Michael Pachter und seine Vision der Multiplayer-Gebühren

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

a.user
Beiträge: 665
Registriert: 29.11.2007 10:42
Persönliche Nachricht:

Beitrag von a.user »

JesusOfCool hat geschrieben:
a.user hat geschrieben:der antrieb der menscheit war schon immer immer mehr haben zu wollen. es geht immer um mehr geld, mehr macht mehr von allem und daran wird sich nichts ändern, so lange der sapiens regiert. die disziplin mag sich ändern, aber das wird bleiben.
das ist doch absoluter blödsinn. schau dir doch mal eingeborene in südamerika, afrika oder auf irgend ner pazifikinsel an. das wovon du schreibst wurde in europa erfunden, meinetwegen auch unabhängig davon in asien, und hat sich dann von dort aus ausgebreitet. das immer mehr wollen ist kulturell bedingt, nicht genetisch. es gibt überall, auch in industriestaaten wie die, in denen wir leben, menschen, die genügsam sind und die nicht immer mehr haben wollen.
falsch. der sapiens hat seine ausbreitung genau diesem antrieb zu verdanken und eben genau deswegen den neanderthaler verdrängt.

das es kulturen gibt, bei denen das im laufe der jahrtausende weniger ausgeprägt ist hat damit nichts zu tun. der siegeszug des homo sapiens über den neanderthaler ist der gier "zu verdanken". das ist schon laaaange klar.

im übrigen ist die kultur nach unseren trieben geformt und nicht umgekehrt. zu dem thema gibt es genügen anthropoligische literatur.

im übrigen gibt es selbst in den beipsielen von dir genug analogien. sie haben zwar kein geld und sind nciht nach reichtum in unseren sinne scharf, aber es gibt anderes in diesen kulturen, wonach gegiert wird und quasi ein wettkampf tagtäglich stattfindet.

geld ist in europa lediglich das objekt der begierde.
Benutzeravatar
tschief
Beiträge: 2395
Registriert: 05.02.2010 15:12
Persönliche Nachricht:

Beitrag von tschief »

a.user hat geschrieben:
JesusOfCool hat geschrieben:
a.user hat geschrieben:der antrieb der menscheit war schon immer immer mehr haben zu wollen. es geht immer um mehr geld, mehr macht mehr von allem und daran wird sich nichts ändern, so lange der sapiens regiert. die disziplin mag sich ändern, aber das wird bleiben.
das ist doch absoluter blödsinn. schau dir doch mal eingeborene in südamerika, afrika oder auf irgend ner pazifikinsel an. das wovon du schreibst wurde in europa erfunden, meinetwegen auch unabhängig davon in asien, und hat sich dann von dort aus ausgebreitet. das immer mehr wollen ist kulturell bedingt, nicht genetisch. es gibt überall, auch in industriestaaten wie die, in denen wir leben, menschen, die genügsam sind und die nicht immer mehr haben wollen.
falsch. der sapiens hat seine ausbreitung genau diesem antrieb zu verdanken und eben genau deswegen den neanderthaler verdrängt.

das es kulturen gibt, bei denen das im laufe der jahrtausende weniger ausgeprägt ist hat damit nichts zu tun. der siegeszug des homo sapiens über den neanderthaler ist der gier "zu verdanken". das ist schon laaaange klar.

im übrigen ist die kultur nach unseren trieben geformt und nicht umgekehrt. zu dem thema gibt es genügen anthropoligische literatur.

im übrigen gibt es selbst in den beipsielen von dir genug analogien. sie haben zwar kein geld und sind nciht nach reichtum in unseren sinne scharf, aber es gibt anderes in diesen kulturen, wonach gegiert wird und quasi ein wettkampf tagtäglich stattfindet.

geld ist in europa lediglich das objekt der begierde.
Womit du total Recht hast.. Kapitalismus ist nur ein Wort. Der Mensch giert einfach nach Macht, Wissen, Geld u.s.w. (meistens nach in der jeweiligen Kultur hochstehenden Werten). Mein "liebstes" Beispiel ist immer noch der strenggläubige katholische Armen-Pfarrer (Jean-Bertrand Aristide), der, nachdem er an die Macht kam (Präsident) über die Jahre nach immer mehr Macht gierte, wobei er vorher ein total "normaler" gutmütiger Mensch war (Später dann Mord von Regierungsgegnern u.s.w.)
Benutzeravatar
FuerstderSchatten
Beiträge: 5146
Registriert: 13.07.2010 01:03
Persönliche Nachricht:

Beitrag von FuerstderSchatten »

Neuste Untersuchungen haben ergeben, dass der Neandertaler sich mit den Homo Sapiens vermischt hat und nicht verdrängt wurde. Seine Zahl war aber nach einer Eiszeit sowieso nur noch gering. In jeden von uns steckt also ein Neandertaler. Im übrigen keiner bestreitetet, dass der Mensch keine Gier, sowie auch ein andere Vielzahl niederer Instinkte besitzt, so wie alle Tiere, dies nennt man in der Psychoanalyse die Libido oder Lustprinzip. Unwiderlegbar ist, dass Stammeskulturen tatsächlich hauptsächlich Gemeinschaftsgürter auch heute noch besitzen und nutzen.
a.user
Beiträge: 665
Registriert: 29.11.2007 10:42
Persönliche Nachricht:

Beitrag von a.user »

das stimmt und dennoch widerspricht es nicht dem, was ich vorher gesagt habe.

er wurde zurückgedrängt von seinem ursprünglichen lebensraum. das ist einfach nachzuweisen, da funde in gegenden gefunden wurden, die für ihn ungünstig waren und auch letztlich nicht lebensfreundlich.

das es aber zu vermischungen kam widerspricht dem nicht. der neanderthaler war tendenziel weniger aggresiv und hat deutlich weniger ambitionen zur ausbreitung gehabt.

der sapiens war und ist eine äussert (neu)gierige und aggresive spezies.
(welch überraschung....)

das es auch weniger aggresive ausprägungen des sapiens gibt (z.b. einige stämme in afrika) widerspricht dem nicht. es müssen ja nicht alle ausprägungen gleich aggresiv und gierirg sein.

aber durchsetzen tun und haben schon immer die "stärkeren". und das ist ein naturgesätz: der stärkere setzt sich durch. und in einem wirtschaftsystem gewinnt nun mal der, der mehr zu bieten hat. einer der sich "zufrieden" gubt wird früher oder später gefressen, egal ob wir das kapitalismus nennen oder nicht. das war schon immer so und wird es auch bleiben, solange der sapiens die erde beherrscht.

selbst mit der technologie ala star trek, die materialistische unabhängigkeit bietet ändert sich daran nichts. wir würden nicht mehr um geld konkurieren, dafür aber um anderes.

tut mir leid aber der kern des kapitalismus ist die antriebsfeder der menscheit und im übrigen auch die antriebsfeder des fortschrits und der forschung. alles hat nunmal zwei seiten.

neugierde ist schlieslich auch eine form der gier!
Benutzeravatar
FuerstderSchatten
Beiträge: 5146
Registriert: 13.07.2010 01:03
Persönliche Nachricht:

Beitrag von FuerstderSchatten »

@ a-user

ich hab dir auch bewusst nicht widersprochen, denn deine These ist wahr, ich hab auch geschrieben, dass dies "niedere" Triebe der Libido sind wie auch der Überlebenssinn, der ja im Prinzip auch nur die Gier nach Leben ist. Ich hab nur geschrieben, dass der Neandertaler ein Teil unserer Gene ist (ausgenommen der Schwarzafrikaner unterhalb der Sahelzone). Ob dieser weniger gierig war, können wir aber nicht wissen.
Die Anhäufung von Ressourcen braucht Sesshaftigkeit und damit de Facto einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf. (mindestens Tauschhandel). Vorher waren alle Waren wohl Gemeinschaftsgut. Wozu sollte das auch gut sein, Güter anzuhäufen, die für den täglichen Bedarf von allen gebraucht werden. Ist heute nicht anders mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die kann und sollte man auch nicht anhäufen, als Privatperson.

ich finde es auch gut, dass du stärker in Anführungsstrichen geschrieben hast, denn es sind die Anpassungsfähigeren die Überleben. Sonst wäre Tyrannosaurus Rex nicht ausgestorben, denn er war um ein vielfaches stärker als der Mensch.

Trotzdem denke ich, dass der einzelne Mensch in Zukunft sich durchaus auf wichtigeres konzentrieren sollte, als auf die Anhäufung von Gütern. BTW mir gefällt die Idee von Star Trek auch.

Und das heisst auch nicht, dass man die Visionen dieses Herrn für toll befinden muss. Was immer diese sein mögen, denn ich habe sie nicht mal gelesen.
Benutzeravatar
JesusOfCool
Beiträge: 34685
Registriert: 27.11.2009 09:55
Persönliche Nachricht:

Beitrag von JesusOfCool »

a.user hat geschrieben:das stimmt und dennoch widerspricht es nicht dem, was ich vorher gesagt habe.

er wurde zurückgedrängt von seinem ursprünglichen lebensraum. das ist einfach nachzuweisen, da funde in gegenden gefunden wurden, die für ihn ungünstig waren und auch letztlich nicht lebensfreundlich.

das es aber zu vermischungen kam widerspricht dem nicht. der neanderthaler war tendenziel weniger aggresiv und hat deutlich weniger ambitionen zur ausbreitung gehabt.

der sapiens war und ist eine äussert (neu)gierige und aggresive spezies.
(welch überraschung....)

das es auch weniger aggresive ausprägungen des sapiens gibt (z.b. einige stämme in afrika) widerspricht dem nicht. es müssen ja nicht alle ausprägungen gleich aggresiv und gierirg sein.

aber durchsetzen tun und haben schon immer die "stärkeren". und das ist ein naturgesätz: der stärkere setzt sich durch. und in einem wirtschaftsystem gewinnt nun mal der, der mehr zu bieten hat. einer der sich "zufrieden" gubt wird früher oder später gefressen, egal ob wir das kapitalismus nennen oder nicht. das war schon immer so und wird es auch bleiben, solange der sapiens die erde beherrscht.

selbst mit der technologie ala star trek, die materialistische unabhängigkeit bietet ändert sich daran nichts. wir würden nicht mehr um geld konkurieren, dafür aber um anderes.

tut mir leid aber der kern des kapitalismus ist die antriebsfeder der menscheit und im übrigen auch die antriebsfeder des fortschrits und der forschung. alles hat nunmal zwei seiten.

neugierde ist schlieslich auch eine form der gier!
das hier widerspricht sich wiederum nicht mit dem was ich geschrieben habe. klar ist gier etwas menschliches und auch etwas, das dem menschen dazu verholfen hat dahin zu kommen wo er heute ist. aber das was heute am markt abgeht ist einfach nur noch wahnsinn. gier ist in erster linie dazu da, um sich sein leben abzusichern, zur not eben auch auf kosten eines anderen. aber diese übertriebene anhäufung von allem ist nicht nur für die menschheit, sonder auch für den gesamten planeten, eine richtige katastrophe und die menschen die dem in diesem ausmaß verfallen sind agieren schon richtig krankhaft gierig. es gibt schon einige konzepte die anders sind als das und die genauso gut funktionieren können. kapitalismus kann auf dauer auch nur funktionieren, wenn er auch von politischer seite erzwungen wird, und selbst da hab ich meine zweifel. der kapitalismus ist ja auch gleichzeitig das sinnbild der selbstzerstörerischen menschheit, das kann einfach nicht gut gehen. warum das so ist? das system begünstigt die entwicklung dahingehend, dass es immer weniger reiche menschen gibt, die dafür aber noch reicher sind. für ein kapitalistisches system ist das notwendig, da es auf wachstum basiert. deshalb plärren auch immer die politiker rum wenn die wirtschaft nicht wächst. es gibt allerdings kein endloses wachstum, und schon gar nicht auf der gesamten welt. irgendwann ist einfach schluss.

meiner ansicht nach ist der kapitalismus ein gutes system um etwas aufzubauen. damit muss man allerdings irgendwann aufhören und zu einem anderen, beständigeren system wechseln. momentan scheint das ganze in die entgegengesetze richtung zu gehen. ich glaube aber, ich bin jung genug um die auswirkungen dessen mitzubekommen. ob ich das gut oder schlecht finden soll weiß ich jetzt allerdings nicht.
a.user
Beiträge: 665
Registriert: 29.11.2007 10:42
Persönliche Nachricht:

Beitrag von a.user »

@JesusOfCool:
ich verstehe was du meinst, aber du machst einen kleinen fehler:
solange der trieb da ist kann man nicht aufhören. du vieleicht und 1000 andere vieleicht auch, aber nicht der mensch im allgemeinen. der trieb ist ein teil von uns und er wird immer in verschiedenen ausprägungen gefördert oder auch nciht.

damit kommt es immer wieder dazu, das einer es ausnutzt, dass z.b. du dich nur zufriedengibst. das gibt einem adneren die möglichkeit "stärker" zu werden und dir deines auch noch wegzunehmen (beispiel wirtschaft: irgendwann ist die konkurenz so gross, dass sie dir deine kunden nimmt, falls du nicht ebenfalls immer nach verbesserungen und besseren profitmöglichkeiten suchst).

das grundprinzip des kapitalismus ist ein der menschlcihen natur inheräntes grundprinzip. solange es unsere gattung gibt wird es kapitalismus immer weiter geben, in der einen oder anderen form, mit vieleicht einer anderen bezeichnung und anderen objekten der begierde.

das leben, die wirtschaft bleibt ein kampf, ein wettkampf. wir könenn nur versuchen zu verhindern, dass es zu einem krieg ausartet. dazu sind gesetze da und regeln

im übrigen geht derzeit nichts ab, was kranker ist, als was so schon in der vergangenheit abging. im gegenteil. was heute "abgeht" ist im geschichtlichen verlgeich kindergarten. man denke nur an die kolonialzeit und den imperialismus..

edit: nochwas: es gab nie was anderes als kapitalismus - vorsciht, damit meine ich das prinzip dessen und nicht die formele definition. d.h. es gab durchaus andere wirtschaftsysteme mit anderen regeln und absichten, aber entweder war in ihnen eine form des kapitalismus versteckt oder sie wurde davon unterwandert (z.b. schwarzmarkt). fakt ist, menschen haben immer schon kapitalistisch gelebt, auch wenn das "kapital" nicht immer geld war.

deswegen kann es auhc keine anderen systeme geben. irgendein mensch wird sich nicht drann halten und es zu seinen gunsten ausnutzen. deswegenw aren marx und lenin vollidioten. weil sie das so offenscihtliche einfach ignroiert haben. im ürbigen für mich auhc eine überhaupt nicht wünschenswerte welt (bezogen auf den sozialismus und kommunismus in der ursprünglichen idee).

edit2: gilt übrigens auch für tiere. dort ist das objekt der begierde fast immer teritorium und meist auch noch weibchen. dort ist es allerdings einfacher die balance zu halten. der mensch hat aber wege gefunden sich mit weit extremeren mitteln durchzusetzten, was künstliche regeln bedarf um das zu bändigen.
Benutzeravatar
FuerstderSchatten
Beiträge: 5146
Registriert: 13.07.2010 01:03
Persönliche Nachricht:

Beitrag von FuerstderSchatten »

Ja, nach deiner Defenition des Kapitalismus, gab es diesen schon immer. Das fängt mit dem Wolfsrudelführer an der mehr zu essen bekommt und hört mit dem Adligen auf der ohne vernünftigen Grund Land besitzt. Du verstehst den Kapitalismus als reine Anhäufung von Gütern durch Macht (Marktmacht, politische Macht, usw.). Aber es setzt sich nicht immer der Särkere durch:

- der einzelne der vielleicht der stärkste ist, kann durch den Zusammenschluss der schwachen verdrängt werden.
- von Affen weiss man, dass nicht der stärkste (der Stammesanführer) die meisten Paarungen durchführt, sondern der der sich am besten mit den Weibchen versteht und sich um sie kümmert (Geschenke wie Essen bringt ect.)
- Wettbewerb ist etwas aggressives wie du selbst schreibst, aber kluge Menschen meiden Konflikte

Das alles zeigt uns, dass der Mensch vor allen Dingen, so wie jedes Säugetier ein soziales ist. Der Wettbewerb steht nicht im Vordergrund. Der Kapitalismus in seiner seit Jahrhunderten extrem korrupten Form könnte vergehen, wenn alle Menschen mit genügend (Luxus-)Gütern versorgt würden. Dann würden nämlich nur noch diejenigen Extraschichten einlegen, die auch noch ne Luxusjacht haben wollen.

Der Mensch ist sehr vielfältig, nur die wenigsten sind ein Pizarro; der Mensch kümmert sich um den anderen, weils ihm zum Vorteil gereicht keinen Streit untereinander zu haben, diese Erkenntnis wird sich wohl immer mehr durchsetzen. So dass auch die Reichen nach den fetten Jahrhunderten bald wieder mal federn lassen müssen oder sie werden irgendwann einfach erschlagen. (siehe Französische Revolution).
Benutzeravatar
JesusOfCool
Beiträge: 34685
Registriert: 27.11.2009 09:55
Persönliche Nachricht:

Beitrag von JesusOfCool »

ja klar ist das und klar wird das konzept immer weiter bestehen. aber das ist kein grund für das was heute passiert.
kolonialismus, imperialismus, alles schön und gut, aber im vergleich zu heute noch relativ harmlos.

du musst dir mal ansehen was heute für scheiße produziert und verkauft wird ist mehr als abartig. irgendein billiger müll der seinen zweck nicht erfüllt, und selbst wenn er es tut eigentlich keinen positiven affekt hat. funktionieren tut das ganze durch werbung. und sowas ist nicht einfach kundenverarsche, sondern auch resourcenverschwendung (und damit auch 100% unnötige umweltzerstörung) und ein guter geldstaubsauger, der aus der bevölkerung einfach nur geld absaugt. diese hat nämlich letztenendes nichts davon.

ein beispiel wären hier mal autos. früher haben autos wesentlich länger gehalten. das liegt aber jetzt nicht einfach nur an der komplizierteren technik. die autohersteller lassen ihre autos so konstruieren, dass irgendeine wichtige schraube locker oder kaputt wird, wenn das auto so ca eine gewissen anzahl an km gefahren wurde. diese zahl hängt sehr stark mit der grenze für kostenlosen service zusammen. warum? damit man möglichst früh reperaturleistungen und ersatzteile verkaufen kann, oder evtl sogar ein neues auto. aber ich mein, was soll der kack? die effizienz auf neuestem stand halten könnte man auch anders, die sicherheit, zumindest zum teil, auch.
klar verfolgt das die idee von gewinnmaximierung, aber das ist einfach nur total ineffiziente kacke.
vor 30 jahren war das noch nicht so. da hat man autos für die ewigkeit gebaut. siehe 2er golf. davon fahren immer noch so viele herum, und sie halten auch noch länger als die neuen, wirst sehen.

und klar kann n anderes system funktionieren, das muss jetzt aber nicht gleich kommunismus sein. freie marktwirtschaft hat ja schon ihre guten seiten, aber diese freiheit gleicht heutzutage schon fast einer anarchie. die regulationen die es seit kurzem gibt werden in ein paar jahrzehnten auch wieder aufgehoben werden, weils ja die wirtschaft bremst. und dann wird das ganze wieder von vorne losgehen.
das ist das nächste problem bei der sache. das system existiert nur noch des systems wegen und die menschen arbeiten und leben um es zu erhalten. dabei hat sich das system eigentlich entwickelt, um das leben einfacher zu gestalten (damit mein ich, als die menschen sesshaft geworden sind und angefangen haben in größeren gruppen zu leben).

deshalb sage ich, dass das was heute so abgeht, einfach nur abartig und krank ist.

edit@fürstderschatten:
konflikte meiden ist keinesfalls ein anzeichen von klugem handeln. einen konflikt anzettel der nichts anderes bringt als einen vorteil für einen selbst ist vielleicht egoistisch, aber keinesfalls dumm.

das wovon du schreibst ist die sicherheit der gemeinschaft. die gibt es aber überall. die reichen haben ja auch ihre gemeinschaft, auch wenn sie den größten teil der menschen einfach nur ausnutzen.

und bei der französischen revolution mag der aufstand funktioniert haben, aber das war ne monarchie. das wohin wir steuern ist viel mehr eine diktatur, und die werden bekanntlich nicht vom volk, sondern von militärischen organisationen oder anderen staaten gestürtzt.
fragt sich nur, ob es in der zukunft irgendwann noch einen anderen staat geben wird der ein interesse daran hat, oder ob die existenz von militärischen organisationen durch totale überwachung noch möglich sein wird. ich habe da meine bedenken.
Benutzeravatar
Boesor
Beiträge: 7853
Registriert: 09.12.2009 18:49
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Boesor »

JesusOfCool hat geschrieben:
ein beispiel wären hier mal autos. früher haben autos wesentlich länger gehalten. das liegt aber jetzt nicht einfach nur an der komplizierteren technik. die autohersteller lassen ihre autos so konstruieren, dass irgendeine wichtige schraube locker oder kaputt wird, wenn das auto so ca eine gewissen anzahl an km gefahren wurde. diese zahl hängt sehr stark mit der grenze für kostenlosen service zusammen. warum? damit man möglichst früh reperaturleistungen und ersatzteile verkaufen kann, oder evtl sogar ein neues auto. aber ich mein, was soll der kack? die effizienz auf neuestem stand halten könnte man auch anders, die sicherheit, zumindest zum teil, auch.
klar verfolgt das die idee von gewinnmaximierung, aber das ist einfach nur total ineffiziente kacke.
vor 30 jahren war das noch nicht so. da hat man autos für die ewigkeit gebaut. siehe 2er golf. davon fahren immer noch so viele herum, und sie halten auch noch länger als die neuen, wirst sehen.
Also für diese doch arg konstruierte (und nach meinen Erfahrungen auch vollkommen falsche) Theorie hätte ich gerne mal ein paar beweise oder wenigstens Hinweise.
Und das vom Golf 2 noch viele herumfahren ist definitiv kein beweis, nichtmal ein Hinweis.
Benutzeravatar
JesusOfCool
Beiträge: 34685
Registriert: 27.11.2009 09:55
Persönliche Nachricht:

Beitrag von JesusOfCool »

das hab ich von meinem vater dem das einer von mercedes erzählt hat (oder zumindest ein mercedes partner ist). und die, die die autos reparieren bekommen das ja meistens am besten mit. da gings nämlich um ne reperatur vom mercedes meines vaters.

wenn du mehr infos haben willst, dann frag n paar automechaniker. die etwas klügeren bekommen sowas im normalfall mit ^^
Benutzeravatar
Boesor
Beiträge: 7853
Registriert: 09.12.2009 18:49
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Boesor »

JesusOfCool hat geschrieben:das hab ich von meinem vater dem das einer von mercedes erzählt hat (oder zumindest ein mercedes partner ist). und die, die die autos reparieren bekommen das ja meistens am besten mit. da gings nämlich um ne reperatur vom mercedes meines vaters.

wenn du mehr infos haben willst, dann frag n paar automechaniker. die etwas klügeren bekommen sowas im normalfall mit ^^
Deshalb sag ich das ja, weil in meiner Opel Werkstatt wurde personal abgebaut und zwar nicht, weil die weniger Kunden haben, sondern weil die Autos einfach nicht mehr so oft kaputt gehen.
Dagegen spricht weiterhin beispielsweise bei Opel die (freiwillige) 6-jahre Garantie Aktion, wer seine Autos absichtlich kaputt baut dürfte damit auf die Nase fallen.

Und gerade Mercedes im umkämpften Segment der Premiummarken (bei denen Zuverlässigkeit natürlich sehr weit oben steht) riskiert den Imageschaden durch absichtliche Fehlkonstruktionen?

Sehr unglaubwürdig.
Benutzeravatar
FuerstderSchatten
Beiträge: 5146
Registriert: 13.07.2010 01:03
Persönliche Nachricht:

Beitrag von FuerstderSchatten »

das mit den Autos klingt irgendwie nach Michael Moore, der interpretiert auch immer alles viel komplexer als es ist.

Außerdem bleibe ich dabei, der kluge Mensch vermeidet Konflikte und möchte auch, dass es anderen gut geht, diese ihn aber in Ruhe lassen. Aber vielleicht denke ich ja einfach so und halte mich für besonders klug. Ich hasse Selbstreflexionen.
a.user
Beiträge: 665
Registriert: 29.11.2007 10:42
Persönliche Nachricht:

Beitrag von a.user »

JesusOfCool hat geschrieben:ja klar ist das und klar wird das konzept immer weiter bestehen. aber das ist kein grund für das was heute passiert.
kolonialismus, imperialismus, alles schön und gut, aber im vergleich zu heute noch relativ harmlos.
quatsch.

du musst dir mal ansehen was heute für scheiße produziert und verkauft wird ist mehr als abartig. irgendein billiger müll der seinen zweck nicht erfüllt, und selbst wenn er es tut eigentlich keinen positiven affekt hat. funktionieren tut das ganze durch werbung.[/quote]
als wär das was neues. früher gabs kaum die möglichkeit zu vergleichen, keine tests, kaum regionalübergreifende kommunikation.

da wurde weeeeeeiiiiiit mehr verarscht, weil es einfacher war.

tut mir leid, aber wenn du glaubst, dass es heute schlimemr ist, dann hast du keine ahnung. das ist schlcihtweg falsch! verarscht wurden die meisten schon immer und früher weit mehr weil einfacher.

@FuerstderSchatten: nein, es siegt immer der stärkere. auch bei deinen affenbeispielen. du begehst nur den fehler stärke einmalig und allgemeingültig zu definieren.

der stammesführer hat evtl die meiste kraft und ist deswegen der anführer. warum er aber nicht am meisten poppt leigt daran, dass er beim brautfang eben NICHT der stärkste ist, weil in dieser disziplin schönheit (oder was acuh immer) die stärke ist. auch dort setzt sich der stärkste durch, aber "stärke" ist in der disziplin brautfang bei affen eben nicht muskelkraft.

aber das ist gar nicht mal der springende punkt. der hautpaspekt des kapitalismus ist nicht dass sichd er stärkere durchsetzt, sondern dass der der sich mit dem erreichten zufrieden gibt vernichtet wird. DAS ist der punkt, der auch kritisiert wird. alles wäre ja ok, wenn man bei dem erreichten bleiben könnte, auch wenn stäkrere mehr bekommen.

aber das ist nicht der fall. und das wird auch so bleiben. denn, wenn du nicht immer versuchst dich zu verbessern, mehr zu bekommen (auch wenn es nciht gelingt), wenn du nicht immer kämpfst, dann wird jemand anderes mal genügen ressourcen sammeln um das, was dir ist, sich auhc noch zu nehmen - bei einer firma: deinen marktplatz/kunden.

denn die natur des menschen ist so, dass es immer menschen gibt, die niemals zufrieden sind. wir brauchen immer mehr. selbst die, die gelernt haben zufrieden zu sein. die haben es nur gelernt, aber es ist nicht ihre natur. bei rigendwas, sind sie niemals satt.
Benutzeravatar
Levi 
Beiträge: 44988
Registriert: 18.03.2009 15:38
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Levi  »

FuerstderSchatten hat geschrieben:das mit den Autos klingt irgendwie nach Michael Moore, der interpretiert auch immer alles viel komplexer als es ist.

Außerdem bleibe ich dabei, der kluge Mensch vermeidet Konflikte und möchte auch, dass es anderen gut geht, diese ihn aber in Ruhe lassen. Aber vielleicht denke ich ja einfach so und halte mich für besonders klug. Ich hasse Selbstreflexionen.
du sagst es schon mehr oder weniger Richtig ... Problem ist nur: viele Menschen sind eben nicht in diesem Sinne Klug :)


aber die Theorie hatte ich ja auch schon im Umfrage-Thread aufgestellt ... weitermachen ...