Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen"

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Phips7
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Phips7 »

Hä? Die spielen sich doch alle gleich!

MoH hat genau die selbe steuerung wie BF welches genau das selbe ist in Titanfall...

NFS hat genau die selbe steuerung wie jeder andere arcade racer...

Klar gibts das eine oder andere gimmick wo es im anderen spiel nicht gibt oder auf ner anderen taste ist... aber 2 stunden braucht nichtmal ein Opa https://www.youtube.com/watch?v=KHoOrFd ... be&t=4m46s
Highnrich
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Highnrich »

Kann ich verstehen. Ich habe meinen Vater mal überreden können 30 Minuten gta 5 zu spielen. Er hat es nicht geschafft 5 sekunden zu fahren ohne irgendwo dagegen zu fahren. Selbst gas geben und bremsen haben ihn extrem überfordert. Er hat nicht verstanden dass man die schultertasten nicht durchdrücken muss sondern nur leicht um leicht gas zu geben...er saß dann total verkrampft da wenn er versucht hat zu fahren / bremsen / gas zu geben, weil er immer vollgas gegeben hat und dann mit der steuerung nicht klar kam. :D

Das selbe bei Diablo 3. Ich hab ihm mit einen Charakter spielen lassen, der quasi unsterblich ist und nur eine taste braucht..er lief jedes mal an den unique drops vorbei, obwohl es einen sound macht und ein riesen brauner /grüner strahl über dem item erscheint hat er die jedesmal gekonnt ignoriert,..fiel ihm einfach nicht auf, dass das vielleicht wichtig sein könne sich mal anzuschauen...

wahrscheinlich würden viele 40+ jährige selbst mit bejeweled nicht gescheit klar kommen...

jetzt verstehe ich warum die spiele so noob-freundlich sind, wenn familienväter und die masse der kinder/jugendliche /dudebros also so bushido / lady gaga fans die zielgruppe sein soll.
Zuletzt geändert von Highnrich am 06.02.2015 19:44, insgesamt 5-mal geändert.
Mickster2K
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Mickster2K »

Das lernen des Spiels ist doch ein erheblicher Teil des Spasses. In vielen spielen lernt man neue Dinge vom Anfang bis zum Ende.

Bei Devil May Cry zb. lerne ich nach über 10 Stunden immer noch wege um effektivere, stylischere Combos zu machen.
Bei Path of Exile lerne ich nach weit über 100 Stunden noch neue Dinge die mich als Spieler besser/effektiver machen.

Das waren jetzt nur 2 Spiele die mir spontan einfallen aber das trifft auf so viele Titel zu.
Wenn ich ein Spiel innerhalb 2 Stunden perfektioniere und es nichts mehr zu lernen gibt dann is das doch bulls**t!!!
humb0rt
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von humb0rt »

Mir scheint, viele reagieren lediglich auf die Aussage der Überschrift.

Es empfiehlt sich, vor hitzigen DIskussionen die Quelle zu prüfen und das erwähnte Interview selbst zu lesen.


"Hilleman's comments came in response to a statement from interviewer Pete Holmes, the comedian, who said he would prefer that controller layouts and button maps stay the same for future installments in established series and even across franchises."
----
"Hilleman antwortete damit auf eine Frage von Comedian Pete Holmes, der verlangte, dass sich die Tastenbelegungen von Spieleserien nicht mehr von Teil zu Teil oder sogar zwischen Marken unterscheiden würden. "

Ich halte das für unglücklich übersetzt und die News, für ihre derart provozierende Aussagekraft, mit zu wenig Inhalt gestützt.

Auch möchte ich mich diversen Vorrednern anschließen und diese Entwicklung der Vereinfachung für den Casualmarkt als geschäftspolitisch sinnvoll ansehen.
Und ebenso gehe ich davon aus, dass für mich als Coregamer noch mehr als genug Titel abfallen um meine Freizeit zu füllen.

Schönes Wochende!
TheGamer-X
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von TheGamer-X »

Highnrich hat geschrieben:Kann ich verstehen. Ich habe meinen Vater mal überreden können 30 Minuten gta 5 zu spielen. Er hat es nicht geschafft 5 sekunden zu fahren ohne irgendwo dagegen zu fahren. Selbst gas geben und bremsen haben ihn extrem überfordert. Er hat nicht verstanden dass man die schultertasten nicht durchdrücken muss sondern nur leicht um leicht gas zu geben...er saß dann total verkrampft da wenn er versucht hat zu fahren / bremsen / gas zu geben, weil er immer vollgas gegeben hat und dann mit der steuerung nicht klar kam. :D

Das selbe bei Diablo 3. Ich hab ihm mit einen Charakter spielen lassen, der quasi unsterblich ist und nur eine taste braucht..er lief jedes mal an den unique drops vorbei, obwohl es einen sound macht und ein riesen brauner /grüner strahl über dem item erscheint hat er die jedesmal gekonnt ignoriert,..fiel ihm einfach nicht auf, dass das vielleicht wichtig sein könne sich mal anzuschauen...

wahrscheinlich würden viele 40+ jährige selbst mit bejeweled nicht gescheit klar kommen...

jetzt verstehe ich warum die spiele so noob-freundlich sind, wenn familienväter und die masse der kinder/jugendliche /dudebros also so bushido / lady gaga fans die zielgruppe sein soll.

So siehts aus.
Defakto spielen die meisten Durchschnitsspieler eher sowas wie Candycrush.
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sabienchen.banned
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von sabienchen.banned »

Mick2 hat geschrieben:Das waren jetzt nur 2 Spiele die mir spontan einfallen aber das trifft auf so viele Titel zu.
Wenn ich ein Spiel innerhalb 2 Stunden perfektioniere und es nichts mehr zu lernen gibt dann is das doch bulls**t!!!
jein... es ist eine andere Art VideoSpiel.. ich persönlich schätze "tiefes" Gameplay auch sehr..
Nur je nach Lust, Zeit und Spielertyp hat man seinen Spaß auf unterschiedliche Weise.
Und da jibbet halt auch sehr viele Leute die sich nicht tief in ein Spiel reinfuchsen wollen.

Gibt Leute denen reicht als Kartenspiel 9erln/MauMau..
andere wollen eher Skat/Schafkopf spielen...
Wieder andere benötigen Geld als Spielmotivation wie beim Pokern..
..und wieder andere kennen alle Magic Karten ausm FF...

Wenn EA meint mit MauMau lässt sich am besten Geld verdienen.. dann meinen die das..^^
..Können doch machen was sie wollen.. ich bleib eh bei meinen Japanern.. :wink:
johndoe1686305
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von johndoe1686305 »

Tja. Was soll man dazu noch sagen?

Ich weiss nicht was schlimmer ist - die Entwickler, die versuchen alles auf den kleinstmöglichen Nenner runterzudampfen, oder die Spieler, die verlangen das jedes Element innerhalb von Minuten zugreifbar sein muss.

So oder so eine deprimierende Entwicklung.
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Sir Richfield »

Skabus hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Das Problem ist, dass ich aktuell nicht die innere Ruhe finde, die ein solches Spiel für den vollen Genuss benötigt.
Das versteh ich gut, solche Phasen hab ich auch(Crunsh-Time, anyone?), aber EA's Vorstellung ist ja eben, dass es deswegen solche Spiele nicht mehr geben sollte, sondern nur noch Spiele die man in 10 Minuten erfasst und in 7 Stunden durchgespielt hat. 60€ Preis + Kosten für DLCs inklusive versteht sich.
Richtig. Ist aber für mich ja auch kein Problem.
EA darf gerne mit dieser Art Spielen Geld verdienen.
An mir allerdings nicht. WENN ich schon ein RPG Spiele, dann will ich da nicht wirklich mit Diabloschem Grind genervt werden - dafür zock ich nämlich Diablo, da muss man nicht denken, das plätschtert genau deswegen so vor sich hin.

Aber genau aus diesem Grunde hat sich ja die Kickstarterindieetc Szene entwickelt.
Es gibt tatsächlich auch Spiele für Leute, die Zeit UND Muße haben, sich einen solchen Brocken zu geben. So ein Spiel, das von einem verlangt, dass man nach einigen Tagen noch weiß, wo man gerade war. Und halt kein Skyrim ist, wo das völlig Latte ist.
Warum nicht eben ein Spielemarkt für alle Spieler? Was EA versucht ist aber eben nicht ein bestimmtes Marktsegment anzusprechen, sie wollen ALLE ansprechen und darum bedient man sich dem kleinsten gemeinsamen Nenner und das nervt halt.
Ich sehe (für mich als Kunden) das Problem der AAAs darin, dass sie mit einem bestimmten Marktsegment ALLE ansprechen wollen.
Weil die ALLE zur Finanzierung brauchen. Gelder für ein Divitiny kann bei EA keiner locker machen. Selbst bei optimistischer Schätzung wäre der Markt nicht groß genug.
Sir Richfield hat geschrieben:Tjaaaa... definiere Anspruch.
Muss ich gar nicht ;)
Ja, richtig. Jeder hat seinen eigenen Anspruch.
Weshalb das ja auch in meinen Augen ein wenig fehl schlägt, heutige Spiele pauschal anspruchslos nennen zu wollen. Denn je nach Definition geht's fast nicht anspruchsloser als Doom oder Duke Nukem.
Oder Super Mario Bros.

Mancher "Anspruch" war aber auch völliger Quark, wie mein Versuch, noch mal "Tachyon - The Fringe" zu spielen mir zeigte. Das ist ein Weltraumflugi, wo fast jede Taste auf der Tastatur mehrfach belegt ist.
Ein Riesenkrampf, inhaltlich jetzt aber auch nicht umfangreicher als z.B. Freelancer. (Protagonist war cooler!)
Das ist eben genau das was für mich EA so verabscheuungswürdig macht: EA(und auch andere Majors) versucht der Branche zu diktieren, was "Spaß" ist und wie man seine Spiele zu spielen hat, anstelle anzuerkennen, dass für jeden Spaß etwas anderes bedeutet.
Ach, das sehe ich gelassen - solange die ihr Publikum haben, mit dem sie das machen können. Ich verlange weniger von EA plötzlich altruistisch zu werden, eher würde es mir gefallen, "Der Kunde" würde nicht alles blind kaufen.
Wobei mir auch DAS egal sein kann. Zwingt mich ja persönlich niemand.
Das ist irgendwie auch total das Gegenteil von einem bedürfnisorientierten Markt. Sicher gibt es halt "nur" 50.000 - 100.000 Civilization-Spieler. Na und? Deswegen muss man denen aber nicht indirekt sagen, sie mögen doch bitte jetzt alle CoD spielen, weil halt moderner und cooler und so...
Diesen Markt kannst du doch eh in diesem Bereich vergessen.
Das Bedürfnis ist immer nur scheinbar.
So scheint es ja ein großes Bedürfnis nach einem Spiel wie Pyschonauts zu geben. Allein, die Nachfrage ist gering. Das weiß auch EA.
johndoe1686305
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von johndoe1686305 »

Highnrich hat geschrieben:jetzt verstehe ich warum die spiele so noob-freundlich sind, wenn familienväter und die masse der kinder/jugendliche /dudebros also so bushido / lady gaga fans die zielgruppe sein soll.
Wobei ich wirklich nicht glauben kann, dass diese Zielgruppe GTA und D3 in relevanten Mengen kauft. Und ich kann auch nicht glaube, dass sie das jemals tun wird - egal wie einfach es wird.
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Sir Richfield »

Duugu hat geschrieben:oder die Spieler, die verlangen das jedes Element innerhalb von Minuten zugreifbar sein muss.
Du verwechselst da was, will mir scheinen.

NATÜRLICH muss jedes Element innert Minuten zugreifbar sein!

Das ist wie Fußball. Du musst innerhalb weniger Minuten begreifen können, dass das Runde in das Eckige muss und zwar mit Hilfe des Fußes.
Grundlegende Mechaniken eines Spieles müssen quasi sofort greifbar sein.

Und DARAUF kann man dann Anspruch aufbauen.

Was übrigens NICHT bedeutet, dass das Spiel deshalb eine Lernkurve haben soll, die grob nach einer Salzwüste ausgerichtet ist.
Was aber allem Anschein nach in der Branche so verstanden wird.

Sprich, dort scheint man tatsächlich von einem Spiel zu sprechen, in dem man sich nicht weiterentwickeln kann. Wo Jump 'n' Shoot das ganze Spiel über Jump 'n' Shoot bleibt.

Was dann wieder zu meiner Aussage von weiter oben führt, ich glaube, man hat verlernt, wie man dem Spieler etwas MIT dem Spiel beibringt und nicht nur durch ellenlange Tutorials, dessen Inhalt man nach drei Minuten eh wieder vergessen hat.
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KATTAMAKKA
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von KATTAMAKKA »

Macht es doch nicht komplizierter als es ist.

Der Punkt ist doch der das die Aussagen der Publisher total am Kunden und an dessen Vorstellungen von Gaming komplett vorbei Schiessen . Das ist kompletter Rotz und das seit Jahren. Nicht das Produkt wird dem Kundenwunsch angepasst , sondern der Kunde wird passend zum Produkt erzogen . Und die Gamemedien machen fleissig mit . Ohne die klappt die Verarsche nicht. :mrgreen:

4P sollte doch mal alle Schlagzeilen / Aussagen der Publisher jeweils in einem eigenem Thread sammeln . So ne Art Nachschlagwerk ,. Für jeden Publisher ein Thread. . :mrgreen:

Ein Nachschlagwerk des Grauens . Dann sieht man erst wie total verblödet die ticken die Typen in den Führungs Etagen. Und dann wird auch dem letzten Lolly recht schnell klar warum die Games mehrheitlich so scheisse sind. :mrgreen:
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 06.02.2015 20:57, insgesamt 4-mal geändert.
johndoe1686305
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von johndoe1686305 »

Sir Richfield hat geschrieben:
Duugu hat geschrieben:oder die Spieler, die verlangen das jedes Element innerhalb von Minuten zugreifbar sein muss.
Du verwechselst da was, will mir scheinen.
...
Sprich, dort scheint man tatsächlich von einem Spiel zu sprechen, in dem man sich nicht weiterentwickeln kann. Wo Jump 'n' Shoot das ganze Spiel über Jump 'n' Shoot bleibt.

Was dann wieder zu meiner Aussage von weiter oben führt, ich glaube, man hat verlernt, wie man dem Spieler etwas MIT dem Spiel beibringt und nicht nur durch ellenlange Tutorials, dessen Inhalt man nach drei Minuten eh wieder vergessen hat.
Gut, da kann man jetzt drüber streiten ob das die Vorstellung der Branche ist, oder ob das der Durchschnittskonsument (also nicht die passionierten Spieler die hier lesen/schreiben) so will. Oder ob die Branche dem Durchschnittskonsument das so beigebracht hat dass er das so will. :)

Ich glaube schon, dass der Durchschnittskonsument sehr wohl will dass möglichst alles in Minuten geht/machbar ist/verfügbar ist/abzuhaken ist. Ich glaube nicht, dass sich diese Käuferschicht weiterentwickeln will (man vergebe mir die Verallgemeinerungen).

Stellt sich noch die Frage, mit welche Zielgruppe die Branche eigentlich Geld verdient/verdienen kann/verdienen will. Mit den passionierten Spielern oder mit den Durchschnittskonsumenten? Denn beides geht ja wohl schlecht.
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Kajetan
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: So scheint es ja ein großes Bedürfnis nach einem Spiel wie Pyschonauts zu geben. Allein, die Nachfrage ist gering. Das weiß auch EA.
Sie ist gering für eine Firma der Größe von EA. Aber das muss uns heutzutage ja nicht mehr kümmern, was ein Major will oder nicht will :)

Ich verweise erneut gerne auf "Besiege". Vielleicht nicht das Spiel für mich, aber DAS ist wieder mal ein Spiel, mit dem man einfach spielen kann. Und damit meine ich SPIELEN im ludologischen, ureigensten Sinne und nicht das Nachtrampeln vorgebener Pfade in digitalen Unterhaltungsprodukten für Leute, die sich einfach nur ein wenig bespassen lassen wollen.

@Katta:
Das kommt ganz darauf an, wo man seine Kunden sucht. Wenn EA glaubt ihre künftigen Kunden bei Leuten zu suchen, für die Spiele halt nur ein harmloser, anspruchsloser Zeitvertreib sind, dann soll das EA doch machen. Dann ist, wenn das klappt, EA glücklich und ihre neuen Kunden glücklich und wir auch, weil uns EA dann nicht mehr ständig in die Suppe spuckt. Triple Win!!!
johndoe1686305
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von johndoe1686305 »

KATTAMAKKA hat geschrieben:Der Punkt ist doch der das die Aussagen der Publisher total am Kunden vorbei Schiessen .
Stimmt doch gar nicht. Möglicherweise schießen sie an Dir und am Rest der Leser hier vorbei.
Aber wer sagt denn, dass das die zukünftige oder gewünschte Zielgruppe ist?

Als Publisher würde ich mir auch überlegen die passionierten Spieler (sagen wir mal rein hypothetisch 500 Mio. potenzielle Kunden) in den Wind zu schießen und nur die Durchschnittsspieler (sagen wir mal 3,5 Mrd potenzielle Kunden) zu bedienen.

Ein Popelspiel wie Candy Crush mach einen Umsatz von weit über 100 Mio. Und wie viel macht sowas wie GTA? Und wie sehen Aufwand und Risiko der beiden Beispiele im Vergleich aus? Na? Wer will da als Entscheider im Unternehmen ernsthaft noch GTA für echte Gamer statt Candy Crush für totale Gelegenheitsspieler machen?
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Enthroned
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Enthroned »

Das er mit seiner Aussage grundsätzlich Recht hat, zeigen viele Kommentare neuer Spiele. Da wollen Leute die Fahrphysik von Videos herleiten, schauen sich 10 Minuten ein Let's Play an und meinen nun das Spiel zu kennen, weil Sie Spiel X gespielt haben, bei dem X(A) ebenfalls zum Springen dient. Kaum jemand, selbst so mancher Test, geht bei einem Watch Dogs nicht darauf ein, was es einzigartig macht, sondern zieht stets Vergleiche zu einem GTA oder Assasin's Creed, wobei beide völlig andere Themen aufweisen.

Jedes Spiel mit dem man sich ernsthaft befasst, bietet früher oder später gewisse "Aha!?-Momente" von denen man äußerst positiv überrascht ist. Ich glaube das der ein oder andere ältere Spiele besser als die Heutigen findet, kann auch damit zusammenhängen, dass man damals noch begeistert von den Spielen war und man sich deshalb mehr mit dem Spiel befasst, es quasi "gelernt" hat. Geht man mit gleicher Begeisterung an heutige Spiele, können Diese ebenfalls sehr interessant sein.

Selbstverständlich gibt es damals wie heute den Spielertyp, der einfach durchrennt, der sich nicht für Hintergründe und Zusammenhänge interessiert. Aber in nahezu allen Spielen gibt es derartige Informationen, nur wird man nicht darauf gestoßen. Nur wenn manche Leute dann schon im Vorfeld davon ausgehen, dass Solche nicht existieren und es so in Ihrer Meinung über das Spiel wiederspiegeln, dann läuft irgendwas falsch.
Wobei es sicherlich Ausnahmen gibt. Einem CoD oder Battlefield (beide Singleplayer) würde ich nun keine tiefgründige Geschichte bescheinigen.