Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte auf verfassungsfeindliche Symbole beschränkt

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Kajetan
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Kajetan »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Du verstehst das anscheinend nicht, woher weißt du, dass der Film nur reine Unterhaltung ist auf aller untersten Niveau ist, vielleicht verbirgt sich dahinter eine Message? Bei Wolfenstein bin ich mir da 100% sicher, das dem nicht so ist.
Du verstehst nicht, dass es bei Filmen NICHT auf einen wie auch immer gearteten künstlerischen Anspruch ankommt. Es dürfen Hakenkreuze auftauchen, weil "Iron Sky" ein Film ist. DAS ist der einzige Unterschied zu "Wolfenstein". Hier Film, dort Spiel. Hier Hakenkreuz, dort kein Hakenkreuz.

Mit Kunst hat das überhaupt nichts zu tun! Niemand prüft, ob ein Film künstlerisch wertvoll ist, damit dort Hakenkreuze auftauchen dürfen. So wie auch niemand prüft, ob ein Spiel künstlerisch wertvoll genug sei, damit dort vielleicht Hakenkreuze auftauchen könnten. Es wird NUR das Medium betrachtet, NICHT jedoch der Inhalt.
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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

LePie hat geschrieben:
Es gibt darin einige politische Anspielungen (huhu, Sarah Palin, oder das bemitleidenswerte Weltraumprogramm der Deutschen), sodass man es schon als Satire bezeichnen kann, dennoch ist es größtenteils Trash-Unterhaltung.
Ein besseres Beispiel wäre aber Dead Snow (Link) - das ist wirklich reinste Trash-Unterhaltung ohne eine Message in irgendeiner Form, dafür aber mit viel Gore - und dennoch nicht der Schere zum Ofper gefallen.
Tja das ist Pech und jetzt? Filme sind einfach ein anderer Fall, so ist das nun mal.

Wie wärs wenn man einfach ein Kreuz anstatt einem Hakenkreuz einsetzt? Es gibt unzählige Ausweichsymboliken.
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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

billy coen 80 hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Ich habe etwas vom Aufwand erzählt der bei Filmen dazu führt, dass sie auch mit Nazisymboliken veröffentlicht werden, das ist bei Büchern was ganz anderes.
Hier windest du dich jetzt aber ein Wenig. Ich bezweifle, dass sich unser Staat auch nur im Entferntesten von der Leichtigkeit des Entfernens bestimmter Dinge in seiner Entscheidung beeinflussen lässt, was man wo zeigen darf. Würde man mit Filmen verfahren wie mit Spielen, würden Filme, bei denen es heißt, es sei zu aufwändig, alle Hakenkreuze digital zu entfernen, schlicht indiziert, im Zweifel gar beschlagnahmt.

Bücher haben den Vorteil, dass sie in der Regel keine Symbole abbilden, weil sie mehrheitlich eher nur aus Text bestehen. Dass es bei Comics schon zu Schwärzungen bestimmter Bildausschnitte kam, liegt daran, dass das Comic, ähnlich wie das Videospiel, hierzulande noch gerne als Kinderkram und den anderen Erzählmedien nicht gleichwertig betrachtet wird.

Edit: Nein, unsere Gefühle werden dabei nicht verletzt, lediglich das Recht von Kunstobjekten, die vom Verbot der Abbildung verfassungsfeindlicher Symbole befreit sind. Ich würd sagen, der Pfeil ging am Knie vorbei... :wink:
Mag sein, aber warum regt ihr euch dann so auf, mir ist es egal, ob es diese Symboliken in Spielen gibt, auf Brettspielen gibt's sie auch nicht und Bücher werden normallerweise nicht mit Nazisymboliken auf dem Cover veröffentlicht. Wenn Nazisymboliken im Buch selbst sind, werden sie wohl auch entfernt.

Davon ab, warum ist es so immens wichtig, dass die Zeichen drin bleiben? Die Kunst sollte auch ohne funktionieren oder?

Aber eine Sache noch, Filme haben zu 90 % eine wesentlich differenzierte Handlung als Videospiele.
Filme sind einfach das Medium schlechthin, dass Gefühle transportiert und zur Nachdenklichkeit anregt, davon sind Spiele doch noch zumeist sehr weit entfernt.

@ Katajan

Du machst die Ausnahme auch immer zur Regel oder? Es geht auch nicht immer nur um Kunst, Kunst kann es auch sein, jemanden gepflegt den Kopf vom Rumpf zu trennen. Kunst ist keine Sache die freischwebend im Raum steht, über allen erhaben. Außerdem werden natürlich auch Filme nach ihrer verfassungsgemäßen Konformität geprüft, das ist doch Unsinn, dass sie stets einen Freischein bekommen. Auch Filme werden verboten.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 07.04.2014 13:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Kajetan »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Du machst die Ausnahme auch immer zur Regel oder? Es geht auch nicht immer nur um Kunst, Kunst kann es auch sein, jemanden gepflegt den Kopf vom Rumpf zu trennen. Kunst ist keine Sache die freischwebend im Raum steht, über allen erhaben.
Wieso bringst Du immer wieder das Kunst-Thema hoch, wenn es doch nachweislich NICHT um Kunst geht, sondern nur eine Frage des Mediums ist?
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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

Kajetan hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Du machst die Ausnahme auch immer zur Regel oder? Es geht auch nicht immer nur um Kunst, Kunst kann es auch sein, jemanden gepflegt den Kopf vom Rumpf zu trennen. Kunst ist keine Sache die freischwebend im Raum steht, über allen erhaben.
Wieso bringst Du immer wieder das Kunst-Thema hoch, wenn es doch nachweislich NICHT um Kunst geht, sondern nur eine Frage des Mediums ist?
Ok, es geht dir um das Medium, also nochmal: Wieso ist es so immens wichtig, dass verfassungswidrige Symboliken in Computerspielen auftauchen?

Damit sie gleichberechtigt neben den Filmen stehen? Beziehen sie daraus ihre Daseinsberichtigung (auch als Kunstform)? Computerspiele wie auch Filme funktionieren auch wunderbar ohne diese Symboliken.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 07.04.2014 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
Gast
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Gast »

FuerstderSchatten hat geschrieben:so ist das nun mal
Ich bitte dich, egal wie deine Ansichten auch sonst aussehen mögen (auch wenn sie anders sein mögen als meine, aber das muss ich respektieren), führe diese Phrase - "Argument" möchte man das kaum nennen - nie wieder auf, denn mit "so ist das nun mal", "ist halt so" etc. lässt sich auch der größte Unsinn ohne Begründung rechtfertigen.
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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

LePie hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:so ist das nun mal
Ich bitte dich, egal wie deine Ansichten auch sonst aussehen mögen (auch wenn sie anders sein mögen als meine, aber das muss ich respektieren), führe diese Phrase - "Argument" möchte man das kaum nennen - nie wieder auf, denn mit "so ist das nun mal", "ist halt so" etc. lässt sich auch der größte Unsinn ohne Begründung rechtfertigen.
Es war auch kein Argument, weil ich nicht weiß, warum bei diesem einen Film das so ist und bei dem anderen anders. Oder warum es bei Computerspielen anders ist, meinetwegen dürften sie auch Nazisymboliken in Computerspielen verwenden. Nur erstens steht die Notwendigkeit im Raum und die ist nicht gegeben.

Zweitens ist es doch bedenklich, dass sich hier so viele über so eine Banalität aufregen, dass es vielleicht gerechtfertigt erscheinen muss, dass diese Symboliken verboten sind. Schnitte im Gewaltgrad regen mich z.B. schon viel mehr auf.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 07.04.2014 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
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sourcOr
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von sourcOr »

FuerstderSchatten hat geschrieben: Mag sein, aber warum regt ihr euch dann so auf, mir ist es egal, ob es diese Symboliken in Spielen gibt, auf Brettspielen gibt's sie auch nicht und Bücher werden normallerweise nicht mit Nazisymboliken auf dem Cover veröffentlicht. Wenn Nazisymboliken im Buch selbst sind, werden sie wohl auch entfernt.

Davon ab, warum ist es so immens wichtig, dass die Zeichen drin bleiben? Die Kunst sollte auch ohne funktionieren oder?

Aber eine Sache noch, Filme haben zu 90 % eine wesentlich differenzierte Handlung als Videospiele.
Filme sind einfach das Medium schlechthin, dass Gefühle transportiert und zur Nachdenklichkeit anregt, davon sind Spiele doch noch zumeist sehr weit entfernt.
Ich glaube, die Diskussion ist zu Ende, du bringst jetzt nämlich wieder genau dasselbe hoch wie einige Posts vorher. Man muss sich dafür nicht rechtfertigen, das führt zu nichts.
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Kajetan
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Kajetan »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Damit sie gleichberechtigt neben den Filmen stehen?
Korrekt.
Beziehen sie daraus ihre Daseinsberichtigung (auch als Kunstform)? Computerspiele wie auch Filme funktionieren auch wunderbar ohne diese Symboliken.
Ok, dann können wir Hakenkreuze auch in Filmen verbieten. Wird aber nicht gemacht. Weil Filme und Spiele rechtlich (!) nicht gleichberechtigt behandelt werden.
billy coen 80
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von billy coen 80 »

FuerstderSchatten hat geschrieben:eine Sache noch, Filme haben zu 90 % eine wesentlich differenzierte Handlung als Videospiele.
Filme sind einfach das Medium schlechthin, dass Gefühle transportiert und zur Nachdenklichkeit anregt, davon sind Spiele doch noch zumeist sehr weit entfernt.
Dieser Zahl würd ich pauschal mal eben sowas von widersprechen. Wir wissen doch alle, was da ständig an Müll auf Celluloid gebannt wird.

Zu dem was du zu Kajetan meintest: Dass Filme keinen Freifahrtschein haben, ist klar. Es geht nur um die Art der Herangehensweise. Filmen werden zunächst pauschal weitreichende Rechte zugestanden und nur in herausstechenden, negativen Beispielen wird im Einzelfall geprüft, ob eine Indizierung oder Beschlagnahmung erfolgen soll. Bei Spielen wird erstmal per se "alles verboten" (ich weiß, stark überspitzt formuliert) und selbst in positiv herausstechenden Beispielen keine Einzelfallprüfung auf ihren inhaltlichen Wert gemacht. Und das ist meines Erachtens nicht so ohne weiteres begründbar...
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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

sourcOr hat geschrieben:
Ich glaube, die Diskussion ist zu Ende, du bringst jetzt nämlich wieder genau dasselbe hoch wie einige Posts vorher. Man muss sich dafür nicht rechtfertigen, das führt zu nichts.
Von rechtfertigen kann doch keine Rede sein. Es bleibt einfach die Schlüsselfrage, warum unbedingt diese Symboliken in Computerspielen reingehören.

Kunst kann es nicht sein, da es Ausweichsymboliken gibt, die dasselbe transportieren und bei einem ohnehin höchst fiktiven Setting wie Wolfenstein nicht stören dürften.

Gleichberechtigung gehört ja wieder ins Kunstfach, ich will das etwas als genauso künstlerisch gleichwertig angesehen wird wie Filme wäre ja dann die Begründung. Aber wird Kunst nur durch Symboliken zur Kunst oder kann man dasselbe auch transportieren ohne diese Symboliken zu benutzen, also wieder eine Frage der Notwendigkeit.

Abschließend sei zu sagen, dass es einfach an der Notwendigkeit mangelt, daran etwas zu ändern.
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von billy coen 80 »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Zweitens ist es doch bedenklich, dass sich hier so viele über so eine Banalität aufregen, dass es vielleicht gerechtfertigt erscheinen muss, dass diese Symboliken verboten sind. Schnitte im Gewaltgrad regen mich z.B. schon viel mehr auf.
OK! Dann führen wir die Debatte eben zu dieser Ebene des Schnittes, wenn du es da eher nachvollziehen kannst. Die Basis der Diskussion ist absolut identisch: Film ungleich Videospiel.

Und der Grund, was einen dran stört, ist derselbe: es fühlt sich In-Game Scheiße an, weil man es einfach merkt, wenn etwas geschnitten / entschärft worden ist.
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

billy coen 80 hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:eine Sache noch, Filme haben zu 90 % eine wesentlich differenzierte Handlung als Videospiele.
Filme sind einfach das Medium schlechthin, dass Gefühle transportiert und zur Nachdenklichkeit anregt, davon sind Spiele doch noch zumeist sehr weit entfernt.
Dieser Zahl würd ich pauschal mal eben sowas von widersprechen. Wir wissen doch alle, was da ständig an Müll auf Celluloid gebannt wird.

Zu dem was du zu Kajetan meintest: Dass Filme keinen Freifahrtschein haben, ist klar. Es geht nur um die Art der Herangehensweise. Filmen werden zunächst pauschal weitreichende Rechte zugestanden und nur in herausstechenden, negativen Beispielen wird im Einzelfall geprüft, ob eine Indizierung oder Beschlagnahmung erfolgen soll. Bei Spielen wird erstmal per se "alles verboten" (ich weiß, stark überspitzt formuliert) und selbst in positiv herausstechenden Beispielen keine Einzelfallprüfung auf ihren inhaltlichen Wert gemacht. Und das ist meines Erachtens nicht so ohne weiteres begründbar...
Stimmt, es gibt viel Scheiße auf Celluloid, aber es gibt noch mehr Scheiße auf DVD gepresst(Computerspiele sind hier gemeint).

Vielleicht ist das unfair, ich verstehe dich schon. Aber ist es so schlimm, dass du jetzt das Spiel nicht mehr genießen kannst. Ist es den Aufwand wert, deshalb Gesetze umzuschreiben oder den greisen, alten Leuten zu erklären, warum Spiele das unbedingt haben müssen, oder umgekehrt Filme verboten werden müssen, die dies haben?
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Kajetan
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Kajetan »

ronny_83 hat geschrieben: Ja, warum sollten sie auch rechtlich gleich behandelt werden? Filme sind keine Spiele und Spiele sind keine Filme.
Weil das keine Begründung, sondern Willkür ist.
Zu 90% wird in der Diskussion immer darauf gepocht, dass Spiele das auch dürfen sollten, weil Filme ues auch dürfen. Ist eure einzige Grundlage der Bezug zu Filmen? Vielleicht solltet ihr euch erstmal überlegen, was Spiele als eigenständiges Medium können (müssen), um als Kunstform angesehen zu werden anstatt jedes Mal den Bezug zu Filmen zu suchen. Denn auf der Grundlage werdet ihr euer Ziel nie erreichen .
*seufz* Nicht schon wieder diese dämliche, vollkommen irrelevante Kunst-Diskussion. Ok, dann wollen wir mal trotzdem:

Du kennst "Papers Please!"?
Hochgelobtes Spiel, welches auch in etlichen etablierten deutschen Printmedien wie z. B. der Süddeutschen äusserst wohlwollend besprochen wurde. Wenn das keine Kunst ist, dann ist die Mona Lisa nur ein willkürlich bemalter Fetzen Stoff.

Jetzt stelle man sich vor, dieses Spiel findet nicht in einem fiktionalen osteuropäischen Land, sondern im Deutschland des Jahres 1937 statt. Man spielt auch keinen Grenzbeamten, sondern einen Beamten des Einwohnermeldeamtes, der für die Leute Arier-Nachweise erstellen muss, damit sie keinen Ärger mit der NSDAP bekommen. Meinst Du, dieses Spiel würde ebenso wohlwollend besprochen werden oder würde unverändert und ohne Schnitte in Deutschland erscheinen dürfen? Nie im Leben! Weil es ein Spiel ist. Weil es nicht auf den Inhalt ankommt, sondern das Gesetz lediglich die Form als Maßstab für ein Verbot nimmt.

Ich finde das nicht in Ordnung. Es ist ungerecht.
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

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billy coen 80 hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Zweitens ist es doch bedenklich, dass sich hier so viele über so eine Banalität aufregen, dass es vielleicht gerechtfertigt erscheinen muss, dass diese Symboliken verboten sind. Schnitte im Gewaltgrad regen mich z.B. schon viel mehr auf.
OK! Dann führen wir die Debatte eben zu dieser Ebene des Schnittes, wenn du es da eher nachvollziehen kannst. Die Basis der Diskussion ist absolut identisch: Film ungleich Videospiel.

Und der Grund, was einen dran stört, ist derselbe: es fühlt sich In-Game Scheiße an, weil man es einfach merkt, wenn etwas geschnitten / entschärft worden ist.
Das ist doch mal ein nachvollziehbarer Grund. Und endlich sind wir bei Emotionen, da wo wir schon die ganze Zeit sein sollten. Es geht also um Empfindungen.

Mich störts gerade bei Nazisymboliken wenig, weil es Ausweichsymboliken gibt und eigentlich schon die rote Flagge mit runden Weiß in der Mitte reicht, um zu begreifen um was es sich handelt. Bei Brutalität störts mich schon eher, aber da haben Filme auch keinen Vorteil.