Ich bin gar nicht für Einheitsbrei. Splinter Cell Double Agent hab ich abgebrochen, weil bei einem Fallschirmabsprung der Stick meines Controllers versagte. Conviction hingegen hab ich durchgespielt und finde die KI besser als in MGS4, weil man beweglicher ist und vorausschauender handeln kann.M1L hat geschrieben:Dann spiel einfach etwas anderes. Splinter Cell zum Beispiel. Wo genau liegt dein Problem? Muss jede Spielreihe verwestlicht werden bis alles nur noch Einheitsbrei ist?Granfaloon hat geschrieben:Torment schriebDann muss ihm doch irgendwer in der Spiele- Community mal gesteckt haben, dass man außerhalb Japans diese Art von Manga-Humor nicht abnimmt. Kojima ist wie der uncoole Junge auf dem Schulhof, der ein hartes und ernstes Spiel realisieren will und immer wieder in sein altes Kicher-RollenmusterIch nehme an, dass es sich dabei um dein 1. MGS handelt? Dann solltest du eins wissen: Kojima ist ein Troll. Wohl der größte Troll der Spieleindustrie.Das hat beim 1. MG angefangen und sich bis zum 4. MGS durchgezogen.
Ich erinner mich noch, dass er beim 1. MG im letzten Raum des Spiels einfach eine riesige Falle reingesetzt hat und man direkt gestorben ist. Beim 4. MGS Teil kannst du die Endgegner per Ipod+Jpop tanzen lassen. Und nichts gegen Johnny! Der ist der running gag des Spiels. Gibts schon seit MGS
zurückfällt. Ich meine Snake ist doch hinsichtlich der Physiognomie durchaus an die Klapperschlange
mit Kurt Russel angelehnt. Doch die Amerikaner kriegen Rauhbeinigkeit, Coolness und Humor unter
einen Hut. 90 Prozent und dann ein Soldat, der sich in die Hosen kackt und herumtänzelt als wäre
Krieg unter Elitesoldat Fasching in Hinterbrutzbach.
Du wirfst mir irgend eine Art von japanophober Gamerhaltung vor. Wo mein Problem liegt?: Ich hab mir
bei Wikipedia mal die Handlungsabläufe der ersten drei Teile nageguckt. Ich stelle mir jetzt vor wie Kojima vor einem Reißbrett sitzt und einen urst komplexen Handlungsablauf erstellt. Die Thematik Kriegs und Geldwirtschaft ist ja gut. Aber er personalisiert und emotionalisiert einfach nur holzschnittartig. So nach der Devise: Ich möchte ein Stealth-Game riesig dramaturgisch aufladen. Da trifft Snake also einen
mysteriösen Waffenhändler mit rasiertem nikotinabhängigen Affen und lässt sich mir nichts dir nichts einen Nanopartikel einpflanzen, der ihn als Super-Duper-Elite-Kämpfer, der überall rumschleicht, sofort für jeden orten lässt. An anderer Stelle hat ein Elite-Soldat chronischen Durchfall, so dass der Gegner
ihn doch per Geruch ausfindig machen könnte, da er sich permanent in seinen Stealth-Körper-Anzug
kackt. Ich weiß nicht, was mich allein nach der Unlogik des ersten Levels noch erwartet. Nachdem ich mir die Handlungsabläufe der ersten drei Teile angeguckt habe, ahne ich dass ich noch oft mit fassungslosem Gesicht den Controller in den Händen halten werde.
