Wulgaru hat geschrieben:Blood-Beryl hat geschrieben:
Das Ende selbst fand ich zunächst okay, weil es halbwegs konsequent war, aber dann
kam die Szene, in der Dexter putzmunter in seiner Hütte hockt. What the fuck? Selbst wenn er den Sturm irgendwie überlebt hat, warum hat er sich dann nicht anderweitig umgebracht, wo er doch davon überzeugt ist, dass dies das beste wäre?
Also das Finale und die letzte Staffel hatten imho schon ein paar mehr Probleme als nur die unmittelbar letzte Szene:
Allein der ganze "wir wollen nach Argentinien abhauen"-Plan wirkt für mich wirklich kindisch, vor allem weil es in allen Staffeln immer darum ging das Dexter seinem Sohn ein normales Leben bieten will. Die Erkenntnis das er ein schlechter Mensch ist der allen Unglück bringt, wirkt sehr gezwungen, weil Debs Tod ja nicht das erste mal ist das jemand wegen ihm stirbt. Das er es für richtig hält seinen Sohn, der wohlgemerkt in allen Staffeln immer als das wichtigste für ihn dargestellt wird, in den Händen einer skrupellosen Killerin lässt...komplett out of character
Ich hätte die letzte Staffel als okayish akzeptieren können, aber die letzte Folge war einfach nur faul und sehr schlecht geschrieben und als Serienende macht sie nun einmal vieles kaputt.
Er liebt Hannah und ist davon überzeugt, dass sie Harisson liebt (was sie ja auch tut). Spätestens seit Dr. Vogel, die seine Psyche wie gesagt für mich stark entmystifiziert hat, habe ich nicht mehr erwartet, dass er seine Liebe zu Hannah logisch hinterfragt. Da war er einfach schon stark gefühlsgesteuert, was ich vor der sechsten Staffel wohl auch noch deutlich störender gefunden hätte. Hier ist sein Charakter aber emotional schon so zerschrieben worden, dass ich mich an dem Punkt ehrlich gesagt kaum gestört habe (auch wenn er in der Tat alles andere als optimal war).
War zwar nicht das, was ich erwartet habe, da der eigentliche Horror kaum von dem Kind ausgeht, trotzdem ein sehr spannender Streifen mit guter Hauptfigur, der mich bis zum Ende bei der Stange gehalten hat, was nicht zuletzt an der wirklich gelungenen Musik lag (die hat tatsächlich für mich den maßgeblichsten Teil zu der beklemmenden Spannung beigetragen).
Das Ende war zwar nicht sonderlich kreativ, aber auch nicht vorhersehbar.
Sehr lohnenswerter Horrorstreifen, dessen Nachfolger ich mir aber sparen werde.
7/10