basti5000 hat geschrieben:Du stehst wohl gerne etwas auf dem Schlauch. Du ordnest es als Erfolg ein. Ob dies die Marketing-Fuzzis von Ubisoft auch so sehen ist eine andere, aber die eigentlich entscheidende Geschichte. Und ob es ein Erfolg ist im Frühjahr ohne größere Konkurrenz auf Platz 1 in der ersten Woche zu stehen, kannst du doch gar nicht beurteilen.
Es gibt unterschiedliche Erfolge. Du redest die ganze Zeit nur vom langfristigen wirtschaftlichen Erfolg [der sich so früh logischerweise noch gar nicht bestimmen lässt, ergo ist jede Diskussion darüber überflüssig] und ignorierst dabei den momentan Erfolg. An der Spitze zu stehen ist immer ein Erfolg und zwar grundsätzlich für jeden. Da gibt es auch keine zwei Meinungen dazu. Niemand sagt sich "Scheiße", wenn er auf Platz 1 ist.
Die These war, Siedler 7 würde wegen dem Schutz kein erfolgreiches Spiel werden. Dies ist schon wiederlegt, da Siedler 7 bereits einen Erfolg verzeichnet hat. Inwieweit du oder sonstwer diesen Erfolg anerkennen wollt, ist dabei nicht relevant. Der Erfolg wurde nicht näher definiert, wie bspw. mit dem Überschreiten des Break-Even-Points oder sonstwas. Auch von mir übrigens nicht. Ich habe nur behauptet, dass ein Erfolg vorhanden ist. Und das ist ein Fakt, der belegt wurde.
Tendenziell gehe ICH davon aus, dass der Crack zum Erfolg beiträgt. Wie auch bei AC2. Je länger es dauert, bis ein Crack erscheint, desto ungeduldiger werden die Leute und kaufen es sich eher im Laden. Ein Großteil der heutigen Spielergemeinde schaut mMn erstmal nach, ob er das Spiel aus dem Netz kriegt, damit er sich das Geld sparen kann. Wenn er es nicht auf die 'billige' Art kriegt, dann geht er eben in den Laden.
Die Annahme, dass sich jeder, der ein Spiel toll findet, es auch gerne kauft, halte ich genau so für grundlegend falsch, wie die These auf der anderen Seite, dass jede Raubkopie ein Umsatzverlust bedeutet. Auch wer ein Spiel toll findet, wird sich oftmals das Geld sparen, wenn er es für 'umsonst' bekommen kann. Im Falle von Siedler 7 kriegt er es [noch] nicht.
Aber ist ja nicht das erste mal in diesem Thread, dass du Sachen nicht annehmen willst. Nochmal versuche ich das nicht zu erklären, da du anscheinend gar nicht gewillt bist, es zu verstehen.
Blabla. Falls du die WoW-Sache meinst: Mir ist der Unterschied zwischen einem MMO und einem Singleplayerspiel durchaus bewusst. Genau wie die Tatsache, dass es für Siedler 7 nicht notwendig ist, dass man dauernd im Internet ist. Das war aber auch gar nicht mein Punkt [da habe ich mich vielleicht etwas unklar ausgedrückt] Was einige daran nicht verstehen wollten, ist das Argument, dass hinter dem WoW-Beispiel steckt: Eine dauerhafte Onlineverbindung tut einem Spiel - und auch dem Erfolg selbiges - überhaupt keinen Abbruch. Deshalb habe ich das Beispiel WoW eigentlich gebracht. Auch bei WoW muß man auch ununterbrochen online sein und verkauft sich dennoch wie geschnittenes Brot.
Der Onlinezwang ist nur deshalb ein Kritikpunkt, weil die Leute die Ansicht vertreten, bei einem Singleplayerspiel nicht online sein zu wollen. Denn Tatsache ist, dass sie es ohne Probleme sein können [solange der Server mitmacht]. Das Gewicht des Argumentes von der Gegenseite, das mehrfach gebracht wurde, dass es schließlich auch Leute gibt, deren Onlineverbindung das nicht mitmachen, ist minimal. Das zeigt WoW. WoW ist das Argument für die These, dass eine ausreichend große Mehrheit kein Problem damit hat, ununterbrochen beim Spielen online zu sein.
WoW hat natürlich einen direkten Mehrwert durch die Onlineverbindung, das sehe ich ein. Aber gerade die Zielgruppe der PC Gamer ist praktisch Dauer-Online und hat wohl bis auf ein paar extreme Ausnahmen die sich an der Hand abzählen lassen. Auch bei dem Beispiele von Familie Mustermann, die Unwissend etwas kauft [das hier gerne gebracht wird] ist aller Voraussicht nach Online und gehört nicht zu den ca. 1% in Deutschland, die keine Möglichkeit haben an eine Standleitung zu kommen. Das ist Minimal. Da ist es wahrscheinlicher, dass deren Rechner zu veraltert / zu schwach ist um das Spiel abzuspielen, als das es wegen dem Netzanschluss nicht zustande kommt. Und die Leute, die kein Internet haben, sind eigentlich auch nur die, die keines wollen.