Hatred: Die ersten zehn Minuten
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- Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
G-o-t-t
i-s-t
d-a-s
ö-d-e.
Daran merke ich, dass ich älter geworden bin: Als 14-Jähriger hätte ich bei dieser sinnlosen Gewaltorgie lauter - durch meinen Stimmbruch unfreiwillig verzerrte - Gluckser, Hickser und Kicherer produziert. Da gäbe es diesen „Boah Alter, ist das krasser Shice“-Faktor, vorgetragen mit einem gewissen pickeligen Pubertäts-Charme.
Gerade eben jedoch: Nichts. Ok, ein wenig Schmunzeln über die hochnotpeinlichen „Einblicke“ in die „Gedankenwelt“ des „Protagonisten“ („Let me introduce myself: I’m a man of hatred and disgust“ - Allet klar Junge, dann man tau!). Auch kein Aufregen, keine Empörung. Nur der Gedanke, dass das unglaublich schlecht und SEHR SEHR peinlich ist.
Mir fallen daher 3 Fälle ein, in denen man dieses Spiel gutfinden kann:
Entweder ich BIN ein solches, oben angesprochenes, Puber-Tier.
Oder ich schaffe es als Erwachsener, mich irgendwie noch in diese Zeit herunterzudummen und beim Spielen alles, und ich meine ALLES, im Oberstübchen auf „Off“ zu schalten (was ich gar nicht verdammen würde, aber auch nicht wirklich beneide, was mir aber zumindest im Falle Hatred jedenfalls nicht gelingen mag).
Oder ich muss mich als Erwachsener gar nicht erst herunterdummen, weil...ja weil...nun ja, lassen wir diesen traurigen Punkt einfach offen. Zwinkersmiley, ne, is klar.
i-s-t
d-a-s
ö-d-e.
Daran merke ich, dass ich älter geworden bin: Als 14-Jähriger hätte ich bei dieser sinnlosen Gewaltorgie lauter - durch meinen Stimmbruch unfreiwillig verzerrte - Gluckser, Hickser und Kicherer produziert. Da gäbe es diesen „Boah Alter, ist das krasser Shice“-Faktor, vorgetragen mit einem gewissen pickeligen Pubertäts-Charme.
Gerade eben jedoch: Nichts. Ok, ein wenig Schmunzeln über die hochnotpeinlichen „Einblicke“ in die „Gedankenwelt“ des „Protagonisten“ („Let me introduce myself: I’m a man of hatred and disgust“ - Allet klar Junge, dann man tau!). Auch kein Aufregen, keine Empörung. Nur der Gedanke, dass das unglaublich schlecht und SEHR SEHR peinlich ist.
Mir fallen daher 3 Fälle ein, in denen man dieses Spiel gutfinden kann:
Entweder ich BIN ein solches, oben angesprochenes, Puber-Tier.
Oder ich schaffe es als Erwachsener, mich irgendwie noch in diese Zeit herunterzudummen und beim Spielen alles, und ich meine ALLES, im Oberstübchen auf „Off“ zu schalten (was ich gar nicht verdammen würde, aber auch nicht wirklich beneide, was mir aber zumindest im Falle Hatred jedenfalls nicht gelingen mag).
Oder ich muss mich als Erwachsener gar nicht erst herunterdummen, weil...ja weil...nun ja, lassen wir diesen traurigen Punkt einfach offen. Zwinkersmiley, ne, is klar.
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Friedenspfeife
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
Hatred ist wie GTA nur ohne Missionen. Also nichts neues.
- Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
Hatred ist wie GTA, nur ohne GTA.Friedenspfeife hat geschrieben:Hatred ist wie GTA nur ohne Missionen. Also nichts neues.
Vor allem: Ohne jeden Charme und Seele. Und in seiner zur Schau gestellten Hirnlosigkeit und gänzlich unfreiwilligen (!) Komik ist dieses Werk schon auch ein Novum. Eine ganz seltsame (Ab-)Art von Mitleid macht sich bei mir breit, dass sich die Macher diesen Scheiß ernsthaft in ihren Lebenslauf schreiben werden, und dass das dort vor allem in 20 Jahren immer noch drinstehen wird.
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Friedenspfeife
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
Falsch. Wer GTA spielt, der überfährt aus Langeweile mal eben Zivilisten, erschießt diese oder macht andere unfein Dinge.Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:
Vor allem: Ohne jeden Charme und Seele. Und in seiner zur Schau gestellten Hirnlosigkeit und gänzlich unfreiwilligen (!) Komik ist dieses Werk schon auch ein Novum. Eine ganz seltsame (Ab-)Art von Mitleid macht sich bei mir breit, dass sich die Macher diesen Scheiß ernsthaft in ihren Lebenslauf schreiben werden, und dass das dort vor allem in 20 Jahren immer noch drinstehen wird.
Tötungsmoves gibt's auch in anderen Spielen und sind daher ebenfalls nichts besonderes. Hatred zu verteufeln ist nur eine Alibihaltung, weil sie gerade in ist. Sobald in den Kommentarspalten alles gesagt ist, wenden sich die berührten ihren Langeweiletötern zu.
Die Macher werden sich diesen "Scheiß" übrigens gerne ins Portfolio schreiben, weil jeder zukünftige Chef dann weiß, dass diese Macher jeden Scheiß mitmachen und noch dazu polarisieren. Das sorgt für Aufmerksamkeit und die ist Überlebenswichtig auf dem Markt.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
Also zu diesem unsäglichen Vergleich mit GTA ist nun wirklich in sämtlichen Hatred-Threads mittlerweile alles gesagt. Es zieht sich ja wie ein roter Faden durch all diese Threads, Hatred sei „quasi“ wie GTA, nur ohne Story, Charaktere, Missionen, satirischen Elementen, also letztlich ohne GTA. Die Krönung ist dann noch die zumeist direkt folgende Behauptung, Hatred sei deshalb „ehrlicher“, in seiner Gewaltdarstellung „wahrhaftiger“. Das ist so verquer und low, dass ich mich daran nicht weiter beteiligen möchte.Friedenspfeife hat geschrieben:Falsch. Wer GTA spielt, der überfährt aus Langeweile mal eben Zivilisten, erschießt diese oder macht andere unfein Dinge.
Tötungsmoves gibt's auch in anderen Spielen und sind daher ebenfalls nichts besonderes.
Wie du siehst, bzw. liest, verteufel ich Hatred nicht. Genau diese reflexhafte Empörungshaltung würde nämlich diesem Spiel, seinen Machern und dieser fast schon PEGIDA-haften Dunstwolke rund um den Release in die Karten spielen. Ich sage lediglich, dass das Spiel unglaublich dumm ist. Sein Gameplay ist dumm, seine kompetitive Herausforderung ist dumm, seine Monologe sind dumm, seine „Aussage“ (Kontrapunkt zu Arty-Farty-Hipsterscheiß à la Journey) ist dumm. Strunzdumm. WIRD MAN JA WOHL NOCHMAL SAGEN DÜRFEN!Friedenspfeife hat geschrieben:Hatred zu verteufeln ist nur eine Alibihaltung, weil sie gerade in ist.
Ja gut, da kann man sicher geteilter Meinung sein, ob dieser erste „Beitrag“ zur Videospielgeschichte nun eher eine Einladungskarte ist oder abschreckt. Dürfte auch maßgeblich vom jeweils angestrebten Titel und vom Selbstverständnis des Studios abhängig sein, ob man sich mit diesen "Lorbeeren" denn gerne schmücken möchte.Friedenspfeife hat geschrieben:Die Macher werden sich diesen "Scheiß" übrigens gerne ins Portfolio schreiben, weil jeder zukünftige Chef dann weiß, dass diese Macher jeden Scheiß mitmachen und noch dazu polarisieren. Das sorgt für Aufmerksamkeit und die ist Überlebenswichtig auf dem Markt.
- adventureFAN
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
15 Seiten schon o_O
Das Spiel bekommt echt zuviel Aufmerksamkeit.
Zumal das Gameplay recht schnell monoton sein soll.
Soll von mir aus jeder zocken. Aus welchen Gründen auch immer.
Aber wer dabei tatsächlich spaß empfindet, ist mir persönlich sehr suspekt.
Mir sind im Leben schon einige "Menschenhasser" untergekommen und die haben meiner Meinung nach wirklich ein psyschisches Problem.
Und die Intention (im Gegensatz zu GTA) ist hier ja wohl eindeutig.
So, mehr werde ich zu diesem Spiel auch hier nicht schreiben.
Das Spiel bekommt echt zuviel Aufmerksamkeit.
Zumal das Gameplay recht schnell monoton sein soll.
Soll von mir aus jeder zocken. Aus welchen Gründen auch immer.
Aber wer dabei tatsächlich spaß empfindet, ist mir persönlich sehr suspekt.
Mir sind im Leben schon einige "Menschenhasser" untergekommen und die haben meiner Meinung nach wirklich ein psyschisches Problem.
Und die Intention (im Gegensatz zu GTA) ist hier ja wohl eindeutig.
So, mehr werde ich zu diesem Spiel auch hier nicht schreiben.
Zuletzt geändert von adventureFAN am 30.05.2015 10:17, insgesamt 1-mal geändert.
- Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
Ist natürlich auch ne clevere Art zu argumentieren. Einfach mal all das was nicht in sein eigenes Meinungsbild passt, schnell mal ausgeblendet und schon gibt es keinerlei Zweifel mehr an der eigenen Ansicht.Gonzo_the_Rat hat geschrieben:Ohne GTA oder Postal verteidigen zu wollen, aber manchmal bezweifle ich, dass bei einigen Leuten das Verständnis für Kontext vorhanden ist. Seitdem GTA in der dritten Dimension angekommen ist, sind Amokläufe immer gegen Gangs gerichtet gewesen (korrigiert mich wenn ich mich irre, kann mich aber an keine solcher Missionen im Stil von "Töte 20 Zivilisten" erinnern).
Oh ja erleuchte uns großer Meister des Kontext.Gonzo_the_Rat hat geschrieben:Das sind die kleinen Unterschiede. Mir geht es nicht um die explizite Gewaltdarstellung sondern um den Inhalt und Kontext. Und da wären wir wieder: bei der Fähigkeit, etwas im Gesamtkontext zu sehen und zu verstehen.
Hast du dir mal überlegt dass z.B. Jugenschutzstellen nicht dahingehend unterscheiden ob eine Gewaltdarstellung satirisch gemeint ist oder nicht? Ich verstehe ja durchaus den Kontext-Einwurf, aber er ist für den Grad der Gewaltdarstellung in sofern irrelevant, wie die Gewaltdarstellung für sich selbst gesehen nicht eine gewisse Dimension erreicht, die über Postal oder GTA hinausgeht.
Und daran ändert auch deine selbstgefällige Ansicht nichts, dass du ja den Kontext verstehst und alle anderen nur zu dumm sind. Es geht nicht um Kontext. Klar kann der Kontext relevant sein. Für den Grad der Gewaltdarstellung zählt aber vor allem eben wie die Gewalt dargestellt wird. Comichafte Gewalt wird natürlich anders eingestuft als Gewalt die sehr realistisch dargestellt wird. Dabei spielt es eben keine Rolle ob die Folterszene aus GTA satirisch ist oder Hatred ernst gemeint ist. Auf dieser Ebene geht es um die Frage, wie explizit wird die Gewalt dargestellt. Denn das ist z.B. für Jugendschutz relevant oder dafür einzuschätzen, wie gewaltätig etwa ein Videospiel ist.
Gewaltdarstellung werden eben nicht durch Kontext entwertet. Das verstehen aber einige Leute nicht. Ein Jugendlicher der GTA V spielt, wird wohl kaum verstehen, dass die Folterszene ein satirisches Statment gegen die brutale Gewalt von Polizei und Geheimdiensten darstellt. Diese sehen die Gewalt und werden mit dieser konfrontiert. Und selbst wenn sie sich bewusst WÄREN, dass diese Szene Satire ist, werden sie dennoch durch die Darstellung direkt mit Gewalt konfrontiert und nämlich anders als in Hatred, wo es nur eine Behauptung ist, bettelt dort jemand um sein Leben und wird obendrein auch noch von einem absolut durchgeknallten Gewalttäter gefoltert. Wenn du der Ansicht bist, dass allein die Satire hier für z.B. Jugendliche einen Unterschied macht, dann hätte ich dazu gerne mal eine Studie oder wenigstens eine psychlogisch begründbaren Hinweis darauf, dass irgendjemand automatisch Gewalt als "weniger schlimm" wahrnimmt, nur dadurch, dass man das Ettiket "Satire" draufpappt. Ansonsten ist diese Behauptung einfachmal haltlos und absolut unzutreffend.
MfG Ska
- Gonzo_the_Rat
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
Es ist zwecklos. Egal wie Du argumentierst, keiner der "Hatred ist wie GTA"-Pfo... wird es raffen (wollen).Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: ...
Ich frage mich oft, ob gewisse Leute die Spiele aufmerksam spielen oder einfach nur immer alles an Storysequenzen, Dialogen und was noch alles für das Verstehen des Spieluniversums dazugehört, ausblenden oder es gar nicht erst im Geist umsetzen. GTA ist ja auch so böse und sieht sich als todernste Real-Life-Sim an, in der ich einfach aus Langeweile mal ne Gruppe Passanten überfahre und so.
Nein, tu ich nicht. In GTA flehen die Menschen nicht so um ihr Leben wie bei einer Exekution in Hatred. R* bleibt zwar immer sehr morbide und radikal beim Thema Gewalt, sieht aber von solchen Grausamkeiten ab (es geht hier explizit um GTA und seine unschuldigen Weltbewohner). Sollen sie beim nächsten Teil die Gewalt gegen Passanten entfernen, sodass Ihr nur noch pöse über den Haufen fahren und mähen könnt, während Passanten die angeschossen oder überfahren werden sich danach einfach nur heulend auf den Boden setzen und sie als Objekte im Spiel obsolet werden? Ja? Fände ich auch total immersiv, das Ganze.
Hier auch zum letzten Mal: Hatred ist hirngefickte Grütze, in der man einen Typen spielt, der einfach alle Menschen hasst und es nicht mal eine Erklärung dafür gibt. Hat der Typ nicht genug Liebe als Kind bekommen, oder wurde gar misshandelt und missbraucht? Hätte er sich vielleicht einfach eine charakteristische Fähigkeit namens Verantwortungsbewusstsein nie angeeignet und ist dadurch zum "White Trash" geworden weil er nie Anschluss an die Gesellschaft sowie Arbeit finden konnte? Wurde er in der Schule ständig mit Mobbing konfrontiert und macht deswegen einen auf Anti-Christ? Gehört er so etwas wie einem Kult an? NICHTS, verschickte Scheiße! Keine Erklärung, gar nichts. Also, warum sollte ich das Spiel auch nur irgendwie akzeptieren? Hier geht es darum, pure Gewalt an Kreaturen auszuüben, die dem äußerst amatuerhaft dargestellten, eindimensionalen "Charakter" nie etwas getan haben.
In den 2D-GTA hat man allerdings immer Typen gespielt, die um jeden Preis das Geld zum Aufsteigen zusammenbekommen wollen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und natürlich muss in einer so dargestellten Welt die Möglichkeit bestehen, Passanten bei seinen Taten in Mitleidenschaft zu ziehen. Nicht weil es unbedingt elementarer Bestandteil des Spiels ist, sondern weil das in der Realität auch so wäre. Und ab GTA III hat man auf Amokläufe gegen Zivilisten verzichtet, wahrscheinlich bewusst. Wenn der Spieler dennoch meint, er will Passanten erschießen oder überfahren, der macht es dann eben. Das ist kein Ziel des Spiels, sondern eine eigenständige Entscheidung die jeder Spieler selber trifft. Ein kaltherziger Mafiosi würde vermutlich bei einer Verfolgungsjagd Opfer in Kauf nehmen, die komplett unbeteiligt sind und zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber er würde nicht Amok laufen. Macht die Sache an sich natürlich nicht besser oder gar vertretbar, aber ich denke dass jeder der einen IQ über 10 Punkten hat, verstehen dürfte wo hier der springende Punkt ist.
Viel Spaß noch beim Aneignen von Textverständnis oder aber auch beim bashen.
- Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
@Gonzo_the_Rat: Sehr schön noch ein ignore mehr. Soviel unreflektiertes, arrogantes Gehabe, muss man sich echt nicht geben.
Das Spiel ist technisch auf jeden Fall solide. Ich hab bissher auch noch keine schweren Bugs gesehen. Unabhängig vom Inhalt ist das Spiel also rein technisch mind. durchschnittlich bzw. solide.
Ich finds immer absolut lächerlich, dass Leute immer der Meinung sind, dass wenn ihnen ein Spiel nicht gefällt, die Entwickler automatisch talentfrei, inkompetent oder sonstwas sind.
Es wäre generell schön, wenn Spieler mal aufhören würden über Entwickler herzuziehen. Das ist eine Form der Respektlosigkeit, die mich ankotzt. Denn sie zieht mich und meine Branchenkollegen, generell in den Schmutz.
Man kann das Spiel gerne scheiße finden. Hab ich absolut Verständnis für, aber nicht dafür die Arbeit von Entwickler auf diese Art absolut unreflektiert beurteilen zu wollen, nur anhand der eigenen, subjektiven Meinung.
MfG Ska
Blödsinn. Ich find das Spiel auch öde. Aber zu behaupten, dass die Entwickler talentfrei sind, ist ziemlich anmaßend. Klar, der Kritiker muss nicht besser können, was er kritisiert, aber ich finds ehrlichgesagt ne Frechheit, wie Spieler sich immer das Recht rausnehmen, das Können und die Fähigkeiten von Entwicklern geringzuschätzen.Styregar hat geschrieben:Ich glaube, dieses kleine Entwicklerstudio ist vollkommen Talent frei.
Das Spiel ist technisch auf jeden Fall solide. Ich hab bissher auch noch keine schweren Bugs gesehen. Unabhängig vom Inhalt ist das Spiel also rein technisch mind. durchschnittlich bzw. solide.
Ich finds immer absolut lächerlich, dass Leute immer der Meinung sind, dass wenn ihnen ein Spiel nicht gefällt, die Entwickler automatisch talentfrei, inkompetent oder sonstwas sind.
Es wäre generell schön, wenn Spieler mal aufhören würden über Entwickler herzuziehen. Das ist eine Form der Respektlosigkeit, die mich ankotzt. Denn sie zieht mich und meine Branchenkollegen, generell in den Schmutz.
Man kann das Spiel gerne scheiße finden. Hab ich absolut Verständnis für, aber nicht dafür die Arbeit von Entwickler auf diese Art absolut unreflektiert beurteilen zu wollen, nur anhand der eigenen, subjektiven Meinung.
MfG Ska
Zuletzt geändert von Skabus am 30.05.2015 10:44, insgesamt 3-mal geändert.
- James Dean
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
Ich lache verächtlich über deine Doppelmoral. Ernste Gewalt ist also böse, lustige Gewalt mit Story drumherum okay? Dann können wir für unsere Kinder ja die Happy Tree Friends ins Tagesprogramm von SuperRTL aufnehmen, ist ja lustig und satirisch.Gonzo_the_Rat hat geschrieben:Es ist zwecklos. Egal wie Du argumentierst, keiner der "Hatred ist wie GTA"-Pfo... wird es raffen (wollen).Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: ...
Ich frage mich oft, ob gewisse Leute die Spiele aufmerksam spielen oder einfach nur immer alles an Storysequenzen, Dialogen und was noch alles für das Verstehen des Spieluniversums dazugehört, ausblenden oder es gar nicht erst im Geist umsetzen. GTA ist ja auch so böse und sieht sich als todernste Real-Life-Sim an, in der ich einfach aus Langeweile mal ne Gruppe Passanten überfahre und so.
Kannst du eigentlich Mortal Kombat spielen, ohne dich schlecht zu fühlen?
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
So, genau da ist es, was ich meine.Skabus hat geschrieben: ...
MfG Ska
Hatred ist ein Amoklauf-Simulator. Auf das Töten irgendwelcher Leute... ach, schein drauf. Vergiss es.
Lies meinen letzten Post und dann halte von mir, was Du willst.
Dieses Stück Software ist nicht vertretbar und landet bei mir gedankentechnisch in der selben Schublade wie z.B. wo kranke Produkte wie Human Centipede, Saw oder Hostel. Überflüssig und offensichtlich nur der Grausamkeit wegen auf den Markt losgelassen.
Nur eins noch: ich stehe auf Splatter und Gore. Seit ich etwa 13 war hab ich Sachen wie "Bad Taste" oder auch SoF verschlungen. Hier gibt es extrem übertrieben Gewalt, aber alles im Kontext von "die sind böse, mach sie platt". Mit sowas gebe ich mich tatsächlich schon zufrieden, denn ich bin üblicherweise nicht der Super-Moralapostel. Aber so etwas wie Hatred, was in der Theorie an allen Orten der Welt plötzlich und ohne Vorwarnung geschehen und in unserer "Ersten Welt" mit der Grausamkeit eines Kriegsaktes gleichgesetzt werden kann, ist einfach nur pervers. Und wer das ernsthaft spielen möchte, obwohl er in einem Spiel wie GTA so etwas auch machen kann (und dort eigentlich das "schönere", da doch - mit Physik und detaillierten Modellen - "realistischere" Erlebnis hätte), der muss meines Erachtens nach schon ein etwas seltsames Verhältnis zur Gesellschaft haben.
Vielleicht kann ich mit dieser Meinung (die auch auf jeden Fall die allereinzigst richtige ist, wie Du so gut erkannt hast) und dem meisterhaft erläuterten Kontext ja Dein Verständnis für das von mir geschriebene wecken. Falls nicht, so liege ich wohl doch irgendwie richtig. Du versuchst hier nämlich bei jedem anzukreiden, er bringe keine Argumente. Und das sehe ich anders.
In dem Sinne...
MfG Gonzo
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
@Gonzo: Und warum gehst du dann z.B. nicht einfach sachlich auf meine Argument ein und gibst dich lieber total selbstgefällig?
Ist doch klar, dass man dann entsprechend drauf reagiert.
MfG Ska
Ist doch klar, dass man dann entsprechend drauf reagiert.
MfG Ska
- Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
Der Grund ist, dass sie Gewalt nicht als integralen Bestandteil des Gesamtwerks sehen, sondern als etwas Separates, was dann durch andere (fast schon „externe“ Dinge) wie Story, Charaktere usw. eine nachträgliche Rechtfertigung zu erfahren habe. Das ist aber imho Blödsinn.Gonzo_the_Rat hat geschrieben:Ich frage mich oft, ob gewisse Leute die Spiele aufmerksam spielen oder einfach nur immer alles an Storysequenzen, Dialogen und was noch alles für das Verstehen des Spieluniversums dazugehört, ausblenden oder es gar nicht erst im Geist umsetzen.
Man sollte da mal von dieser permanenten Rechtfertigungs-Schiene runter kommen, und was da wie wann wo was warum rechtfertigt. Gewalt ist ein stinknormaler Teil unseres Alltags, und als solche kann sie doch neben all den anderen Bereichen (z.B. Liebe, um mal einen Kontrast zu geben) in fiktionalen Medien aufgegriffen und dargestellt werden, ohne dass man da andauernd irgendwas rechtfertigen müsste. Dennoch muss man doch einfach merken, dass das auf qualitativ ganz unterschiedlichem Niveau passieren kann: angedeutet, explizit, plump/aufgesetzt, an passenden (oder unpassenden) Stellen eingebunden, als Ausdruckmittel, als voyeuristischer Selbstzweck usw. Mit vielen Überschneidungsmöglichkeiten. Bei einem Film würde man Gewalt doch auch von Film zu Film unterschiedlich bewerten. Das ist doch nicht alles eine Soße, um die dann wahlweise mal Beilagen wie Story oder Charaktere drapiert werden. Gewalt wird untrennbarer Bestandteil des Gesamtwerks. Und das ist doch der Punkt: Gewalt muss sich als Lebenswirklichkeit in fiktionalen Medien nie rechtfertigen, schon gar nicht durch die Story, deren untrennbarer Teil sie ist. Sie kann einfach angesprochen werden, und zwar auf qualitativ höchst unterschiedliche Weise. Und in Hatred geschieht das in überaus plumper, dümmlicher und selbstzweckhafter Weise (es ist ja nahezu EINZIGER Dreh- und Angelpunkt). Da gibt es nichts zu rechtfertigen, da ist auch nichts „ehrlicher“ dran als in anderen Spielen, die Gewalt ist ganz einfach enorm schlecht implementiert, wenn man das überhaupt so nennen kann. Das wäre übelster Trash auf C-Movie-Niveau, wenn die Macher wenigstens die dafür (immerhin!) nötige reflexive Distanz zu ihrem Gegenstand hätten, die sie aber nicht haben. Es ist gewissermaßen unfreiwilliger Trash, der aber durch die todernste, humorbefreite und kalte Gesinnung der Macher, die durch das Spiel in jeder Sekunde durchscheint, ungenießbar wird.
Um also drauf zurückzukommen: Ich halte diesen permanenten Rechtfertigungsgedanken im Zusammenhang mit fiktionaler Gewalt, jedenfalls in der hier vertretenen Dominanz, für nicht förderlich. Der produziert nämlich erst so einen Quark, dass Gewalt in Harted etwa total aufrichtig und superehrlich wäre, während sie in Spielen mit viel „Drumherum“ (Story, Missionen etc.) hingegen verlogen, gutmenschenhaft und doppelmoralisch wäre. Selten so einen Unsinn gelesen.
Zuletzt geändert von Lord Hesketh-Fortescue am 30.05.2015 11:13, insgesamt 1-mal geändert.
- Gonzo_the_Rat
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
Dann tu das, ist Dein Recht als freier Mensch.James Dean hat geschrieben:Ich lache verächtlich über deine Doppelmoral. Ernste Gewalt ist also böse, lustige Gewalt mit Story drumherum okay? Dann können wir für unsere Kinder ja die Happy Tree Friends ins Tagesprogramm von SuperRTL aufnehmen, ist ja lustig und satirisch.Gonzo_the_Rat hat geschrieben:Es ist zwecklos. Egal wie Du argumentierst, keiner der "Hatred ist wie GTA"-Pfo... wird es raffen (wollen).Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: ...
Ich frage mich oft, ob gewisse Leute die Spiele aufmerksam spielen oder einfach nur immer alles an Storysequenzen, Dialogen und was noch alles für das Verstehen des Spieluniversums dazugehört, ausblenden oder es gar nicht erst im Geist umsetzen. GTA ist ja auch so böse und sieht sich als todernste Real-Life-Sim an, in der ich einfach aus Langeweile mal ne Gruppe Passanten überfahre und so.
Kannst du eigentlich Mortal Kombat spielen, ohne dich schlecht zu fühlen?
Ja, kann ich bedenkenlos spielen, da es in einem fiktiven und vor allem gnadenlosen Universum spielt.
HTF würde ich Kindern nicht zeigen, aber gönne Dir mal den Spaß und zappe Spätnachmittags mal durch unser verkorkstes deutsches Programm. Ist auch nicht besser. Aber egal.
Außerdem ging es hier nie um Kinder, sondern um den Hintergrund des Spiels. Aber klar, wenn ich meine das jemand Scheiße labert, dann schustere ich mir das gerne auch so zurecht und bringe dann Argumente hervor, die in den Kommentaren des Verfassers nie zur Debatte standen. Keine Ahnung wieso Du mit MK und HTF kommst. Vermutlich hast Du meine Texte nur halbherzig gelesen oder bist genau der Typus Mensch, den ich bei meiner "Kontext"-Orgie immer meine.
Befürwortet Euer Hatred und seid glücklich damit, dann erreichen wir vielleicht auch eine solch gesunde Akzeptanz in unserer Gesellschaft, dass es auch keinem was ausmachen würde wenn "New Delhi: Raping Team - The Real Raping Simulator" oder "Childsoldiers: Next Generation" entwickelt würden, die dann diese Themen auch noch vollkommen unreflektiert darstellen und nur auf explizite Darstellung ausgeübter Gewalt aus sind.
Aber nun gut, die Arroganz in Person hat jetzt echt genug. Wer sein Hirn beim lesen absichtlich nicht einschalten will, der wird seine Einstellung auch nicht mehr ändern. Würden wir uns alle gerade im realen Leben treffen, so würde das Thema nach fünf Minuten erledigt und wir alle schon längst am gemeinsamen Trinken sein. Glaubt mir, ich bin eigentlich sehr umgänglich. Auch bei Leuten die nicht auf meiner Stufe stehen...
PS: etwas Sarkasmus könnte vorhanden sein.
- DocManga
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten
"Gewalt gegen Menschen" taucht quasi jedem Film, jedem Spiel auf. Du müsstest damit alles verteufeln, alles andere wäre pure Heuchelei. Hatred zieht das Thema etwas provokanter auf, das ist alles. Aber Fakt ist: Das Thema wird nur grausam, wenn es real wird. Und das wird es nicht, weil wir zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können (sollte man meinen...). Wenn einen das Spiel stört, dann lässt man es einfach links liegen und gut ist - es drängt sich doch keinem auf. Aber anscheinend hat es eine magische Anziehungskraft für Moralprediger...Gonzo_the_Rat hat geschrieben:
Ja, da hast Du nen Punkt. War aber beabsichtigt so beschrieben, nur um mal aufzuzeigen wie grausam das Thema "Gewalt gegen Menschen" allgemein ist (und wie sehr ich die Entwickler für ihr Machwerk verachte). Offensichtlich finden die Entwickler gerade das ziemlich geil. Ich wollte den Spieß metaphorisch umdrehen.
Bei der nächsten Debatte zu einem solchen Thema werde ich mir ein weniger drastisches Szenario ausdenken und mich anders ausdrücken. Versprochen.
Man muss es nicht, aber es geschieht trotzdem. Man muss auch kein "Saw" drehen, wo Menschen auf grausame Art abgeschlachtet werden, oder jeder andere x-beliebige Splatter - aber es passiert trotzdem. Na und? Stört dich das da auch so? Wie gesagt, auch hier die Devise: Wenn es einen stört, links liegen lassen... denn: Es schadet niemanden. Es ist Fiktion.Dass die Entwickler grausamer sind als ich, wollte ich damit nicht ausdrücken. Jeder hat auf seine Art und Weise Gewaltfantasien, aber ob man diese auch in Form von (virtueller) Kunst ausdrücken "muss", wage ich zu bezweifeln. Den Tod wünsche ich ihnen auch nicht, obwohl es ja so scheint als wäre das Studio aus der rechten Ecke. Und beim Gedanken an Menschen dieser Gesinnung entwickle ich wiederum Gewaltfantasien.
Ist bei mir wohl leider ein tiefliegendes psychisches Ding, daher auch solche Gedanken. Ich bin halt doch auch nur ein Mensch und Produkt unserer heutigen, ziemlich gnadenlosen und verqueren Gesellschaft.
Naja so viel mehr gibt dein Post da ja auch nicht her. Lass sie das doch toll finden und sich super fühlen. Dadurch werden sie doch auch keine schlechteren Menschen. Was haben sie verbrochen? Ein Spiel entwickelt, was dir nicht passt. Mehr nicht. Solange es Fiktion bleibt - Leben und leben lassen. Warum können das so viele nicht?Edit: interessant ist auch, wie Du NUR auf den Teil meines Posts eingehst. Ohne die Aussage schön zu reden, so ist sie doch aus einem bestimmten Kontext gerissen und Du stellst sie so dar, als würde ich das tatsächlich so umsetzen wollen oder befürworten. Es war ein Gedanke darüber, dass die Jungs das toll finden und sie es vermutlich selber nicht toll fänden (da gehe ich bei nicht lebensmüden Menschen von aus) wenn sie ein wehrloses Opfer jeglicher menschenverachtender Gewalt wären.
Oder wie Eminem es mal (hier in einer Art übertragenen Sinn) ausdrückte:
"I'm the bad guy who makes fun of people that die
in plane crashes and laughs
As long as it ain't happened to him"
So, genügend Selbstrechtfertigung. Gute Nacht allerseits, auch an die "Opposition".
Das ist alles deine subjektive Einschätzung. Wenn es überflüssig ist, dann kümmer dich doch da nicht weiter drum und lass es gut sein. Du verurteilst andere dafür, so etwas zu spielen... das ist das schlimme. Wieso man so etwas spielt? Keine Ahnung, wieso nicht? Schadet doch keinem. Wieso guckst du dir Splatter an? Ist doch genauso deine Sache. Ich denke einfach, dass man nicht jemanden deshalb verurteilen darf, was er virtuelle/fiktiv auslebt, weil er real trotzdem der netteste und sozialste Mensch sein kann.Dieses Stück Software ist nicht vertretbar und landet bei mir gedankentechnisch in der selben Schublade wie z.B. wo kranke Produkte wie Human Centipede, Saw oder Hostel. Überflüssig und offensichtlich nur der Grausamkeit wegen auf den Markt losgelassen.
Nur eins noch: ich stehe auf Splatter und Gore. Seit ich etwa 13 war hab ich Sachen wie "Bad Taste" oder auch SoF verschlungen. Hier gibt es extrem übertrieben Gewalt, aber alles im Kontext von "die sind böse, mach sie platt". Mit sowas gebe ich mich tatsächlich schon zufrieden, denn ich bin üblicherweise nicht der Super-Moralapostel. Aber so etwas wie Hatred, was in der Theorie an allen Orten der Welt plötzlich und ohne Vorwarnung geschehen und in unserer "Ersten Welt" mit der Grausamkeit eines Kriegsaktes gleichgesetzt werden kann, ist einfach nur pervers. Und wer das ernsthaft spielen möchte, obwohl er in einem Spiel wie GTA so etwas auch machen kann (und dort eigentlich das "schönere", da doch - mit Physik und detaillierten Modellen - "realistischere" Erlebnis hätte), der muss meines Erachtens nach schon ein etwas seltsames Verhältnis zur Gesellschaft haben.
