Trailer machen Hunger, weil sie immer schön inszeniert sind. Problem dabei ist, dass sie sagen wir mal 2min laufen, davon 20sek erstmal Hersteller und Publisher-Logo, dann 90sek gescriptete Spielszenen (die meist niemals im Spiel in dieser Form vorkommen) und wenn man Glück hat sieht man vielleicht 10 Sekunden wie das Spiel wirklich ist.
Es gibt leider viele Leute die bauen ein so großes Zelt in der Hose wenn sie die Trailer nur sehen, dass sie sofort loslaufen und es einfach blind kaufen (und dann meist hinterher die Ersten sind, die in Foren rumheulen dass sie ja von EA beschissen wurden).
Die klardenkenden Leute kaufen sich das nicht. Man kauft sich schließlich auch kein Auto nur weil es schön aussieht oder einen PC für 3000 Euro weil er von aussen schön aussieht, ohne zu wissen ob auch Hardware für 3000 Euro drin steckt.
Demos...?
Sehr wichtig wie ich finde. Auch wenn eine Demo nie das endgültige Spiel widerspiegelt (dafür steht ja meist der Hinweis in der Demo) finde ich bekommt man einen sehr guten Eindruck davon für was man genau nun die Flocken auf die Ladentheke legt.
Ein erstklassiges Spiel kann eine mittelmäßige Demo releasen und es wird gekauft wogegen ein schlechtes Spiel auch die beste Demo der Welt rausbringen kann und ein Regalwächter bleibt.
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur sagen, dass einige Firmen sehr froh sein können, dass sie Demos released haben. Warum? Sie produzierten etwas dass sie Spiel nennen und in FirstViews auch gut aussah, im fast Gold-Status jedoch der reinste Dreck war, weshalb ich es nach dem Spielen der Demo nicht gekauft habe.
Nun, warum sollen die Firmen nun froh sein, dass ich ihr Produkt nicht gekauft habe? Ganz einfach: Sie haben Scheisse produziert und ich habe mein Geld nicht für diese Scheisse ausgegeben und sogesehen ist die Firma bei mir Plus-Minus-0 ausm Schneider. Wenn ich es nun doch getan hätte, hätte ich diese Firma verflucht und es wäre das letzte Spiel gewesen, dass ich von ihr gekauft hätte (auch wenn das nächste Spiel ein Bestseller wäre). Bestes Beispiel ist doch EA. Sie liefern seit Jahren Müll ab und bescheißen die Spieler und endlich machen mit der Zeit immer mehr blinde Hühner die Augen auf und boykottieren deren Produkte.
Ich denke zurück an die BF2 Demo...
Ich war damals ein extrem fanatischer BF1942 Fanatiker. Man hätte mich auch das totale Opfer nennen können. BF:Vietnam habe ich auch noch gerne gespielt. Dann kamen die Screens, Trailer usw von BF2, welche einem Battlefield-Jünger natürlich das Wasser im Munde laufen ließ.
Dann kam der Release-Tag der Demo: Obwohl ich damals schon EA sehr kritisch gegenüberstand hatte ich ein Funkeln in den Augen und konnte es nicht erwarten bis der Download der Demo zuende war.
Gut. Rumgeflippt vor Freude, installiert, blabla, Doppelklick auf "Battlefield2 Demo starten" und es passierte... Als ATI-Grafikkartenbesitzer hatte ich ein Problem. Das Spiel wollte zuerst nicht starten und nach etwas hin und her bekam ich es ans laufen, jedoch mit mehreren B2D-Crashes. So großzügig EA ja ist, haben sie einen ATI Patch für ihre >>>>>>>DEMO (!!!!!!!!!!)<<<<<<< rausgebracht (, nachdem sie freundlicherweise die ganze Community als Hacker bezeichneten, weil diese den Unlock-Müll auf den Servern freigeschaltet haben). Das Thema "BF2-Kaufen" war damit bei mir trotz der enormen Vorfreude natürlich sofort vom Tisch. Natürlich kribbelte es mir trotzdem unter den Nägeln, weil ich BF damals geliebt habe und im XFire ständig meine RL-Freunde und Buddies BF2 spielen sah. Nach 5 Tagen konnte ich mich dann nicht mehr zurück halten, und habe bei Amaz*hust*.de das Game bestellt.
Ich installierte es usw und seit dem hab ich nie wieder ein EA Spiel gekauft (nichtmal mehr als Budget bzw. Gebraucht)...
Wenn die Entwickler es nichtmal schaffen anständige Demos zu veröffentlichen brauchen sie sich auch net wundern warum die Leute ihren Schrott nicht kaufen.
Was mich nämlich am meisten ankotzt bei denen:
Anstatt Mal selber bei sich anzufangen und sich zu fragen warum die Konsumenten heute keine Musik und Spiele mehr kaufen schmeissen sie lieber mit Raubkopie-Klagen um sich, stellen die Konsumenten als Parasiten dar von wegen "Tja, dass es so teuer ist seid ihr selber schuld. Ihr habt ja zuviel gebrannt.", bieten immer weniger Inhalt und stecken lieber mehr Geld in toll inszenierte Werbung statt ins eigentliche Produkt.
Das Argument der Preisbildung was mich aber seit Monaten beschäftigt ist folgendes:
Man hörte ja bisher öfter Mal "Die Spiele sind so teuer, weil es ein erheblicher Aufwand ist sie so zu programmieren, dass sie auf möglichst vielen Computern laufen, weil die Computer ja aus Millionen verschiedener Hardware-Konstellationen bestehen."
Frage:
Warum kosten denn dann die so unmenschlich schwer zu programmierenden PC Spiele 45-50 Euro und die gleichen Spiele in der Konsolen-Fassung (wo es nur 1 Hardware-Konstellation gibt) 65-70 Euro?
