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Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Dieses Pornospiel war zwar aboluter Bullshit, alleine weil es eben nicht mehr war als ein interaktiver Porno, dessen Entfernung finde ich dennoch schade. Ich finde ein Aufschrei von sowas als Rückschritt. Wie damals als man über all die Killerspiele diskutiert hat und am liebsten deren Verbote durchgedrückt hätte.
Ich persönlich wäre einem Spiel ohne pornografischen Inhalte, welches Vergewaltigung als Hauptthema hätte, eben selbst wenn man interaktiv diese Vergewaltigungen im Spiel ausübt, nicht abgeneigt. Die Geschichte muss einfach dafür interessant sein sowie Vergewaltigung nicht glorifizieren, genau wie bei Mord an sich, (ausgeschlossen ist hier einfache Gewalt oder das Töten). Es ist einfach für mich abhängig vom Kontext, aber ich schätze selbst dann würde man sich über so ein Spiel empören und ein Verbot dessen fordern. Während andere Medien dieses Thema problemlos, selbst als Porno, einfach behandeln dürfen, sogar wenn es nicht als was schlechtes dargestellt wird.
Ich persönlich wäre einem Spiel ohne pornografischen Inhalte, welches Vergewaltigung als Hauptthema hätte, eben selbst wenn man interaktiv diese Vergewaltigungen im Spiel ausübt, nicht abgeneigt. Die Geschichte muss einfach dafür interessant sein sowie Vergewaltigung nicht glorifizieren, genau wie bei Mord an sich, (ausgeschlossen ist hier einfache Gewalt oder das Töten). Es ist einfach für mich abhängig vom Kontext, aber ich schätze selbst dann würde man sich über so ein Spiel empören und ein Verbot dessen fordern. Während andere Medien dieses Thema problemlos, selbst als Porno, einfach behandeln dürfen, sogar wenn es nicht als was schlechtes dargestellt wird.
- NomDeGuerre
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Ich könnte mir vorstellen, dass eine Vergewaltigung Teil der Geschichte ist und diese als Katalysator vorantreibt. Aber was soll der Reiz daran sein einen Vergewaltiger zu spielen, außer dem, dass man etwas ausleben möchte? Es ist weder heroisch, noch kann man sich sportlich messen. Das Interaktive ist hier viel problematischer, als es das bei der Umsetzung anderer Gewaltverbrechen ist. Was treibt an, außer Voyeurismus?SSBPummeluff hat geschrieben: ↑07.03.2019 12:30 Dieses Pornospiel war zwar aboluter Bullshit, alleine weil es eben nicht mehr war als ein interaktiver Porno, dessen Entfernung finde ich dennoch schade. Ich finde ein Aufschrei von sowas als Rückschritt. Wie damals als man über all die Killerspiele diskutiert hat und am liebsten deren Verbote durchgedrückt hätte.
Ich persönlich wäre einem Spiel ohne pornografischen Inhalte, welches Vergewaltigung als Hauptthema hätte, eben selbst wenn man interaktiv diese Vergewaltigungen im Spiel ausübt, nicht abgeneigt. Die Geschichte muss einfach dafür interessant sein sowie Vergewaltigung nicht glorifizieren, genau wie bei Mord an sich, (ausgeschlossen ist hier einfache Gewalt oder das Töten). Es ist einfach für mich abhängig vom Kontext, aber ich schätze selbst dann würde man sich über so ein Spiel empören und ein Verbot dessen fordern. Während andere Medien dieses Thema problemlos, selbst als Porno, einfach behandeln dürfen, sogar wenn es nicht als was schlechtes dargestellt wird.
Wenn man in die Abgründe schauen will, bieten sich da andere Medien eher an. Aber auch hier wird man wohl keine Heldengeschichten finden.
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Doc Angelo
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Wenn man das Wort "Vergewaltigung" durch "Waffengewalt" ersetzt, was dann?NomDeGuerre hat geschrieben: ↑07.03.2019 12:59 Ich könnte mir vorstellen, dass eine Vergewaltigung Teil der Geschichte ist und diese als Katalysator vorantreibt. Aber was soll der Reiz daran sein, einen Vergewaltiger zu spielen, außer dem, dass man etwas ausleben möchte? Es ist weder heroisch, noch kann man sich sportlich messen. Das Interaktive ist hier viel problematischer, als es das bei der Umsetzung anderer Gewaltverbrechen ist. Was treibt an, außer Voyeurismus?
Wenn man in die Abgründe schauen will, bieten sich da andere Medien eher an. Aber auch hier wird man wohl keine Heldengeschichten finden.
- NomDeGuerre
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Gibt es einen Weg sich zu messen, eben der Multiplayer und da besteht der Reiz nicht im zerfetzen und es gibt außerdem massig Wege, einen Helden zu kreieren. Ich sage gar nicht, dass das erschießen von Pixeln nicht auch irgendwie schräg ist, aber gleichsetzen lässt sich das nicht.
- Danilot
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Der Unterschied zu Büchern und Filmen ist die Interaktivität. Im Film spielst du nicht den Täter sondern schaust zu. Die Filmemacher können daher immer darauf verweisen, dass es darum geht den Zuschauern das Verwerfliche oder das Extreme der Tat begreiflich zu machen. Wobei reiner Voyeurismus an der Tat einer Vergewaltigung in einem öffentlichen Werk auch - zu Recht - kritisiert werden würde.SSBPummeluff hat geschrieben: ↑07.03.2019 12:30 Dieses Pornospiel war zwar aboluter Bullshit, alleine weil es eben nicht mehr war als ein interaktiver Porno, dessen Entfernung finde ich dennoch schade. Ich finde ein Aufschrei von sowas als Rückschritt. Wie damals als man über all die Killerspiele diskutiert hat und am liebsten deren Verbote durchgedrückt hätte.
Ich persönlich wäre einem Spiel ohne pornografischen Inhalte, welches Vergewaltigung als Hauptthema hätte, eben selbst wenn man interaktiv diese Vergewaltigungen im Spiel ausübt, nicht abgeneigt. Die Geschichte muss einfach dafür interessant sein sowie Vergewaltigung nicht glorifizieren, genau wie bei Mord an sich, (ausgeschlossen ist hier einfache Gewalt oder das Töten). Es ist einfach für mich abhängig vom Kontext, aber ich schätze selbst dann würde man sich über so ein Spiel empören und ein Verbot dessen fordern. Während andere Medien dieses Thema problemlos, selbst als Porno, einfach behandeln dürfen, sogar wenn es nicht als was schlechtes dargestellt wird.
In einem Spiel wäre man aber der Täter und da fehlt es an dann an der Distanz für eine unbelastete Reflexion, weil ein rechtfertigender Kontext fehlt. Es gibt da keinen fiktiven Täter, an welchen man sich abarbeiten könnte, da man selbst den Mist steuert.
Und nochmal, welcher Kontext im Spiel könnte die Tat einer Vergewaltigung rechtfertigen? Ok denkbar wäre ein Game wo man sowas spielt und dann zur Rechenschaft gezogen wird. So wie man im letzten Battlefield eine deutsche Panzereinheit im 2. Weltkrieg spielen konnte (der Spieler sollte dort aber z.B. keine Zivilisten töten). Dann ginge es aber in einem solche Game nicht um den Spielspaß wie in diesem Machwerk hier.
Also eine solche Täterrolle finde ich problematisch, weil sie zum Reflektieren einer Tat, einer Vergewaltigung gar nicht notwendig ist. Die beobachtende Rolle würde völlig reichen. Viel eher soll damit die Lust an der Tat angesprochen werden und da wird es dann übel.
- SethSteiner
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Ich verstehe immer noch nicht, wie man nach Jahrzehnten die Interaktivität von Videospielen als mehr als einfach nur ein wertneutrales Unterscheidungskriterium zwischen den Medien ansehen kann. Wir haben in all der Zeit einfach keine ernsthaften Nachweise, dass die Interaktivität irgendwie eine bedrohlichere Wirkung entfaltet als die Vorstellung beim Lesen eines Buches oder das Zuschauen bei einem Film. Nicht zuletzt würde ich auch gern noch mal fragen, wie weit hier denn die "interaktivität" überhaupt ausgeprägt war.
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Doc Angelo
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Du hast recht das es nicht 100% das Gleiche ist. Es ist aber auch nicht 100% unterschiedlich. Dinge müssen nicht 100% identisch sein, um gleichermaßen "falsch" zu sein. Ich sehe hier einfach sehr stark, das brutalste Gewalt mit Kriegswerkzeug zum ganz normalen Alltag gehört, aber andere Formen von Gewalt kategorisch ausgeschlossen werden. Es gibt mehr als genug Spiele, wo man einen Psychopathen spielt, der das Leben von unzähligen Menschen beendet. In diesen Spiele ist man praktisch ein Psychopath, anders lässt sich die Situation nicht erklären. Und dann gibt es Spiele, wo das Spiel selbst den Spieler-Charakter als Psychopath darstellt (zum Beispiel GTA 5).NomDeGuerre hat geschrieben: ↑07.03.2019 13:07 Gibt es einen Weg sich zu messen, eben der Multiplayer und da besteht der Reiz nicht im zerfetzen und es gibt außerdem massig Wege, einen Helden zu kreieren. Ich sage gar nicht, dass das erschießen von Pixeln nicht auch irgendwie schräg ist, aber gleichsetzen lässt sich das nicht.
Ich finde das sollte man schon bedenken.
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Doc Angelo
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Das kann ich persönlich auch nicht so ganz nachvollziehen, warum "Interaktivität" beim Töten "praktisch harmlos" ist, aber bei anderen Themen soll es plötzlich ganz anders sein. Darauf gehen viele hier nicht ein.SethSteiner hat geschrieben: ↑07.03.2019 13:48 Ich verstehe immer noch nicht, wie man nach Jahrzehnten die Interaktivität von Videospielen als mehr als einfach nur ein wertneutrales Unterscheidungskriterium zwischen den Medien ansehen kann. Wir haben in all der Zeit einfach keine ernsthaften Nachweise, dass die Interaktivität irgendwie eine bedrohlichere Wirkung entfaltet als die Vorstellung beim Lesen eines Buches oder das Zuschauen bei einem Film. Nicht zuletzt würde ich auch gern noch mal fragen, wie weit hier denn die "interaktivität" überhaupt ausgeprägt war.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Da hast du nicht unrecht und die Frage, warum das Töten in diesem Kontext weniger tabuisiert ist, kam im Verlauf ja schon auf und wenigstens ich, kann mir diesen Punkt auch nicht erschließen.
Trevor ist als Beispiel aber nicht so treffend, er foltert zwar, ist aber in der Auflösung der einzig irgendwie anständige im Raum. Rockstar wusste da recht genau, wie weit sie gehen können.
Trevor ist als Beispiel aber nicht so treffend, er foltert zwar, ist aber in der Auflösung der einzig irgendwie anständige im Raum. Rockstar wusste da recht genau, wie weit sie gehen können.
Zuletzt geändert von NomDeGuerre am 07.03.2019 14:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Es geht nicht alleine um die Interaktivität, sondern um den Kontext in dem sie stattfindet und um das, was beim Spieler dadurch ausgelöst werden soll.Doc Angelo hat geschrieben: ↑07.03.2019 13:55Das kann ich persönlich auch nicht so ganz nachvollziehen, warum "Interaktivität" beim Töten "praktisch harmlos" ist, aber bei anderen Themen soll es plötzlich ganz anders sein. Darauf gehen viele hier nicht ein.SethSteiner hat geschrieben: ↑07.03.2019 13:48 Ich verstehe immer noch nicht, wie man nach Jahrzehnten die Interaktivität von Videospielen als mehr als einfach nur ein wertneutrales Unterscheidungskriterium zwischen den Medien ansehen kann. Wir haben in all der Zeit einfach keine ernsthaften Nachweise, dass die Interaktivität irgendwie eine bedrohlichere Wirkung entfaltet als die Vorstellung beim Lesen eines Buches oder das Zuschauen bei einem Film. Nicht zuletzt würde ich auch gern noch mal fragen, wie weit hier denn die "interaktivität" überhaupt ausgeprägt war.
Zuletzt geändert von NomDeGuerre am 07.03.2019 14:05, insgesamt 1-mal geändert.
- Danilot
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Die Frage nach Richtig und Falsch in der Gesellschaft, wie hier nach dem "richtigen" Inhalt von Medien, basiert sowieso auf gewählten und veränderlichen Normen. Das fällt nicht vom Himmel und ist nicht immer logisch.
Es macht aber auch wenig Sinn, Werte und Normen dadurch zu "verbessern" zu versuchen in dem möglichst maximale Tabus gebrochen werden sollen. Welche Verbesserung soll so ein Game bitte bewirken? Weniger Gewalt in Games? Mehr Exzess in Games?
Mehr Freiheit für alles bedeutet auch nicht automatisch mehr Gerechtigkeit und Zufriedenheit für Jeden.
Es macht aber auch wenig Sinn, Werte und Normen dadurch zu "verbessern" zu versuchen in dem möglichst maximale Tabus gebrochen werden sollen. Welche Verbesserung soll so ein Game bitte bewirken? Weniger Gewalt in Games? Mehr Exzess in Games?
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Sind Bücher nicht auch Interaktiv? Ist es bei Romanen jeglicher Art nicht der Sinn sich das Ganze vorzustellen? Und demzufolge sogar intensiver als es ein Spiel je sein könnte?Danilot hat geschrieben: ↑07.03.2019 13:31
Der Unterschied zu Büchern und Filmen ist die Interaktivität. Im Film spielst du nicht den Täter sondern schaust zu. Die Filmemacher können daher immer darauf verweisen, dass es darum geht den Zuschauern das Verwerfliche oder das Extreme der Tat begreiflich zu machen. Wobei reiner Voyeurismus an der Tat einer Vergewaltigung in einem öffentlichen Werk auch - zu Recht - kritisiert werden würde.
In einem Spiel wäre man aber der Täter und da fehlt es an dann an der Distanz für eine unbelastete Reflexion, weil ein rechtfertigender Kontext fehlt. Es gibt da keinen fiktiven Täter, an welchen man sich abarbeiten könnte, da man selbst den Mist steuert.
Und nochmal, welcher Kontext im Spiel könnte die Tat einer Vergewaltigung rechtfertigen? Ok denkbar wäre ein Game wo man sowas spielt und dann zur Rechenschaft gezogen wird. So wie man im letzten Battlefield eine deutsche Panzereinheit im 2. Weltkrieg spielen konnte (der Spieler sollte dort aber z.B. keine Zivilisten töten). Dann ginge es aber in einem solche Game nicht um den Spielspaß wie in diesem Machwerk hier.
Also eine solche Täterrolle finde ich problematisch, weil sie zum Reflektieren einer Tat, einer Vergewaltigung gar nicht notwendig ist. Die beobachtende Rolle würde völlig reichen. Viel eher soll damit die Lust an der Tat angesprochen werden und da wird es dann übel.
Der Sinn eine Vergewaltigung auszuführen, ist es dich damit im besonderem Maße auseinanderzusetzen zu lassen. Du erlebst quasi aus nächster Nähe eine solche Situation. Du bist sogar der Initiator. Sagen wir das Spiel zwingt dich dazu, das ändert nichts daran, dass du der Initiator bist und du der Grund wieso dem Wesen das angetan wird. Du blickst vielleicht sogar direkt in das leidvolle Gesicht deines Opfers. Du hörst ihr Flehen, du siehst ihre Mimiken und die angsterfüllten Augen. Das ermöglicht narrativ ganz intensive Erfahrungen, die sich später, nach Beendigung des Spiels(der Geschichte), in der Bewertung des Spielers niederlässt. Sein Eindruck wird durch diese intensive Erfahrung maßgeblich beeinflusst und kann ein Werk dem Stempel "Meisterhaft", "Genial" oder ähnliches aufdrücken, was ohne diese Erfahrung vielleicht nur ein "Gut" wäre. Es ist im Kontext natürlich zu sehen, was macht der Autor mit dieser Situation, wann fügt er diese Situation ein und wieso zu diesem Zeitpunkt? Was ist der Sinn dahinter? Schockieren? Oder gar für diese Opfer ein anderes Verständnis in jemanden erwecken? Es kann viele Gründe geben so eine Situation in ein Werk einfließen zu lassen.
Zuletzt geändert von SSBPummeluff am 07.03.2019 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
jo, so isses.NomDeGuerre hat geschrieben: ↑07.03.2019 14:01Es geht nicht alleine um die Interaktivität, sondern um den Kontext in dem sie stattfindet und um das, was beim Spieler dadurch ausgelöst werden soll.
gab es nicht auch mal um call of duty eine mehr als heissdiskutierte debatte weil man dort in einer szene unschuldige töten musste um weiter zu kommen?
greetingz
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Nein Bücher sind nicht interaktiv. Warum ich diese Interaktivität bei diesem Thema für unnötig halte hatte ich ja geschrieben: "Also eine solche Täterrolle finde ich problematisch, weil sie zum Reflektieren einer Tat, einer Vergewaltigung gar nicht notwendig ist. Die beobachtende Rolle würde völlig reichen. Viel eher soll damit die Lust an der Tat angesprochen werden und da wird es dann übel."SSBPummeluff hat geschrieben: ↑07.03.2019 14:07 Sind Bücher nicht auch Interaktiv? Ist es bei Romanen jeglicher Art nicht der Sinn sich das Ganze vorzustellen? Und demzufolge sogar intensiver als es ein Spiel je sein könnte?
Der Sinn eine Vergewaltigung auszuführen, ist es dich damit im besonderem Maße auseinanderzusetzen zu lassen. Du erlebst quasi aus nächster Nähe eine solche Situation. Du bist sogar der Initiator. Sagen wir das Spiel zwingt dich dazu, das ändert nichts daran, dass du der Initiator bist und du der Grund wieso dem Wesen das angetan wird. Du blickst vielleicht sogar direkt in das leidvolle Gesicht deines Opfers. Du hörst ihr Flehen, du siehst ihre Mimiken und die angsterfüllten Augen. Das ermöglicht narrativ ganz intensive Erfahrungen, die sich später, nach Beendigung des Spiels(der Geschichte), in der Bewertung des Spielers niederlässt. Sein Eindruck wird durch diese intensive Erfahrung maßgeblich beeinflusst und kann ein Werk dem Stempel "Meisterhaft", "Genial" oder ähnliches aufdrücken, was ohne diese Erfahrung vielleicht nur ein "Gut" wäre. Es ist im Kontext natürlich zu sehen, was macht der Autor mit dieser Situation, wann fügt er diese Situation ein und wieso zu diesem Zeitpunkt? Was ist der Sinn dahinter? Schockieren? Oder gar für diese Opfer ein anderes Verständnis in jemanden erwecken? Es kann viele Gründe geben so eine Situation in ein Werk einfließen zu lassen.
Nach deiner Argumentation währe so ein Game sinnvoll, weil darin die Auseinandersetzung mit dem Thema noch intensiver wäre. Jedem halbwegs Erwachsenen sollte aber klar sein, dass eine Vergewaltigung falsch ist.
Man spielt ja nicht den interaktiven Fabrikmetzger, der einem verdeutlicht wo die Frühstückwurst herkommt. Das wäre ein Thema, was im Alltag eher ausgeblendet wird und viele Menschen betrifft. Sprich: Ich muss keinen Vergewaltiger spielen um zu wissen, dass dies falsch und damit Leid verbunden ist.
