Das war es mMn auch bis MW2 nicht. WaW hat mir noch verhältnismäßig viel Spaß gemacht, auch wenn es im Vergleich zu MW1 und CoD2 schon etwas gezwungen episch wirkte.Game&Watch hat geschrieben:Aber damals war es auch noch nicht so ausgelutscht, hundertmal gesehen und schlecht kopiert.
Überhaupt ist der Skriptshooter generell etwas zu verteufelt. Solange die Skripts nicht dermaßen überhand nehmen, dass der SP ab dem 2. Anlauf schon völlig langweilig ist, geht es, wenn man sich mit dem Moorhuhngameplay anfreunden kann.
Auch MW2 ging im Prinzip noch. Den USA-Pathos konnte ich, als Teil eines großen Plottwists, noch verschmerzen, nur hatte man da halt den ersten Fall von "einmal gespielt, nichts besonderes mehr, langweilig", da man gefühlt nur in 50% der Zeit die Kontrolle selbst ausgeübt hat und keine Skripte am Werk waren. Ich weiß nicht, ob das ein nachträglicher Trugschluss ist oder nicht, aber ich meine, in MW1 wurden die Skripte noch nicht so übertrieben eingesetzt, zumindest habe ich da bis heute nicht den Spaß dran verloren, hin und wieder mal die Kampagne zu spielen, ein bisschen Moorhuhn im Hollywood-Gewand für zwischendurch.
Zum Mulitplayer sage ich gar nicht viel, der von MW1 ist bis heute eine ziemliche Referenz und noch mein Lieblings-MP aller Shooter überhaupt. Ein Meilenstein für diejenigen, die es nicht zu taktisch wollen (wie ich z.B.).
MW1 hat damit zumindest in meiner Wahrnehmung den Balanceakt geschafft, im SP zwischen guter skriptgeladener packender Inszenierung und skriptüberladener Zuvielinszenierung, im MP zwischen kurzweiliger Action mit netten Gimmicks und überhektischer Action mit Perk- (und vor allem Killstreak-)Verwilderung.
Der Fall des Genres begann dann mMn mit MW2, das die Stärken des Vorgängers maßlos überspannte, und dessen direkten Konkurrenten MoH, der die erste schamlose CoD-Kopie war. So wurde das AAACoD-Genre geboren
