Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Story und die Abneigung gegen Filmpläne
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firestarter111
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
interessanter beitrag zum thema.
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http://www.destructoid.com/jimquisition ... 1541.phtml
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- Sir Richfield
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Sollte ich gezwungen werden, differenzierte Unterscheidungen zu machen:
In GTA lebt man halt männliche Machtfantasien aus.
In SR IV lebt man sich einfach aus, das Spiel ist so herrlich Banane, das entzieht sich jeder Wertung.
SR3 würde ich gerne was zu sagen, aber der Port war genauso horrend wie das letzte GTA Spiel auf PC.
Die Fantasien in Saints Row sind genauso männlich dominiert, das ist auch in IV völlig offensichtlich.
Weshalb ich es um so "cooler" finde, dass Volition einem die Wahl läßt.
Mir persönlich ist es egal, wie sexistisch das jetzt gesehen wird, aber seit Lt. Ellen Ripley mag ich diese tough-as-nails Powerfrauen, die sich von der Welt nix gefallen lassen. (Aber durchaus auch mal Charakter und Gefühle zeigen dürfen, etwas was bei Männern ja pfuibah ist).
Also bin ich in Skyrim eine Barbarin, Kommandantin Schäfer und in SRIV eine muskulöse Bitch, die sich aufführt wie ein Mann - in Abendrobe und Highheels because why the fuck not?
Im Endeffekt ist es mir aber egal, welches Geschlecht der Protagonist hat, wenn das Spiel oder die Geschichte (ideal: beides) gut genug ist. (Sprich: Ich sehe ein, dass eine Maxima Payne nicht funktioniert hätte. Oder Bill Pullman statt Julie Strain...)
In GTA lebt man halt männliche Machtfantasien aus.
In SR IV lebt man sich einfach aus, das Spiel ist so herrlich Banane, das entzieht sich jeder Wertung.
SR3 würde ich gerne was zu sagen, aber der Port war genauso horrend wie das letzte GTA Spiel auf PC.
Die Fantasien in Saints Row sind genauso männlich dominiert, das ist auch in IV völlig offensichtlich.
Weshalb ich es um so "cooler" finde, dass Volition einem die Wahl läßt.
Mir persönlich ist es egal, wie sexistisch das jetzt gesehen wird, aber seit Lt. Ellen Ripley mag ich diese tough-as-nails Powerfrauen, die sich von der Welt nix gefallen lassen. (Aber durchaus auch mal Charakter und Gefühle zeigen dürfen, etwas was bei Männern ja pfuibah ist).
Also bin ich in Skyrim eine Barbarin, Kommandantin Schäfer und in SRIV eine muskulöse Bitch, die sich aufführt wie ein Mann - in Abendrobe und Highheels because why the fuck not?
Im Endeffekt ist es mir aber egal, welches Geschlecht der Protagonist hat, wenn das Spiel oder die Geschichte (ideal: beides) gut genug ist. (Sprich: Ich sehe ein, dass eine Maxima Payne nicht funktioniert hätte. Oder Bill Pullman statt Julie Strain...)
- SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Es ist nur traurig, wenn man gute Geschichten nicht irgendwann anfängt zu variieren. Maxima Payne zum Bleistift hätte einfach nur als Austausch nicht funktionieren können. Die ganze Szenerie die wir erleben ist extrem von übersteigerten Männlichkeitsfantasien geprägt, Gewalt ist an der Tagesordnung, Gewalt und Ausnutzung von Frauen ebenso. Eine weibliche Max Payne hätte also auf ihr Geschlecht bezogene Gewalt oder schlimmeres erleben müssen (zumindest als Versuch) aber ich würde behaupten es wäre reizvoller gewesen als Max Payne zu erleben, wie er schon wieder alles verkackt und irgendwie alles danach schreit, dass das eher ein Spin Off hätte werden sollen als eine echte Fortsetzung. Mit einer weiblichen Protagonistin hätten sich andere, weitere Ebenen eröffnet.
In anderen Fällen hingegen ist das Geschlecht geradezu Wurst oder es reicht komplett es nur hier und da anklingen zu lassen, wie hier der Fall. Gerade bei drei Protagonisten wirkt es einfach nur noch seltsam, da noch darauf zu verzichten. Zu Mal es ja nicht mal eine Powerfrau sein muss, man hätte auch eine Cracknutte wählen können (oder etwas vergleichbares), würde auch gut in die Welt passen. Wollen sowieso eine Geschichte erzählen, da bietet sich sowas doch an.
Btw. was sollte schon sexistisch daran sein, dass du tough-as-nails Powerfrauen magst?^^ Die bevorzuge ich auch.
In anderen Fällen hingegen ist das Geschlecht geradezu Wurst oder es reicht komplett es nur hier und da anklingen zu lassen, wie hier der Fall. Gerade bei drei Protagonisten wirkt es einfach nur noch seltsam, da noch darauf zu verzichten. Zu Mal es ja nicht mal eine Powerfrau sein muss, man hätte auch eine Cracknutte wählen können (oder etwas vergleichbares), würde auch gut in die Welt passen. Wollen sowieso eine Geschichte erzählen, da bietet sich sowas doch an.
Btw. was sollte schon sexistisch daran sein, dass du tough-as-nails Powerfrauen magst?^^ Die bevorzuge ich auch.
- Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Bei einen Budget von angeblich 200 Mio. (plus Marketing) variierst Du NICHTS mehr. Da wird sowas von auf Kommerziell Nummer Sicher gegangen, dass Du selbst oberflächliche Variationen, wenn überhaupt, nur als zusätzlich kostenpflichtigen DLC bekommen wirstSethSteiner hat geschrieben:Es ist nur traurig, wenn man gute Geschichten nicht irgendwann anfängt zu variieren.
- muecke-the-lietz
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Allerdings muss man eingestehen, dass die 3 Hauptcharaktere schon beinahe mutig sind. Auch, dass man sie clever kombinieren muss bzw. ihre Fähigkeiten, dass man im Vorraus planen muss und dass teures Equipment Vorteile bzw. billiges Nachteile mit sich bringt.Kajetan hat geschrieben:Bei einen Budget von angeblich 200 Mio. (plus Marketing) variierst Du NICHTS mehr. Da wird sowas von auf Kommerziell Nummer Sicher gegangen, dass Du selbst oberflächliche Variationen, wenn überhaupt, nur als zusätzlich kostenpflichtigen DLC bekommen wirstSethSteiner hat geschrieben:Es ist nur traurig, wenn man gute Geschichten nicht irgendwann anfängt zu variieren.
GTA V hört sich für mich bis jetzt schon mutiger an, als viele andere AAA Titel der letzten Jahre.
Dass es immer noch keinen weiblichen Charakter gibt, finde ich allerdings ebenfalls bedauerlich, denn so hätte man die Story tatsächlich noch um einige Aspekte erweitern können. Ich sehe auch das Problem nicht so recht, denn man hätte den Sniper bzw. die Sniperin doch weiblich machen können, ohne, dass man irgendwie von der Logik her in Schwiergkeiten geraten wäre, denn da spielen Skills mehr eine Rolle denn körperliche Präsenz.
Aber auch so sieht dieser Titel für mich bis jetzt noch spannend und interessant aus und ich lasse mich da mal überraschen.
Zum Thema Budget:
200 Mio. Dollar sind pervers viel Geld und wirken in Bezug auf Games irgendwie falsch, wenn man bedenkt, wie es vielen Leuten in dieser Welt geht. Das halte ich für dekadent und irgendwie unnötig, auch wenn sich Projekte in dieser Größenordnung wohl nicht anders bewältigen lassen.
- 3nfant 7errible
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
muecke-the-lietz hat geschrieben:
Dass es immer noch keinen weiblichen Charakter gibt, finde ich allerdings ebenfalls bedauerlich, denn so hätte man die Story tatsächlich noch um einige Aspekte erweitern können.
klar, man hätte es natürlich mainstreamiger machen können..... noch eine grössere Zielgruppe ansprechen..... sich dem Missbrauch der "political correctness" unterwerfen können. Ist aber gut, dass sie das nicht machen und ihre eigene künstlerische Vorstellung durchziehen. Komisch, Indies werden für sowas immer gelobt
- SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Was ist mainstream daran, Frauen in Hauptrollen zu besetzen? Und äh Missbrauch der Political Correctness? Was soll das sein? Eine künstlerische Vorstellung durchzuziehen ist nichts was mich zu Lob verleitet, die machen das Spiel ja nicht in Burma.
- 3nfant 7errible
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
- Zielgruppe erweiternSethSteiner hat geschrieben:Was ist mainstream daran, Frauen in Hauptrollen zu besetzen?
Und äh Missbrauch der Political Correctness? Was soll das sein?
- es inflationär und unpassend zu benutzen
ist egal, ob es dich zu Lob verleitet. Ist wird dennoch immer wieder gemacht, bei zig Indie / Kickstarter Games, die einfach ihr Ding durchziehen und sich nicht reinreden lassen.Eine künstlerische Vorstellung durchzuziehen ist nichts was mich zu Lob verleitet, die machen das Spiel ja nicht in Burma.
frag mal Jack Thompson
- Raksoris
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Sie passt meiner Meinung nach, nicht in ein GTA.muecke-the-lietz hat geschrieben:[
Dass es immer noch keinen weiblichen Charakter gibt, finde ich allerdings ebenfalls bedauerlich, denn so hätte man die Story tatsächlich noch um einige Aspekte erweitern können.
Jedes Grand Theft Auto war davon geprägt mit Gewalt, Finesse und Glück ganz nach oben zu kommen.
Ich kann mit kein Gta 3 mit einer Frau vorstellen, kein San Andreas, kein Vice City und auch kein GTA 4.
Wie sollte sie körperliche Herausforderungen meistern? Wie sollte sie als Frau Leute einschüchtern in einer absolut von Männern dominierten Welt?
Um den Geschichten treu zu bleiben würde man im Endeffekt eine Frau vorgesetzt bekommen, die zwar wie eine Frau aussieht, sich aber wie ein Mann benimmt.
Sie können Frauen gerne eine der vielen NPC Rollen anbieten aber bitte nicht die Hauptfigur.
- SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Ajah.. na klar. Das ist natürlich Mainstream, wenn man auch andere anspricht.. ooooder zum Beispiel Leute die immer noch dieselbe Zielgruppe sind aber auch irgendwann doch gern mal ein klein wenig Weiterentwicklung wollen.Scipione hat geschrieben:- Zielgruppe erweitern
Aha.. und sich zu wünschen, dass Frauen Hauptrollen einnehmen ist inflationäre, unpassende politische Korrektheit?- es inflationär und unpassend zu benutzen
Der Kontext ist ein anderer, das weisst du aber nehme ich an. Dass es darum geht, welche Sachen sie durchziehen und nicht dass sie es überhaupt tun. Ganz zu schweigen davon, dass Crowdfunding Games sich eigentlich sogar ganz schön reinreden lassen, nur dass es demokratischer, offener und mit mehr Verständnis auf kreativer Basis abläuft.ist egal, ob es dich zu Lob verleitet. Ist wird dennoch immer wieder gemacht, bei zig Indie / Kickstarter Games, die einfach ihr Ding durchziehen und sich nicht reinreden lassen.
@Raksoris
Warum dürfen Frauen denn nur NPC Rollen haben aber nicht die der Hauptfigur, offensichtlich sind sie ja doch gut genug um aufzutauchen. Saints Row beweist dass es funktioniert. Wenn du dir das nicht vorstellen kannst, hast du es entweder nicht gespielt oder einfach einen ziemlich eingeschränkten Horizont. "Wie sollte sie als Frau Leute einschüchtern".. oh man, was ist das nur für eine Frage..
- Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Das stimmt allerdings. GTA war schon immer eine Men's World. Godfather, Scarface und wie sie alle heissen, die großen literarischen und filmischen Vorbilder der GTA-Serie waren Werke, in denen Frauen, so wichtig sie für die männliche Hauptfigur auch immer waren, stets Nebenfiguren waren, die den Mann irgendwann verlassen oder mit ihm schlussendlich untergehen durften. Im Mittelpunkt stand aber immer den Macker, Macher, Mann, der ohne Rücksicht auf Verluste sein Ding durchgezogen hat. Mit allen Folgen, die das nach sich zieht.Raksoris hat geschrieben: Jedes Grand Theft Auto war davon geprägt mit Gewalt, Finesse und Glück ganz nach oben zu kommen.
Ich kann mit kein Gta 3 mit einer Frau vorstellen, kein San Andreas, kein Vice City und auch kein GTA 4.
Wie sollte sie körperliche Herausforderungen meistern? Wie sollte sie als Frau Leute einschüchtern in einer absolut von Männern dominierten Welt?
Um den Geschichten treu zu bleiben würde man im Endeffekt eine Frau vorgesetzt bekommen, die zwar wie eine Frau aussieht, sich aber wie ein Mann benimmt.
- Raksoris
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Saints Row beweist was?SethSteiner hat geschrieben: @Raksoris
Warum dürfen Frauen denn nur NPC Rollen haben aber nicht die der Hauptfigur, offensichtlich sind sie ja doch gut genug um aufzutauchen. Saints Row beweist dass es funktioniert. Wenn du dir das nicht vorstellen kannst, hast du es entweder nicht gespielt oder einfach einen ziemlich eingeschränkten Horizont. "Wie sollte sie als Frau Leute einschüchtern".. oh man, was ist das nur für eine Frage..
Das man als Parodie eines anderen Spieles erfolgreich sein kann?
Sie haben es als simpler Klon begonnen ( Saints Row 1 und 2 ) und haben dann ihre eigene Niche mit 3 und 4 gefunden.
Man kann GTA wirklich einiges vorwerfen, aber die Hauptstory des Spieles ist einfallsreich aber zugleich realitätsnah.
Saints Row ab 3 dagegen begeistert mit Abgedretheit und Witz.
Saints Row verhält sich zu GTA wie Hot Shots! zu Topgun, dass eine versucht die Realität actionreich darzustellen, dass andere dagegen parodiert es nur.
Alles weitere hat Kajetan sehr schön auf den Punkt gebracht.
- SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
Saints Row beweist, dass man genauso eine Frau die Rolle erfüllen lassen kann. Natürlich ist das Spiel abgedreht ohne Ende, das ist aber völlig irrelevant, wenn wir den Fokus auf die Männlichkeitsfantasien richten, in der sie genauso brilliert wie er. Wenn man eine Geschichte ernster und realitätsnäher gestaltet, das habe ich selbst ja gesagt, muss man oder sollte man Anpassungen vornehmen. GTA zitiert natürlich die genannten Filme und Werke, nur warum sollte das ein Hindernis sein, einen weiblichen Charakter einzubauen, vor allem wenn man sowieso mehrere Hauptrollen besetzt? Weil sie in den Filmen nur Randfiguren waren? Das ist doch eine ziemlich miese Erklärung. Das ist ja wie zusagen "Hey George R. R. Martin, du hast eine Fantasy/Mittelalterwelt, warum gibst du den Frauen soviel Platz, in Herr der Ringe und anderen Stoffen waren sie auch nur Nebenfiguren!". Igrendwann sollte man sich auch Mal entwickeln, Variationen schaffen, neues Terrain erkunden. Gerade, wenn man eine 180 Grad Wende machen und dem Spiel einen ernsten Anstrich geben will, würde es sich anbieten kreativ zusein und die Möglichkeiten auszuloten, die beispielsweise eine Cracknutte bietet.
- 3nfant 7errible
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
jop, am besten alle.SethSteiner hat geschrieben:
Ajah.. na klar. Das ist natürlich Mainstream, wenn man auch andere anspricht..
es ist absolut nichts falsches daran, wenn sich ein Game Designer für eine männl. Hauptrolle entscheidet. Ehrlich mal... wtf?Aha.. und sich zu wünschen, dass Frauen Hauptrollen einnehmen ist inflationäre, unpassende politische Korrektheit?
es geht darum, dass viele Indies eine Vision von ihrem Spiel haben, und diese durchziehen möchten. Auch wenn sie für ihre Idee keinen Publisher finden, auch wenn man ihre Spiele nichtmal wirklich als Spiele, sondern eher als Erlebnis bezeichnen kann (Dear Esther), oder wenn sie absichtlich monoton, stupide auf reiner Fleissarbeit basieren, um damit möglichst authentisch eine Message rüberzubringen (Papers, please!). Und wenn Rockstar sagt, "haut ab mit eurem Kack, wir machen das so wie wir es wollen" dann ist das nicht viel anders.Der Kontext ist ein anderer, das weisst du aber nehme ich an. Dass es darum geht, welche Sachen sie durchziehen und nicht dass sie es überhaupt tun. Ganz zu schweigen davon, dass Crowdfunding Games sich eigentlich sogar ganz schön reinreden lassen, nur dass es demokratischer, offener und mit mehr Verständnis auf kreativer Basis abläuft.
Ja, der Kontext ist ein bisschen ein anderer, aber ich beziehe mich hier auf das Durchziehen der eigenen künstlerischen Vision, die bei den einen gelobt und bei den anderen kritisiert wird. Die Tatsache, dass man sich diese Einstellung mittlerweile aufgrund des grossen Erfolges erlauben kann, macht es nicht schlechter. Sie mussten sich diesen Erfolg ja auch erst erarbeiten und sind ihrer Linie immer treu geblieben, auch während Thompsons Kampagne oder bei den Manhunt Spielen
- Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto
RichtigSethSteiner hat geschrieben:GTA zitiert natürlich die genannten Filme und Werke, nur warum sollte das ein Hindernis sein, einen weiblichen Charakter einzubauen, vor allem wenn man sowieso mehrere Hauptrollen besetzt?
Aber so eine deutliche Veränderung vom gewohnten Status Quo birgt auch ein hohes kommerzielles Risiko, das bei einem reinen Produktionsbudget von 200 Mio. Dollar dort niemand eingehen möchte.
Sicher, das kann auch wunderbar klappen. Siehe das Battlestar Galaktika-Remake. Ronald D. Moore macht aus Starbuck eine Frau und die Fans sind ENTSETZT!!! Geldgeber werden nervös, man beginnt Moore zu drängen das Original nicht so stark umzubauen, doch Moore bleibt stoore. Und siehe da, die vier Folgen der Mini-Serie werden begeistert aufgenommen, das Experiment "Starbuck hat jetzt Titten" ist auch Dank der wunderbaren Besetzung durch Katee Sackhoff voll aufgegangen. Doch ich denke nicht, dass bei Rockstar jemand ist, der in der Lage ist bewusst und überlegt bestimmte Konventionen so zu brechen, dass man vorher entsetzt aufschreit, nur um hinterher doch begeistert zu applaudieren. Ich habe den Eindruck, man ist durch den enormen finanziellen Erfolg der letzten Jahre kreativ am Ende und macht nur noch das immer gleiche Spiel, weil das eben am risikolosesten ist.
