Studien darf man äusserst vorsichtig sein.
Keine Frage. Deswegen sage ich ja auch nicht "Es ist so!", sondern "Es gibt Hinweise, dass ...". Ich selbst weiß es ja auch nicht genau und würde gerne eine umfassende Klärung dieser Thematik sehen, damit ich hier nicht ständig Schwielen auf den Tippfingern bekommen muss.
Allein der gesunde Menschenverstand sagt das Leute nicht für etwas bezahlen das sie mit weniger aufwand umsonst bekommen - das ist bei Raubkopien mittlerweile der Fall.Auch dazu gibt es massig Studien.
Zeig mir mal welche. Ich kann Dir gerne eine sogar von der Contentindustrie in Auftrag gegebene Studie zeigen, die dummerweise herausfand, dass Leute, die sich gerne Inhalte für umme aus dem Netz ziehen dennoch MEHR GELD für selbige Inhalte ausgeben als Keute, die sich nichts oder nur selten etwas aus dem Netz ziehen.

Du unterschlägst die emotionale Bindung, die wir zu Musik, Filmen, Büchern oder Spielen haben. Wir geben dafür Geld aus, weil wir das freiwillig (!) so wollen und nicht, weil man uns dazu zwingt. Wären die Leute tatsächlich so, warum gibt es dann überhaupt noch einen Medienindustrie, warum hat zB. Hollywood in den letzten Jahren ständig NEUE Umsatzrekorde erzielt, obwohl doch jeder Film ratzfatz im Netz zu finden war? Schau Dir das aktuelle Crowdfunding von Double Fine an. Da sind in jetzt knapp zwei Tagen fast 800.000 Dollar für ein Spiel zusammengekommen, dass es überhaupt noch nicht gibt. Schau Dir an, welche Summen regelmäßig zB. beim Humble Indie Bundle zusammenkommen, wo die Leute freiwillig (!) im Schnitt 4-5 Dollar für Spiele zahlen, die sie a) für nur einen Cent bekommen könnten oder b) sich gleich für umme aus dem Netz ziehen könnten. Warum tun die Leute das? Sind die alle doof? Warum geben die alle freiwillig (!) Geld aus?
Das die Zahlen von einigen Entwicklern und Publishern übertrieben werden streite ich nicht ab.Den Beweis das es diese massive Kopien gibt habe ich dir allerdings auch geliefert und das ihnen bei über 4 Millionen Raubkopien ein Schaden (in Form von Kundenverlust) entsteht dürfte kein Diskussionsthema sein.
Nochmals: Niemand bezweifelt die Anzahl der Kopien. Wo aber ist der Zusammenhang mit Umsatzverlusten? Du stellst einfach nur eine Zahl in den Raum und hängst daran ohne Beweisführung eine Behauptung dran, mit dem Argument, dass sei ja klar.

Meine Frage daher seit über 30 Jahren: Wenn das ja so klar ist, wo ist der Beweis für einen ZUSAMMENHANG zwischen angeblichen Schäden und Kopien?
Selbst bei nur einem (!) Prozenzt der vom Kauf damit abgehalten wurde sind es schon 40.000(!) Spiele die ohne die Kopien verkauft worden wären.
Wenn, vielleicht, in der Theorie. Wo ist das belegte Praxisbeispiel?
Benutzeravatar
Richibot
Beiträge: 163
Registriert: 30.01.2009 20:32
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Richibot »

Ich verstehe alle Gegenargumente, sei einmal die "Schädlichkeit" dahingestellt. So richtige Zahlen gibts wohl kaum, mehr Schätzungen etc.

Wenn nun jemand in einem Laden etwas in seine Tasche steckt und vorsätzlich abhaut ohne zu bezahlen, wüßte jeder sofort: Das ist Diebstahl. Bei Raubkopiererei sind die Leute sich komischerweise auf einmal nicht mehr sicher und fangen an zu diskutieren:) Ich denke, wenn man sich ein bischen mehr mit dieser Grundsätzlichkeit befasst, erübrigt sich diese strittige Frage ganz von alleine. Letztenendes geht es bei der ganzem Thematik eher um eine grundsätzliche Lebenseinstellung als um das Delikt an sich.
[Shadow_Man]
Beiträge: 2218
Registriert: 11.12.2009 03:17
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von [Shadow_Man] »

Denkt mal an Microsoft und Windows? Warum wurden die so bekannt? Weil damals ihre Programme und Betriebssysteme immer weitergegeben wurden, bis sie irgendwann jeder auf dem PC hatte. Und viele davon, die damals eine Raubkopie von Windows hatten, kaufen heute alle diese Betriebssysteme.
Für Microsoft war das also sogar positiv. Es gibt da auch so einen Spruch: Der Raubkopierer von heute, kann schnell zum Käufer von Morgen werden.
Ich hab das in meiner Jugendzeit auch gesehen. Da haben sich viele immer Raubkopien besorgt, dann als sie älter wurden, ihre erste Arbeitsstelle/Lehrstelle bekamen, haben sie dann angefangen die Spiele zu kaufen und heute große Spielesammlungen zusammen.
Und, hier kann ich es ja erwähnen: Ich bin durch eine Raubkopie überhaupt erst zum PC Spielen gekommen. Es war damals 1989...meine Eltern hatten damals einen PC, aber mich hat das nie so interessiert, ich war damals Commodore 64 Spieler. Bis einmal ein Kumpel vorbei kam und eine Raubkopie vom PC-Spiel Prince of Persia mitgebracht hat. Das hat mich so begeistert, dass ich beim PC geblieben bin und seitdem auch alle meine PC Spiele kaufe. Ich hab jetzt bestimmt schon rund 800 Original-Spiele da. Auch Betriebssysteme oder die Programme, die ich auf dem PC nutze, die kaufe ich mir alle.
Also wie man sieht, entsteht dadurch nicht immer ein Schaden :wink:
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Kajetan »

Richibot hat geschrieben:Letztenendes geht es bei der ganzem Thematik eher um eine grundsätzliche Lebenseinstellung als um das Delikt an sich.
Wie jeder zu dieser Handlung steht, muss auch jeder mit sich selbst ausmachen. Wer meint, das sei eine verwerfliche Handlung, der sieht das eben so. Wer gegenteiliger Meinung ist, der sieht das eben anders. Das sind persönliche Präferenzen, die zu respektieren sind.

Da die Industrie aber ausschliesslich rein wirtschaftlich argumentiert und immer von hohen Schäden die Rede ist, die Kopien angeblich anrichten und Geld, das verloren geht ... sei doch die Frage gestellt, ob man denn irgendwo sehen kann, dass das Geld verschwindet und ein wirtschaftlicher Schaden entsteht, denn auf Basis dieser Behauptung wurden schliessslich entsprechende Gesetze erschaffen und sollen nach dem Willen der Industrie künftig noch striktere Gesetze und Infrastrukturen geschaffen werden, die als Kollateralschaden die Freiheit des Internets, die Freiheit der Bürger und letztendlich unsere Demokratie nach sich ziehen. Da lasse ich mich NICHT mit einem dahergesagten "Das ist doch klar, darüber braucht man nicht großartig reden!" abspeisen.
Benutzeravatar
JunkieXXL
Beiträge: 3352
Registriert: 23.05.2009 23:25
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von JunkieXXL »

Basinator hat geschrieben: Schön, dass du jeden Diskussionsgegner als Raubkopierer betitelst, andere Meinungen als deine nicht hören willst und gar nicht versuchst, die Argumente der Gegenseite auch nur im Ansatz nachzuvollziehen (Gegenseite ungleich Raubkopierer).
Opi stellt übrigens gar nicht infrage, dass Raubkopien der Betriebswirtschaft schaden *könnten*, er hätte nur gerne *Beweise* dafür, insbesondere, wenn diese "Schäden" Grundlage für Gesetze sein sollten.

Das sind keine richtigen Argumente, sondern das seit Jahren bekannte irreführende Gerede von Raubkopierern. Mein Vergleich mit der Tabak-Lobby ist da schon sehr treffend. Alles was geht wird entschuldigt, abgestritten, relativiert und es wird nach Beweisen geschrien. Man konnte z.B. auch über viele Jahrzehnte nicht zweifelsfrei beweisen, dass Zigaretten bei Millionen von Leuten Krebs verursacht haben und selbst heute gibts nur Einzelfälle die das belegen, dabei wars die ganze Zeit über sonnenklar. Genauso wie die Tabak-Lobby wissen Raubkopierer, dass eine "Schuld" schwer zu ermitteln ist, ein restlos zweifelsfreier Zusammenhang schwer herzustellen ist. Wir wissen doch alle was Sache ist, auch wenn sich - wie gesagt - manche nach aussen hin dumm stellen.

Na ja, viel Spass noch. Ich habe keinen Bock drauf hier nun die Zehnte Diskussion darüber zu führen. Sorry. :(