FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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pokusa
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von pokusa »

Imperator Palpatine hat geschrieben: 28.09.2019 16:48 Verzeihung aber den Teil bezüglich des real Fussballs sehe ich anders.
Denn die Fans rennen den Vereinen trotzdem die Bude ein, die entsprechenden Zahlen auch was Pay per View betrifft sind nicht eingebrochen, im Gegenteil.
Wenn die unterklassigen Ligen derart anziehend wären, dann hätten sie immer ausverkaufte Stadien.
Solche Argumente erinnern mich an das klischeehafte Aussagen a la : " Je ne weisste, dat is kein richtiger Fussball mehr. Ich gehe nur noch ins Stadion zum FC Oer-Erckenschwick, da kostet mich die Bratwurst auch nur 2,50 Euro weisste ".

Natürlich herrscht eine gewisse Langeweile wenn in Deutschland oder Italien über Jahre nur eine Mannschaft den Titel holt, aber die Spile mit deren beteiligung sind auch - bzw. gerade - immer direkt ausverkauft. Weil der Fan die Hoffnung hat vielleicht dieses Mal Teil eines Wunders zu werden indem seine Mannschaft gewinnt.
Und weil das was ein Reus, Sancho, Coman, Gnabry und Co auf dem Platz veranstalten nun einmal spektakulärer aussieht als die Aktionen von Horst Kawuttke in der Regionalliga.
Ich wüsste jetzt nicht, dass den "großen" Vereinen da regelmäßig die Bude eingelaufen wird. Die Bundesliga hat da schon eine Sonderstellung mit ihren Zuschauerzahlen. Die findest du in England oder Spanien nicht (was natürlich auf die höheren Ticketpreise zurückzuführen ist, da einfach viel mehr Geld im Spiel ist).

Im Austausch mit einigen (ehemals) enthusiastischen Fußballfans habe ich festgestellt, dass sie heutzutage eher so eine analytische "Experten"-Sicht auf den Fußball haben, auch auf ihre eigenen Vereine. Das bemerke ich bei mir auch. Ich denke schon, dass sich insgesamt betrachtet das "Fanverhalten" der breiten Masse verändert hat, vor allem über die letzten Jahre. Sicherlich kann ich aber nicht für jeden sprechen und natürlich gibt es auch noch Teile der Fans, die genauso emotional verstrickt sind im Geschehen wie vor 10, 20, 30 Jahren. Zurückzuführen ist das dann unterm Strich auf die Gesamtentwicklung des Fußball, nicht auf einige Söldner-Truppen oder so. Runtergebrochen kann man vielleicht sagen, dass es nicht mehr so nah am Fan ist, wie es "damals" noch der Fall war.

Champions League ist halt so eine Sache. Natürlich ist es ansehnlicher, wenn sich da die 100 Mio. Euro Spieler gegenseitig schwindelig dribbeln. Aber Real gegen Manchester United oder so ist eben nicht mehr wie Real gegen Manchester vor 10 oder 20 Jahren. Und diese Veränderung entstand - meiner Meinung nach - in den letzten Jahren, seitdem so unglaublich viel Geld im Spiel ist. Das war kein schleichender Prozess.

Aber nochmal: Meine Meinung basiert auf meinen Eindrücken, ich kann nicht für alle sprechen. Ich hoffe, dass irgendwie kar wird, was ich meine. :)
Easy Lee
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von Easy Lee »

pokusa hat geschrieben: 28.09.2019 18:52 Im Austausch mit einigen (ehemals) enthusiastischen Fußballfans habe ich festgestellt, dass sie heutzutage eher so eine analytische "Experten"-Sicht auf den Fußball haben, auch auf ihre eigenen Vereine. Das bemerke ich bei mir auch
...
Zurückzuführen ist das dann unterm Strich auf die Gesamtentwicklung des Fußball, nicht auf einige Söldner-Truppen oder so.
Mit dem Fußball hat das nur am Rande zu tun. Den Hang zum selbsternannten Expertentum gibt es bei ausnahmslos jedem Hobby und jeder Nische.

Zum einen ist das eine Resultat der Internetnutzung, die sowohl Kommunikation als auch Konsum verändert hat. Zum anderen sind wir angesichts globaler Krisen und medialer Übersättigung heutzutage viel weniger zum Eskapismus fähig als früher.

Sowohl Inhalt als auch Titel von Sascha Lobos neuem Buch "Realitätsschock" bringen es ziemlich gut auf den Punkt. Wir haben heutzutage andere Dinge im Kopf und bekommen medial andere Dinge zu sehen, als den Sportteil der Zeitung.
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TheoFleury
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von TheoFleury »

Tja für mich war die PS2 Era das goldene Zeitalter der virtuellen Sportspiele. . Wieviele dachten damals bei ESPN NFL 2k5 , Madden 05 oder PES 6 das in den nächsten 10 Jahren Videosportspiele sich enorm weiterentwickeln werden in Sachen Gameplay, Spielmodi, KI und audiovisuelle Immersion...

Irgendwie ernüchternd rückblickend. Und es wird nicht besser sondern schlechter.... Es zieht sich mittlerweile durch alle AAA Videosportspiele....Was für ein enttäuschendes Ende des PS4 Zyklus....Keine Besserung in Sicht, nein , es wird schlimmer...
Ulfhednir33
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von Ulfhednir33 »

Genau wegen solcher Videos ist 4players das für mich (als langjährigen "Coregamer") beste Spielemagazin/-seite.
Nirgendwo sonst bin ich mir sicher, dass Publisher und ihre Bestimmungen keine Rolle spielen, wie bei Jörg und Co.
Wenn ich eine wirklich kritische Auseinandersetzung mit einem Thema im Kontext des Computerspielens suche, dann werde ich am ehesten hier fündig.
Auch, wenn es klingt wie ein Werbetext muss ich sagen, dass ich mich bei 4players als Spieler ernst genommen fühle, weswegen 4players auch die einzige Seite ist, welche von meinem Ad-Blocker eine Ausnahmegenehmigung hat.
Weiter so, 4players! Ihr seid mittlerweile ein Kleinod in Zeiten unreflektierter 80er-Wertungen.

Ich habe eben erst die 4p-PUR-Funktion gesehen, so unaufdringlich ist sie. Selbstredend, dass diese aboniert werden musste.
Zuletzt geändert von Ulfhednir33 am 28.09.2019 23:37, insgesamt 1-mal geändert.
Ulfhednir33
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von Ulfhednir33 »

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TheoFleury
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von TheoFleury »

Ja 4players ist eines der ganz wenigen Magazine die ich noch Ernst nehmen kann. Bin froh das hier nicht alles kritiklos und stillschweigend hingenommen wird.

Andere online Magazine besuche ich sporadisch wegen News oder Tests (Lese dann gerne in den User-Kommentaren) aber hier verweile ich am längsten weil auch sehr guter Content geboten wird abseits von News und Tests. Natürlich gehe ich nicht mit allem konform, aber 4Players ist echt nicht Übel! Besonders wegen solcher Videos, bitte mehr davon :D
hartlmore
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von hartlmore »

Tolle Zusammenfassung!
otothegoglu
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von otothegoglu »

TheoFleury hat geschrieben: 29.09.2019 00:18 Ja 4players ist eines der ganz wenigen Magazine die ich noch Ernst nehmen kann. Bin froh das hier nicht alles kritiklos und stillschweigend hingenommen wird.

Andere online Magazine besuche ich sporadisch wegen News oder Tests (Lese dann gerne in den User-Kommentaren) aber hier verweile ich am längsten weil auch sehr guter Content geboten wird abseits von News und Tests. Natürlich gehe ich nicht mit allem konform, aber 4Players ist echt nicht Übel! Besonders wegen solcher Videos, bitte mehr davon :D
Ich muss mich euch beiden anschließen und möchte 4P noch in einem weiteren Punkt loben:
Die News.

Sie haben oftmals weniger News, aber diese sind immer vom selben Stil geprägt und es gibt selten Clickbaits. Auch die Diversität der Berichterstattung finde ich löblich, wobei hier sicherlich die eine oder andere News wohl nicht mal auf 3-stellige Aufrufzahlen kommen.

@ Topic:
Zustimmung. Besser kann man es nicht zusammenfassen leider :(
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speedie²
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von speedie² »

Lieber Jörg, ich bin seit 2004 hier bei 4P unterwegs, meinen ersten Account hab ich irgendwann aber total verdaddelt, also verloren. Das sind jetzt über 15 Jahre 4P und ich bin froh das es diese Seite gibt! Mit dem NBA 2K20 Test hast du dir dein eigenes Meisterwerk gesetzt und ich muss dir im Epilog verdammt nochmal Recht geben. Ich spiele aber ausschließlich Fifa und bin großer Nürnberg-Fan, deswegen hab ich mich dieses Jahr ganz besonders gefreut, das EA das Max-Morlock-Stadion implementiert hat. Aber, ich bin vom Spiel dennoch ernüchtert. Einen wirklichen Fortschritt zu Fifa 19 kann ich nicht erkennen, von Volta hab ich mir auch viel mehr versprochen. Hatte damals Fifa Street und das war wirklich gut,
weil es nochmal eine ganz eigene Mechanik hatte. Es ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Unausgereift würde ich sagen. Dazu fehlt mir auch weiterhin das Drum-Herum bei Fifa. Derby gg. Greuther Fürth, was soll das? Ich fühl mich da wie bei jedem 2. Liga-Kick. Leider die Atmosphäre total vergessen, scheint ja bei BVB-S04 ähnlich zu sein. Vom Spielgefühl auch alles gesagt. Ich will auch nochmal auf meine 15 Jahre zurückblicken, weil die mit Fifa zusammenhängen: da gab es Zeiten, da war Konami weit voraus, und Fifa konnte nur durch die Lizenzen mithalten. Leider ist der Zug aber abgefahren, Konami hat eh kaum welche und spielerisch ist man soweit zusammengeschrumpft, das von beiden eigentlich nicht mehr viel kommt. Ich glaube 06 und 07 hatte sich PES eh selbst übertroffen, aber dann einfach aufgehört.
Hier müssten beide einfach konsequent aufholen. Lizenzen sind halt nämlich auch nicht alles und ich werde das Gefühl nicht los, das man das Spiel selbst irgendwie etwas links liegen lässt und sich wirklich nur auf Sachen wie FUT usw. konzentriert. Dabei sind es trotz allem für mich immer noch Sportspiele! Wie Jörg schon so schön sagt, es fehlt dieses WOW-Gefühl, diese Vorfreude. Irgendwie alles so belanglos geworden. Was aber nicht nur allgemein an den Sportspielen liegt, ich beobachte diesen Trend leider bei anderen Spielen auch. Grundsätzlich brauchen beide Spiele aber den Reboot.
Da muss jetzt die nächsten Jahre wieder was passieren.
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Imperator Palpatine
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von Imperator Palpatine »

pokusa hat geschrieben: 28.09.2019 18:52
Imperator Palpatine hat geschrieben: 28.09.2019 16:48 Verzeihung aber den Teil bezüglich des real Fussballs sehe ich anders.
Denn die Fans rennen den Vereinen trotzdem die Bude ein, die entsprechenden Zahlen auch was Pay per View betrifft sind nicht eingebrochen, im Gegenteil.
Wenn die unterklassigen Ligen derart anziehend wären, dann hätten sie immer ausverkaufte Stadien.
Solche Argumente erinnern mich an das klischeehafte Aussagen a la : " Je ne weisste, dat is kein richtiger Fussball mehr. Ich gehe nur noch ins Stadion zum FC Oer-Erckenschwick, da kostet mich die Bratwurst auch nur 2,50 Euro weisste ".

Natürlich herrscht eine gewisse Langeweile wenn in Deutschland oder Italien über Jahre nur eine Mannschaft den Titel holt, aber die Spile mit deren beteiligung sind auch - bzw. gerade - immer direkt ausverkauft. Weil der Fan die Hoffnung hat vielleicht dieses Mal Teil eines Wunders zu werden indem seine Mannschaft gewinnt.
Und weil das was ein Reus, Sancho, Coman, Gnabry und Co auf dem Platz veranstalten nun einmal spektakulärer aussieht als die Aktionen von Horst Kawuttke in der Regionalliga.
Ich wüsste jetzt nicht, dass den "großen" Vereinen da regelmäßig die Bude eingelaufen wird. Die Bundesliga hat da schon eine Sonderstellung mit ihren Zuschauerzahlen. Die findest du in England oder Spanien nicht (was natürlich auf die höheren Ticketpreise zurückzuführen ist, da einfach viel mehr Geld im Spiel ist).

Im Austausch mit einigen (ehemals) enthusiastischen Fußballfans habe ich festgestellt, dass sie heutzutage eher so eine analytische "Experten"-Sicht auf den Fußball haben, auch auf ihre eigenen Vereine. Das bemerke ich bei mir auch. Ich denke schon, dass sich insgesamt betrachtet das "Fanverhalten" der breiten Masse verändert hat, vor allem über die letzten Jahre. Sicherlich kann ich aber nicht für jeden sprechen und natürlich gibt es auch noch Teile der Fans, die genauso emotional verstrickt sind im Geschehen wie vor 10, 20, 30 Jahren. Zurückzuführen ist das dann unterm Strich auf die Gesamtentwicklung des Fußball, nicht auf einige Söldner-Truppen oder so. Runtergebrochen kann man vielleicht sagen, dass es nicht mehr so nah am Fan ist, wie es "damals" noch der Fall war.

Champions League ist halt so eine Sache. Natürlich ist es ansehnlicher, wenn sich da die 100 Mio. Euro Spieler gegenseitig schwindelig dribbeln. Aber Real gegen Manchester United oder so ist eben nicht mehr wie Real gegen Manchester vor 10 oder 20 Jahren. Und diese Veränderung entstand - meiner Meinung nach - in den letzten Jahren, seitdem so unglaublich viel Geld im Spiel ist. Das war kein schleichender Prozess.

Aber nochmal: Meine Meinung basiert auf meinen Eindrücken, ich kann nicht für alle sprechen. Ich hoffe, dass irgendwie kar wird, was ich meine. :)
Ich verstehe absolut was du meinst und ich hoffe du hast meinen Einwand nicht als harsche Kritik missverstanden ;)
Was die Sache der Analytik vs. der Emotionalität betrifft kann ich dies nachvollziehen, würde als Erklärung aber auch die entsprechende Erfahrung setzen. Und damit auch den Sprung zu Videospielen machen.

Ich bin bereits als Kind jedes zweite Wochenende zu den Heimspielen " meines " Vereins Borussia Dortmund gefahren, im Laufe der Jahre erlebte dies eine Wellenbewegung und kam durch meinen Dienst im Ausland zum Stillstand. Momentan habe ich wieder die Möglichkeit und nutze sie. Allerdings hat sich natürlich meine Betrachtungsweise geändert. Ich verfalle einem medialen hype nicht so schnell da ich meinen Verein kenne bzw. das glaube.
Und deswegen bereits in der jetzigen Saison mehr als skeptisch war als die Medien den Verein in der Vorrunde bereits zum Meister geschrieben haben. Und auch aktuell bin ich über die Ergebnisse nicht überrrascht, über die Gründe zu diskutieren würde den Rahmen sprengen und ist sicherlich in einem Fussballforum besser aufgehoben.

Aber ich erkenne die Parallelen zu meinem Konsum von Videospiele und der Betrachtung der Industrie.

Ich bin immer noch begeisterter Videospieler und freue mich immer noch über das kommende Erscheinen gewisser Titel wie aktuell Planet Zoo. Ich habe aber eben schon genug Erfahrung um mich nicht von bombastischen Trailern und PR Gerede zu einem frühen Kauf hinreissen zu lassen oder in dem Spiel das zweite Erscheinen Jesu Christi zu sehen ( Cyberpunk ? )
Ich weiss nicht ob dies der von Serious Lee erwähnte fehlende Hang zum Eskapismus ist, ich habe das genannte Buch nicht gelesen, würde aber spontan nicht globale Krisen oder mediale Übersättigung als Gründe ansetzen.
Allerdings sehe ich mich in dieser Hinsicht auch als bewusster Nutzer.
Gibt es z.B einen Titel der mich auch bezüglich seiner Story interessiert, vermeide ich einen Überhang an Informationen ganz bewusst.
Die Videospielindustrie ist nun einmal die grösste Entertainmentindustrie der Welt geworden, mit einem entsprechenden Produktausstoss. Man kann meiner Meinung gar nicht anders als den analytischen Blick zu haben um im Verhältnis zum Faktor Zeit und Geld eine (Kauf)Entscheidung zu treffen. Insbesondere in den Phasen indem favorisierte Titel im Wochentakt erscheinen.

Jörgs Analyse kann ich mich dementsprechend vollumpfänglich anschliessen. Ironie der Geschichte: FIFA ist gewissermassen " Opfer " seines eigenen Erfolgs geworden. Und mein Interesse daran bereits seid Jahren versiegt.
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Uwe sue
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von Uwe sue »

als nunmehr 7 jahre fifa-online-liga geschädigter (davor pes bis teil 6) mit jeweils ca. 500 stunden pro jahr, würde ich dieses mal tatsächlich unter 80er wertung gehen - man kann online mit etwas lag leider nicht mehr verteidigen. der gegener schlägt haken um haken und man kommt als verteidiger leider überhaupt nicht hinterher - das zu fixen wird eine katastrophe und das spiel wird, wie jeder jahr seit dem 16er, bis april/mai online unspielbar sein - freu mich schon wieder riesig drauf. hat das spiel eigentlich auch mal einer gespielt vor dem release oder haben sie sich nur auf FUT einen runterg***t, wie schön man kinder zum glückspiel bringen kann, ohne dafür belangt zu werden. dieser verein gehört echt dicht gemacht und alles bis ins mittlere managemeint weggesperrt. aber da ich kein FUT spiele, ist mir das an sich egal - sollen sich doch andere darum kümmern^^
andymk
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von andymk »

Ist doch schön für EA, dass sie hier eine Geldquelle entdeckt haben, die ohne jede eigene Anstrengung derart sprudelt! Dann können sie, wie es uns der Kapitalismus lehrt, dieses Geld ja nehmen und es in zahlreiche kreative Neuprodukte investieren. Was freue ich mich schon auf all die innovativen EA-Spiele der Zukunft! :)
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Satus
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von Satus »

Sehr schönes Video, danke! Wie im realen Fussball, eine traurige Entwicklung und was noch frustrierender ist, keine Besserung in Sicht.
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Hühnermensch
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von Hühnermensch »

Fußball-Videospiele stagnieren imo seit Jahren. Ebenso die Berichterstattung der Presse, wo aber hier bei 4players endlich mal eine löbliche Ausnahme stattfindet. Theoretisch kann es mir persönlich ohnehin egal sein, weil das Gameplay von PES und Fifa ohnehin zu random ist und ich das Spiel keine 5 Minuten lang ertragen kann.
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HardBeat
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Re: FIFA 20: Epilog: Wieso der digitale Fußball stagniert

Beitrag von HardBeat »

TaLLa hat geschrieben: 30.09.2019 02:21
Imperator Palpatine hat geschrieben: 28.09.2019 16:48 Verzeihung aber den Teil bezüglich des real Fussballs sehe ich anders.
Denn die Fans rennen den Vereinen trotzdem die Bude ein, die entsprechenden Zahlen auch was Pay per View betrifft sind nicht eingebrochen, im Gegenteil.
Wenn die unterklassigen Ligen derart anziehend wären, dann hätten sie immer ausverkaufte Stadien.
Solche Argumente erinnern mich an das klischeehafte Aussagen a la : " Je ne weisste, dat is kein richtiger Fussball mehr. Ich gehe nur noch ins Stadion zum FC Oer-Erckenschwick, da kostet mich die Bratwurst auch nur 2,50 Euro weisste ".

Natürlich herrscht eine gewisse Langeweile wenn in Deutschland oder Italien über Jahre nur eine Mannschaft den Titel holt, aber die Spile mit deren beteiligung sind auch - bzw. gerade - immer direkt ausverkauft. Weil der Fan die Hoffnung hat vielleicht dieses Mal Teil eines Wunders zu werden indem seine Mannschaft gewinnt.
Und weil das was ein Reus, Sancho, Coman, Gnabry und Co auf dem Platz veranstalten nun einmal spektakulärer aussieht als die Aktionen von Horst Kawuttke in der Regionalliga.
Vielleicht solltest du nochmal genauer lesen was er geschrieben hat und dein geschwubbel überdenken. Hier geht es nicht darum, dass die Leute sich immer noch berieseln wie die Deppen, sondern, dass Fußball ein seelenloses Geschäft ist. Was es auch ist, daher braucht man auch auf sowas wie 50+1 keine Rücksicht mehr nehmen braucht. Lieber an Erfolg denken, Kultur ist eh raus.
Vielleicht solltest du dir mal den Video Epilog (da wird übrigens gesprochen, nicht geschrieben) genauer anhören bevor du ihn Anfährst und dein Geschwubbel selber überdenken :twisted: