Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

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ItsPayne
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von ItsPayne »

Ganz ohne sprachausgabe ists aber auch nix. Man sollte es wie bei Planescape Torment machen und ein par besondere schlüsselsätze in wichtigen dialogen vertonen. Gerne auch ein paar mehr als bei Planescape.
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Kajetan
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von Kajetan »

Brakiri hat geschrieben:ABER: Solange die Macher nicht alles annehmen, sondern nur das, was sie selber für sinnig und umsetzbar halten, halte ich den Backer-Einfluss für eher gering.
Genau das ist ja der Unterschied zwischen der klassischen Publisher-Finanzierung und einem Crowdfunding, der noch für etwas Verwirrung sorgt.

Ein Publisher finanziert im Vorfeld die Entwicklung des Spieles und kann in der Regel alles bestimmen. Von der Farbe der Hauptmenü-Buttons, über die Gameplay-Features bis hin zur angestrebten Zielgruppe. Schlaue Publisher lassen fähigen Entwicklern da meistens viel freie Hand, weniger schlaue Publisher lassen sich ein Spiel nach strikter Vorgabe von ausgefeilten Zielgruppenanalysen zusammenschrauben.

Ein Backer eines Crowdfunding-Projekt hat hingegen ÜBERHAUPT GAR KEINEN EINFLUSS AUF GAR NIX! Er gibt lediglich Geld, weil er das Projektziel verwirklicht sehen möchte. Ob überhaupt und wenn ja, auf welche Ideen und Vorschläge der Empfänger dieses Goodwills eingehen will, das ist dessen freie Entscheidung. Er hat die volle kreative Kontrolle, er muss nicht seine Urheberrechte an seinem Werk abtreten. Und wenn ein Entwickler es schafft das Projekt mit dem gesammelten Geld fertigzustellen, ist jedes mit dem fertigen Release verkaufte Spiel sofortiger Reingewinn.

Wer da halbwegs professionell vorgeht, der wird das Teil fertigstellen und muss dann nur noch die Hand aufhalten. Einfacher kann man vor allem im Spielebereich sein Geld nicht machen.
froschhund
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von froschhund »

Also wenn ich 1.000 oder gar 2.500 Dollar in ein Projekt investiere, vielleicht aus nostalgischen Gründen, dann ist das eine ernsthafte Handlung.

Solchen Menschen liegt offensichtlich äußerst viel an diesem Spiel.

Nun die Angst zu haben, dass irgendwelche doofen Gegenstände im Spiel auftauchen ist da meiner Meinung nach deplatziert. Diese Leute sind die letzten, die so etwas in ihrem Spiel sehen wollen - und deshalb werden sie tunlichst dafür sorgen, dass sie sinnvolle und mit der Spielatmosphäre verträgliche Hintergrundgeschichten für ihre Items schreiben.

Was ich schon bei den angepeilten 400.000.- für Double Fine und jetzt auch bei den ursprünglich erhofften 900.000.- nicht ganz nachvollziehen kann: Solche Summen reichen heutzutage noch für ein konkurrenzfähiges Spiel?
Bei einem Adventure lasse ich es mir ja noch einreden, aber bei einem komplexen RPG? Selbst wenn man die Gehälter moderat ansetzt ist das Budget doch nach einem Jahr Entwicklungszeit allein dafür aufgebraucht!? Dann noch Miete, Betriebskosten, Software-Lizenzen, ... !?
2,5 Millionen klingen da für meine Begriffe schon deutlich realistischer.
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mikeluft
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Beitrag von mikeluft »

Na da sind wir doch mal gespannt was aus diese VERSPRECHUNGEN dann letztendlich wird-in meinem Fall eine möglichkeit zu erfahren was dann letztendlich doch mit dem geld gemacht wird?? Falls dieses game ein FAIL wird bin ich auch der meinung geht die komplette kickstarter geschicht damit den bach runter-schon mal dran gedacht??Lieber die versprechungen was die markt tauglichkeit angeht im keller lassen, den es ist und bleibt BUISSNESS!!!! Den eins ist so sicher wie das amen in der kirche = die stabilität des marktes. Es muss nicht mal am Produkt selber liegen das es scheitert sondern ein kleiner fehler in der plannung und schon explodieren die Kosten und BUMS is kein geld mehr da.......also von wegen keine massenmarkt tauglichkeit??wer sowas von sich gibt lügt oder lebt in ner traumwelt!!
Randall Flagg
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von Randall Flagg »

Wie sieht das eigentlich aus: Müssen diejenigen, die das Projekt finanzieren, später noch einmal in die Tasche greifen um sich ein Exemplar zu kaufen?
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Der Wayne
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von Der Wayne »

froschhund hat geschrieben:Was ich schon bei den angepeilten 400.000.- für Double Fine und jetzt auch bei den ursprünglich erhofften 900.000.- nicht ganz nachvollziehen kann: Solche Summen reichen heutzutage noch für ein konkurrenzfähiges Spiel?
Nein, natürlich nicht. Bei dem minimalen Budget – und das wären abzüglich der Kosten für die Dokumentation, Amazon- und Kickstartergebühren noch ca. 270.000 für Entwicklung und Produktion der physischen Belohnungen (Artbooks, Spieleboxen etc.) gewesen – hätte Double Fine um die drei Leute für sechs Monate daran setzen können. Es wäre sicherlich ein schönes kleines Spiel entstanden, aber bei Weitem nichts Vollpreisähnliches. Ich kann mir vorstellen, dass damit einige Vorstellungen enttäuscht worden wären, aber jetzt ist ja sowieso alles gut. :)

@ Randall: Nein, aber einem Mindestbetrag von 15 USD (oder so) ist ein Spieledownload mit drin.
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Lumilicious
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von Lumilicious »

Der Wayne hat geschrieben:
froschhund hat geschrieben:Was ich schon bei den angepeilten 400.000.- für Double Fine und jetzt auch bei den ursprünglich erhofften 900.000.- nicht ganz nachvollziehen kann: Solche Summen reichen heutzutage noch für ein konkurrenzfähiges Spiel?
Nein, natürlich nicht. Bei dem minimalen Budget – und das wären abzüglich der Kosten für die Dokumentation, Amazon- und Kickstartergebühren noch ca. 270.000 für Entwicklung und Produktion der physischen Belohnungen (Artbooks, Spieleboxen etc.) gewesen – hätte Double Fine um die drei Leute für sechs Monate daran setzen können. Es wäre sicherlich ein schönes kleines Spiel entstanden, aber bei Weitem nichts Vollpreisähnliches. Ich kann mir vorstellen, dass damit einige Vorstellungen enttäuscht worden wären, aber jetzt ist ja sowieso alles gut. :)
Es ist ein Indiegame... jeder, der da etwas gezahlt hat, weiß das. Bzw sollte es wissen. Hier sollten die Erwartungen ohnehin nicht in die "Ich erwarte AAA-Gut" (was auch immer das Bedeutet) Richtung gehen.

Btw: Viele Indiegames haben nicht einmal ein 100000 Dollar Budget. Die meisten Indiegames werden von 2-5 Mann "Studios" entwickelt und wenn es Sprecher gibt, machen die es oftmals auch für lau, weil es Freunde sind. Space Pirates and Zombies zb... von einem Mann entwickelt, TotalBiscuit wurde gefragt das Spiel zu promoten und hat auch die Texte gesprochen - für lau. Bastion ist an sich dasselbe.

2 Millionen für ein Indiegame sind jedenfalls extrem viel... selbst 1 Million ist das schon. Mit so Kosten gehen die Devs schon zu Publishern, da die wenigsten es selber tragen können.
Und ja, mit so viel Geld lässt sich schon einiges fantastisches Produzieren. Man sieht es ja an aktuellen Indies, was es da so auf dem Markt gibt.
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Bedlam
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Re: Kommentar

Beitrag von Bedlam »

mikeluft hat geschrieben:Na da sind wir doch mal gespannt was aus diese VERSPRECHUNGEN dann letztendlich wird-in meinem Fall eine möglichkeit zu erfahren was dann letztendlich doch mit dem geld gemacht wird?? Falls dieses game ein FAIL wird bin ich auch der meinung geht die komplette kickstarter geschicht damit den bach runter-schon mal dran gedacht??Lieber die versprechungen was die markt tauglichkeit angeht im keller lassen, den es ist und bleibt BUISSNESS!!!! Den eins ist so sicher wie das amen in der kirche = die stabilität des marktes. Es muss nicht mal am Produkt selber liegen das es scheitert sondern ein kleiner fehler in der plannung und schon explodieren die Kosten und BUMS is kein geld mehr da.......also von wegen keine massenmarkt tauglichkeit??wer sowas von sich gibt lügt oder lebt in ner traumwelt!!
Kannst du das nochmal etwas vernünftiger ausdrücken? Was hat die "Markttauglichkeit" mit finanzieller Fehlplanung zu tun?

Dass es Kickstarter-Projekte geben wird, aus denen nix wird, ist ebenfalls klar. Die gab es auch schon in der Vergangenheit. Kickstarter gibt es nicht erst seit Double Fine dort Geld eingesammelt hat.

Es ist nunmal für jeden, der dort Geld gibt, ein Risiko und hat viel mit Vertrauen in die Entwickler zu tun. Deshalb gibt man ja auch nicht jedem Hans und Kunz sein Erspartes.

Es gibt jetzt schon ne Menge Trittbrettfahrer, die im aktuellen Kickstarter-Hype das große Geld wittern... z.b. die Typen vom Yogscast - irgendwelche semi-bekannten Minecraft-Podcast-Kinder- wollen plötzlich ein Spiel machen und bitten mal eben um eine Viertelmillion Dollar - die Hälfte davon haben sie schon. Das vorgestellte Material zum "Spiel" ist absolut grottig und ich habe mit niemandem Mitleid, der dort Geld gegeben hat.
Zuletzt geändert von Bedlam am 10.04.2012 09:45, insgesamt 3-mal geändert.
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Bedlam
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von Bedlam »

Randall Flagg hat geschrieben:Wie sieht das eigentlich aus: Müssen diejenigen, die das Projekt finanzieren, später noch einmal in die Tasche greifen um sich ein Exemplar zu kaufen?
Die Bedingungen legt jeder Entwickler selbst fest. In der Regel ist ne Kopie vom Spiel in der geringsten Spendensumme enthalten. Muss aber nicht.
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sphinx2k
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von sphinx2k »

ItsPayne hat geschrieben:Ganz ohne sprachausgabe ists aber auch nix. Man sollte es wie bei Planescape Torment machen und ein par besondere schlüsselsätze in wichtigen dialogen vertonen. Gerne auch ein paar mehr als bei Planescape.
Finde ich wiederum gar nicht. Das ist dann immer so nach dem Motto "ah das hier gehört zur Hauptquest". Mich bringt das aus dem Spielfluss und die Immersion leidet darunter.
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sphinx2k
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von sphinx2k »

Randall Flagg hat geschrieben:Wie sieht das eigentlich aus: Müssen diejenigen, die das Projekt finanzieren, später noch einmal in die Tasche greifen um sich ein Exemplar zu kaufen?
Wie Bedlam schon schrieb hängt es vom Projekt ab. Es gibt welche wo jeder der wenigstens 10 oder 30 Euro gegeben hat die Finale Version bekommt.
Also hat der Entwickler da freie Hand wie er das gestaltet.
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Bedlam
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von Bedlam »

sphinx2k hat geschrieben:
ItsPayne hat geschrieben:Ganz ohne sprachausgabe ists aber auch nix. Man sollte es wie bei Planescape Torment machen und ein par besondere schlüsselsätze in wichtigen dialogen vertonen. Gerne auch ein paar mehr als bei Planescape.
Finde ich wiederum gar nicht. Das ist dann immer so nach dem Motto "ah das hier gehört zur Hauptquest". Mich bringt das aus dem Spielfluss und die Immersion leidet darunter.
Japp, geht mir auch so. Außerdem sind die Stimmen, die ich beim Lesen von Texten im Kopf habe, besser als die allermeisten Spielesynchros. ;)

Wegen mir können sie das Intro vertonen ala Fallout 1/2 aber ansonsten darf das Spiel ruhig aus stummen Texten bestehen. Das erzeugt eine ganz eigene Atmosphäre.
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Kajetan
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von Kajetan »

Lumilicious hat geschrieben:2 Millionen für ein Indiegame sind jedenfalls extrem viel... selbst 1 Million ist das schon.
Sins of Solar Empire hatte ein Budget von knapp 1 Mio. Dollar. Und das war alles andere als das übliche Küchentisch-Flash-Indiespielchen. Und schaut man sich an, dass ein Witcher 2 nur knapp 10 Mio. Dollar gekostet und vergleicht diese Produktionswerte mit Spielen, die deutlich mehr kosten ... es ist kein Wunder, warum zB. EA es trotz hoher Umsätze nicht schafft schwarze Zahlen zu schreiben. Indies können einfach weitaus günstiger produzieren, weil sie nicht in die verzahnten und behäbigen Verwaltungsstrukturen eines Publishers eingebunden sind, wo jede Entscheidungsfindung erstmal dreimal die Hierarchie rauf und runter gejagt werden muss, bis es überhaupt zu einer Entscheidung kommt.
Und ja, mit so viel Geld lässt sich schon einiges fantastisches Produzieren. Man sieht es ja an aktuellen Indies, was es da so auf dem Markt gibt.
Jupp. Da kann man mit zwei Millionen mehr machen, als ein publisher-eigenes Studio mit zehn Millionen jemals hinbekommen könnte.
johndoe981765
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Re: Wasteland 2: "Müssen keine Kompromisse eingehen"

Beitrag von johndoe981765 »

Es kommt natürlich auch immer drauf an, wo das gute Stück programmiert wird.

Da hat z.B. CD-Project sicher auch einen Standortvorteil. Da können die Großproduktionen aus USA/UK nicht mithalten was Personalkosten (Löwenanteil) angeht.
Eikant
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Beitrag von Eikant »

Für mich ist das alles nur toll. Fallout 3 war eine ganz herbe Enttäuschung. New Vegas war schon besser, man merkte dort deutlich, dass wieder erfahrene Fallout Leute am Werk waren. Aber jetzt sind alle von damals wieder vereint und haben absolute kreative Freiheit. Ich selber bin auch mit Spielen aufgewachsen, die durch eben diesen Punkt überzeugen und nicht durch massentauglich. Über 90% der heutigen Spiele lassen mich auch schnell sehr kalt.Meine große Hoffnung lag bei I am Alive und man sieht exakt da wieder zu was Publisher fähig sind...Metro 2033 hätte auch mit mehr Stalker Elementen genial werden können, so ist es nur gut. Brian Fargo wird das schon machen, ich habe sehr gerne gespendet und kann es kaum erwarten in Wasteland 2 abzutauchen.

Und zu der Frage ob Spender das Spiel nochmal bezahlen müssen: Im Fall von Wasteland 2 gibts das Game ab 15 Dollar...die Versionen und Boni ändern sich mit der gespendeten Summe aber. Bei 1000 Dollar wird man selber eben NSC, Waffe oder Location^^...z.B. und dazu eben das Spiel in Collectors Edition. 15 Dollar als Downloadversion.

Und zum Thema Audio: Ich spiele Fallout 1+ 2 seit Jahren regelmäßig mit Begeisterung..da waren auch nur ein paar wenige Dialoge vertont...kein Problem für mich. Die Atmosphäre bleibt bestehen. Auch mit dem immer genialen Soundtrack, der nie aufdringlich im Hintergrund bleibt, aber Spannung und Tiefe oft verstärkt und immer für Stimmung sorgt, die da ankommt, wo sie hin soll.