Manhunt 2: Darf in England erscheinen

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derfreak
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Beitrag von derfreak »

Dito
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Ilove7
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Beitrag von Ilove7 »

Rabbit12 hat geschrieben:Ich find ja einige Statements hier ziemlich verwunderlich. Ich bin keiner, der die totale Zensur hier in Deutschland befürwortet, aber Tatsache ist nunmal, dass Manhut sehr brutal ist und das einige das sowas von Geil finden, find ICH sehr erschreckend. In einem Spiel sollte es doch nicht darum gehen, dass die Tötungssequenzen möglichst realistisch dargestellt werden, wie das in Manhut1 der Fall war.
Und wenn jetzt wieder mit der "tollen" Story argumentiert wird fänd ich das mehr als einfallslos...
Dito, obwohl ich bei dem ersten teil noch anders gedacht habe, ok da war es wohl cool möglichst gewaltätiges zeug zu spielen.
Aber man wird eben doch älter, und sowas muss nun wirklich nicht sein, in dem fall verstehe ich die USK voll und ganz.
Kaysan
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..

Beitrag von Kaysan »

Entschuldigung aber weiß eigentlich überhaupt jemand wonach beurteilt wird?
Es geht nicht in erster Linie darum was gezeigt wird sondern wie Gewalt dargestellt wird. In einem Spiel wo es aber darum geht wie man einen Menschen umbringt und man das ziemlich gut machen muss damit die videos gelingen ist eben gewalt als was lustiges dargestellt es gibt keine Konsequenz gibt ist auch nicht gerade ein Punkt der für das Spiel spricht bei GTA kommen wenigstens die Bullen :lol:

Wie gesagt mit Gewaltdarstellung meint man nicht wieviel Blutspritzt sondern wie Gewalt dargestellt wird als etwas gutes, schlechtes oder auch unausweichliches in manchen Situationen. Nehmen wir mal ein anderes spiel als Manhunt. Bei MGS wird auch geschossen und es fließt Rotes Blut in massen doch ist es ab 16 weil es eben ein sogenanntes Antikriegsspiel ist. COD ist ein Taktik´-Shooter.

Dynastie Warriors ist einfach nur scheiße deswegen ist es ab 12 obwohl auch in der Deutschen Version die Möglichkeit besteht ein zwischensequenz zu sehen wo ein Arm abgetrennt wird mit dem SChwert oder ein Pfeil den Körper durchschlägt ist aber halt kacke deswegen ab 12 :lol:
Wrickelwrix
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Beitrag von Wrickelwrix »

Eigentlich gibt es im "Mach die USK-Fertig"-zwei Parteien auf der gleichen Seite: Die einen die sagen, USK bewertet falsch und/oder unangemessen und die anderen die 12 sind und alles spielen wollen (was aus gutem Grund durch eine Institution wie die USK unterbunden wird :wink:), aber mit Manhunt-Spielern kommt noch ne dritte Gruppe rein, die die zwar 18 sind aber leider nich erwachsen...
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

The Bth Dimension hat geschrieben:Das Spiel ist also keineswegs schädigend und ich begreife nicht warum ich es nicht spielen darf weil irgendwelche Typen es nicht mögen. Solche Leute widern mich an, man sollte sie verbieten, denn sie sind der einzige Grund warum ich gewalttätig werden könnte - nicht Manhunt, sondern Politiker und Leute wie der_ultra_freak machen aggressiv.

Ich sags nochmal, nur weil du oder andere es nicht kaufen heisst das nicht, dass andere es nicht kaufen dürfen oder möchten - sollte es zumindest nicht, tut es aber in gewissen Ländern und das ist eine Frechheit - Punkt
Kratos 6 hat geschrieben:Sollte nicht jeder selbst entscheiden ob er das Spiel spielen will oder nicht .
Solche Kommentare finde ich in ihrer Naivität immer wieder amüsant. Ihr lebt in einem Rechtsstaat, nicht in einer Anarchie. Ihr dürft nicht tun was ihr wollt, sondern nur das, was euch das Gesetz erlaubt. Es sind nicht einzelne Politiker, die euch die Spiele "verbieten" (zumindest nicht direkt), sondern die Gesetze erlauben euch das spielen mancher Spiele nicht. Auch wenn es oft nicht so aussieht, an ein paar Gesetze müssen sich die Jungs und Mädels in der Regierung auch. Und an manche halten sie sich lieber als an andere. :wink:
Der Vergleich mit brutaleren Filmen hinkt übrigens in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist die Geschichte des Films etwas älter als die Computerspielhistorie und man hat sich daran gewöhnt. Wie alle Medien hatte es der Film am Anfang auch nicht leicht, sich zu etablieren. Zweitens hat die Filmindustrie eine gewisse finanzielle Macht, die die Spieleindustrie noch nicht aufweisen kann. Zwar holt die Spieleindustrie immer weiter auf , aber die Filmindustrie hat ein paar Jahre Vorsprung. Des weiteren muss das dann auch noch bei den Politikern ankommen. :wink:

Zum Spiel selber kann ich keinen Kommentar abgeben, weil ich es bis auf ein paar Videos (youtube) nicht kenne. Wenn jemand jedoch meint, es wäre hauptsächlich die Atmosphäre, die ihn an dem Spiel interessiert ist in meinen Augen nicht ehrlich. Besonders weil die Gewalt einen (großen) Teil der Atmosphäre ausmacht. :wink: Und wer das verneint, sollte sich mal fragen, ob er das Spiel auch so interessant finden würde, wenn man statt der Tötungssequenz den Leuten nur auf die Schultern tippen würde und sagen würde: "Hab Dich!" Oder spielt mal wieder "Verstecken" mit euren Freunden, draussen. :D

Das Computerspielen keinen Einfluß auf euch hat, wie einige meinen, belügen sich ebenfalls. Natürlich passt die Gleichung "gewaltätiges Spiel=gewaltätiges Verhalten der Spieler" nicht, auch wenn es manche Politiker gerne so hätten(Natürlich nur in der Hinsicht, dass ihre Verbote durchsetzbar wäre, und nicht wegen der dann entstehenden Konsequenzen. Nicht das mich jemand falsch versteht. :D ). Aber ist es nicht irgendwie bezeichnend, dass Spiele und Filme immer brutaler (bzw. immer mehr Blut, immer detailreicher etc. werden? Natürlich kann man argumentieren, dass es bei Computerspielen die Weiterentwicklung der Technik möglich macht. Aber das als einzigen Grund aufzuführen wäre ein wenig banal. Nein, es geht auch um einen Gewöhnungseffekt. Irgendwann ist es der Reiz weg und um es wieder reizvoll zu machen, muss man diesen Reiz durch extremere Darstellung steigern. Extreme Darstellung waren im Film theoretisch schon immer möglich, aber das Publikum war noch nicht so weit. Man muss sich nur mal einen Thriller oder Horrorfilm aus den 50igern anschauen, die heutzutage teilweise im Mittagsprogramm laufen. Damals der absolute Schocker.

Nein, ich bin kein Zensurbefürworter oder CSU-Anhänger. Ich hab auch, bis zu einem gewissen Grad, nichts gegen Gewaltdarstellung in Filmen/Spielen. Und das was auf dem Markt verfügbar ist, übersteigt manchmal schon meine Geschmacksgrenze. Deswegen stört es mich auch nicht wirklich, wenn zu brutale Spiele/Filme nicht oder kaum verfügbar sind. Und ja, die Meinung muss nicht jeder vertreten. :wink:

P.S. Das einzige, was man den Politikern ankreiden kann, ist, dass sie die Gesetze nicht der Zeit anpassen. Aber das trifft auf sehr viele Bereiche zu, nicht nur auf Darstellungen in Medien. :roll:
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Punisher256
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Beitrag von Punisher256 »

Vandyre hat geschrieben:
The Bth Dimension hat geschrieben:Das Spiel ist also keineswegs schädigend und ich begreife nicht warum ich es nicht spielen darf weil irgendwelche Typen es nicht mögen. Solche Leute widern mich an, man sollte sie verbieten, denn sie sind der einzige Grund warum ich gewalttätig werden könnte - nicht Manhunt, sondern Politiker und Leute wie der_ultra_freak machen aggressiv.

Ich sags nochmal, nur weil du oder andere es nicht kaufen heisst das nicht, dass andere es nicht kaufen dürfen oder möchten - sollte es zumindest nicht, tut es aber in gewissen Ländern und das ist eine Frechheit - Punkt
Kratos 6 hat geschrieben:Sollte nicht jeder selbst entscheiden ob er das Spiel spielen will oder nicht .
Solche Kommentare finde ich in ihrer Naivität immer wieder amüsant. Ihr lebt in einem Rechtsstaat, nicht in einer Anarchie. Ihr dürft
nicht tun was ihr wollt, sondern nur das, was euch das Gesetz erlaubt. Es sind nicht einzelne Politiker, die euch die Spiele "verbieten" (zumindest nicht direkt), sondern die Gesetze erlauben euch das spielen mancher Spiele nicht. Auch wenn es oft nicht so aussieht, an ein paar Gesetze müssen sich die Jungs und Mädels in der Regierung auch. Und an manche halten sie sich lieber als an andere. :wink:
Der Vergleich mit brutaleren Filmen hinkt übrigens in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist die Geschichte des Films etwas älter als die Computerspielhistorie und man hat sich daran gewöhnt. Wie alle Medien hatte es der Film am Anfang auch nicht leicht, sich zu etablieren. Zweitens hat die Filmindustrie eine gewisse finanzielle Macht, die die Spieleindustrie noch nicht aufweisen kann. Zwar holt die Spieleindustrie immer weiter auf , aber die Filmindustrie hat ein paar Jahre Vorsprung. Des weiteren muss das dann auch noch bei den Politikern ankommen. :wink:

Zum Spiel selber kann ich keinen Kommentar abgeben, weil ich es bis auf ein paar Videos (youtube) nicht kenne. Wenn jemand jedoch meint, es wäre hauptsächlich die Atmosphäre, die ihn an dem Spiel interessiert ist in meinen Augen nicht ehrlich. Besonders weil die Gewalt einen (großen) Teil der Atmosphäre ausmacht. :wink: Und wer das verneint, sollte sich mal fragen, ob er das Spiel auch so interessant finden würde, wenn man statt der Tötungssequenz den Leuten nur auf die Schultern tippen würde und sagen würde: "Hab Dich!" Oder spielt mal wieder "Verstecken" mit euren Freunden, draussen. :D

Das Computerspielen keinen Einfluß auf euch hat, wie einige meinen, belügen sich ebenfalls. Natürlich passt die Gleichung "gewaltätiges Spiel=gewaltätiges Verhalten der Spieler" nicht, auch wenn es manche Politiker gerne so hätten(Natürlich nur in der Hinsicht, dass ihre Verbote durchsetzbar wäre, und nicht wegen der dann entstehenden Konsequenzen. Nicht das mich jemand falsch versteht. :D ). Aber ist es nicht irgendwie bezeichnend, dass Spiele und Filme immer brutaler (bzw. immer mehr Blut, immer detailreicher etc. werden? Natürlich kann man argumentieren, dass es bei Computerspielen die Weiterentwicklung der Technik möglich macht. Aber das als einzigen Grund aufzuführen wäre ein wenig banal. Nein, es geht auch um einen Gewöhnungseffekt. Irgendwann ist es der Reiz weg und um es wieder reizvoll zu machen, muss man diesen Reiz durch extremere Darstellung steigern. Extreme Darstellung waren im Film theoretisch schon immer möglich, aber das Publikum war noch nicht so weit. Man muss sich nur mal einen Thriller oder Horrorfilm aus den 50igern anschauen, die heutzutage teilweise im Mittagsprogramm laufen. Damals der absolute Schocker.

Nein, ich bin kein Zensurbefürworter oder CSU-Anhänger. Ich hab auch, bis zu einem gewissen Grad, nichts gegen Gewaltdarstellung in Filmen/Spielen. Und das was auf dem Markt verfügbar ist, übersteigt manchmal schon meine Geschmacksgrenze. Deswegen stört es mich auch nicht wirklich, wenn zu brutale Spiele/Filme nicht oder kaum verfügbar sind. Und ja, die Meinung muss nicht jeder vertreten. :wink:

P.S. Das einzige, was man den Politikern ankreiden kann, ist, dass sie die Gesetze nicht der Zeit anpassen. Aber das trifft auf sehr viele Bereiche zu, nicht nur auf Darstellungen in Medien. :roll:
sehr gutes statmant von dir. wer manhunt kennt und gespielt hatt weiss das man erstens die gewalt nicht ernst nehmen kann und zweitens das das spiel absolut überzeichnet is. allein die story und die düstere stimmung dazu die überzeichnet gewalt lassen das spiel zu hochform auflaufen.
also hackt nicht auf die leute rum die das spiel spielen und bezeichnet sie nicht als krank. ich könnte das gleiche auch über gears of war sagen oder hitman egal was. :wink:

und meinen standpunkt zur zensur und verboten kennt ihr ja 8)
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

Vandyre hat geschrieben:Aber ist es nicht irgendwie bezeichnend, dass Spiele und Filme immer brutaler (bzw. immer mehr Blut, immer detailreicher etc. werden? Natürlich kann man argumentieren, dass es bei Computerspielen die Weiterentwicklung der Technik möglich macht. Aber das als einzigen Grund aufzuführen wäre ein wenig banal. Nein, es geht auch um einen Gewöhnungseffekt. Irgendwann ist es der Reiz weg und um es wieder reizvoll zu machen, muss man diesen Reiz durch extremere Darstellung steigern. Extreme Darstellung waren im Film theoretisch schon immer möglich, aber das Publikum war noch nicht so weit. Man muss sich nur mal einen Thriller oder Horrorfilm aus den 50ern anschauen, die heutzutage teilweise im Mittagsprogramm laufen. Damals der absolute Schocker.
Du hast nicht wirklich viel Ahnung von Spielen und Filmen aus dem Genre, oder? Sonst wäre der Absatz anders ausgefallen. Viele der alten Filme sind weit gewaltreicher als die heutige Konkurrenz. Die Zombie-Reihe zum Beispiel ist schon 30 Jahre alt und damit nach Kinosicht steinalt. Auch Filme wie Tenebre werden heute so gut wie nicht mehr prodoziert. Saw, Hostel und die ganzen Slasherfilme werden nur mehr beworben, als es damals der Fall war. So wie alles mehr beworben wird und damit einer größeren Masse bewusst wird. Die Thriller und Horrorfilme aus den 50gern sind eine ganz andere Zeit. In den Nachkriegsjahren hatten die Leute kein Interesse daran, sich Blut und Gewalt anzusehen. Die meisten haben im Krieg davon genug zu sehen bekommen, weswegen der Vergleich stark hinkt. Gegen Mitte der 60er hat sich das Ganze ja etwas gewandelt und die Filme wurden brutaler. Ich würde auch erst ab der Zeit von Horrorfilmen sprechen, denn Gruselfilme passt zu den früheren Streifen weit besser, als Horror. ;)

Bei Spielen ist der gestiegene Gewaltgrad ebenfalls nicht richtig. Spiele wie Cabal, Commando Lybia, Rise of the Triads sind mindestens so brutal wie ein Manhunt oder Condemned. Nur, dass hier wirklich durch die technischen Möglichkeiten ganz andere Effekte zu sehen sind, als in den Games der ersten Stunde. Im Großen und Ganzen gibt es nicht mehr oder weniger brutale Spiele (im Verhältniss... nicht in absoluten Zahlen) als zu jeder anderen Zeit im Spielemarkt. Es gibt nur viel mehr Spiele und Games sind auf dem Weg aus der Nerd-Ecke, so das auch die anderen Medien darauf aufmerksam wurden und darüber berichten (gerne auch negativ).

Ich halte nichts von Zensur und ich will selber entscheiden, was ich spiele und was nicht. Viele Beschalgnahmungen wie Dead Rising oder Condemned 1 sind für mich nicht nachzuvollziehen. Sie verstoßen gegen kein Gesetz und sind aus fraglichen und völlig subjektiven moralischen Beweggründen nicht mehr erhältlich. Und genau das ist Zensur. Es gibt kein Gesetz gegen das Töten von Pixelzombies. Sowas darf in einem Rechtsstaat nicht sein! Zensur ohne gesetzliche Gründe... denn die Gesetzestexte sind so schwammig, dass man willkürlich alles indizieren und beschlagnahme könnte... sogar Mario.
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

Howdie hat geschrieben:
Du hast nicht wirklich viel Ahnung von Spielen und Filmen aus dem Genre, oder? Sonst wäre der Absatz anders ausgefallen. Viele der alten Filme sind weit gewaltreicher als die heutige Konkurrenz. Die Zombie-Reihe zum Beispiel ist schon 30 Jahre alt und damit nach Kinosicht steinalt. Auch Filme wie Tenebre werden heute so gut wie nicht mehr prodoziert. Saw, Hostel und die ganzen Slasherfilme werden nur mehr beworben, als es damals der Fall war. So wie alles mehr beworben wird und damit einer größeren Masse bewusst wird. Die Thriller und Horrorfilme aus den 50gern sind eine ganz andere Zeit. In den Nachkriegsjahren hatten die Leute kein Interesse daran, sich Blut und Gewalt anzusehen. Die meisten haben im Krieg davon genug zu sehen bekommen, weswegen der Vergleich stark hinkt. Gegen Mitte der 60er hat sich das Ganze ja etwas gewandelt und die Filme wurden brutaler. Ich würde auch erst ab der Zeit von Horrorfilmen sprechen, denn Gruselfilme passt zu den früheren Streifen weit besser, als Horror. ;)
Du hast recht, ich habe nicht viel Ahnung was das Genre der Horrofilme angeht. Zwar hab ich damals auch einige Streifen gesehen (Hellraiser, Braindead, Freddy etc.), aber von Ahnung zu sprechen wäre sicher übertrieben. Vielleicht war mein Argument nicht sehr sinnvoll gewählt, aber ich denke ich liege richtig wenn ich sage, dass der Gewaltgrad allgemein in Filmen zugenommen hat. Du sagst ja selber, seit den 60er Jahren wurden die Filme brutaler. Ist eigentlich eine Bestätigung meines Argumentes, meinst Du nicht auch? Wenn ich mir die aktuellen Actionfilme ansehe, im Vergleich zu älteren Streifen, hat der Detailgrad zugenommen. Ein besseres Beispiel sind vielleicht auch Filme aus den 30er Jahren, z.B. Western. Oder schau Dir nur mal die Krimiserien an... Aber korregier mich ruhig, wenn ich hier auch falsch liege. :wink:
Howdie hat geschrieben:Bei Spielen ist der gestiegene Gewaltgrad ebenfalls nicht richtig. Spiele wie Cabal, Commando Lybia, Rise of the Triads sind mindestens so brutal wie ein Manhunt oder Condemned. Nur, dass hier wirklich durch die technischen Möglichkeiten ganz andere Effekte zu sehen sind, als in den Games der ersten Stunde. Im Großen und Ganzen gibt es nicht mehr oder weniger brutale Spiele (im Verhältniss... nicht in absoluten Zahlen) als zu jeder anderen Zeit im Spielemarkt. Es gibt nur viel mehr Spiele und Games sind auf dem Weg aus der Nerd-Ecke, so das auch die anderen Medien darauf aufmerksam wurden und darüber berichten (gerne auch negativ).
Es kann durchaus sein, dass die Spiele früher nicht minder brutal waren. Auch da hab ich nicht so die Ahnung. Vielleicht waren Spiele nicht minder brutal (vom Spielablauf), aber durch den gestiegenden Detailgrad ist die Darstellung brutaler. Vielleicht war mein Argument, dass es nicht nur an der Technik liegt, nicht ganz richtig.
Deine Rechnung mit dem Verhältnis finde ich ziemlich interessant, auch wenn sie in meinen Augen kein gutes Argument ist. Man könnte z.B. argumentieren die Rate der Gewaltverbrechen ist, proportional zur Bevölkerungsrate, die letzten xy Jahre nicht gestiegen. Oder man nehme die gestiegenden Preise: Das Bruttoinlandsprodukt (heißt das noch so?) ist auch kaum gestiegen, also ist es deswegen falsch, dass sich die Leute über zu teure Lebensmittel beschweren?
Damals hat es kaum einen interessiert, was in Computerspielen dargestellt wurde, weil das Medium noch zu klein war. Es hat nicht nur die anderen Medien nicht interessiert, sondern auch die Politik nicht. Dafür war es einfach nicht "gefährlich" genug. Damit meine ich z. B. eine ziemlich kleine Zielgruppe früher. Dafür versucht man um so drastischere Maßnahmen, wenn es nicht mehr kontrollierbar ist.
Howdie hat geschrieben:Ich halte nichts von Zensur und ich will selber entscheiden, was ich spiele und was nicht. Viele Beschalgnahmungen wie Dead Rising oder Condemned 1 sind für mich nicht nachzuvollziehen. Sie verstoßen gegen kein Gesetz und sind aus fraglichen und völlig subjektiven moralischen Beweggründen nicht mehr erhältlich. Und genau das ist Zensur. Es gibt kein Gesetz gegen das Töten von Pixelzombies. Sowas darf in einem Rechtsstaat nicht sein! Zensur ohne gesetzliche Gründe... denn die Gesetzestexte sind so schwammig, dass man willkürlich alles indizieren und beschlagnahme könnte... sogar Mario.
Natürlich gibt es kein Gesetz gegen das Töten von Pixelzombies. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es ein Gesetz gibt, was sich z. B.gegen einen zu intensiven Detailgrad ausspricht. Sicher hast Du recht, die Gesetze sind sehr schwammig formuliert, aber das ist ja auch deren Ziel. Wie oben geschrieben, sie haben keine Kontrolle über das Medium und versuchen es nun so in den Griff zu bekommen. Das ist natürlich zum scheitern verurteilt. Und wie ich in meinem vorherigen Post schon geschrieben habe, was man der Politik ankreiden kann, ist, dass die Gesetze nicht zeitgemäß sind.