Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werden abgeschafft

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sourcOr
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von sourcOr »

Kajetan hat geschrieben:
Und so oder so sind wir da wieder bei "100% Schutz gibt es nicht."
Banns sind ja auch kein Schutz, sondern eine nachgelagerte Aktion als Reaktion auf eine bestimmte Handlung. Ein SCHUTZ vor Cheats ist was anderes. Und genau hier, beim SCHUTZ, machen Publisher gerne nur das Allernotwendigste, weil sich ein Mehraufwand nicht rentiert, weil das Kaufverhalten der Kundschaft nicht den Schluss nahelegt, dass sich ein aufwendiger, effektiver Schutz vor Cheats meßbar positiv auf den Umsatz auswirkt. Die Publisher haben aber sehr wohl gemerkt, dass sich ihre Kundschaft gerne mit billigen Illusionen abspeisen lässt. Banns sind ein effektives Mittel, um den Kunden in der vollständig durch den Publisher kontrollierten Verwertungskette halten zu können, ohne dass er mit LAN- und Dedicated Server diese Kontrolle aufgeben muss.

Ich wiederhole daher nochmals ... solange Du glaubst, dass Banns ein Schutz gegen Cheater darstellen, bist Du ein Sklave der Anbieter, der sich wohlig in den Ketten seiner Herren wälzt, weil diese ihm ja versprochen haben sich um alles zu kümmern. Ja, das ist jetzt polemisch formuliert. Aber genau das bist Du, wenn Du vom Hersteller keinen besseren (!) Cheat-Schutz forderst oder keine Dedicated Server, sondern meinst, dass Banns eine sinnvolle Maßnahme darstellen. Du bist somit ein Konsum-Sklave.
Ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen. Was ist für dich Schutz vor Cheats? Was für Folgen soll der "Schutz" haben, die für dich in Ordnung wären? Selbst damals (als man die Server noch selbst aufgesetzt hat) war die logische Konsequenz für einen erkannten Cheat - ob durch den Admin, die Anti-Cheat-Software oder dieses Streaming (PBBans, wie auch immer das funzt) - ein Bann.
Gast
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Gast »

Jim Panse hat geschrieben:Sollten Leute für negative Reviews gebannt werden, würde das dank Streisand für ein noch viel negativeres "review" sorgen.
Und dennoch kann ich dir garantieren, dass einige wenige (nicht sonderlich helle) schwarze Schafe es genau dafür zweckentfremden werden. Werden weitestgehend dieselben sein, die auch Copyright Strikes für ein Allheilmittel halten. :Blauesauge:
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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

sourcOr hat geschrieben:Ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen. Was ist für dich Schutz vor Cheats?
Wie der Name schon sagt: Cheatschutz. Ein Bann ist kein Schutz, sondern eine nachträgliche Ahndung einer Handlung, die bereits stattgefunden hat.

Ein Schutz vor Cheats, also das Finden und Ausnutzen von Cheats zu verhindern oder zu erschweren, wäre z.B. eine nur durch unverhältnismäßig hohen Aufwand knackbare Verschlüsselung bestimmter Daten und/oder Verbindung. Oder zumindest adäquate Server-Tools, mit denen man selber schneller entsprechende Manipulationen aufdecken kann, bevor sich der Cheater gemütlich auf dem eigenen Server einrichten kann.

Oder eine entsprechende Code-Analyse, um potentielle Schwachstellen aufzudecken und besser fixen zu können. Alles kein Hexenwerk, macht im Rest der IT-Branche aber auch kaum jemand, weil der Kunde kein Interesse daran hat mehr Sicherheit durch höhere Aufwände zu bezahlen. Was auf Spiele bezogen heisst: Die meisten Spieler heutiger MP-Titel scheinen damit zufrieden zu sein, wenn der Spiel-Betreiber alle paar Monate den Bannhammer schwingt, scheinen mit dem Vorhandensein (!) entsprechender Lücken, die erst zum Cheatgebrauch führen, aber kein Problem zu haben. Ob aus Ahnungslosigkeit IT-technischer Grundlagen oder weil das Cheaten an sich doch nicht so ein Problem ist ... das kann ich Dir leider nicht sagen.
Was für Folgen soll der "Schutz" haben, die für dich in Ordnung wären?
Ganz einfach. Verhindern oder Erschweren des Auffindens und Ausnützens entsprechender Sicherheitslücken. DAS ist Cheat-Schutz. Alles andere ist nur Augenwischerei. Oder als halbwegs taugliche Maßnahme zumindest das Aufbrechen der Spieler-Landschaft auf viele privat betriebene Server, wo die jeweiligen Admins bei sich "zu Hause" schneller und gründlicher mit Cheatern aufräumen konnten. Indem man z.B. bestimmte IP-Bereiche sperrt, weil man keine Lust hatte durch hyperaktive US-Kinder oder reputationsgeile Russen im gemütlichen Deathmatch gestört zu werden. Jaja, üble Vorurteile, ich weiß, sry :)
Selbst damals (als man die Server noch selbst aufgesetzt hat) war die logische Konsequenz für einen erkannten Cheat - ob durch den Admin, die Anti-Cheat-Software oder dieses Streaming (PBBans, wie auch immer das funzt) - ein Bann.
Richtig. Da bestand der "Schutz", der ja auch hier keiner war, in der Bereitstellung entsprechender Admin-Tools und Server-Software, damit man im kleinen Rahmen eines selber betriebenen Servers leicht und schneller etwaige Cheater aussortieren kann. Auch Manipulationen ließen sich hier schneller entdecken, weil man nur seinen kleinen Privat-Server zu administrieren hatte. Dass Cheater sich natürlich danach irgendwo anders einwählen können oder die offiziellen Server heimsuchen, macht ja nix. Aber man selbst hat leichter und schneller Ruhe, anstatt darauf zu hoffen, dass der Betreiber vielleicht irgendwann im Laufe der kommenden Wochen irgendwas unternimmt.

Denn Cheater gibt es immer. Ist nur die Frage, was dem Spiel-Anbieter wichtiger ist. Das Halten ALLER Spieler in der offiziellen Monetarisierungs- und Verwertungskette oder das Bereitstellen von Dedicated Servern, wo jeder engagierte und interessietre Spieler aus eigener Kraft für störungsfreies Zocken zu den Bedingungen sorgen kann, die dem jeweiligen Server-Admin in den Kram passen. Denn damals™ war es auch üblich, dass man Mutatoren und Mods in das eigene (!) MP-Spiel eingebaut hatte, so dass man gerade beim Durchstöbern unbekannter Server im Browser nie so genau wusste, welchen grellrosa-leuchtenden Hirnfick man sich jetzt wieder antun musste :)

Und mit der Zeit hatte man seine Lieblingsserver, die anständig administriert wurden, wo gute Mods installiert wurden (und nicht jeder Kindergarten-Mist), wo die Teilnehmer alle ähnlich drauf waren. Sicher, Idioten und Cheater gab es ausserhalb dieses Bereiches immes noch. Aber das hat niemanden interessiert, weil sie auf Grund der wesentlich kleineren Spieleranzahl schneller und effektiver draussen gehalten werden konnten.

Heute wäre das immer noch möglich. Eigene Server für Hipster, die unter sich bleiben wollen und wo gemoddet wird, bis kein Bit mehr auf dem anderen bleibt und dann die offiziellen Server mit all dem Ranking- und Levelkram für die Leute, die halt auf ePenis-Vergleiche stehen. The best of both worlds! Ja, ich weiß, ein Traum, mehr nicht :I
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Phips7
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Phips7 »

Das neue Unreal Tournament setzt übrigens schon länger auf bezahlmods.