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Hier gehört alles rein, was nichts mit dem Thema Spiele zu tun hat.

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johndoe827318
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Beitrag von johndoe827318 »

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Teils spannend, teils packend, teils rührend, teils aber leider auch trotz gewaltiger Bilder etwas statisch und zäh mit etwas zu schwacher Charakterzeichnung der einzelnen Soldaten (wobei ich weiß, dass deren Persönlichkeiten nicht im Vordergrund stehen sollten).
Ärgerlich auch, dass sich trotz großer Bemühung um historische Korrektheit so ein Fehler wie der Part von Blithe eingeschlichen hat.
So was sollte bei solch einer Produktion eigentlich wirklich nicht passieren.
Naja, will bei einem so empfindlichen Thema aber auch nicht auf Möchtegernhistoriker machen und denke, dass man angesichts der ins Boot geholten Veteranen(interviews), deren Kriegszeit in der Serie thematisiert wurde, im Gesamtbild durchaus von Authentizität sprechen kann.

7,5/10
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

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Wie der Titel gemeint ist nicht sofort klar, aber es scheint mir als eine Art Abgesang auf diese typische BBC-Settings zu sein. Gentleman, Ladys, Kostüme. Denn genau das scheint es zunächst wieder mal zu sein. Man weiß eh was man bei BBC bekommt: Exzellente Schauspieler, geschliffene Dialoge und tolle Ausstattung...aber auf der anderen Seite kennt man das Zeug irgendwann auch.

Aber wie gesagt geht es diesmal wohl eher um das Gegenteil. In der ersten Folge lernt man das Setting kennen. Eine Ehe weil die Frau Schwanger ist, man weiß nicht von wem...typischer Auftakt zu einer Romanze...könnte man denken. Weit gefehlt. Benedict Cumberbatch den man wohl aus Sherlock (geht mir ja ab) und Hobbit kennen dürfte nimmt dabei die Stellung des letzten Gentleman ein, was angesichts der sich verändernden Gesellschaftsordnung wie der gute Mensch von Sezuan wirkt. Rebecca Hall ist die Oberbitch und erinnert mich sehr an Sharon Stone in Casino...eine absolut ungewöhnliche Figur für diese Art Serie. Adelaide Clemens (Silent Hill 3, Gatsby) ist die dritte im Bunde...bisher fröhlicher Tomboy und damit perfekt für dieses Dreieck. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Eine echte Überraschung.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

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Can you hear me, Major Tom?


War gut, spannend und ein cinematographisches Erlebnis. Über den Plot sollte man allerdings nicht zu sehr nachdenken. Ein bisschen ging mir der orchestrale Soundtrack auf den Zeiger, der mir die tödliche Stille des Alls ab und an etwas zu sehr zugelärmt hat.

Was mich richtig angenehm überrascht hat, war Sandra Bullock. Ich denke am Ende wird Cate Blanchett die Nase zwar vorn haben und das auch sicherlich verdient. Aber in einem anderen Jahr hätte Bullock damit wirklich eine Chance auf den Oscar gehabt. Die Technik-Oscars müssen natürlich alle an Gravity, alles andere wäre eine Sauerei.
Zuletzt geändert von mr archer am 14.02.2014 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Batistuta
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Beitrag von Batistuta »

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Carlito's Way

Wow, was für ein grandioser Gangster-Film! Obwohl Brian de Palma mit Scarface schon ein vom setting her ähnliches Epos gedreht hat, schafft er es hier perfekt eine Art umgedrehte Tony Montana-Story zu erzählen, nämlich die vom geläuterten Boss und Killer hin zu einem sauberen Leben nach dem Knast. Zumindest versucht Carlito es und Al Pacino spielt diese zerrissene und sympatische Figur phänomenal gut!
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Achmedtheanimal
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Beitrag von Achmedtheanimal »

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dafuq

ich guck die Woche nur FIlme zum Fremdschämen scheints mir
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

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Einfach immer wieder ein wunderschöner Film, der alles was es im Westen gibt einfach nur phantasielos und pathetisch wirken lässt. Die Musik ist daneben noch einmal ein Meisterwerk für sich und einer meiner Lieblingssoundtracks...Cecile Corbel sollte mehr solcher Dinger machen dürfen.

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Ich gucke Park Chan Wooks einzigen FSK12er immer wieder gerne. I´m a Cyborg but thats okay ist eine der kreativsten Komödien die es gibt, auch und gerade weil eine Irrenanstalt hier mal als ein schöner Ort gezeichnet wird. Visuell ist er auch top und die gelebten Psychosen der Insassen immer wieder frisch anzusehen.

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Auch wenn Das wandernde Schloss nicht ganz so polished ist wie die anderen neueren Filme von Ghibli finde ich, dass er einer der schönsten ist die das Studio je gemacht hat. Gerade die Protagonistin und ihre optischen Veränderungen oder die dutzenden kleinen Details am Schloss kann man sich stundenlang ansehen. Da sieht man über die Hektik der Story auch ein bisschen weg.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

Wulgaru hat geschrieben: der alles was es im Westen gibt einfach nur phantasielos und pathetisch wirken lässt.

:roll:

Meine Güte. Geht's noch ein bisschen schwarz-weißer? Reicht es nicht aus, den Film einfach nur wunderschön zu finden und ihn allen wärmstens zu empfehlen? Mit Verlaub, aber dieses absolutistische Kulturhemisphärentum finde ich persönlich immer ein bisschen armselig.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

mr archer hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben: der alles was es im Westen gibt einfach nur phantasielos und pathetisch wirken lässt.

:roll:

Meine Güte. Geht's noch ein bisschen schwarz-weißer? Reicht es nicht aus, den Film einfach nur wunderschön zu finden und ihn allen wärmstens zu empfehlen? Mit Verlaub, aber dieses absolutistische Kulturhemisphärentum finde ich persönlich immer ein bisschen armselig.
Meine Gütte, wenn man sich am Tag über nichts aufregen kann dann ist er auch verloren? Vielleicht habe ich den Satz nicht als politische oder kulturpolitische Aussage gemeint die ich zu 100% verteidigen würde sonder einfach so dahingeschrieben? Armseliger gehts nicht Archer, denn du hast keinerlei Grund mich zu anzugehen.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

House of Cards Season 02 Episode 01

Alter Schwede....ich muss glaube ich diesen Tag opfern, ich werde mich nicht beherrschen können die Serie heute durchzurushen...man braucht erstmal 10 Minuten um wieder reinzukommen, aber was dann passiert ist ultimative Underwoodness und zwar von beiden Teilen dieses Ehegespanns. Toll auch der späte Einriss der vierten Wand am Ende der Folge..."keine Sorge ich habe euch nicht vergessen"

Was 24 vor gut 10 Jahren für das Actionkino war, ist House of Cards für den Polit-Thriller. Es ist nicht die beste Politikserie an sich was politische Geschehen betrifft (das ist in meinen Augen Borgen), aber was den Thriller-Aspekt angeht, müssen sich auch all künftigen Filme an dieser Serie orientieren.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

House of Cards Season 02 Episode 02-03

Der Journalismus-Part gefällt mir diese Season bisher nicht so gut, das mag aber auch man meinen persönlichen Vorlieben für die Protagonisten liegen. Ansonsten ist es Underwood Underwood Underwood und mehr braucht es auch gar nicht. Eventuell fehlt bei ihm persönlich bisher das große Ziel wie in der letzten Staffel, aber auch da wurde es ja erst mit der Zeit klar. Mal gucken was er vorhat.
johndoe1197293
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Beitrag von johndoe1197293 »

Wulgaru hat geschrieben:Bild

Wie der Titel gemeint ist nicht sofort klar, aber es scheint mir als eine Art Abgesang auf diese typische BBC-Settings zu sein. Gentleman, Ladys, Kostüme. Denn genau das scheint es zunächst wieder mal zu sein. Man weiß eh was man bei BBC bekommt: Exzellente Schauspieler, geschliffene Dialoge und tolle Ausstattung...aber auf der anderen Seite kennt man das Zeug irgendwann auch.

Aber wie gesagt geht es diesmal wohl eher um das Gegenteil. In der ersten Folge lernt man das Setting kennen. Eine Ehe weil die Frau Schwanger ist, man weiß nicht von wem...typischer Auftakt zu einer Romanze...könnte man denken. Weit gefehlt. Benedict Cumberbatch den man wohl aus Sherlock (geht mir ja ab) und Hobbit kennen dürfte nimmt dabei die Stellung des letzten Gentleman ein, was angesichts der sich verändernden Gesellschaftsordnung wie der gute Mensch von Sezuan wirkt. Rebecca Hall ist die Oberbitch und erinnert mich sehr an Sharon Stone in Casino...eine absolut ungewöhnliche Figur für diese Art Serie. Adelaide Clemens (Silent Hill 3, Gatsby) ist die dritte im Bunde...bisher fröhlicher Tomboy und damit perfekt für dieses Dreieck. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Eine echte Überraschung.
Ich konnte die erste Folge schon kaum ertragen. Zu Ende geguckt, aufgeatmet und beschlossen sich das nicht weiterhin anzutun. Selten eine Serie/einen Film gesehen, bei dem die Schauspieler so deplaziert agieren, so steif und statisch (ok, bei Only God Forgives war`s noch bedeutend schlimmer, aber da war`s wohl irgendwie Absicht, was den Film aber nicht besser macht :lol:)
Schreib` bescheid, wenn dass noch deutlich besser werden sollte. Vielleicht traue ich mich dann wieder dran. Epoche, Setting usw. sprechen mich ja eigentlich an.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Ich will das ja nicht als Todschlagargument bringen...aber das soll so. Diese ganzen BBC-Serien sind so. Das ist was für einen oder auch nicht. :wink:

@Topic
House of Cards Season 02 Episode 04

Das tolle an Cards ist die Ehe der Underwoods. Ich finde viele große Serienehen ala Breaking Bad oder Mad Men funktionieren nur durch den Konflikt. Mann hat Geheimnis, liebende Frau entdeckt Geheimnis, wütende Frau nimmt Rache, Bitchfight blablub
Die Underwoods sind zwar recht kalt, aber sie harmonieren einfach super als Team, ich hoffe sie bringen da nicht nen billigen Keil rein. Die Journalistenstory erinnert immer mehr an einen billigen Agentenfilm...das mag ebenfalls genauso realistisch sein wie der Rest der Serie, aber es fühlt sich nicht echt an. Echte Schwachstelle.
johndoe1197293
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Beitrag von johndoe1197293 »

Na ja, ich kenne und liebe Downton Abbey und da "flutscht" alles einfach. Bei der ersten Folge von Parades End tat es das für mich nicht... es geht ja nicht nur um die Schauspielleistung. Erzählweise und Figuren fand ich auch...ähm....nicht besonders.

Hast du denn noch andere Tips zu BBC Serien, wo für mich deutlich werden könnte, dass das "so soll"? :)
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Ich trau mich jetzt eigentlich gar nicht dir was zu empfehlen, da ich Parades End in der ersten Folge echt mochte, aber zuletzt fand ich The Paradise ziemlich vielversprechend, auch wenn ich da erst zwei Folgen geschaut habe. Das Vorbild für Downton Abbey ist Eaton Place, die Serie ist zwar ziemlich alt, aber ich finde sie sehr schön. Die ganzen Austen und Dickens Produktionen sind in den meisten Fällen ebenfalls sehr hochwertig, da würde ich mir aber jeweils kurz den "Klappentext" durchlesen.
johndoe1197293
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Re: Zuletzt gesehen

Beitrag von johndoe1197293 »

Ok, danke. Eaton Place werde ich mal ausprobieren. Von den Austen Geschichten habe ich schon einiges gesehen und/oder gelesen...man könnte sagen, sie ist Schuld daran, dass ich überhaupt auf dieses "Genre" aufmerksam geworden bin. :)