Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve Software hebelt die Regelung beim Kauf direkt aus

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johndoe1388741
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von johndoe1388741 »

Balmung hat geschrieben: Ich brauch gar nicht Googeln, ein gut informierter Videospieler weiß so etwas auch so. *angeb* :P

Nimm z.B. einige Nintendo Spiele aus der NES / SNES Ära, da gab es in so manchen Mario / Zelda Spielen Showstopper Bugs, wenn man Gewisse Dinge in einer bestimmten Reihenfolge tat, die dann den Bug auslösten und dann war das Spiel nicht mehr zu Ende spielbar.

Bugs gab es schon immer in Videospielen, nicht erst seit Heute, nur damals gab es noch kein Internet wie heute. Hätte es bereits damals das heutige Internet gegeben, hätte es schon damals so manchen Shitstorm wegen solcher Bugs gegeben. ;)

Und es gibt diverse Fan Patches für ROMs, die diese Showstopper beseitigen.
Ich hatte so gut wie alle Mario und Zelda Spiele für NES und Snes, genau so wie viele Freunde und Bekannte. Niemand hatte von uns irgendwelche Abstürze oder sonstige Probleme mit NES oder Snes Spielen. Die Ausmaße, Vielzahl an Schwerwiegenden und auffäligen Bugs hatte ich/wir nicht von der 2. Konsolen-Gen bis einschliesslich zur 6. Konsolen-Gen.

Warum sollte ich also von Problemen berichten, die bei mir bzw. uns niemals vorkamen, selbst beim öfteren durchspielen!?

Das Ganze (Unfertigkeit und Unvollständigkeit) hat sich ab der 7 Konsolen-Gen geändert und hat extreme Ausmaße ab der 8. Konsolen-Gen mit Day1-Patches in mehreren GB Bereich angenommen. Bin ebenfalls seit Atari Konsole und 386er dabei.
johndoe1388741
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von johndoe1388741 »

Captain Obvious hat geschrieben: Also die Konsolenhersteller dürfen Kunden mit DRM und co einschränken, weil "dafür ist eine Konsole ja nicht gedacht".
Siehe X1 Shitstorm. :roll:
Captain Obvious hat geschrieben:Och die Leute die Battletoads (us) im ko-op gespielt haben, hätten gerne nen Fan-Patch gehabt. Und das waren "die guten alten Zeiten" - dafür hätten sie allerdings den DRM-Chip des NES umgehen müssen.
Einzelfälle, Du führst absolute Einzelfälle an und begründest damit wohl alles.
Captain Obvious hat geschrieben:Steam ist eben eine geschlossene Plattform! (Das scheint ja so einiges zu entschuldigen.)
Richtig, Steam ist eine zum Produkt zusätzliche und sepparate geschlossene Software-DRM-Vertriebs-Plattform, für eine offene PC-Hardware-Plattform. Wenn Du den markanten Unterschied nicht verstehen kannst oder möchtest, ist das ja nicht mein Problem. Das beide Plattformen Ihre Vor- und Nachteile haben, weiss ich selbst, seit Atari Konsole und 386er. Nur ist das Problem, dass die Nachteile aus allen Plattformen sich auch auf allen Plattformen langsam immer mehr zum Nachteil der Endverbraucher ausbreiten. Prioritäten hin oder her.
Captain Obvious hat geschrieben:Also ist für dich eine künstliche Beschneidung des Produkts ok, wenn es nicht dafür gedacht ist oder was möchtest du mir damit sagen?

Du bewertest die Nachteile einer Konsole also für dich als wenig bis garnicht schwerwiegend. Das ist ok, nur gilt das eben nicht für alle.

ich ... hätte gerne gewusst wie deine unterschiedliche Bewertung verschiedener DRM Massnahmen begründet ist.
Oh je, immer noch nicht verstanden. Das Kaufrecht. Wenn Du den Konzernen gestattest, Dir Dein Kaufrecht schon nehmen zu lassen um ein Produkt überhaupt erst nutzen zu können und Du das völlig Inordnung findest, bitteschön, dann mach das. Das ist mir persönlich auch völlig egal was Du unterstützt und was nicht.
Captain Obvious hat geschrieben:Es gibt durchaus andere Lösungswege, allerdings bewegt sich der Markt nunmal in eine andere Richtung. Die Leute *wollen* einfach und schnell und bequem und sind gegenüber Accountbindung numal ziemlich indifferent (das schliesse ich zumindest aus den Verkaufszahlen von Spielen die sowohl auf GOG als auch auf Steam erschienen sind.)
Um keine Ausrede verlegen und immer eine Ausweichmöglichkeit suchen und finden. Ein Fuchs... :D
Captain Obvious hat geschrieben:Frommer Wunsch, aber im Moment bewegen sich eher noch die Konsolenhersteller auf Games/Software as a Service zu und nicht der PC Sektor weg davon.
Guten Morgen, Games as a Service ist auf allen Plattformen im Publisher anrücken. Mit Steam hat das ganze doch erst angefangen. Vorher hiess es:"Möchten Sie Ihr Produkt registrieren?" und heute heisst es:" Sie müssen das Produkt registrieren, um es nutzen zu können!"

PS: Benutzt Du cracks?

Wir reden beide aneinander vorbei, von daher verzichte Du weiterhin auf Dein legitimes Kaufrecht und akzeptiere das was DRM-Plattformen Dir vorschreiben oder was Du für richtig hälst.
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Exedus
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Exedus »

ChrisJumper hat geschrieben: Wenn Steam von großen IT- oder Energiekonzern angegriffen wird zu möglichen Problemen der Nutzer. Vielleicht kommt ja auch eines Tages jemand auf die Idee Steam zu verstaatlichen (eine Militärische Übernahme der Steamserver reicht aus) und das Massenmedium Steam und Videospiele als Zensur und Propagandawerkzeug zu verwenden. Informationen sind das neue Öl unserer Zeit, ich brauch nicht damit anfangen wo aktuell allein wegen Öl Kriege geführt werden.
Soviel blödsinn auf einen haufen, nicht schlecht
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Alter Sack
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Alter Sack »

Captain Obvious hat geschrieben: Also die Konsolenhersteller dürfen Kunden mit DRM und co einschränken, weil "dafür ist eine Konsole ja nicht gedacht". Cool: "Unsere Spiele darf man nur noch via Always Online spielen, denn für offlineplay sind die einfach nicht gemacht! (Ganz harte berechnungen auf dem Server - ihr versteht schon!)" Übrigens sind die aktuellen Konsolen nur noch durch DRM eingeschränkte PCs - schau dir mal die Hardware an.
Du scheinst dich mit Konsolen nicht wirklich auszukennen ...
AtzenMiro
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von AtzenMiro »

edelg hat geschrieben:
Balmung hat geschrieben: Ich brauch gar nicht Googeln, ein gut informierter Videospieler weiß so etwas auch so. *angeb* :P

Nimm z.B. einige Nintendo Spiele aus der NES / SNES Ära, da gab es in so manchen Mario / Zelda Spielen Showstopper Bugs, wenn man Gewisse Dinge in einer bestimmten Reihenfolge tat, die dann den Bug auslösten und dann war das Spiel nicht mehr zu Ende spielbar.

Bugs gab es schon immer in Videospielen, nicht erst seit Heute, nur damals gab es noch kein Internet wie heute. Hätte es bereits damals das heutige Internet gegeben, hätte es schon damals so manchen Shitstorm wegen solcher Bugs gegeben. ;)

Und es gibt diverse Fan Patches für ROMs, die diese Showstopper beseitigen.
Ich hatte so gut wie alle Mario und Zelda Spiele für NES und Snes, genau so wie viele Freunde und Bekannte. Niemand hatte von uns irgendwelche Abstürze oder sonstige Probleme mit NES oder Snes Spielen. Die Ausmaße, Vielzahl an Schwerwiegenden und auffäligen Bugs hatte ich/wir nicht von der 2. Konsolen-Gen bis einschliesslich zur 6. Konsolen-Gen.

Warum sollte ich also von Problemen berichten, die bei mir bzw. uns niemals vorkamen, selbst beim öfteren durchspielen!?

Das Ganze (Unfertigkeit und Unvollständigkeit) hat sich ab der 7 Konsolen-Gen geändert und hat extreme Ausmaße ab der 8. Konsolen-Gen mit Day1-Patches in mehreren GB Bereich angenommen. Bin ebenfalls seit Atari Konsole und 386er dabei.
Sorry, aber das ist doch einfach nur Verklärtheit. Natürlich ist der SNES damals schon hin und wieder mal einfach so während des Spielens abgestürzt.

Du machst aber den klassischen Fehler und vergleichst alte 2D-Spiele mit heutigen Spiele. Ein 2D-Spiel wie Rayman z.B., dass zur heutigen Zeit rauskommt ist auch fast bugfrei, ist schlicht weg einfacher zu programmieren. Daher kannst du simple 2D-Spiele nicht mit komplexen 3D-Spielen vergleichen, die Spiele stehen sowas von gar nicht in einer Relation.

Aber schauen wir uns doch mal die ersten 3D-Spiele in Zeiten von keinem Internet an einer Konsole so an, also die gute alte PSX- und N64-Zeit. Und was fällt auf? Die Spiele waren verbuggt wie sau, liefen armselig (10-20FPS waren damals der standard) und es gab null Support, weil es einfach kein Internet für die Konsolen gab. Selbst ein Mario 64, das soviele Glitches hatte, dass man das Spiel mit quasi fast gar keinen Sternen durchspielen konnte, was so nie beabsichtigt war von Nintendo, war davon nicht verschont.

Also bleib mal bitte auf dem Boden der Tatsachen. Spiele von heute sind in der Produktion einfach viel zu aufwendig und komplex, als dass man den selben Anspruch stellen könnte wie an Spiele aus der SNES-Zeit.
CritsJumper
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von CritsJumper »

Alter Sack hat geschrieben: Du scheinst dich mit Konsolen nicht wirklich auszukennen ...
Na Captain hat da schon ein wenig Recht was er da schreibt, nur bei den Konsolen ist das durch eine zusätzliche Schicht versteckt. Das was bei den Konsolen besser ist, ist die Akzeptanz der Kunden Retail-Versionen zu kaufen und Verkaufen.

Etwas das auf dem PC einfach nicht geklappt hat, weil die meisten Spieler dort nicht mal wissen was ihnen wichtig sein sollte und eher dazu Neigen einem neuen Trend nach zu jagen.

Die Wii_U, das PSN und die nicht verwendete Xbox-One-Live varianten, sprechen da Bände. Wie unausgeglichen die Community das Handhabt sieht man wenn man die Standards vergleicht. PS4 hat es als kleineres Übel genommen, hat aber mindestens fast genauso große Defizite an einigen Bereichen.

Es ist nicht möglich ein eigenes Netzwerk zu nehmen, ein eigenes LAN um mit zwei PS4 Konsolen die Spiele zu spielen die man will. Das Internet ist nötig.. und der Trend entwickelt sich leider auf allen Bereichen gleichsam in eine eklige Richtung.

Exedus
Du musst nur mehrere Jahre zurück blicken um das zu verstehen, vielleicht auch mal einfach ein Land besuchen in dem es Kulturell anders gelebt wird. Es wird mehr Repressionen und mehr Druck auf die Medien und die Entwickler geben. Das alles eben nicht Friede Freude Eierkuchen ist, merkt man doch schon immer öfter an der Schale der rauen Wirklichkeit. Waffen und Machthebel werden dann genutzt. Da kannst du dann zehn mal sagen: Wir haben die Waffen nur entwickelt damit sie friedlichen humanitären Zwecken dienen, oder zum Schutz.

DRM, Mauern, Wachtürme, keine Netzneutralität. Alles das selbe. Nur weil es hier um Freizeit geht, ist das halt nicht anders. Ich finde es sogar Schlimmer, weil es eben nur um Freizeit geht. Aber unsere Daten haben wir ohnehin schon verscherbelt.
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sourcOr
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von sourcOr »

Captain Obvious hat geschrieben:Also die Konsolenhersteller dürfen Kunden mit DRM und co einschränken, weil "dafür ist eine Konsole ja nicht gedacht". Cool: "Unsere Spiele darf man nur noch via Always Online spielen, denn für offlineplay sind die einfach nicht gemacht! (Ganz harte berechnungen auf dem Server - ihr versteht schon!)" Übrigens sind die aktuellen Konsolen nur noch durch DRM eingeschränkte PCs - schau dir mal die Hardware an.
Was hat man dann davon, sich die Hardware anzuschauen? Warum sind es nur noch "eingeschränkte PCs"? Wegen der Prozessorarchitektur? Wegen der mittelprächtigen Hardware? Der Zweck der Kiste ist doch entscheidend und nicht was drin steckt.
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Exedus
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Exedus »

Exedus
Du musst nur mehrere Jahre zurück blicken um das zu verstehen, vielleicht auch mal einfach ein Land besuchen in dem es Kulturell anders gelebt wird. Es wird mehr Repressionen und mehr Druck auf die Medien und die Entwickler geben. Das alles eben nicht Friede Freude Eierkuchen ist, merkt man doch schon immer öfter an der Schale der rauen Wirklichkeit. Waffen und Machthebel werden dann genutzt. Da kannst du dann zehn mal sagen: Wir haben die Waffen nur entwickelt damit sie friedlichen humanitären Zwecken dienen, oder zum Schutz.

DRM, Mauern, Wachtürme, keine Netzneutralität. Alles das selbe. Nur weil es hier um Freizeit geht, ist das halt nicht anders. Ich finde es sogar Schlimmer, weil es eben nur um Freizeit geht. Aber unsere Daten haben wir ohnehin schon verscherbelt.


Und? es bleibt dennoch Blödsinn steam zu verteufeln weil man Angst das es für Propaganda benutzt wird. Es steht jeden frei Steam zu nutzen oder nicht, aber hier so zu tun als ob valve der Teufel Persönlich ist ist einfach nur noch lächerlich.

Dann ist es nunmal so das ich bei steam keine Spiele zurück geben kann, etwas das man bei MM und co auch nicht kann
Dann kann ich halt meine Spiele nicht mehr verkaufen, Bei spiele die nicht die 20 Euro grenze überschreiten ist mir das Herzlich egal. Genauso scheiß egal ist es mir ob ich in 10 Jahren noch auf meine Spiele zugreifen kann, denn meine 10 Jahre alten Spiele kann ich jetzt auch nicht einfach so anschmeissen und loszocken.
Genauso wie die lächerliche Diskussion ums regiolock. Da wird dann auf einmal so getan als ob das eine neue erfindung wäre und es sowas vorher noch nie gegeben hätte :roll:

Steam user als süchtige bezeichnen und dabei selbst Aussagen treffen die einem denken lassen das man Grad auf spiele Entzug ist, ist einfach nur mega geil
CritsJumper
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von CritsJumper »

Exedus, ich denke wir kommen ohnehin nie auf einen grünen Zweig oder gemeinsamen Nenner.

Aber wie definierst du Blödsinn? Edit: Ach ja Schwachsinn, Unfug, Unsinn und der gleichen. Nein ich glaube nicht das sich jemand mit einem IQ von unter 70 überhaupt diese Fragen und sorgen zu Steam stellt.
johndoe1388741
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von johndoe1388741 »

AtzenMiro hat geschrieben:Du machst aber den klassischen Fehler und vergleichst alte 2D-Spiele mit heutigen Spiele. Ein 2D-Spiel wie Rayman z.B., dass zur heutigen Zeit rauskommt ist auch fast bugfrei, ist schlicht weg einfacher zu programmieren. Daher kannst du simple 2D-Spiele nicht mit komplexen 3D-Spielen vergleichen, die Spiele stehen sowas von gar nicht in einer Relation.
Falsch, das tust Du. unterstelle anderen doch keinen Unsinn, oder ist lesen und verstehen denn so schwer für Dich? Oder brauchst Du das für Dein Ego, wenn Du anderen falsche Tatsachen unterstellst, nur damit Du dann Dir selbst auf die Schulter klopfen kannst?

Ich habe Spiele von der 2. Konsolen-Gen bis einschliesslich der 6. Konsolengen mit der 7. Konsolen-Gen und der 8. Konsolen-Gen verglichen. Wo habe ich geschrieben, dass die Spiele von der 2. bis 6. komplett Bugfrei waren?
AtzenMiro hat geschrieben:Aber schauen wir uns doch mal die ersten 3D-Spiele in Zeiten von keinem Internet an einer Konsole so an, also die gute alte PSX- und N64-Zeit. Und was fällt auf? Die Spiele waren verbuggt wie sau, ...
Was verstehst Du unter verbuggt wie Sau? Das hört sich bei Dir ja wie Unspielbarkeit an? Falls Du das meinst, ist es blödsinn. Habe die meißten Konsolen samt Spiele alle aufbewahrt. Also bleibe Du mal lieber auf den Boden der Tatsachen.

In der 7. Konsolen-Gen waren die Patches im MB Bereich und ab der 8. Konsolen-Gen, fing es mit Day-1 Patches im mehreren GB Bereich an, so dass einige Spiele fast schon unspielbar waren und die Patches mal eben so groß wie das Spiel selbst waren.

Selbst Sony und andere Entwickler haben sich zu diesem Thema offiziell geäussert (Unfertigkeit, nicht vorhandene Qualitätssicherung vor release, Ausnutzung der Onlinefähigkeit, steigende Ausmaße, alles wegen Gewinnmaximierung). Schau doch selbst nach.
AtzenMiro hat geschrieben:Also bleib mal bitte auf dem Boden der Tatsachen. Spiele von heute sind in der Produktion einfach viel zu aufwendig und komplex, als dass man den selben Anspruch stellen könnte wie an Spiele aus der SNES-Zeit.
Vielleicht solltest Du nicht von Dir auf andere schliessen und mal lieber Deinen eigenen Rat befolgen, bevor Du hier mit großen Tönen der Unterstellungen um Dich wirfst und selber auf den Boden der Tatsachen bleiben. ;)

Die Spiele werden komplexer (Engine, Code, größe etc.), aber Du tust ja so, als wenn im gleichem Atemzug die Developer-Teams bzw. das Know-How seit 20 Jahren stehen geblieben wäre und sicht nicht weiter entwickelt hat. :roll:
CritsJumper
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von CritsJumper »

Zur Spielteewicklung.

Noch nie gab es so viele Menschen die an den Programmen gearbeitet haben. Noch nie hatte Software so viele bequeme Funktionen zum Testing, Speicherschutz und so weiter.

Vor 20 Jahren gab es weniger Computerspiele. Nicht weil es heute so viel komplexer ist, sondern weil vor 20 Jahren viel mehr Pionier-Arbeit geleistet wurde. Die ersten Spiele wurden noch auf Arcade-Boards gelötet und quasi zusammen gebastelt bis etwas wie Pong oder Donkey Kong raus kam.

In der Zwischenzeit hat sich sehr viel getan. Ich denke nicht das es unbedingt fehlende Qualitätssicherung ist, sondern vorwiegend mehr Zeitdruck. Mit einer angemessenen Qualitätssicherung würde es aufgefangen. Aber die Programmierer sind einfach an ihrer Stelle angekommen wo sie nicht mehr leisten können. Spiel-Designer schrauben immer wieder an dem System und verschiedene auch an der Optimierung der 3D Darstellung.

Aber eben sehr oft auch der Netzwerk-Code oder wie zuletzt bei Evolution und Drive-Club gesehen der Server-Code.

Unabhängig von der Skalierung auf Systemen die noch andere Aufgaben haben, ist der Punkt das es eben sehr viele Bereiche in der Software-Entwicklung gibt die sich zunehmend Modularisieren. Man verwendet bestimmte Module, statt sie selbst zu Entwickeln. Das ist an und für sich sehr gut und auch kein Problem. Allerdings lassen sich Probleme nicht so vorhersagen oder so schnell lösen wie wenn man die Entsprechende Funktion selber implementiert hat.

Wie es nun mal in der freien Wirtschaft ist. Drückt es in einigen Bereichen bei allen gleichermaßen, vielleicht auch weil etwas besonders Angesagt ist. ;) Gibt es dann wenige Spezialisten wartet man Ewig auf einen Termin..... und ich behaupte in den meisten Fällen wird dann kurzfristig umdisponiert oder versucht es selber auf andere Weise zu lösen.

All diese Parameter führen dazu das die aktuelle Software sehr oft zu verbugged ist. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Das Problem ist die Laufzeit der Teams. Viele sind sehr teuer in der Unterhaltung, jeder Tag kostet mehr Geld, besonders unter Zugzwang ist es schlecht gute Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen. Stellt euch einfach vor wie eklig der Gedanke ist das das ganze Team, verantwortlich gemacht wird wenn DEIN Code oder fix gegenüber etwas anderem zu einer ekligen Ruckel-Aktion führt wenn man bei AC Unity an den Fenstern der Kirche entlang klettert. Anschließend ein Virales Shit-Video auftaucht.

Die Bugs werden nicht direkt mehr, eher wie damit umgegangen wird aber auch die Wahrnehmung bei den Spielern.
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Kajetan
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Kajetan »

ChrisJumper hat geschrieben:Aber die Programmierer sind einfach an ihrer Stelle angekommen wo sie nicht mehr leisten können.
Können schon. Aber nicht dürfen. Denn das Kaufverhalten zeigt ganz klar, dass sich eine aufwendige Qualitätsssicherung für potentielle Chart-AAA-Titel nicht rentiert. Es wird nur das Allernotwendigste getan und hier gespartes Geld wird lieber ins Marketing gesteckt, damit die große Masse der Käufer solcher Spiele nächstes Jahr schon wieder alles vergessen hat.

Rein technisch könnte Software so fehlerfrei sein wie noch nie in der Geschichte der IT. Doch es rentiert sich nicht, weil dem Kunden nur ein gewisser Grundlevel an Qualität ausreicht. Und wenn man sich anschaut, dass fehlerbehaftete Software, die für HighSpeed-Trading an der Börse verwendet wird, Crashs auslöst, die Abermilliarden an Werten und Jobs vernichten, die dadurch eh schon angeschlagene Volkswirtschaften gänzlich runterziehen können ... und die Börsen, die solche Software einsetzen, auch nicht wirklich mehr in die Qualität künftiger Versionen investieren, sondern einzig und alleine nur in die Verbesserung der Schnelligkeit investieren ... weil bislang keine Regierung sich bemüßigt sah hier einzuschreiten, weil einfach nicht genug öffentlicher Druck dazu herrscht.

Man fragt, was noch alles kaputtgehen muss, damit die Kunden genug umdenken, dass Firmen endlich aufhören am falschen Ende zu sparen. Gerade in Sachen IT kommt man schon arg ins Grübeln, was das Vorhandensein von intelligentem Leben auf diesem Planeten betrifft :)
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von CritsJumper »

Stimmt ich hatte es jetzt aus dem anderen Blickwinkel betrachtet. Aber natürlich hast du recht, es steht den Entwicklern frei genügend Zeit und Geld in diese Teilbereiche zu stecken. Da sie dafür verantwortlich sind diese Entscheidung zu fällen ist es wohl wirklich kalkuliertes Risiko.

Der Vergleich mit Software in kritischen Bereichen wie Medizin, Atomkraftwerken, Güter oder Personenverkehr zeigt natürlich das es auch anders geht. Allerdings sind die Kosten für einen solchen Code sehr oft unbeschreiblich hoch. Mehrfaches Review, versichert mit Schadensersatz, redundante Systeme die bei Ausfall übernehmen usw..

Wahrscheinlich muss der Code billiger, besser und sicherer werden. Bisher wurde er oft nur billiger und damit aber auch unsicherer.
AtzenMiro
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von AtzenMiro »

Nein, auch eine intensive Qualitätssicherung schützt vor Bugs und Optimierungsbedarf nicht. Natürlich dürfen wir bei so einer Diskussion Total-Katastrophen wie BF4 und Co. nicht als Maßstab ranziehen, denn bei den Spielen hat ganz sicher einzig und allein eine fehlende Qualitätssicherung die Folgen verursacht.

Der Gros der neuen Spiele erscheint aber in einer Form, die wir als Kunden als akzeptabel wahrnehmen, dabei sind die Spiele aber alles andere als bugfrei oder super optimiert. Selbst ein Blizzard-Spiel wie das aktuelle WoW-Addon "Warlords of Draenor" kam in einem sehr verbuggten Zustand auf den Markt und bei diesem Spiel gab es eine intensive Beta, die mehrere Monate anhielt, vorher eine intensive Alpha, die auch nochmal mehre Monate anhielt. Die Qualitätssicherung ist also sehr wohl da, trotzdem erscheint sowas wie WoD verbuggt wie Sau. Sicherlich, man konnte es spielen (vorausgesetzt man hat nicht auf einem überfüllten Server gespielt), die Bugs waren nicht spielzerstörend, ein großer Teil der Community hat die nicht mal mitbekommen. Aber sie waren da und das haufenweise, trotz intensiver Testphase.

Aber mittlerweile haben die Spiele einfach einen riesen Umfang erreicht, dazu noch der technische Anspruch der an die Spiele von Jahr zu Jahr wächst, dass es einfach nicht mehr möglich Spiele in der Form wie in den 90er zu releasen. Man muss sich alleine nur die Teamgröße von den Entwicklern vor Augen führen, da werkeln teilweise bis zu 100 Männer und Frauen an größeren Projekten, an ein Assassin's Creed sogar über 200. Damals waren es eine handvoll Entwickler pro Spiel und das bei weit weniger Entwicklungszeit. Wer meint, dass damals der Aufwand für Spiele höher war, der hat einfach absolut keinen blassen Schimmer, wovon er redet.
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Kajetan
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Kajetan »

AtzenMiro hat geschrieben:Die Qualitätssicherung ist also sehr wohl da, trotzdem erscheint sowas wie WoD verbuggt wie Sau.
QA besteht nicht nur aus Leuten, die Fehler entdecken, sondern auch aus Leuten, die Fehler fixen. Ansonsten ist das ziemlich sinnlos :)

Wenn ein Publisher eine intensive Public Beta führt, aber dann zum Release kaum einer der bereits in der Beta angesprochenen und entdeckten Fehler gefixt wird, dann wird hier nur aus Marketinggründen eine QA-Illusion betrieben.