Gelungene Mischung aus Agententhriller und Historiendrama, die erfreulicherweise ohne die mittlerweile gängige und unheimlich cheesige tits-and-gore Komponente auskommt, sondern auf Spannung, Erzählung, überzeugende Kulisse, einnehmende Atmosphäre und gute Darsteller (allen voran Jamie Bell) setzt.
Darüberhinaus finde ich das Thema -Spione zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs- einfach interessant.
Schönes kleines deutsches Independent-Horror-Triptychon. Kosakowski fällt ein bisschen ab, aber die beiden Beiträge von Buttgereit und Marschall sind erste Sahne. Hat mich sehr gut unterhalten.
Schönes kleines deutsches Independent-Horror-Triptychon. Kosakowski fällt ein bisschen ab, aber die beiden Beiträge von Buttgereit und Marschall sind erste Sahne. Hat mich sehr gut unterhalten.
Ich fand das mega Pseudo. Vor allem in dieser Vermarktung ala wir sind in der Tradition von Caligari und Nosferatu yeah. Nein seid ihr nicht.
Ohne das hätte ich da wahrscheinlich mit normalen Fantasy-Filmfest-Erwartungen rangehen können, aber so hatte ich irgendwie den Eindruck einen Uwe Boll-Film zu sehen mit dem Unterscheid das diese Leute alle ihr Handwerk verstehen.
Nö, sehe ich anders. War für mich der beste weil originellste Genrefilm aus Deutschland seit langer Zeit (würde sagen, seit "Rammbock"). Buttgereit und Marschall waren beide auf eigene Art sehr groß. Dass man fürs Crowdfunding ein bisschen klingelt und was die Ambitionen anbelangt steil geht, kann ich nachvollziehen. Klar ist das hier noch ein Stück von Murnau und Lang entfernt. Allerdings sehe ich schon die Bezugnahmen und Bemühungen in der Richtung. Vor allem "Allraune" und "Final Girl" haben mir richtig viel Spaß gemacht. Kosakowskis Mittelstück fällt leider mit seinem teilweisen Overacting und dem Ittenbacher-Splatter etwas ab. Aber insgesamt gab es vergleichbares aus D-Land länger nicht zu sehen.
mr archer hat geschrieben:Nö, sehe ich anders. War für mich der beste weil originellste Genrefilm aus Deutschland seit langer Zeit (würde sagen, seit "Rammbock"). Buttgereit und Marschall waren beide auf eigene Art sehr groß. Dass man fürs Crowdfunding ein bisschen klingelt und was die Ambitionen anbelangt steil geht, kann ich nachvollziehen. Klar ist das hier noch ein Stück von Murnau und Lang entfernt. Allerdings sehe ich schon die Bezugnahmen und Bemühungen in der Richtung. Vor allem "Allraune" und "Final Girl" haben mir richtig viel Spaß gemacht. Kosakowskis Mittelstück fällt leider mit seinem teilweisen Overacting und dem Ittenbacher-Splatter etwas ab. Aber insgesamt gab es vergleichbares aus D-Land länger nicht zu sehen.
Es gibt da schon einige Talente. Ich hab Erlenweins "Stereo" vor kurzem geguckt und mochte den Film. Auch wenn er heftig bei Fight Club abschaut. Aber ob der junge Regisseur noch mal so eine Chance bekommt? Am Ende trauen die deutschen Zuschauer dem deutschen Film eh nicht mehr zu als Schweiger/Schweighöfer Komödien und Krimis zu.
"Hell" von Tim Fehlbaum liegt hier schon eine Weile rum.
Vielleicht schaffen es diese Regisseure irgendwann, das man nicht mehr sagen muss "Gut, ...für eine deutsche Produktion.".
Hell ist richtig gut, vor allem wenn man weiß das er quasi ohne finanzielle Mittel auskommt. Das der gute Mann seither kein Projekt mehr verwirklichen konntAr ist aber auch bezeichnend für den deutschen Film
@Archer
Ich fand den zweiten Part mit der Nazi-Geschichte einfach nur pseudocool und daher ziemlich widerlich. Vielleicht hat mich auch einfach das abgeturnt. Genau diese Art von Horror wo dann einige jubeln und ja kompromisslos so soll es sein schreien denke ich mir...ne Gewalt meinetwegen und knallhart gerne aber nicht "cool inzenieren" wenn keine Humorebene existiert. Das ist halt Boll oder meinetwegen ein anderes Beispiel Hills Have Eyes Remake mit Vergewaltigung und Folter zu Korn und Slipknot.
Die anderen beiden Filme fand ich in Ordnung, der letzte hatte sogar Potential für etwas größeres und war für mich fast zu sehr vom Konzept eingefangen.
crewmate hat geschrieben:
Vielleicht schaffen es diese Regisseure irgendwann, das man nicht mehr sagen muss "Gut, ...für eine deutsche Produktion.".
Wenn du mal genau schaust - habe ich gar nicht benutzt, die Relativierung Hat "German Angst" nicht nötig. Auch "die großen Genrefilm-Nationen" hauen so was nicht am laufenden Band raus.
Mir fiel es auf. Aber das war auch eher an die Diskussion zwischen dir und Wulgaru gerichtet.
Stereo kannst du dir echt mal geben. Gerade technisch sehr gut gelungen.
Wulgaru hat geschrieben:Hell ist richtig gut, vor allem wenn man weiß das er quasi ohne finanzielle Mittel auskommt. Das der gute Mann seither kein Projekt mehr verwirklichen konntAr ist aber auch bezeichnend für den deutschen Film
Spoiler
Show
@Archer
Ich fand den zweiten Part mit der Nazi-Geschichte einfach nur pseudocool und daher ziemlich widerlich. Vielleicht hat mich auch einfach das abgeturnt. Genau diese Art von Horror wo dann einige jubeln und ja kompromisslos so soll es sein schreien denke ich mir...ne Gewalt meinetwegen und knallhart gerne aber nicht "cool inzenieren" wenn keine Humorebene existiert. Das ist halt Boll oder meinetwegen ein anderes Beispiel Hills Have Eyes Remake mit Vergewaltigung und Folter zu Korn und Slipknot.
Die anderen beiden Filme fand ich in Ordnung, der letzte hatte sogar Potential für etwas größeres und war für mich fast zu sehr vom Konzept eingefangen.
Das liegt auch an den Produzenten, vor allem aber natürlich an den deutschen Studios. Filme wie Stereo und Hell wurden ja gar nicht beworben und sind so einfach in der Versenkung verschwunden. Aber auch dann schwebt die Skepsis des deutschen Publikums mit, das es eine deutsche Produktion ist, die keine Komödie oder Krimi ist.
Zuletzt geändert von crewmate am 13.05.2015 15:48, insgesamt 2-mal geändert.