Spiele: Trailer statt Demos?

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Ugauga01
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Beitrag von Ugauga01 »

Nunja, ob es den Herstellern wirklich etwas bringt die Demos abzuschaffen bezweifel ich.

Trailer machen Hunger, weil sie immer schön inszeniert sind. Problem dabei ist, dass sie sagen wir mal 2min laufen, davon 20sek erstmal Hersteller und Publisher-Logo, dann 90sek gescriptete Spielszenen (die meist niemals im Spiel in dieser Form vorkommen) und wenn man Glück hat sieht man vielleicht 10 Sekunden wie das Spiel wirklich ist.

Es gibt leider viele Leute die bauen ein so großes Zelt in der Hose wenn sie die Trailer nur sehen, dass sie sofort loslaufen und es einfach blind kaufen (und dann meist hinterher die Ersten sind, die in Foren rumheulen dass sie ja von EA beschissen wurden).
Die klardenkenden Leute kaufen sich das nicht. Man kauft sich schließlich auch kein Auto nur weil es schön aussieht oder einen PC für 3000 Euro weil er von aussen schön aussieht, ohne zu wissen ob auch Hardware für 3000 Euro drin steckt.



Demos...?

Sehr wichtig wie ich finde. Auch wenn eine Demo nie das endgültige Spiel widerspiegelt (dafür steht ja meist der Hinweis in der Demo) finde ich bekommt man einen sehr guten Eindruck davon für was man genau nun die Flocken auf die Ladentheke legt.
Ein erstklassiges Spiel kann eine mittelmäßige Demo releasen und es wird gekauft wogegen ein schlechtes Spiel auch die beste Demo der Welt rausbringen kann und ein Regalwächter bleibt.
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur sagen, dass einige Firmen sehr froh sein können, dass sie Demos released haben. Warum? Sie produzierten etwas dass sie Spiel nennen und in FirstViews auch gut aussah, im fast Gold-Status jedoch der reinste Dreck war, weshalb ich es nach dem Spielen der Demo nicht gekauft habe.
Nun, warum sollen die Firmen nun froh sein, dass ich ihr Produkt nicht gekauft habe? Ganz einfach: Sie haben Scheisse produziert und ich habe mein Geld nicht für diese Scheisse ausgegeben und sogesehen ist die Firma bei mir Plus-Minus-0 ausm Schneider. Wenn ich es nun doch getan hätte, hätte ich diese Firma verflucht und es wäre das letzte Spiel gewesen, dass ich von ihr gekauft hätte (auch wenn das nächste Spiel ein Bestseller wäre). Bestes Beispiel ist doch EA. Sie liefern seit Jahren Müll ab und bescheißen die Spieler und endlich machen mit der Zeit immer mehr blinde Hühner die Augen auf und boykottieren deren Produkte.

Ich denke zurück an die BF2 Demo...
Ich war damals ein extrem fanatischer BF1942 Fanatiker. Man hätte mich auch das totale Opfer nennen können. BF:Vietnam habe ich auch noch gerne gespielt. Dann kamen die Screens, Trailer usw von BF2, welche einem Battlefield-Jünger natürlich das Wasser im Munde laufen ließ.
Dann kam der Release-Tag der Demo: Obwohl ich damals schon EA sehr kritisch gegenüberstand hatte ich ein Funkeln in den Augen und konnte es nicht erwarten bis der Download der Demo zuende war.
Gut. Rumgeflippt vor Freude, installiert, blabla, Doppelklick auf "Battlefield2 Demo starten" und es passierte... Als ATI-Grafikkartenbesitzer hatte ich ein Problem. Das Spiel wollte zuerst nicht starten und nach etwas hin und her bekam ich es ans laufen, jedoch mit mehreren B2D-Crashes. So großzügig EA ja ist, haben sie einen ATI Patch für ihre >>>>>>>DEMO (!!!!!!!!!!)<<<<<<< rausgebracht (, nachdem sie freundlicherweise die ganze Community als Hacker bezeichneten, weil diese den Unlock-Müll auf den Servern freigeschaltet haben). Das Thema "BF2-Kaufen" war damit bei mir trotz der enormen Vorfreude natürlich sofort vom Tisch. Natürlich kribbelte es mir trotzdem unter den Nägeln, weil ich BF damals geliebt habe und im XFire ständig meine RL-Freunde und Buddies BF2 spielen sah. Nach 5 Tagen konnte ich mich dann nicht mehr zurück halten, und habe bei Amaz*hust*.de das Game bestellt.
Ich installierte es usw und seit dem hab ich nie wieder ein EA Spiel gekauft (nichtmal mehr als Budget bzw. Gebraucht)...


Wenn die Entwickler es nichtmal schaffen anständige Demos zu veröffentlichen brauchen sie sich auch net wundern warum die Leute ihren Schrott nicht kaufen.


Was mich nämlich am meisten ankotzt bei denen:
Anstatt Mal selber bei sich anzufangen und sich zu fragen warum die Konsumenten heute keine Musik und Spiele mehr kaufen schmeissen sie lieber mit Raubkopie-Klagen um sich, stellen die Konsumenten als Parasiten dar von wegen "Tja, dass es so teuer ist seid ihr selber schuld. Ihr habt ja zuviel gebrannt.", bieten immer weniger Inhalt und stecken lieber mehr Geld in toll inszenierte Werbung statt ins eigentliche Produkt.


Das Argument der Preisbildung was mich aber seit Monaten beschäftigt ist folgendes:
Man hörte ja bisher öfter Mal "Die Spiele sind so teuer, weil es ein erheblicher Aufwand ist sie so zu programmieren, dass sie auf möglichst vielen Computern laufen, weil die Computer ja aus Millionen verschiedener Hardware-Konstellationen bestehen."
Frage:
Warum kosten denn dann die so unmenschlich schwer zu programmierenden PC Spiele 45-50 Euro und die gleichen Spiele in der Konsolen-Fassung (wo es nur 1 Hardware-Konstellation gibt) 65-70 Euro? :roll:
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BetaSword
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Beitrag von BetaSword »

Ja, ist schon Dreist, zu meinen, keine Demos mehr produzieren zu wollen.

Wenn man nunmal bedenkt, dass teilweise einige Trailer überhaupt nichts mit dem fertigen Spiel zu tun haben, ist es schon für sich schwachsinnig, nur zu erwägen, dass diese die Demos ersetzen könnten.

Ausserdem zeigt einem eine Demo meisstens überhaupt an, ob die Vollversion dann überhaupt auf dem jeweils eigenen System läuft.

Z.B.: mein Bruder hat einen ziemlich leistungsstarken PC an einem LCD-TV, welcher eine maximale Auflösung von 1280x720 bietet.
Da kann man sich sogar einen schicken Ingame-Trailer ansehen, ohne grossartige Probleme zu haben.
Wenn er jedoch die Demo oder die Vollversion starten will, stürzt diese ab.
Nach einigen erfahrungen mit anderen Spielen kenne ich auch die genaue Ursache: Das Spiel ist auf 1024x768 programmiert.
Während die meissten Spiele irgendwie noch auf diese Umstände umkonfiguriert werden können, kenne ich bis dato keine Methode, dieses auf diesem LCD-TV zum laufen zu bringen.
Gut, auf allen anderen Geräten von mir klappt es(PC mit CRT, Laptop), aber das hilft ihm nicht.
hätte er sich das Spiel nach der Anschaffung des LCD-TVs geholt, hätte er es niemals an seinem PC spielen können.

Naja, ausserdem kann ein Spiel, dass auf den ersten Blick langweilig wirkt, durch das anspielen dank einer Demo durchaus Interesse wecken, wie z.B. StarWolves, von dem ich Ihm erst die Demo geladen und installiert habe, anschliessend kam dann der Auftrag von Ihm, es im Sat*** zu kaufen.
Da hatte eine gute Demo zum Kaufentscheid beigetragen.

Ebenfalls gibt es manchmal einige Spiele, die dringend einer Demo benötigt hätten, so z.B. hatte er sich damals auf dem SNES das Spiel SeaQuestDSV gekauft(~120DM), nur um dann festzustellen, dass schon nach den ersten paar Missionen eine für uns unlösbare Mission in der 3. oder 4. Umgebung gemacht werrden sollte: nach dem Gebiet mit den Ölleck-Level kam eines mit einem Level, bei dem man unter Zeitdruck war, durch mehrere U-Boote wechseln musste, und dann noch letztendlich irgendein Ziel erreichen musste.
Da waren wir, wenn's hochkommt, trotz Selbstzerstörung der U-Boote höchstens zu 75% durchgekommen, bevor wieder ein Hindernis kam, für dass wir wieder ein anderes U-Boot brauchten - Scheiss Importspiel!!!

Alles im allem kann man sagen, dass eine Demo viel zur Kundenzufriedenheit beiträgt, da ein Kunde so wenigstens richtig sehen kann, ob seine Erwartungen erfüllt werden, oder man doch eher verarscht wird.

Denn man bedenke immer: Eine Demo, die einen guten Eindrug hinterlässt, erhöht imemr die Wahrscheinlichkeit eines Kaufes, ährend ein Trailer zwar sehr gut aussehen kann, jedoch im ungünstigsten Fall 0,0% Ingame zeigt, und dann beim anspielen das Gefühl vermittelt, getrogen worden zu sein.

Beispiel(jetzt mal ohne Geld): Ich hatte mal die Demo von Overlord hier gezogen, und surchgespielt, und dachte, mann das macht einjen Heidenspass, fies zu sein, auch genug um es zu kaufen, dann wegen Hardwareproblemen musste ich den Kauf auf Eis legen.
Als mir dann der Titel wieder einfiel, las ich einen Tag Später von der RaisingHell-Edition, und letztendlich gewann ich dieses Spiel bei 4P mit meinen eingesendeten Cheats, und bin stolz auf den Titel: Sprengmeister von Willibald Wanzt", was ich doch recht witzig finde.

Rayman3: Demo gespielt, fand's gut > Einzigster Kaufgrund für die ComputerBildSpiele3/07
FarCry-Demo gespielt > im Sat*** gekauft
Prince of Persia:Sands of Time: Erst Demo, dann Vollversion

Und der grösste Teil Meiner PC-Spiele hat vorher eine Demo gehabt, die ich anspielte, bevor ich den Kauf überhaupt entscheiden konnte.

Letztendlich könnte man sagen, dass Demos wohl eher für den KAuf sprechen, als dagegen, wenn man voraussetzt, dass diese auch das Spiel korrekt wiederspiegeln.
Ein UT, z.B. hat mich nach seiner Demo mit der Vollversion niemals enttäuscht, so dass ich es zurückgeben wollte, obwohl 2003 vieles, dass versprochen wurde nicht eingehalten hat.
Wo hingegen das PC-Spiel zu StarTrek:DerAufstand eine einzige Vollversions-Katastrophe war: ~3stunden zum durchspielen, einschliesslich ein Absturz für jede Stunde, welcher das Spiel zum Desktop zurückschickte, und dann erst nach einem PC-Neustart die DC des Spieles wieder als Original anerkannte, um wieder gestartet&fortgesetzt zu werden >:-[ Kein anderes Spiel, dass ich jemals gekauft hatte hat mich seid daher so stark enttäuscht, wenn die Demo gut wirkte.
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Diablokiller999
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Beitrag von Diablokiller999 »

Ugauga01 hat geschrieben:Frage:
Warum kosten denn dann die so unmenschlich schwer zu programmierenden PC Spiele 45-50 Euro und die gleichen Spiele in der Konsolen-Fassung (wo es nur 1 Hardware-Konstellation gibt) 65-70 Euro? :roll:
Antwort: Lizenzgebühren die an den Konsolenhersteller abgeführt werden müssen sowie eine Gewinnbeteiligung der Konsolenhersteller an jedem verkauften Spiel.

Es stimmt schon das Demos oft zeigen würden wie "mies" ein Spiel wirklich ist, bei Gothic 3 hätte ich mir das gewünscht aber das Geld ist jetzt weg und ich sitze seit über einem Jahr auf 'nem verbuggten Spiel das bis heute nicht richtig läuft. Ist für die Hersteller auch eine einfache Rechnung, Hype verkauft Spiele und Trailer erzeugen viel besser einen Hype als die nackte Realität in Demos, die zusätzlich noch viel Programmieraufwand kosten.
Crysis sah super aus, in den Trailern und imo auch als Game, sobald es Budget ist wirds gekauft, aber 50€ für die 8Std. Spiel sind mir zuviel.

Wo wir aber schon ein anderes Thema anschneiden, die "Raubkopie".
Ich selbst will nicht blind ein Produkt kaufen, beim Auto wird schließlich auch eine Probefahrt gemacht. Darum wird sich eine illegalere Art von Demo geladen, die dann halt alles enthält^^
Nach ersten Installationsproblemen, aber spätestens nach dem öden Level 1 ist das Ding auch schon wieder vom PC, die Kaufentscheidung gefällt und meine Festplatte freut sich über ein paar freie GB mehr. Ich darf garnicht dran denken wieviel Geld ich verschwendet hätte, würden all diese Games bei mir rumstehen. Selbst der Verlust bei weiterverkauf wäre noch immens, mal abgesehen davon das so ein Schrott-Game niemals >60% des Originalpreises abwirft. Aber einige Games haben so auch den Weg in mein Regal gefunden, sei es als Vollpreis (FarCry, Half-Life 2) oder Budget (UT2004, Doom3, Max Payne 2)

Aber was solls, die Probleme der Industrie sind hausgemacht, wer seine Kunden so behandelt muss sich nicht wundern das er es mit Abwendung zurück kriegt. Ich will Service und vernünftige Preise und kein Gejammer über die bösen Raubkopien und der finanziell schlechten Lage der Hersteller, die anbei in den letzten Jahren immer mehr Umsatz- und Gewinnrekorde einfuhren.

Verarschen kann ich mich nämlich auch allein :x
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Mikrobi
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Beitrag von Mikrobi »

Die Zukunft ist doch klar. Für die Hersteller zählt nur das Geld also werden immer mehr Trailer kommen und die Demos werden zurück gehen. Für den Käufer vielleicht ungünstig aber das spielt keine Rolle denn einen Trailer kann ich nach allen Regeln der Kunst aufpuschen und sonst wie gut aussehen lassen. Selbst InGame-Szenen sind bei Trailern selten unbearbeitet schließlich kann das niemand nachvollziehen. Sicherlich kann man bei Demos auch schummeln aber meistens fehlt die Zeit Demos speziell vorzubereiten. Sicherlich kann man tricksen in dem man besonders anspruchsvolle Spielszenen darstellt aber dem Tester wird zumindest ein Grundgefühl fürs Spiel geboten. Das beinhaltet aber wieder den Punkt das der Demonutzer einem Kauf noch skeptisch gegenüber stand - tja und für viele ist es eben nach dem Demo auch aus mit dem Kaufgedanken weil das Spiel ihnen so nicht gefällt. Alles in allem werden zumindest Vorabdemos in Zukunft wohl immer rarer. Das bringt aber auch die Zeit mit denn früher haben die vielen kleinen Spielschmieden versucht den Kunden mit allen Mitteln von seinem Produkt zu überzeugen. Heute wissen Großfirmen wie EA das schon allein ein Name reicht um Umsatzrekorde zu erzielen.

PS: Demos nach Spielrelease sind dagegen noch nicht weg zudenken schließlich kann man dadurch auch nach einer gewissen Zeit nochmal für Aufmerksamkeit sorgen
robhappy21
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Beitrag von robhappy21 »

Hätte ich die BF2142 Demo net gespielt, hätte ich es nicht gekauft. Ich hätte mir die Demo aber auch nicht gesaugt, wenn nicht so viele diese gesaugt, 4P nicht so rumgehypt, und ich nicht AA gespielt hätte. America's Army hab ich aber auch nur zufällig bei 4P entdeckt, 4P ist halt an allem Schuld.

Aber auf 4P wäre ich nie gekommen, wenn ich nicht die Rückseite von PES5 gelesen, und im Inet nach Wrestling Videos gesucht hätte, welche es bei 4P von Smackdown vs. RAW gab....


B2T:

Hätte ich nicht HL2 geschenkt bekommen, hätte ich nie sinnlos CS:S und CS gekauft. Diese spiele ich nicht, aber meinen Steam Acc vermiete ich gegen Bier an ein paar meiner RL-Leute. So isses Geld auch wieder reingekommen....


Demos sind wichtig. Ob sie Pre-release sind oder erst später, ich kaufe Spiele nie am Releasetag. Nur bei GTA:SA wars ne Ausnahme, aber ich war aber auch echt heiß darauf....